Gmerkigs

„Besch es Gmerkigs“ sagen wir Schweizer, wenn wir jemandem etwas scherzhaft zugestehen, er oder sie hätte etwas entdeckt, was für andere schon längstens selbstverständlich sei. Alternativ kann man sowas über sich selber aussagen: „Be halt scho es Gmerkigs.“ 😉

Dasselbe Wort kann aber auch bewundernd verwendet werden: „Er isch e rächt e Gmerkige!“ Er merkt sich Dinge schnell, ist zum Beispiel ein intelligenter, aufgeweckter, spürender, gut beobachtender, aufmerksamer Schüler.

In meinem Blog möchte ich gmerkige Gedanken, Erlebnisse, Fragen, Bilder von mir (Schwarzweissfotos auf Leinwand mit handgemalten Farbtupfern)  und Fotos sammeln, festhalten und für das weltweite Netz freigeben. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Blog ein buntes Sammelsurium wird, als Abbild meines Lebens.

Ich bin eine Jahrgang 63 igerin, Familienmanagerin, Mutter von drei Kindern, welche teilweise bereits erwachsen sind, seit 1987 glücklich verheiratet mit Andy, überzeugte Christin, Hobbyfotografin, Testkundin, freie Autorin des SCM Bundes-Verlags (Schweiz) und des Nidwaldner Blitz , Katzenbesitzerin, Mitarbeiterin für Kindergottesdienste der ref. Kirche Buochs (ohne reformiertes Kirchenmitglied zu sein).

In der Hochsensibilität erkenne ich Wesenszüge von mir wieder. Eben – bin manchmal „übergmerkig“, mit allen Vor- und Nachteilen.

Ferienreisevorbereitungen

Endlich die Seele baumeln lassen, die Sonne geniessen und andere Länder und Kulturen kennen lernen, das ist für viele Menschen der Inbegriff von wunderschönen Ferien. Für andere sind Wanderferien in der Schweiz die ideale Möglichkeit, sich zu entspannen.

Egal, welche Ferienart Sie persönlich bevorzugen: eine gute Vorbereitung für diese Auszeit ist unabdingbar.

Wohin soll es gehen?

Eine optimale Ferienreise-Vorbereitung beginnt bereits mit der Festlegung der Destination und der Diskussion darüber, ob es ein Actionurlaub, oder ein Ausspannen im Liegestuhl am Meer sein soll. Wer reist mit – sind auch Kinder dabei – und wie gestalten wir die Tage, um unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche unter einen Hut zu bringen? Nicht zuletzt bestimmt auch das zur Verfügung stehende Ferienbudget, ob ein All-Inklusiv-Angebot in einem tollen Hotel drin liegt, oder doch eher ein schöner Campingplatz gesucht werden sollte.

Benötigte Reisedokumente

Informieren Sie sich vor der Reisebuchung darüber, wie die politische Lage im Ferienland ist. Ein Reisepass oder eine Identitätskarte, ist je nach Zielland nötig und eine Gültigkeit, die über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, verlangen alle nicht EU/EFTA-Länder. Manchmal benötigen Sie ein Visum sowie weitere Reiseunterlagen (z.B. Krankenversicherungsnachweis etc.). Reisen Kinder mit, für die Sie nicht der gesetzliche Vertreter sind, erkundigen Sie sich beim Konsulat des Bestimmungslandes nach den benötigten Dokumenten. Denn jedes Land hat für diese Fälle eigene Gesetze.

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Impfungen und Reiseapotheke

Ferien bieten Gelegenheiten, den Impfschutz wieder mal zu überprüfen. Manche Impfungen benötigen für einen ausreichenden Schutz mehrere Dosen und deshalb sollte man sich mit diesem Thema 6-8 Wochen vor Ferienbeginn auseinandersetzen. Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt den Inhalt Ihrer persönlichen Reiseapotheke.

