Autismus – Im Gespräch mit Reto Odermatt, Präsident Verein Autismus deutsche Schweiz und seinem Sohn Marco Odermatt, Autist

Diesen Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst. Publikation am 7. November 18

Sie ecken vielfach an, werden gar als frech empfunden, können sich schwerlich in andere einfühlen, haben Schwierigkeiten Freunde zu finden, vermeiden oft den Blickkontakt und bevorzugen geregelte Tagesabläufe und Rituale – Menschen mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Menschen mit dieser Diagnose, haben aber auch ganz viele Stärken. So sind ihnen Hintergedanken und Lügen fremd und wenn sie sich für ein Thema interessieren, vertiefen sie sich meist mit grosser Konzentration und Ausdauer darin. Wie es der Name «Spektrum» ausdrückt, ist die Spannbreite des Autismus gross und Störungen zeigen sich sehr unterschiedlich. So kann es sein, dass ein Autist nicht sprechen kann und ein anderer fast nicht zu bremsen ist in seinem Sprachfluss. Der Begriff «Autismus» kommt aus dem Griechischen und meint jemand, der «sehr auf sich bezogen ist».

Formen des Autismus-Spektrums

Autistische Merkmale können einerseits früh im Leben sehr ausgeprägt auftreten oder so, dass sie erst viel später auffallen. Symptome von Autismus zeigen sich in der Sprache, in Auffälligkeiten der sozialen Interaktionen (Mimik, Gestik, ungeschickte Kontaktaufnahme) und indem Betroffene stereotype Verhaltensmuster an den Tag legen. Dies meint zum Beispiel das unaufhörliche Drehen an Rädern von Spielzeugautos, Aufreihen von Gegenständen oder indem sie Mühe mit Programmänderungen haben. Der 20-jährige Marco Odermatt, erhielt die Diagnose «frühkindlicher Autismus» im Alter von zwei Jahren. Sein Vater, Reto Odermatt, Präsident des Vereins Autismus deutsche Schweiz, erinnert sich: «Wir haben extrem schwierige Zeiten erlebt als Eltern eines autistischen Kindes. Niemand kannte damals Autismus. Wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, begrüsste mich Marco nie, sondern war nur physisch anwesend und wirkte ansonsten apathisch. Ich konnte Marco lange Zeit gar nicht auf den Arm nehmen und keinen Augenkontakt herstellen. Heute hat Marco grosse Fortschritte gemacht. Er nimmt sogar Blickkontakt auf und hat sich in jahrelangem Training selber das Schreiben angeeignet.» Sind bei Kindern nicht alle drei Bereiche der Sprache, sozialen Interaktionen und Verhaltensmuster auffällig, spricht man von atypischem Autismus. Sind die Merkmale noch weniger deutlich erkennbar, wird oft sogar erst im Erwachsenenalter die Diagnose Asperger-Syndrom gestellt. Solche Menschen zeigen in den ersten Lebensjahren eine normale Entwicklung und frühestens im Zusammenleben mit anderen Menschen Auffälligkeiten. So haben sie Schwierigkeiten, Empathie zu empfinden und verstehen Ironie oder Wortspielereien wörtlich. Manche Menschen mit dem Asperger-Syndrom haben eine Vorliebe für Formeln, Fahrpläne, technische und historische Daten. Sie sind oft geruchs-, geräusch-, berührungs- und lichtempfindlich.

Ursache und Förderung

Autismus-Spektrum-Störungen entstehen nicht durch Erziehungsfehler. Die Ursachen sind bis zum heutigen Tag nicht restlos geklärt. Man nimmt an, dass genetische und biologische Abläufe vor, während und nach der Geburt das Gehirn beeinträchtigen und eine Autismus-Spektrum-Störung auslösen könnten. Als die Familie Odermatt die Diagnose bei ihrem Sohn erhielt, fühlten sie sich damit überfordert und suchten vergeblich Unterstützung vor Ort. Heute ist Reto Odermatt Präsident des Vereins Autismus deutsche Schweiz. Hier erhalten Betroffene und deren Familien vielfältige Auskünfte und finden eine Austauschplattform. Der Verein organisiert Tagungen und engagiert sich in Politik und Gesellschaft. Er zählt aktuell 1500 Mitglieder. In der Schweiz leben, laut Auskunft des Vereins, rund 80’000 Menschen mit der Diagnose ASS.

