Ferienreisevorbereitungen

Endlich die Seele baumeln lassen, die Sonne geniessen und andere Länder und Kulturen kennen lernen, das ist für viele Menschen der Inbegriff von wunderschönen Ferien. Für andere sind Wanderferien in der Schweiz die ideale Möglichkeit, sich zu entspannen.

Egal, welche Ferienart Sie persönlich bevorzugen: eine gute Vorbereitung für diese Auszeit ist unabdingbar.

Wohin soll es gehen?

Eine optimale Ferienreise-Vorbereitung beginnt bereits mit der Festlegung der Destination und der Diskussion darüber, ob es ein Actionurlaub, oder ein Ausspannen im Liegestuhl am Meer sein soll. Wer reist mit – sind auch Kinder dabei – und wie gestalten wir die Tage, um unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche unter einen Hut zu bringen? Nicht zuletzt bestimmt auch das zur Verfügung stehende Ferienbudget, ob ein All-Inklusiv-Angebot in einem tollen Hotel drin liegt, oder doch eher ein schöner Campingplatz gesucht werden sollte.

Benötigte Reisedokumente

Informieren Sie sich vor der Reisebuchung darüber, wie die politische Lage im Ferienland ist. Ein Reisepass oder eine Identitätskarte, ist je nach Zielland nötig und eine Gültigkeit, die über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, verlangen alle nicht EU/EFTA-Länder. Manchmal benötigen Sie ein Visum sowie weitere Reiseunterlagen (z.B. Krankenversicherungsnachweis etc.). Reisen Kinder mit, für die Sie nicht der gesetzliche Vertreter sind, erkundigen Sie sich beim Konsulat des Bestimmungslandes nach den benötigten Dokumenten. Denn jedes Land hat für diese Fälle eigene Gesetze.

Bildschirmfoto 2018-07-04 um 11.21.36.png

Impfungen und Reiseapotheke

Ferien bieten Gelegenheiten, den Impfschutz wieder mal zu überprüfen. Manche Impfungen benötigen für einen ausreichenden Schutz mehrere Dosen und deshalb sollte man sich mit diesem Thema 6-8 Wochen vor Ferienbeginn auseinandersetzen. Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt den Inhalt Ihrer persönlichen Reiseapotheke.

Haustiere, Pflanzen, Briefkasten

Wer kümmert sich, während Sie die Ferien geniessen, um Ihre Katze oder den Wellensittich? Das Tierheim Paradiesli nimmt Tiere ferienhalber auf. Findet sich im persönlichen Umfeld niemand, der die Balkonpflanzen giesst und den Briefkasten leert, kann damit auch ein Profi-Unternehmen beauftragt werden.

Das liebe Geld

Haben Sie daran gedacht, die Limite und Gültigkeit Ihrer Kreditkarte zu überprüfen? Informieren Sie sich bei Ihrem Handy-Anbieter über Abo-Konditionen im Ausland. Haben Sie eine gute Haftpflicht, Rechtsschutz, Auto-, Annullations- und Krankenversicherung? Bezahlen Sie vor der Abreise noch alle fälligen Rechnungen.

Haben Sie all das berücksichtigt, geht’s an Koffer packen. Gute Reise und schöne Ferien!

Regula Aeppli-Fankhauser

Hilfreiche Weblinks:

Eine Ferien-Checkliste:

Einen elektronischen Impfausweis erstellen und verwalten:

Tierheim Paradiesli:


Diesen Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst und er erschien am 4. Juli 2018

 

 

Advertisements

Auf dem Eremitenweg Richtung Ruhe und Freiheit

Eine neue Postauto-Verbindung werde es geben, lasen wir. Durchgehend sei sie ab dem 16. Juni und folglich als Rundreise möglich ab Sarnen – Langis – Gfellen – Entlebuch – Luzern – Sarnen oder umgekehrt. Bisher endete die Linie entweder im Langis oder von Entlebuch her in Gfellen. Da wollten wir doch am Eröffnungstag dabei sein!