Haustiere, Pflanzen, Briefkasten

Wer kümmert sich, während Sie die Ferien geniessen, um Ihre Katze oder den Wellensittich? Das Tierheim Paradiesli nimmt Tiere ferienhalber auf. Findet sich im persönlichen Umfeld niemand, der die Balkonpflanzen giesst und den Briefkasten leert, kann damit auch ein Profi-Unternehmen beauftragt werden.

Das liebe Geld

Haben Sie daran gedacht, die Limite und Gültigkeit Ihrer Kreditkarte zu überprüfen? Informieren Sie sich bei Ihrem Handy-Anbieter über Abo-Konditionen im Ausland. Haben Sie eine gute Haftpflicht, Rechtsschutz, Auto-, Annullations- und Krankenversicherung? Bezahlen Sie vor der Abreise noch alle fälligen Rechnungen.

Haben Sie all das berücksichtigt, geht’s an Koffer packen. Gute Reise und schöne Ferien!

Regula Aeppli-Fankhauser

Hilfreiche Weblinks:

Eine Ferien-Checkliste:

Einen elektronischen Impfausweis erstellen und verwalten:

Tierheim Paradiesli:


Diesen Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst und er erschien am 4. Juli 2018

 

 

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Beggeriädertag

Gestern war wieder Beckenriedertag. Wir wanderten das erste Mal, seit unseren 17 Jahren, in denen wir in Beckenried wohnen, zum Stollen. Ein wunderschöner Aussichtspunkt, bei dem man Emmetten, Brunnen, Ennetbürgen, Buochs etc. sieht. Anschliessend
hatten wir auf dem Alpenblumenweg eine persönliche Führung von den Initianten des Weges Weysi Käslin und Hans Galliker.

Gmerkigs

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Einmal im Jahr dürfen wir Beckenrieder gratis auf unseren Hausberg fahren. Und oben finden dann allerhand Aktivitäten statt. Siehe Bild…

Auch die Bewohner von Gipf-Oberfrick waren auf unseren Hausberg eingeladen. Dies, weil sie im Gemeindeduell gegen uns gewonnen hatten.

Dieses Jahr waren wir besonders gespannt auf die Fahrt mit der neuen Kabinenbahn. Als Fahrgast spürt man nicht soviel, dass man mit einer komplett neuen Kabine fährt. Dies deswegen, weil die äusseren Masse nicht verändert werden konnten. Doch die Bahn sei mit der modernsten Technik ausgerüstet, habe ich zwischen einem Gespräch mit dem Kabinenführer und einem anderen Fahrgast mitgehört. Sie biete eine gute Isolation und von daher höre man bei geschlossenen Fenstern fast kein Laufgeräusch.

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(Foto von meinem 13-jährigen Sohn Tobias geknipst.)

Auf dem Hausberg empfangen uns Mitglieder des Gemeinderates mit Herzschöggeli und ein Alphornspieler mit sanften, urchigen Tönen. Die Kindertrachtengruppe ist grad beim Mittagessen.

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(Foto: Tobias Aeppli)

Im Berggasthaus…

Ursprünglichen Post anzeigen 176 weitere Wörter

Auf dem Eremitenweg Richtung Ruhe und Freiheit

Eine neue Postauto-Verbindung werde es geben, lasen wir. Durchgehend sei sie ab dem 16. Juni und folglich als Rundreise möglich ab Sarnen – Langis – Gfellen – Entlebuch – Luzern – Sarnen oder umgekehrt. Bisher endete die Linie entweder im Langis oder von Entlebuch her in Gfellen. Da wollten wir doch am Eröffnungstag dabei sein!