Marco Odermatt, 20 Jahre alt, Autist

Marcos Woche sieht so aus, dass er jeweils drei Stunden vor- und drei Stunden nachmittags zuhause von drei Betreuerinnen gefördert wird. Sein Vater, Reto Odermatt, erklärt: «Das Vorgehen ist sehr strukturiert und wird monatlich an die Bedürfnisse von Marco angepasst. Schreiben, Logikspiele, Zusammensetzspiele, Übungen am PC, Arbeiten im Haushalt gehören dazu. Montags, mittwochs und freitags, geht Marco in die Schreinerei Biber und Specht in Dallenwil arbeiten. Er hat dort eine 1:1 Betreuung, denn seine Mutter begleitet Marco zur Arbeit.»

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Interview mit Marco Odermatt

Die gegenseitige «Du-Form» war abgesprochen und die Interviewfragen hat Marco Odermatt schriftlich beantwortet, da er nicht zu sprechen vermag.

Wenn du Mitmenschen beobachtest, bemerkst du dein «Anders-Sein». Wo fällt dir das am meisten auf? Macht dir das Mühe?

Dass ich anders bin, merke ich, wenn Leute mich manchmal blöd anschauen. Sie haben einfach keine Ahnung, wie das für mich ist. Es ist nicht schön für mich. Aber ich habe so viele gute Leute um mich. So bin ich glücklich und habe viel Spass.

Wie sollen dir die Mitmenschen begegnen, was wünschst du dir von Ihnen?

Die Leute sollen ganz normal mit mir sein. Auch ich habe Spass am Leben.

Macht dir deine Arbeit Spass?

Arbeiten tu ich gerne. Das macht mir grossen Spass. Ich habe gute Leute da.

Welches sind deine Hobbys?

Ich reite sehr gern. Dann noch: wandern auf einem Berg, schwimmen mit Papa, Autofahren mit Leuten, Computerspiele machen und Puzzle mache ich auch gern.

Bist du zufrieden mit deinem Leben?

Ja, ich bin sehr zufrieden.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Ich wünsche mir, dass alles noch lang so weitergeht. Auch dass ich noch weiter zu Hause sein kann. Es ist am Schönsten da.

Was sollen die Leser des Nidwaldner Blitz über Autismus wissen?

Alle Leute müssen wissen, dass wir anders sind. Wir denken anders. Wir brauchen viel Hilfe. Wir haben nicht gern zu viele Leute auf einmal. Zu viel und grossen Lärm, mögen wir nicht. Wir haben auch mal gern Ruhe. Für mich ist es schlimm, wenn die Leute meinen, ich sei blöd. Das stimmt nicht. Ich verstehe alles, wenn sie reden. Sie sind nicht viel gescheiter als ich. So habe ich auch viele gute Seiten. Ich bin eigentlich sehr glücklich.

 

Marco Odermatts Vater schliesst mit einem Plädoyer: «Sparen wir nicht auf Kosten von Menschen mit Autismus! Investieren wir in diese Menschen. Denn sie können gezielt gefördert werden.  Dies zeigt die erfreuliche Entwicklung von Marco. Dazu braucht es aber eine intensive individuelle Förderung. Da reichen ein paar Stunden Zusatz-Betreuung pro Woche, beispielsweise in der Schule, nicht aus. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang die Familien. Speziell die Eltern sind mit einem Kind mit Autismus extrem belastet und gefordert. Da wünsche ich mir auch mehr Unterstützung. Geht unbedingt offen auf autistische Menschen zu und übt euch in Toleranz. Sie haben eine spezielle Wahrnehmung und verhalten sich auch entsprechend anders als wir. Lasst euch überraschen!»