Das Postauto trug uns hoch bis zum Langis und gewährte uns tolle Blicke auf den Sarnersee. Sarnersee (1 von 1).jpg

In Langis fuhr schon bald das schön geschmückte Postauto der neuen Verbindung vor. Wir wurden zur Feier des Tages mit einem grosszügigen Präsent mit Produkten der Unesco Biosphäre Entlebuch überrascht. Gefüllt unter anderem, nicht etwa mit einem Käse-Müsterli, sondern mit einem ganzen Käse pro Säckli. Um keine falschen Erwartungen zu schüren: das war ein einmaliges Geschenk von PostAuto Region Zentralschweiz, an alle Fahrgäste, welche am ersten Tag diese Linie befuhren.

Wir wollten an diesem Tag nicht bloss „faul“ PostAuto fahren 😉 , sondern auch noch wandern und entschieden uns für den Eremitenweg. Ein Rundweg in Gfellen, den man in etwa 1.25 Std. reiner Wanderzeit schaffen kann.

WhatsApp Image 2018-06-16 at 23.03.55
Bild von Tobias

Der abwechslungsreiche, kinderwagentaugliche (nur mit Offroadkinderwagen) Weg führt über Wald-, Alp- und Kieswege zu einer Eremitensiedlung aus dem 15. Jahrhundert. Auf der Wanderung begegnet man immer wieder Steinmännchen und Infotafeln zur Geschichte, Kultur und Natur der Gegend.

Der Weg verspricht, in die Ruhe und Freiheit zu führen. Sich loszulösen von Alltagssorgen und Frieden, Ruhe, Freiheit zu finden, kann der Weg dem Wanderer wohl nicht abnehmen, sondern ist eine Einladung und Aufforderung. Wir selber wurden fündig. 😉

Nach der Picknickstelle (mit Grillmöglichkeit), wanderten wir den kurzen Weg zum Wasserfall hoch. Wasserfall (1 von 1)Zurück bei der Picknickstelle, studierten wir nichts, sondern wanderten frisch-fröhlich über die Brücke.

Brücke (1 von 1).jpg

Und noch weiter bis zur nächsten Brücke, „Entlen“ genannt.

WhatsApp Image 2018-06-16 at 23.03.56
Von Tobias

Wie selbstverständlich folgten wir dem Weg über die Brücke. An der Strasse angekommen wunderten wir uns: wo sind die Steinmanndli? Etwas stimmt doch hier nicht? Glücklicherweise hatten wir den Plan fotografiert und merkten, dass wir nach dem Picknickplatz dem Weg ein Stück weit hätten zurückfolgen müssen, statt einfach weiter zu wandern. Also machten wir rechtsumkehrt. 😉

Es lohnte sich, denn der Wald- und Wiesenweg war bestimmt schöner, als einfach der Strasse zu folgen.

Zurück bei der Postautohaltestelle Gfellen, reichte es grad noch für ein Kaffee im Restaurant, bevor wir ins Postauto Richtung Entlebuch stiegen. Im Postauto schenkte uns eine Frau Alpenrosen. Diese sind zwar nicht schweizweit geschützt, aber in Luzern und Obwalden schon. Sie hätte sie also auf dem Glaubenbergpass nicht pflücken dürfen. Dennoch erfreuen wir uns nun an ihrem Anblick in unserer Stube. Aber selber hätten wir sie nie zu pflücken gewagt und ich schämte mich auf der Heimreise etwas, solche Blumen bei uns zu haben.

Der Zug brachte uns via Entlebuch und Luzern an unseren Ausgangspunkt Sarnen zurück. Welche wunderschöne Rundtour mit vielen bleibenden Impressionen!

Ergänzung vom 25.6.18: mittlerweile wurde mir von Alpen-Blumenspezialisten glaubhaft gemacht, dass die Alpenrose in gewissen Gebieten der Schweiz wie ein Unkraut wachse und sogar dem Kuhvieh die Weideflächen überwuchern würde. Das mit dem „schützenswert“ für die Alpenrose ist demzufolge wirklich nicht für jeden Kanton anwendbar. Aber in OW und LU gilt das „schützenswert“.

«Summ, summ, summ, Bienchen summ’ herum»

Das Kinderlied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, ist bereits 183 Jahre alt. Der Text beschreibt, wie das fleissige Bienchen Honig sammelt, damit die Menschen ihn für die Produktion von «Pfeffernüss’ und Honigkuchen» verwenden können. Wir verdanken den Bienen aber weit mehr.

Ineke Wyrsch, eine Buochser Hobby-Imkerin nimmt uns mit in die komplexe Welt der Bienen und gibt uns einen Einblick in das vielfältige, wertvolle Imkerhandwerk.