Das Postauto trug uns hoch bis zum Langis und gewährte uns tolle Blicke auf den Sarnersee. Sarnersee (1 von 1).jpg

In Langis fuhr schon bald das schön geschmückte Postauto der neuen Verbindung vor. Wir wurden zur Feier des Tages mit einem grosszügigen Präsent mit Produkten der Unesco Biosphäre Entlebuch überrascht. Gefüllt unter anderem, nicht etwa mit einem Käse-Müsterli, sondern mit einem ganzen Käse pro Säckli. Um keine falschen Erwartungen zu schüren: das war ein einmaliges Geschenk von PostAuto Region Zentralschweiz, an alle Fahrgäste, welche am ersten Tag diese Linie befuhren.

Wir wollten an diesem Tag nicht bloss „faul“ PostAuto fahren 😉 , sondern auch noch wandern und entschieden uns für den Eremitenweg. Ein Rundweg in Gfellen, den man in etwa 1.25 Std. reiner Wanderzeit schaffen kann.

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Bild von Tobias

Der abwechslungsreiche, kinderwagentaugliche (nur mit Offroadkinderwagen) Weg führt über Wald-, Alp- und Kieswege zu einer Eremitensiedlung aus dem 15. Jahrhundert. Auf der Wanderung begegnet man immer wieder Steinmännchen und Infotafeln zur Geschichte, Kultur und Natur der Gegend.

Der Weg verspricht, in die Ruhe und Freiheit zu führen. Sich loszulösen von Alltagssorgen und Frieden, Ruhe, Freiheit zu finden, kann der Weg dem Wanderer wohl nicht abnehmen, sondern ist eine Einladung und Aufforderung. Wir selber wurden fündig. 😉

Nach der Picknickstelle (mit Grillmöglichkeit), wanderten wir den kurzen Weg zum Wasserfall hoch. Wasserfall (1 von 1)Zurück bei der Picknickstelle, studierten wir nichts, sondern wanderten frisch-fröhlich über die Brücke.

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Und noch weiter bis zur nächsten Brücke, „Entlen“ genannt.

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Von Tobias

Wie selbstverständlich folgten wir dem Weg über die Brücke. An der Strasse angekommen wunderten wir uns: wo sind die Steinmanndli? Etwas stimmt doch hier nicht? Glücklicherweise hatten wir den Plan fotografiert und merkten, dass wir nach dem Picknickplatz dem Weg ein Stück weit hätten zurückfolgen müssen, statt einfach weiter zu wandern. Also machten wir rechtsumkehrt. 😉

Es lohnte sich, denn der Wald- und Wiesenweg war bestimmt schöner, als einfach der Strasse zu folgen.

Zurück bei der Postautohaltestelle Gfellen, reichte es grad noch für ein Kaffee im Restaurant, bevor wir ins Postauto Richtung Entlebuch stiegen. Im Postauto schenkte uns eine Frau Alpenrosen. Diese sind zwar nicht schweizweit geschützt, aber in Luzern und Obwalden schon. Sie hätte sie also auf dem Glaubenbergpass nicht pflücken dürfen. Dennoch erfreuen wir uns nun an ihrem Anblick in unserer Stube. Aber selber hätten wir sie nie zu pflücken gewagt und ich schämte mich auf der Heimreise etwas, solche Blumen bei uns zu haben.

Der Zug brachte uns via Entlebuch und Luzern an unseren Ausgangspunkt Sarnen zurück. Welche wunderschöne Rundtour mit vielen bleibenden Impressionen!

Ergänzung vom 25.6.18: mittlerweile wurde mir von Alpen-Blumenspezialisten glaubhaft gemacht, dass die Alpenrose in gewissen Gebieten der Schweiz wie ein Unkraut wachse und sogar dem Kuhvieh die Weideflächen überwuchern würde. Das mit dem „schützenswert“ für die Alpenrose ist demzufolge wirklich nicht für jeden Kanton anwendbar. Aber in OW und LU gilt das „schützenswert“.