Regula Aeppli-Fankhauser

 

 

 

 

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Öbere Gotthard flüged d’Bräme

Lästige Brämis (Schweizerdeutsch für Bremsen – Insekten) waren wir wohl für die insgesamt 5 SBB MitarbeiterInnen, welche wir um Auskunft für unseren Ausflug über den Gotthard baten. Wir wollten bewusst die alte Bahnstrecke befahren mit den Kehrtunnels und dem „Chileli vo Wasse“ und erst auf der Heimreise die Strecke durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt wählen. Denn wir planten einen gemütlichen „Mädelstag“, meine Schwester, älteste Tochter und ich. Der Weg sollte das Ziel sein. Doch bei den SBB Angestellten stiessen wir auf Unverständnis. Heute will doch jeder möglichst schnell von A nach B kommen, damit man am Zielort zackig beginnen kann, sich zu erholen.

Vor unserer Erholung stresste uns die online Fahrplanauskunft, denn die Strecke über den Gotthard ist gut versteckt. Der Fahrplan gibt ausschliesslich die schnellste Verbindung an, ausser man wählt ein „Via“, aber man muss wissen, welches. Bei unserer Verbindung, so beriet mich ein Twitter-User, musste es nicht Erstfeld sein, wie von mir vermutet, sondern Airolo.

Und weiter stressten uns die obgenannten 5 SBB Mitarbeiter:

Meine Schwester erhielt von einem Mitarbeiter am SBB-Schalter in Basel diese Fahrplanauskunft:

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Unverständlich, wie man die Auskunft geben kann, dass eine Warterei von einer Dreiviertelstunde in Arth-Goldau und eine von 1.5 Stunden in Erstfeld nötig sein sollte. (Mitarbeiter Nummer 1 mit mangelhafter Auskunft.) Rechts im Bild zwei Notizen: die eine mit blauem Kugelschreiber verfasst von einer Mitarbeiterin am Infoschalter in Luzern, die ich befragte, wann der Zug meiner Schwester in Luzern ankommen würde. Sie benötigte für diese Auskunft einige lange Minuten, nicht ohne ihr Unverständnis auszudrücken, warum man auf die Idee komme, nicht den schnellsten bequemsten Weg zu wählen. Auf die seltsame Fahrplanauskunft ihres Kollegen in Basel, wies sie mich nicht hin, obwohl ich ihr ja den Zettel vorlegte. (Mitarbeiterin Nummer 2). Erst zuhause prüfte ich diese Verbindung und suchte mir mühsam online die Verbindung, welche ich rechts handschriftlich festhielt. Mit dieser Verbindung war es meiner Tochter und mir möglich, eine Stunde später los zu fahren, als bei der Auskunft, welche meine Schwester erhalten hatte – um es auf denselben Zug über den Gotthard zu schaffen. Und mit viel besseren Anschlusszeiten.

Unterdessen wurde unsere Tochter an einem Schalter in Luzern miserabel beraten. Sie hatte eine Gutschrift erhalten, als Geschenk meiner Schwester und wollte diese einlösen, was ihr online nicht gelang. Die Mitarbeiterin (Nummer 3) gab es auf, ihr den Fahrpreis für die gewünschte Strecke (Hinweg über den Gotthard, retour unten durch) auszurechnen. Nach einigen langen Minuten gab sie die Auskunft, das sei ihr zu mühsam und verkaufte meiner Tochter die Tageskarte zum Halbtax. Den Gutschein konnte sie dabei nicht anrechnen. Zuhause entdeckte meine Tochter, dass sie eine Spartageskarte hätte online kaufen können. Rund 20 Franken hätte sie dabei gespart. Wie ärgerlich.