Fleissig wie die Bienen: die Imker

Der Begriff «Imker» ist eine Zusammensetzung aus dem niederdeutschen «Imme» für Biene und dem mittelniederdeutschen «Kar» für «Korb, Gefäss». Der Imker sorgt mittels Kasten und Zubehören für die Vermehrung von Honigbienen. Im Gegenzug kann er Honig und andere Bienenprodukte ernten. Es gibt keine Vorschrift, dass ein Imker eine spezielle Ausbildung absolvieren muss. Aber die meisten Neu-Imker absolvieren einen Grundkurs. Ineke Wyrsch hat einen Kurs über zwei Jahre besucht. Wer mag, kann sich in 3 Jahren zum Imker mit Eidgenössischem Fachausweis weiterbilden.

Ein Imker ist praktisch das ganze Jahr hindurch mit seinen Bienen beschäftigt: Ende Februar bis anfangs März erfolgt die 1. Kontrolle der Bienenvölker. Wie ist der Zustand der Fluglöcher? Sind die Bienen vital? Den männlichen Bienen, Drohnen genannt, muss ein Rahmen gegeben werden, damit sie sich vermehren können. Denn anders als die Weibchen, überwintern die Drohnen nicht. Ab ungefähr Mitte April hängt der Imker sogenannte Honigräume in die Bienenkästen. Dort hinein können die Bienen den gesammelten Honig deponieren. In den Monaten April/Mai schwärmen die Bienen gern aus. Dieser Schwarmtrieb, dient den Bienen zur Bildung einer neuen Kolonie. Der Imker ist herausgefordert, einen solchen Schwarm einzufangen. Ende Juni, bei schlechtem Wetter Ende Juli, kann Honig geerntet werden. Nach der Ernte, füttert der Imker seine Bienen mit Zucker, um sie gut auf den Winter vorzubereiten und behandelt sie gegen Krankheiten. Ab dem November ziehen sich die Bienen in die Wintertraube (Winterkugel) zurück. Sie sitzen um die Königin und geben ihr warm. «Während die fleissigen Bienchen ruhen, geht für uns die Arbeit auch im Winter weiter», meint Ineke Wyrsch. «Ich nutze die Wintermonate, um Gerätschaften zu reinigen und reparieren, schmelze Waben ein und lasse damit neue Mittelwände giessen. Zudem vermarkte ich Honig und befreie Fluglöcher von Eis und toten Bienen.»

Unterschied Bienen und Wespen

Bienen und Wespen sehen für den Laien ähnlich aus. Wespen sammeln keinen Honig. Sie ernähren sich im Gegensatz zu den Bienen nicht von Blumenzucker, sondern von Eiweiss und Fleisch. Sie sind keine Blüten-Bestäuber und überwintern nicht. Ameisen und Bienen sind die einzigen Insekten, welche als Volk überwintern. Stiche hingegen, schmerzen sowohl von Wespen wie Bienen. Zur Linderung legt man entweder eine halbierte Zwiebel auf die schmerzende Stelle, streut Backpulver darauf oder verwendet eine Fenistil-Salbe. Bienen sterben, anders als Wespen, nach einem Stich bei einem Menschen. «Weil der Bienen-Stachel in der menschlichen Haut noch weiter Gift absondert, sollte er sofort entfernt werden», rät Ineke Wyrsch.