Meine Vorstellung in der Facebookgruppe der Schweizer Schreibfrauen

In der Facebook-Gruppe Schweizer Schreibfrauen hat jede Frau Gelegenheit, sich vorzustellen. Heute ist die Reihe an mir und ich teile euch diesen Beitrag ebenfalls. 😉

In der Facebook-Gruppe Schweizer Schreibfrauen hat jede Frau Gelegenheit, sich vorzustellen. Heute ist die Reihe an mir und ich teile euch diesen Beitrag ebenfalls. 😉
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#Vorstellung

Hoi zäme, Freundinnen der kreativenTippkunst. 😉 Ich lese eure Vorstellungen und bin begeistert, fasziniert, berührt und erstaunt über eure Werdegänge. Wir sind so unterschiedlich und doch verbindet uns so manches.

Wiedererkannt habe ich mich in Schilderungen von erlebtem Mobbing und Zuflucht im Schreiben. Auch ich füllte in solch schwierigen Zeiten als Kind und Jugendliche unzählige Tagebücher. Später schmiss ich sie alle weg, weil ich diese von Selbstmitleid triefenden Zeilen keiner Leserschaft zumuten und auch für mich hinter mir lassen wollte. Wie viele andere von euch, liebte auch ich das Aufsätze schreiben und erhielt gute Noten dafür. In der Mathe hingegen, hörte ich von einer Lehrerin, dass bei mir „Hopfen und Malz“ verloren seien. Ich glaubte ihr, denn als Kind soll man ja Erwachsene beim Wort nehmen. Dennoch schaffte ich die Töchterhandelsschule Luzern.

Ich schrieb seit der Kindheit gerne Briefe. Zeitweise hatte ich 10 Brieffreundinnen. Der Schreibverkehr war rege. Selbst Leserbriefe verfasste ich bereits als Kind. Meine Mutter erzählt heute noch jedem, dass ich im zarten Alter dem Gemeindepräsidenten von Emmen in einem offenen Brief vorhielt, dass er auf unserem Schlittelhügel das Emmen Center baute.

Da ich noch nie gern freiwillig telefonierte, kam mir das Internet mit der Möglichkeit, mich schriftlich ausdrücken zu können, sehr entgegen. Endlich fühlte ich mich in der Kommunikation mit meinen Mitmenschen so wohl wie ein Fisch im Wasser. Ich fand ein Forum für Depressive und konnte mit Menschen in den Austausch kommen, denen es so erging wie mir. Denn ich litt lange Jahre unter schwersten Depris. Seit ungefähr 15 Jahren bin ich Depri-frei. Ich knüpfte in diesem Forum Kontakte zu Menschen, die teilweise bis heute anhalten. Dass es sowas wie Hochsensibilität (HSP) gibt, erfuhr ich ebenfalls erst durch das Internet und ich erkenne mich in dieser Definition wieder.

Im Jahr 2003, wagte ich mich daran, eine Kindergeschichte zu verfassen, bei der sich das Kind immer wieder entscheiden kann, auf welcher Seite es weiterlesen möchte. So liest es sich kreuz und quer durch die 37 Seiten und erlebt dabei mehrere Varianten der Erlebnisse der Zwillinge John und Johanna. Meine gute Bekannte Maya Weekes, zeichnete Bilder, welche die Kinder ausmalen können und das Layout übernahm der Götti unseres Sohnes. Wir liessen das Büchlein in der Druckerei, in der er arbeitete, 100 Mal drucken.