Am Reisetag, dem 4. November 18, war meine Schwester etwa 20 Minuten vor uns in Luzern und bemerkte eine rote Anzeige, dass auf der Strecke zwischen Arth Goldau und Erstfeld mit Bahneinschränkungen und Zugsausfällen zu rechnen sei. Sie dachte, sie hätte vor unserer Ankunft grad noch Zeit, am Infoschalter zu fragen, ob das Auswirkungen auf unsere geplante Reise über den Gotthard haben wird. Und nun folgt die schlimmste Erfahrung mit Mitarbeiterin Nummer 4. Diese gab meiner Schwester die Auskunft, über die alte Gotthard-Bahnstrecke würden nur im Sommer Züge fahren, jetzt sei die Strecke „zu“. Meine Schwester wollte dies nicht glauben, die Angestellte aber wollte sie zurückdrängen, denn es würden noch andere Leute anstehen, denen sie nun gern helfen würde. Meine Schwester meinte, sie hätte ihre Auskunft noch nicht erhalten. Sie möchte wissen, ob die rote Anzeige eine Auswirkung auf unsere Fahrstrecke habe oder nicht. Daraufhin erhielt sie – unwillig gegeben – sagenhafte Auskunft – datiert mit dem 14. September 18 – gegeben am 4. November für den 4. November:

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Warum ein Umsteigen in Arth-Goldau, um dort rund 20 Minuten Wartezeit auf sich nehmen zu müssen? Wir fuhren bis Brunnen und hatten dort eine Umsteigzeit von rund 10 Minuten, was viel praktischer war.

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IMG_20181105_114352.jpgWarum wird ein Umsteigen in Airolo vorgeschlagen? Wie meine handschriftliche Notiz im ersten Foto zeigt, war dies unnötig. Eine rundum inkompetente Beratung von Mitarbeiterin Nummer 4. Dazu unfreundlich und ob die rot angekündigten Bahneinschränkungen auf unsere Reise einen Einfluss haben würden, wusste sie nicht.

Deshalb fragte ich per Twitter den RailService. Dieser gibt zuverlässig innert Minuten jeweils Auskünfte. Nur half mir diese im Moment nicht wirklich. Sie lautete, ich solle mich online schlau machen, dort stand aber nur dasselbe, wie in der roten Anzeige am Gleisende in Luzern. Bildschirmfoto 2018-11-05 um 14.12.47

Wir entschlossen uns, die Fahrt wie geplant Richtung Brunnen anzutreten, obwohl uns vorher 4 SBB Mitarbeiter davon abraten wollten. Die Zugbegleiterin, welche wir im Zug zur Bahnauskunft befragten, wusste nichts von einer solchen Meldung. Sie befragte ihren Onlinefahrplan – denselben, wie wir auch schon selber konsultiert hatten. Sie verstand zuerst auch nicht, dass wir bewusst „oben durch“ fahren wollten und gab uns eine Fahrplanauskunft mit dem besten Anschluss an den Schnellzug „unten durch“. (Mitarbeiterin Nummer 5) Auch sie gab uns zuerst die Auskunft, dass die alte Bahnstrecke über den Gotthard jetzt nicht mehr befahren würde. Ich entgegnete, warum wir dann online diesen Fahrplan erhalten hätten, datiert auf 4.11.18. Mit der Zeit kamen wir im Gespräch drauf, dass bloss die Panoramakompositionen nicht mehr fahren würden – die „gewöhnlichen“ Regionalzüge hingegen natürlich schon noch. Diese Mitarbeiterin Nummer 5 stellte sich schliesslich und endlich als sehr freundlich heraus und nachdem wir ihr die Odyssee unserer SBB Mitarbeiter-Erfahrungen erzählten, überraschte sie uns plötzlich mit 3 Gutscheinen à je Fr. 6.– Einlösbar bei Bahnverkaufsstellen, Verpflegungsstellen im Zug, Valora, Press&Book oder K-Kiosk.

Der Tag war gerettet und verlief von diesem Zeitpunkt an wie geplant.