Bienensterben

Im Jahr 2012 erregte der Dokumentarfilm «More than Honey» des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof Aufsehen. Er hatte das weltweite Bienensterben von Kalifornien bis China zum Thema und zeigte auf, dass ohne Bestäubung durch die Bienen mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht befruchtet würden. In Europa fand der Rückgang der Bienenvölker bis 1990 langsam und ab dann deutlich steiler statt. 1970 wurden in der Statistik europaweit 21 Millionen Honigbienenvölker ausgewiesen. Im Jahr 2007 waren es noch 15.5 Millionen. Ineke Wyrsch sieht ein Grund im Einsatz von Pestiziden. Sie sagt: «Die Schweiz hat zwar auch Verbote für Insektizide, aber weniger restriktive als diejenigen der EU Länder. Der Mais-Samen zum Beispiel, wird in der Schweiz gebeizt. Der morgendliche Tau, von dem die Bienen saugen, ist nicht frei von diesem Gift. Eine Auswirkung davon ist, dass die Bienen den Heimweg nicht mehr finden.» Elektrosmog und eine mangelnde Pflanzenvielfalt in unseren Gärten und Parks, sind weitere mögliche Gründe für den Rückgang der Bienen. Gegen die Varroa Milbe, welche für ungefähr 5 verschiedene Bienen-Krankheiten verantwortlich ist, gibt es Massnahmen, welche zur Dämmung eingesetzt werden können. «Ich bin froh um meine Mitgliedschaft beim Imkerverein, gerade für solche Anliegen», meint Ineke Wyrsch. Die Mitglieder profitieren vom Erfahrungsaustausch mit anderen Imkern, erhalten Hilfsmaterial und dürfen über das Veterinäramt Medikamente für ihre Bienen beziehen.

Vielfältige Bienen-Produkte

Der Honig ist wohl das bekannteste Produkt, das wir von den Bienen geniessen dürfen. Er wird gewonnen, indem der Imker dem Bienenstock die «verdeckelten» Honigwaben entnimmt und sie in eine Zentrifuge legt. Diese schleudert den Honig aus den Waben. Honig ist ein Rohprodukt und sollte Kindern unter einem Jahr nicht abgegeben werden. Mit Inhaltsstoffen wie Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen und antibakteriellen Stoffen, ist er ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. Für 1 kg Honig sind rund 100’000 Bienen-Ausflüge auf 150 Millionen Blüten notwendig! Doch Honig ist längst nicht das einzig Wertvolle, das uns die Bienen schenken. Bienenwachs wird zu Kerzen verarbeitet und duftet fein. Sogar Kosmetika enthält teilweise Bienenwachs. Wer Pollen einnimmt, stärkt sein Immunsystem. Sie sollen auch gegen Heuschnupfen helfen. Gelée royale ist ein Futtersaft, mit dem Königinnen gefüttert werden. Ihm wird nachgesagt, dass seine Einnahme beim Menschen verjüngend wirke. Propolis ist ein Bienen-Kittharz. Bienen mumifizieren damit unter anderem ihre Feinde. Dem Menschen dient es zur Wundheilung. Vor einer Selbstmedikation wird hingegen gewarnt, denn es kann zu einer allergischen Reaktion führen. Sogar das Gift der Bienen wird bei Menschen heilungsfördernd eingesetzt. Es wird bei entzündlichen Gelenkerkrankungen verwendet.

Tragen wir Sorge zur Natur

80 Prozent unserer Blütenpflanzen werden von Honigbienen bestäubt. Ohne die Bienen gibt’s keine Früchte und auch weniger Gemüse. Eine Wildblumenwiese, einheimische Sträucher und das Vermeiden des Einsatzes von Insektiziden, hilft den fleissigen Bienenvölkern, ihrer Arbeit gesund nach zu kommen.

Regula Aeppli-Fankhauser


Der Beitrag erschien in der Nidwaldner Blitz Ausgabe vom 2. Mai 2018

Bienenzüchterverein Nidwalden:

www.bienen-nw.ch/

Portal der Imkerei Schweiz:

www.bienen.ch

 

 

Frühlingshaft warme Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli, 24. März 18

Die milden Frühlingstemperaturen verbinden wir am Samstag, 24. März 18 mit einer Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli (oberhalb von Dallenwil, Nidwalden).

Der Aufstieg in Richtung Wirzwelihorn (1’471 Meter über Meer) ab der Bergstation Wirzweli ist zwar schweisstreibend, lohnt sich aber.

DSC_0007.jpg

Denn die Aussicht auf die Zentralschweizeralpen und runter auf Wirzweli, Wiesenberg, Dallenwil, Ennetbürgen, Buochs und ins Engelbergertal, ist wunderschön.

 

Was sind das für Tierspuren? Der Osterhase?

DSC_0009_2.jpgDer Blick durch die „gespaltene Fluh“ ist genauso originell, wie ein paar Strassenbeschilderungen und der immer noch tief verschneite Robidogbehälter:

 

Nachdem wir den höchsten Punkt, die Gummenalp (1’579 Meter über Meer) erreicht haben, gehts noch fast ebenaus zur kleinen 6-Personen-Luftseilbahn.