Als das Novemberschreiben in der Schweiz aufkam, schrieb ich meinen ersten längeren Roman „Die Liebe ist rot“. Am Abend vor dem Start, wusste ich noch nicht, worüber ich schreiben könnte. Doch ich träumte von einer Frau, welche von Kopf bis Fuss rot gekleidet war. Ich fragte sie anderntags während des Schreibens nach dem Grund ihrer roten Bekleidung und etwas ganz „Spezielles“ begann: die rote Frau nahm mich Schritt für Schritt mit auf eine Reise, deren Ziel mir unbekannt war. Die Geschichte entwickelte sich zu meinem eigenen Erstaunen vor meinen Augen zu einer schlüssigen „Ganzheit“. Den ganzen Monat November lebte ich mit dieser roten Frau zusammen. So intensiv habe ich vor und nachher noch nie geschrieben. Gleichzeitig mit mir, verfasste auch unsere damals 14-jährige Tochter einen Novemberschreiben-Roman. Sie schrieb über ein Tuareg-Mädchen. Leider fand sich kein Verlag für unsere Manuskripte. Dieses Jahr, mit einem etwa 10-jährigen Abstand, lese ich mein Manuskript von damals wieder und redigiere es. Ich bin aber erst auf Seite 20 von 135 angelangt. Das Überarbeiten empfinde ich als um einiges herausfordernder, als das Schreiben vor 10 Jahren. Ich bewundere jede von euch, welche es geschafft hat, ein oder sogar mehrere Bücher heraus zu geben!

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Während dieses und der folgenden Novemberschreiben, lernte ich Blanca Imboden, ihre Mutter Madeleine Karin Mayerhofer DoblerIna HallerZora DebrunnerGaby Rudolf und andere Menschen persönlich, d.h. ausserhalb des Internets kennen. Freundschaften entstanden, für die ich bis heute so unendlich dankbar bin.

Später durfte ich, wie andere von uns Schweizer Schreibfrauen, für die Schweizer Familie „Bettmümpfeligeschichten“ schreiben, welche online veröffentlicht wurden. Leider gibt es diese Plattform nicht mehr. Selbst das Archiv wurde geschlossen.

Im Täxtzit erschienen zweimal Kurzgeschichten von mir.

In einem „richtigen Buch“ erschien 2016 erstmals ein Beitrag von mir. Das Buch „An der Sonne“ enthält ebenfalls eine meiner Kurzgeschichten.

Mein eigenes Buch in den Händen zu halten – und nicht „nur“ in einer Anthologie vertreten zu sein, das ist mein Traum, der hoffentlich eines Tages wahr wird. Doch momentan fehlt mir die Musse und vor allem auch die Disziplin, gradlinig an der Verwirklichung dran zu bleiben. Ich bin freiberufliche Journalistin zweier Verlage. Und ich freue mich sehr, dass ich meine Leidenschaft, nämlich zu schreiben, beruflich ausüben kann. Auch mein zweites Hobby, das Fotografieren, ist in diesem Beruf gefragt.

Nebst den zwei journalistischen Anstellungen, bin ich als Testkundin mehrerer Unternehmen tätig und Mitarbeiterin der reformierten Kirche und einer Freikirche.

Seit 31 Jahren bin ich glücklich verheiratet mit Andy. Wir haben drei Kinder: Tabitha (27), in deren Klasse ich ab und zu als Klassenassistenz mitarbeiten darf, Petra (25), Ergotherapie-Studentin und Tobias (17), Elektroinstallateur-Lehrling und Hobby-Veranstaltungstechniker mit Aeppli Production. Weiteres zu meinen Hobbies und zu meinem Leben, findet ihr auf beiliegendem Foto. Ich wurde „ge-blitzt“ für die Rubrik meines Auftraggebers, des Nidwaldner Blitz. Der Titel „Ge-Blitzt“ und die Fragen, stammen von mir. Wir haben schon viele Menschen „ge-blitzt“ und nun war ich selber mal dran.

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Ich freue mich auf den weiteren, tollen Austausch mit euch und wer weiss: vielleicht verirrt sich die eine oder andere auf meinen Gmerkigs – Blog , auf dem ich „Gmerkigs“ (Merkenswertes) in Wort und Bild festhalte. https://gmerkigs.blog/

(Juhui! Und da seid ihr ja! 😀 )

Familienmanagerin – ein vielseitiger Beruf

– Teil 1

Wie lautet die korrekte Bezeichnung einer Mutter, welche sich Vollzeit um die Kinder kümmert? Das althergebrachte «Hausfrau» beschreibt leider die mannigfaltigen Aufgaben einer Mutter zu wenig. Zudem kümmern sich auch Berufsleute zuhause um ihren Haushalt. Ist «Vollzeitmama» treffender? Was ist dann aber eine Mutter, welche auswärts arbeitet? Sie ist doch genauso vollzeitlich Mama. Vielleicht deckt die Bezeichnung «Familienmanagerin» beide Mütter-Modelle ab?