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Die rote Warnung, dass wir evtl. einen Zugausfall erleben könnten, erwies sich als nichtig. Wir lachten über das dreimalige Erscheinen des Kirchleins von Wassen,

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plauderten, assen fein in Lugano, bummelten den Schaufenstern nach und sparten dabei einige tausend Franken, weil wir beim Bucherer & Co. nichts einkaufen konnten, denn es war Sonntag.

Beim Retourfahren via Tunnel „wie es sich für den normalen Fahrgast gehört“ 😉 ergoogelten wir uns die Fakten über dieses Bauwerk. Ende gut, alles gut. Nur dass Schalter der SBB mit inkompetenten, gestressten und unfreundlichen Mitarbeitern besetzt sind, stimmt trotz des gelungenen Ausflugs unzufrieden. Die Tatsache, dass der Fahrplan für diese Nostalgiestrecke versteckt ist und selbst SBB Mitarbeiter keine Ahnung davon haben, wie der Zug über diese Route verkehrt, ist traurig. Wenn das Angebot derart schwer auffindbar und unbekannt ist, wird natürlich auch eine Statistik der Fahrgäste negativ ausfallen und es wird heissen, eine Nachfrage sei nicht gegeben.

Wir erlebten an diesem Tag die volle Bandbreite des Konfuzius-Spruchs „Der Weg ist das Ziel“, den ich anfangs erwähnte. Auf dem Weg erlebten wir, dass wir durch hartnäckiges Nachfragen, Selbstbewusstsein (wir waren überzeugt davon, dass der Zug über diese Strecke fahren würde), Geduld und Freundlichkeit zum Ziel kamen, welches lautete: einen schönen, glücklichen „Mädelstag“ zu erleben. 😉


Die SBB haben mir heute, 8. November sehr kulant und freundlich per Mail geantwortet:

Ref. KUDI9723652
Ihre Rückmeldung an die SBB — Ihre Reise vom 4. November

Sehr geehrte Frau Aeppli

Besonders und im Kundendialog ist wichtig zu wissen, was unsere Kundinnen und Kunden bewegt. Vielen Dank für Ihre Nachricht und den Link zu Ihrem Blog.

Was Sie in Ihrem Beitrag schildern hören wir nicht gerne. Ganz offensichtlich haben Sie sich über das Verhalten meiner Kolleginnen und Kollegen vom Schalter in Basel und Luzern geärgert. Das bedaure ich. Die Ziele der SBB sind gute Kundenbeziehungen dank gutem Angebot und gutem Service. Wir wollen zufriedene Kundinnen und Kunden.

Deshalb legen wir grossen Wert auf einen freundlichen Umgang und die Professionalität unseres Personals. Ich habe die Vorgesetzten der involvierten Mitarbeitenden über Ihre Schilderungen informiert. Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir solche Rückmeldungen unserer Fahrgäste ernst nehmen und mit den Betroffenen besprechen.

Zum Reisepreis für Ihre Tochter: Unsere Spartageskarten sind über SBB.ch oder SBB Mobile erhältlich und müssen jeweils bis spätestens am Vortag der Reise gekauft werden. Ein Billett, das die Gotthardstrecke beinhaltet, ist sowohl über die Bergstrecke als auch für den Tunnel gültig. Für den Panoramazug in den Sommermonaten wird ein Zuschlag erhoben. Die Reisekosten ab Luzern nach Lugano betragen 61 Franken für Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse.

Gerne sende ich Ihnen für Ihre Tochter einen Promo-Code im Wert von 15 Franken, einlösbar bis 31.12.2020. Ihr Promo-Code lautet: XXXX. Lösen Sie den Promo-Code auf SBB.ch oder per SBB Mobile ein und profitieren Sie von Bahnleistungen Ihrer Wahl. Unter folgendem Link erfahren Sie, wie Sie den Promo-Code einlösen können: sbb.ch/promo-code.