 

Leider haben alle Beizen auf unserer Tour geschlossen, denn es ist im Grunde genommen Saisonende. Wir vernehmen, dass die Wirte des Gasthaus Gummenalp auf den Malediven in den Ferien weilen. Es sei ihnen gegönnt. Mittels Gegensprechanlage rufen wir Bähnliführer herbei, der im benachbarten Haus wohnt und fahren mit der Bahn runter zum Eggwald. Wir wählen den kurzen Eulenpfad, um nach ca. 2.5 Stunden unseren Ausgangspunkt, die Bergstation der Wirzwelibahn zu erreichen.

 

Der Trail „Panoramawelt“, den wir wählten, ist zu jeder Jahreszeit eine schöne, 3 Kilometer lange Wanderroute.

Im Sommer ist der Spielplatz mit der Rodelbahn und der neu errichtete Themenwanderweg für Familien sowieso ein lohnendes Ausflugsziel.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert, ich bekam keine Werbegelder.

Winterliches Freiburg im Breisgau (D), 17. – 19. März 2018

Auf meinen 54. Geburi im Okt. 17 schenkte mir mein Mann Andy einen Wellnessgutschein und den lösten wir vergangenes Wochenende ein. Weil Nidwalden am 19. 3. mit dem Seppitag einen arbeitsfreien Montag hatte, wurde es ein verlängertes Wochenende.
Nach erstaunlich kurzem 2-stündigen Anfahrtsweg, erreichten wir bereits unser Ziel, Freiburg im Breisgau. Wir waren schon öfters hier, aber immer nur als kurze Zwischenhalt-Stopps auf der Durchreise. Dieses Mal wollten wir die Stadt ausführlicher erkundigen.
Meine Bewertung zum Friedrich Boutique-Apartment-Hotel, in dem wir logierten:
————————
Pilgrim5
Beckenried, Schweiz

🙂 Die Lage der Appartements ist super, denn innert weniger Minuten erreicht man die tolle Altstadt. Trotz der zentralen Lage, ist es relativ ruhig. Man hört zwar den Verkehr immer noch ein bisschen, aber nicht wirklich störend.
Zur Begrüssung gabs eine kleine Flasche Wein, Wasser und auch Kaffeetabs und Abwaschmaschinentabs standen kostenlos bereit. Wir schätzten dies sehr. 
Die Betten waren bequem, die Einrichtung modern und mit hübschen Fotos versehen.
Frühstück war nicht inbegriffen im Preis. Aber im selben Haus, verbunden durch einen direkten Zugang innerhalb des Hauses, befindet sich eine Bäckerei. Das Preis-Leistungsverhältnis des Frühstückangebotes dort ist toll. Man könnte das Frühstück sogar ins Appartement liefern lassen. 

WhatsApp Image 2018-03-18 at 13.38.52Trotz all dem, was ich unter dem 😦 schreibe, empfehlen wir diesen Aufenthaltsort gerne weiter. Ich empfehle für ältere Personen oder Gehbehinderte, zu bitten, dass sie ein Bett bekommen, das einen beidseitigen Zugang zur Liegefläche hat. Ich selber musste über die Bettseite meines Mannes krabbeln, was für mich kein Problem darstellte. Ich fragte mich nur, ob das für alle Menschen so problemlos machbar ist. Ein anderer Nachteil besteht aber dadurch, dass das Bett direkt am Fenster ist: das Licht lässt sich nur auf der anderen Seite bedienen.
Warum heisst dies eigentlich Apart-Hotel? Nicht dass mich das stören würde – aber es hat mit Hotel nichts zu tun. Es sind einfach Ferienwohnungen. Es gibt eine Art Réception, also ein kleiner Tisch mit Hocker, die zeitweise besetzt ist und wenn nicht, könnte man telefonische Auskunft verlangen. (Wir hatten kein Ausland-Abo gekauft für unsere Handys.) Zuhause fühlte sich die Tochter etwas gestresst, weil noch vor 20 Uhr dreimal auf die Festnetznummer zuhause angerufen wurde. Die Frage war lediglich, ob wir wohl das Appartment-Hotel finden würden. Also – wir hätten uns schon gemeldet, wenn wir es nicht gefunden hätten. Wir hatten ja bis 21 Uhr Zeit zum Einchecken und waren kurz nach 20 Uhr bereits dort. Wir vermuteten, dass die Mitarbeiterin einfach einmal Feierabend machen wollte. 
😦 :
Der Druck in der Dusche war nicht ziemlich gross.
Die Bett- und Frottéewäsche ist bereits etwas ausgebleicht.
Ein zweiter bequemer Fernsehsessel wäre nett gewesen. Wir waren ja zu Zweit in der Wohnung, aber nur ein Sessel, nebst den Stühlen war vorhanden.
Schade, dass es vor dem Haus nicht ein paar reservierte Parkplätze für die Gäste hat. Wir hatten beide Male Glück, einen der letzten Aussen-Parkplätze in der Nähe des Hauses zu erwischen. Klar gibt es noch eine Tiefgarage in der Nähe – was allerdings dann nicht so günstig zu haben ist.