Einen Haushalt zu führen und sich um Kinder zu kümmern, fordert tatsächlich Managerqualitäten. Denn es muss organisiert, gecoacht, getröstet und aufs Familienbudget geschaut werden. Diese Aufgabenstellungen treffen auf alle Mütter zu, egal ob sie ausser Haus arbeiten oder nicht. Zwei Mütter erzählen von ihren verschiedenen Modellen. In diesem 1. Teil ist es eine Mutter, welche sich Vollzeit um Haushalt und Kinder kümmert.

Monica Stäheli, verheiratet, Mutter von 4 Kindern

Ihr Tag beginnt sehr früh, nämlich bereits um ca. 5:30 Uhr. Er ist ausgefüllt mit Betreuungsaufgaben rund um die 4 Kinder und Hausarbeiten. Dazu kommen zwei ehrenamtliche Engagements in der Kirche «Christlicher Treffpunkt» und in Leben von Flüchtlingen, welche in ihrem Umfeld leben. Ihre Motivation zu diesen unbezahlten Tätigkeiten, findet sie in der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen. In Kanada hat sie Pflegefachfrau gelernt. Unregelmässige Arbeitszeiten im Pflegeberuf und die Betreuung ihres ersten Nachwuchses unter einen Hut zu bringen, wurden zunehmend zur Belastung. Vollzeit zuhause sein zu dürfen, brachte viel Entlastung, Freude und Gelassenheit in den neuen Alltag als junge Familie. Monica Stäheli verrät, dass sie gerne eines Tages wieder in den Pflegeberuf einsteigen möchte. Allerdings müsste ihr zukünftiger Arbeitsplatz für sie zeitlich genug Raum lassen, so dass sie ihre Ehe, das Familienleben, Engagements im «Christlichen Treffpunkt» und auch ihre Freundschaften pflegen könnte. Auf die Frage, wie Menschen auf ihr «Vollzeitmuttersein» reagieren würden, antwortet sie: «Grundsätzlich positiv. Manchmal werde ich aber schon gefragt, ob ich nichts arbeite.»

Wenig Anerkennung in der Gesellschaft

Eine Frau, welche ihren geliebten Beruf zugunsten der Familie aufgab, verzichtet auf sehr viel: auf einen Lohn, auf Karrierechancen und gesellschaftliche Anerkennung. «Was sind Sie beruflich?» Eine Frau, welche auf diese Frage mit «Hausfrau» oder «Familienmanagerin» antwortet, erntet heutzutage oft ein müdes Lächeln und das Interesse an ihrer Person sinkt. Dabei erwerben solche Frauen sehr viel Sozialkompetenz und lernen, Flexibilität in ihrer Organisation an den Tag zu legen. Sie haben deshalb Wertschätzung verdient.

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Teil 2

Sich «Hausfrau» zu nennen, ist bei heutigen Frauen unpopulär. Der Bezeichnung haftet etwas Altmodisches an. Sie erinnert an die die drei K: Kinder, Küche, Kirche, welche ab 1960 zu einer Redewendung im deutschen Sprachraum wurde.  Mütter sollten sich um die Kindererziehung, die Hausarbeit und die Vermittlung und Einhaltung von Prinzipien, wie sie die Kirche lehrte, kümmern.