Umso mehr freut mich zu lesen, dass Sie sich nicht haben entmutigen lassen und Ihren Mädelstag trotz dem missglückten Start geniessen konnten. Und ich danke Ihnen für die Würdigung Ihrer positiven Begegnung mit meiner Kollegin vom Zugpersonal.

Zu Ihrem Blogbeitrag möchte ich Ihnen ein grosses Kompliment aussprechen. Ihre Erlebnisse vom Mädelstag lesen sich ausgesprochen erfrischend. Obwohl unsere Mitarbeitenden unter dem Strich nicht gut dabei wegkommen — was mich insgeheim natürlich ärgert —  fühle ich mich ein wenig, als wäre ich selber dabei gewesen.

Ich hoffe, Sie können bei Ihrem nächsten Ausflug ein Loblied auf meine Kolleginnen und Kollegen singen und wünsche Ihnen und Ihren Mädels noch viele wunderbare Reisen mit uns.

Freundliche Grüsse

Jovana Lüthy
SBB Kundendialog
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SBB AG
Division Personenverkehr
Kundendialog
Postfach, 3000 Bern 65, Schweiz
Telefon 051 225 78 62
kundendialog@sbb.chsbb.ch
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Am Ende der Welt

Ich lief mit meinem Schatz bis ans Ende der Welt. 😀 Wer kann das von sich auch noch behaupten?

Unterwegs kommt man an einem tollen Robinsonspielplatz vorbei, der von Ehrenamtlichen liebevoll gepflegt wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wanderung zu starten. Ab dem Bahnhof Engelberg  hat man eine bis zwei Stunden, je nachdem ob man den Weg über die Lourdesgrotte wählt oder nicht. Man kann das Auto aber auch bei der Brunni-Bahn parkieren und hat dann natürlich viel weniger lang. Das Restaurant in diesem Tal, zuhinterst in Engelberg, heisst tatsächlich so. Das ist also wohl das letzte Restaurant an diesem Weltende…? Immerhin hat es noch eine Beiz am Ende. 😉

Wir haben nicht ausgekundschaftet, was hinter oder nach dem Ende ist. Vielleicht könnten es uns diese Gleitschirmflieger verraten? Sie haben bestimmt über das Ende der Welt hinaus gesehen. 😛

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Gleitschirmflieger.

S’isch ä Brüüch (Es ist ein alter Brauch)

Ju-hu-hu-hui!“ juchzt unterhalb unseres Wanderwegs auf dem Schächentaler Höhenweg ein Älpler. „Ju-hu-huiii!“ – so so ähnlich 😉 gibts fröhlich Antwort von der oberen Alp. Und der Wanderer auf dem Weg vor uns, der früher auch z’Alp ging, wie er uns erzählte, juchzt seine Lebensfreude ebenfalls als Echo zurück. Er erklärt in schönstem Urner-Dialekt: „S’isch äbe äso de Brüüch im Ürnerland.“ („Es ist eben so der Brauch im Urnerland.“ Früher, als es noch keine Handys gab, hätten sich die Älpler auf diese Weise von Alp zu Alp signalisiert, dass alles in bester Ordnung bei ihnen sei.  Heute wird der Brauch auch gern von Wanderern übernommen, um ihre Freude an den Bergen auszudrücken.

Dü-da-do, Postauto, hed e Floh, macht eso“, sangen wir als Kind, wenn der Dreiklang des Postautos ertönte. („Dü-da-do, Postauto, hat einen Floh, macht so.“) Mehr als ein netter Brauch auf unseren Bergstrassen. 😉

Unsere heutige Tour: Auto bis Spiringen Post, Postauto Spiringen Post bis Balm (Klausen), Wanderung auf dem Schächentaler Höhenweg, bis Ratzi Bergstation, ca. 3 Std. 20. Mit der kleinen Kabinenbahn runter nach Spiringen Post. Und anschliessend noch kleine Wanderung am Urnersee-Uferweg entlang

 