Freiburg i.B. bietet eine wunderschöne Altstadt, viele preiswerte und aussergewöhnliche Restaurants und ein breites kulturelles Angebot. So waren wir einmal marokkanisch , bzw. ägyptisch essen und haben an einer Stadtführung mitgemacht. Trotz der Kälte haben wir den zweistündigen Rundgang sehr genossen.

Die Bächle ziehen sich 15.5 km durch die Stadt und haben diese vor manch grossem Brand bewahrt.

DSC_0020_2

Die Konviktstrasse wäre wahrscheinlich im Sommer mit dem Flieder, den wir auf Fotos sahen, noch malerischer. Aber wir waren auch vom winterlichen Look begeistert.

Was mich verwirrt hat, waren das gleichzeitige Kreuz und Hahn auf dem Münster. Mir wurde gelehrt, dass auf dem Dach einer katholischen Kirche ein Kreuz und auf demjenigen einer reformierten Kirche, ein Hahn wäre. Ich wurde eines besseren belehrt. In Süddeutschland gilt diese Regel, welche in der Schweiz üblich ist, nicht. Das Münster ist selbstverständlich katholisch, obwohl sich auf dem Dach beide Symbole befinden.

DSC_0007.jpg

Links und rechts auf den Münsterportalen sind die früheren Mass-Einheiten für alle damaligen Marktbesucher gut sicht- und überprüfbar eingemeisselt. Links unten sieht man ein Brot und später bekam man für dieselbe Geldmenge ein viel kleineres – rechts davon sichtbar.

DSC_0008.jpg

Beeindruckt hat mich nebst dem Krokodil 😀 ………

DSC_0015

…. die auffällig grosse Anzahl Studierenden. Man könne in Freiburg i.B. jede mögliche Studienrichtung studieren, erklärte mir unsere Stadtrundgang-Führerin. Ich sehe zwar grad, dass unsere Tochter ihr Ergotherapie-Studium dort nicht absolvieren könnte.

Wir nahmen einen Augenschein über die rauchenden Köpfe in der Uni-Bibliothek, welche mir von der Architektur vor allem in der Aussenansicht imponierte.

Zu unserem Freiburg im Breisgau-Aufenthalt gehörte auch das Wellnessen im Keidel Bad. Grundsätzlich gefiel es uns gut in diesem grossen Thermalbad – nur hatte es ein bisschen zuviel Besucher. Gegen Abend wurde es dann ruhiger. Die Badezeit ist nicht beschränkt, was einerseits angenehm ist, andererseits gäbe es einen grösseren Wechsel bei einer beschränkten Aufenthaltsdauer.

Auf der Heimfahrt legten wir einen Einkaufs-Stopp in Lörrach ein. Gerne würde ich Freiburg im Breisgau mal im Sommer erleben, wenn die Studenten sich vermehrt draussen aufhalten. Unsere Stadt-Führerin hat erzählt, auf dem Platz der Toleranz würden sich im Sommer hunderte junge Leute auf dem Boden friedlich unterhalten, musizieren, etwas trinken. Es sei eine super Atmosphäre, wären da nicht die dauernden Lärmklagen der Anwohner. Eine Leuchtsäule sollte die Feiernden zur Ruhe mahnen, wenn die Dezibel zu hoch würden. Bisher wirkt sie eher kontraproduktiv. Doch ich hoffe, dass die Anwohner sich tolerant zeigen und auch wir mal diese Stimmung erleben dürften. 😉

 

P.S. Kein gesponserter Beitrag, keine bezahlte Werbung. 😉

Engel Niki weist den Weg. Foxtrail HB Zürich

Die Bibel kennt die Engel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Und der Hauptbahnhof Zürich den Engel Niki.