Frauen wollen heute Anerkennung im Beruf und finanzielle Unabhängigkeit erleben. Sie haben studiert oder einen interessanten Beruf erlernt und möchten diesen nur kurzfristig aufgeben, wenn sie Mütter werden. Der Trend zeigt, dass sich die meisten Frauen nach einer Geburt, maximal ein Jahr lang eine berufliche Auszeit nehmen. In vielen Familien ist ein zweites Einkommen zwingend nötig und wer länger als drei Jahre weg vom Beruf ist, hat Mühe, den Anschluss wieder zu finden. Im Beruf erfolgreich zu sein und gleichzeitig zu schauen, dass es der ganzen Familie gut geht, ist eine grosse Herausforderung. Klar sind hier auch die Männer gefordert, Unterstützung zu leisten. Doch traurige Realität ist, dass Männer oft immer noch die besser Verdienenden sind und eine Familie es sich eher leisten kann, auf das Einkommen der Frau, als das des Mannes zu verzichten.

Individuelle Lösungen

Ob und wie schnell eine Mutter nach einer Geburt wieder ins Berufsleben einsteigen soll, muss jede Familie für sich bestimmen. Wir haben in einem 1. Teil eine Frau porträtiert, welche sich entschieden hat, voll zuhause für ihre Kinder und für Freunde da zu sein. Dafür hat sie auch Zeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im heutigen Teil kommt eine berufstätige Mutter zu Wort.

Franziska Preisig, verheiratet, Mutter von 6 Kindern

Die gelernte Reisefachfrau ist seit 21 Jahren Geschäftsführerin von Preisig-Reisen und sagt, sie arbeite zwischen 60 – 150% (sehr viel im Homeoffice). Die Mutter von 6 Kindern meint: «Ich hätte wahrscheinlich nicht so viele Kinder, wenn ich Vollzeitmutter wäre. Die Arbeit ist mein Ausgleich.» Die Kinderbetreuung regelten sie anfänglich, indem ihr Mann Teilzeit arbeitete. Später hatten sie entweder eine Tagesmutter oder ein Au-Pair Mädchen und nun kann ihre pensionierte Mutter Unterstützung in der Kinderbetreuung leisten. Weil das Reisebüro ihr gehört, war es ihr möglich, hie und da ein Kind an den Arbeitsplatz mit zu nehmen. Und sie war stets in der privilegierten Lage, selber das Arbeitspensum zu bestimmen. Heute beschäftigt sie 3 Angestellte und kann zur Not auch mal fehlen. Sie ist überzeugt davon, dass ihre Kinder durch ihre Arbeitstätigkeit im Reisebüro sehr selbständig wurden. Über all die Jahre beschäftigte sie selber Mütter und gab ihnen die Möglichkeit, mit wenig Prozentanteilen zu arbeiten. Sie ergänzt: «Wir sind ein sehr flexibles, gutes Team und wenn jemand mit der Familie ein Problem hat, springen wir füreinander ein.»

Anerkennung und Respekt haben alle Mütter verdient

Egal, ob eine Mutter voll zuhause bei den Kindern oder ergänzend auswärts tätig ist: Mutter zu sein gehört auch im 21. Jahrhundert noch zu den herausforderndsten Lebensaufgaben. Deshalb haben es alle Mütter verdient, am Muttertag geehrt zu werden.

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Diese zwei Teile zum Thema Familienmanagerin, erschienen am 3. und 11. Mai 18 im Nidwaldner Blitz.

 

 

 

«Summ, summ, summ, Bienchen summ’ herum»

Das Kinderlied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, ist bereits 183 Jahre alt. Der Text beschreibt, wie das fleissige Bienchen Honig sammelt, damit die Menschen ihn für die Produktion von «Pfeffernüss’ und Honigkuchen» verwenden können. Wir verdanken den Bienen aber weit mehr.

Ineke Wyrsch, eine Buochser Hobby-Imkerin nimmt uns mit in die komplexe Welt der Bienen und gibt uns einen Einblick in das vielfältige, wertvolle Imkerhandwerk.