„Grüezi“, grüsst jeder Wanderer in den Bergen den anderen. Seinen Ursprung hat diese Sprachwendung in „Gott grüss dich„. Man wünscht, dass Gott dem Mitmenschen begegnet und ihn segnet. Ich stelle mir ein Grüssen von Gott vor, wie ein liebevoller Kuss von ihm. Ein schöner Brauch, unbekannten Menschen Aufmerksamkeit und einen kleinen Segen auf den Weg mit zu geben, den man in der Stadt natürlich nicht mehr so pflegt, höchstens vielleicht noch an der Migros-Kasse. 😉

Das Wandern gehört ebenfalls zu den Brauchtümern der Schweizer. Es sei der Schweizer Volkssport Nummer 1, hat sogar eine Studie festgestellt. 😉

Zum Wandern gehören:

a) der Brauch, ein Picknick aus dem Rucksack zu verzehren. Es gibt viele tolle Picknickstellen in den Bergen, auf denen man die berühmte Schweizer Cervelat bräteln kann, was natürlich ebenfalls ein Schweizer Brauchtum an Esskultur ist.

b) seit jeher der Brauch, einen Wanderstock zu verwenden. Früher wurde er manchmal mit sogenannten Stocknadeln geschmückt von Orten, welche man besucht hatte. Als Kind benutzte ich öfters einen dicken Ast als Wanderstab und liess während der Wanderungen meiner Fantasie freien Lauf. So galoppierte oder trabte ich damit, als wäre er ein Pferdehuf. Die restlichen drei Hufe stellte ich mir einfach vor – und das Wandern über Stock und Stein auf meinem imaginären Pferderücken, bereitete mir grad viel die grössere Freude. 😀 Seit kurzem habe ich die modernen Wanderstöcke wieder entdeckt. Während der drei Schwangerschaften waren sie mir bereits eine grosse Hilfe und jetzt wieder. Es ist einfach mit über 50 Jahren auf dem Buckel gelenkschonender, solche zu verwenden 😉 Vor- und Nachteile und der richtige Gebrauch: hier und  hier .

c) die vielen Bänkli (Sitzgelegenheiten) an schönsten Aussichtslagen, gehören ebenfalls zum Schweizer Brauchtum. Dieses Jahr kann man die entdeckten Bänkli auf der Webseite „Bankgeheimnisse“ 😉 eintragen lassen und sich die Chance auf tolle Gewinne sichern oder auf der Landkarte nach bereits eingetragenen Bänkli stöbern.

Jetzt seid aber ihr dran, mir auf die Sprünge zu helfen. Denn mir erschliesst sich der Sinn des Brauches nicht, den ich erstmals während unserer Österreich-Wanderferien entdeckte, aber auf der Wanderung auf dem Schächenthaler Höhenweg jetzt eben auch: diese weissen Papiere…. Sind das Grüsse…. für wen oder was und von wem? Oder hat hier ein Städter versucht, etwas zu säen?

Hängt dieser neuste Brauch mit dem Wanderboom zusammen? Mehr und mehr Leute, welche unterwegs sind und keine Ahnung mehr haben, vom Brauch, den Güsel (Abfall), den man auf einer Wanderung produziert, auch wieder in den Rucksack zu packen und zuhause zu entsorgen? Oder muss jedes Bisi (Pinkeltröpfli 😉 ) abgewischt werden heutzutage? Oder das Füdli der Hündli (Hund-Pos) damit abgewischt werden und dann lässt man es einfach liegen? Ich will niemandem was unterstellen – b’hüet is nei – aber ich weiss etwas: dieser neumodische Brauch gefällt mir nicht und jedes dieser weissen Dinger braucht 8 Monate, bis es in der Natur verrottet, je nachdem sogar Jahre! So lange „darf „sich jeder Wanderer am Anblick dieser Fremdkörper in der Natur „erfreuen“.

 

 

Naherholungsgebiet Rotsee-Sedel

Das Gebiet um den Rotsee und den Sedel, ist mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden. Wie oft spazierten, wanderten wir als Familie da, verbrachten Jungschar-Nachmittage im Sedelwald oder absolvierten Orientierungsläufe der Schulen.