(Nicht zu verwechseln mit dem biblischen Kinderangebot, das wir vor Jahren in Nidwalden anboten, ebenfalls NIKI genannt, was NIdwaldner KInder hiess.) 😉

Der Foxtrail im HB Zürich ist der erste Indoor-Trail. Es ist der achte in Zürich und der 25. Trail in der Schweiz. Der Engel Niki, riesengross in der Bahnhofshalle die täglich 500’000 Passagiere beobachtend, gab uns zu Beginn der Foxtrailjagd den ersten Hinweis, wo wir den Fuchs finden können.

P1004133.jpg

Achtung, damit ihr ihm die Engelsbotschaft entlocken könnt, benötigt ihr einen eigenen Hausschlüssel. Dies steht nicht auf den Startunterlagen. Heutzutage gibt es andere Zutrittsmöglichkeiten zum Daheim. Vor unserem Umzug hatten wir ein Wohnungskärtchen, keinen Schlüssel mehr. Also nehmt unbedingt einen eigenen Schlüssel mit, sonst bekommt ihr bereits zu Beginn Schwierigkeiten! Und gleich ein zweiter Tipp: druckt die Startunterlagen zwingend farbig und mit vollen Farbpatronen aus. Unser Pink zeigte auf den Startunterlagen mehr ein Rot, was uns anfänglich verwirrte. Ebenfalls verwirrt war die Gruppe, welche vor uns startete. Wir beobachteten vor unserem Start, in welche Richtung sie davon zogen. Wir wählten die um 90 Grad andere Richtung und waren richtig. Hoffentlich hat die Gruppe vor uns jemals aus dem Hauptbahnhof herausgefunden. Naja – wenn man nicht weiterkommt, gibt es für diesen Trail die automatische SMS Hilfe oder wenn man dann immer noch Fragen hätte, steht die gewohnte Foxtrail Helpline zur Verfügung. Wir benötigten diese Hilfe nie, im Gegensatz zu anderen Foxtrails, welche wir bereits absolvierten und viel kniffliger waren. Für uns alte Foxtrail-Jäger hätte der Trail ruhig etwas herausfordernder sein können, selbst wenn wir einen Abfahrtsanzeiger von vorne bis hinten des Gleises suchten, bis wir ihn dort fanden, wo es die Beschreibung der Startunterlagen sehr gut beschrieb. Auch der „Riesen-Pilz“ vor dem „Bahn-Depot“ wollte sich zuerst trotz seiner Grösse vor unseren Augen verbergen. Wie waren wir doch blind! Wir drehten uns ein paarmal auf dem Zeichen am Boden, bis uns ein Passant fragte, ob wir was suchen würden. „Ja, einen Riesenpilz und einen Fuchs“, gaben wir schmunzelnd zur Antwort und erklärten Sinn und Zweck der Fuchsjagd. 😉

 

Sohnemann öffnete uns die Augen, so dass wir das Gesuchte erkannten. Er war sowieso eine sehr grosse Hilfe. Denn mein Mann und ich hätten nicht gewusst, dass man im Billettautomaten QR-Codes einlesen kann.

P1004136Und auch das Logo, auf das uns Alfred Escher hinwies, entdeckte Tobias. Wer weiss – ohne ihn wären wir wahrscheinlich länger als die eine Stunde unterwegs gewesen, welche wir schlussendlich benötigten. Dass es sich um Alfred Escher handelte, erfuhren wir aber  nicht vom Fuchs, sondern erst zuhause von Onkel Google….

 

Leider entwischte uns der Fuchs wieder einmal mehr. Er sprang in die Limmat!