Im Herbst wandern Andy und ich gerne dort. Das gefärbte Laub, dazu die Sicht auf den  Rotsee und den angeschneiten Alpen im Hintergrund, sind jeweils sehr malerisch. Letzten Sonntag trugen die Bäume noch nicht so ein stark gefärbtes Herbstkleid. Doch ein Ausflug in diese Gegend, lohnt sich immer. Wir spazierten 1.5 Stunden. Es gibt unzählige verschiedene Tourenmöglichkeiten.

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Gerne wandern wir zum Beispiel bis zum Trumpf Buur oder bis zum öffentlichen Restaurant des Schwerbehindertenheim Rathausen. Aber dieses Mal nicht… Wir parkieren jeweils oberhalb der Sedelstrasse, im Bild unten links. Unsere ungefähre Strecke letzten Sonntag:

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Unsere Sicht ging von den Alpen, bis zu den Orten Emmenbrücke, Ebikon, Luzern, zur Rotseebadi – also für Abwechslung ist gesorgt. Wir beobachteten, wie ein Helikopter auf dem Dach des Kantonsspitals Luzern landete.

Auf diesen Wegen sind, wenn man nicht grad wie ich, neue Wanderschuhe einläuft, Turnschuhe oder gute Halbschuhe ausreichend. Manche Strecken sind kinderwagentauglich, andere nicht.

Wenn man über den Sedelhof zurückkehrt, kann man sich dort je nach Saison mit Produkten des Bauernhofes eindecken: mit frischem Obstsaft,  Äpfeln, Sirup….

Vielleicht trifft man sich mal unterwegs im Sedelwald oder am Rotsee? 😉

 

 

Aktivferien im Hochmontafon,6. – 13. Oktober 2018

Wir verbrachten eine herrliche Zeit im Hochmontafon/Österreich. Ich hatte es nicht geplant, aber schlussendlich habe ich doch an jedem Abend eine Tagebuch verfasst. Hier alle Links dazu gesammelt:

https://gmerkigs.blog/2018/10/07/ein-auf-und-ab-auf-schmugglers-pfaden/

https://gmerkigs.blog/2018/10/08/silbertal-wanderung-erinnerung-an-herr-der-ringe-oder-schatz-im-silbersee/

https://gmerkigs.blog/2018/10/09/surprise/

https://gmerkigs.blog/2018/10/10/ab-in-den-stollen/

https://gmerkigs.blog/2018/10/11/zweite-mutprobe/

https://gmerkigs.blog/2018/10/12/pilz-erlebnistour-mit-harry/

https://gmerkigs.blog/2018/10/13/gemuetliche-heimfahrt-mit-spaziergang-am-walensee/

Meine Bewertung des Ferienresorts Landal Hochmontafon.

Gemütliche Heimfahrt mit Spaziergang am Walensee

Leider sind unsere Ferien schon wieder passé. Wir kaufen für mich unterwegs neue Wander -Schuhe, -Stöcke und – Socken und legen am Walensee einen Spaziergang-Stopp ein.

Wir staunen auf der Strecke Weesen Bahnhof zur Linthmündung über den idyllischen Camping mit Strand, den wir passieren. Die Wassertemperatur wäre noch ungefähr 19 Grad, lesen wir – aber wir sehen keine Badenden. Dabei ist die Lufttemperatur immer noch schön sommerlich warm. Die Landschaft mit dem blauen See und dem herbstlich gefärbten Wald ist malerisch. Aber mich stört das Rauschen der nahen Autobahn und der Zuglinie. Warum wohl wurde die Autobahn nicht mit einem Flüsterbelag oder Lärmschutzwand versehen?

Im Gäsi-Beizli geniessen wir zwei Menüs und sind zurück beim Auto, nach einem etwa 1.5-stündigen Spaziergang gestärkt für die Weiterfahrt nach Hause.