WhatsApp Image 2017-12-28 at 15.19.05.jpeg

Nach der Jagd wollten wir die Fr. 5.–, welche in Form einer „SBB Geschenkkarte Bahnhof“, im Foxtrail-Startpreis pro Person inbegriffen ist, einlösen. Sie wäre in zahlreichen Bahnhofgeschäften und Restaurants gültig, hiess es. Doch in denjenigen 5 Restaurants und Shops, welche wir im Hauptbahnhof besuchten und etwas kauften, wurde sie überall leider abgelehnt. Hilfreich wäre, zusammen mit den Startunterlagen eine Liste der Geschäfte abzugeben, welche die Geschenkkarten akzeptieren. Klar kann man den Link aufrufen, aber dazu benötigt man Internet und wenn man an einer Kasse steht hat man die Zeit, sich durch die SBB Seiten zu klicken, nicht. Druckt am besten diese Liste zuhause bereits aus. 

Fazit: der Foxtrail HB Zürich besticht mit originellen Installationen und ist eine gute Schlechtwetteraktivität. Für erfahrene Fuchsjäger leider etwas zu kurz und zu einfach. Aber der Spassfaktor war dennoch sehr hoch. 🙂 Aufgrund der Länge und des Schwierigkeitsgrades, empfehle  ich den  Trail vor allem für Menschen allen Alters, welche eine kurze Unterhaltung in Zürich suchen und auch für Neulinge, welche noch nie einen Foxtrail absolviert haben.

P1004145

Preise: Erwachsene: CHF 31.-, Kinder: CHF 16.-, Familien: CHF 79.-. Gruppen (Ab 19 Personen): Offerte auf Anfrage.

Anmerkung: Ich erhielt als Bloggerin die Karten geschenkt, aber ohne Auflage, extra wohlwollend zu schreiben. So verfasste ich diesen Bericht wie gewohnt unabhängig.

 

 

Katze in der Krippe

Esel, Ochs, Schafe, der Sennenhund Bläss und sogar ein grosses und zwei Jungkamele gehören zu unserer Krippenszene. Nebst versammelter „Tiermannschaft“ gehören last but noch least als Hauptfiguren die Heilige Familie mit dem Jesuskind, drei Hirten und drei Weise aus dem Morgenland zur jährlich wiederkehrenden „Theaterbühne“. Aber unserem Kater Minouch sind glaub die Tiere wichtiger. Egal, ob wir die Krippe im Eckmöbel, im Stubenbuffet oder am Boden aufstellen: er legt sich bevorzugt zu den Schafen. Jedes Jahr. Und wenn ihm dabei ein Tier in den Weg kommt, stupst er es kurzerhand weg. Er findet, bzw. schafft sich immer ein Plätzchen als lebendende „Tierfigur“ in der Krippenszene. So „schienen“ wir Jahr für Jahr gebrochene Tierbeine. 😉 😦

Welche gloriose Idee hatte ich dieses Jahr! Ich stelle doch die ganze Szenerie auf einen Tisch. Denn auf einen Tisch springt unser guterzogenes Katerchen nie, ausser man vergisst die Butter drauf. Da kann er nicht widerstehen. 😉 Aber wenn ich die Krippenszene auf den hohen Tisch stelle, wird er nicht hinauf springen. Denkste! Alle Jahre wieder…. 😉 Keine Ahnung, was ihn an der Schafherde so anzieht. Meint er, er sei selber ein Schaf? Und so musste der arme Bläss gestern daran glauben und brach sich beim Sturz vom Tisch das Bein!

Minouch hat es schon zwei Jahre in Folge in die Luzerner Zeitung geschafft! (2015 und 2016)15418313_10208108991583816_5294451437804686304_o.jpg

 

15392865_10208108984983651_1041519719482259225_o.jpg

Ja, unser Kater ist berühmt. Vielleicht tun wir ihm unrecht und er will einfach nah bei der Hauptperson – dem neugeborenen Jesuskind sein? Dann sollten wir ihn uns als Vorbild nehmen. Und alles vom Tisch stossen, was uns daran hindert, SEINE Nähe zu suchen. Suchen wir einen Platz nah am ❤ en der Hauptperson dieses Festes. 😉


P.S. Nachdem sich Minouch sogar in die Krippe, d.h. in den Stall gelegt hat, waren die Reaktionen auf die entsprechenden Fotos auf Facebook ganz lustig. Zusammen fanden wir heraus, dass Minouch dem Jesuskind wohl einfach eine wohlige Fellunterlage bieten möchte – oder sich als Hirte in der Krippenszene sieht. Ein solcher schlief jeweils im Türrahmen, als Schutz für die Schafe im Stall.

Bildschirmfoto 2017-12-12 um 15.49.38.png