Fleissig wie die Bienen: die Imker

Der Begriff «Imker» ist eine Zusammensetzung aus dem niederdeutschen «Imme» für Biene und dem mittelniederdeutschen «Kar» für «Korb, Gefäss». Der Imker sorgt mittels Kasten und Zubehören für die Vermehrung von Honigbienen. Im Gegenzug kann er Honig und andere Bienenprodukte ernten. Es gibt keine Vorschrift, dass ein Imker eine spezielle Ausbildung absolvieren muss. Aber die meisten Neu-Imker absolvieren einen Grundkurs. Ineke Wyrsch hat einen Kurs über zwei Jahre besucht. Wer mag, kann sich in 3 Jahren zum Imker mit Eidgenössischem Fachausweis weiterbilden.

Ein Imker ist praktisch das ganze Jahr hindurch mit seinen Bienen beschäftigt: Ende Februar bis anfangs März erfolgt die 1. Kontrolle der Bienenvölker. Wie ist der Zustand der Fluglöcher? Sind die Bienen vital? Den männlichen Bienen, Drohnen genannt, muss ein Rahmen gegeben werden, damit sie sich vermehren können. Denn anders als die Weibchen, überwintern die Drohnen nicht. Ab ungefähr Mitte April hängt der Imker sogenannte Honigräume in die Bienenkästen. Dort hinein können die Bienen den gesammelten Honig deponieren. In den Monaten April/Mai schwärmen die Bienen gern aus. Dieser Schwarmtrieb, dient den Bienen zur Bildung einer neuen Kolonie. Der Imker ist herausgefordert, einen solchen Schwarm einzufangen. Ende Juni, bei schlechtem Wetter Ende Juli, kann Honig geerntet werden. Nach der Ernte, füttert der Imker seine Bienen mit Zucker, um sie gut auf den Winter vorzubereiten und behandelt sie gegen Krankheiten. Ab dem November ziehen sich die Bienen in die Wintertraube (Winterkugel) zurück. Sie sitzen um die Königin und geben ihr warm. «Während die fleissigen Bienchen ruhen, geht für uns die Arbeit auch im Winter weiter», meint Ineke Wyrsch. «Ich nutze die Wintermonate, um Gerätschaften zu reinigen und reparieren, schmelze Waben ein und lasse damit neue Mittelwände giessen. Zudem vermarkte ich Honig und befreie Fluglöcher von Eis und toten Bienen.»

Unterschied Bienen und Wespen

Bienen und Wespen sehen für den Laien ähnlich aus. Wespen sammeln keinen Honig. Sie ernähren sich im Gegensatz zu den Bienen nicht von Blumenzucker, sondern von Eiweiss und Fleisch. Sie sind keine Blüten-Bestäuber und überwintern nicht. Ameisen und Bienen sind die einzigen Insekten, welche als Volk überwintern. Stiche hingegen, schmerzen sowohl von Wespen wie Bienen. Zur Linderung legt man entweder eine halbierte Zwiebel auf die schmerzende Stelle, streut Backpulver darauf oder verwendet eine Fenistil-Salbe. Bienen sterben, anders als Wespen, nach einem Stich bei einem Menschen. «Weil der Bienen-Stachel in der menschlichen Haut noch weiter Gift absondert, sollte er sofort entfernt werden», rät Ineke Wyrsch.

Bienensterben

Im Jahr 2012 erregte der Dokumentarfilm «More than Honey» des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof Aufsehen. Er hatte das weltweite Bienensterben von Kalifornien bis China zum Thema und zeigte auf, dass ohne Bestäubung durch die Bienen mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht befruchtet würden. In Europa fand der Rückgang der Bienenvölker bis 1990 langsam und ab dann deutlich steiler statt. 1970 wurden in der Statistik europaweit 21 Millionen Honigbienenvölker ausgewiesen. Im Jahr 2007 waren es noch 15.5 Millionen. Ineke Wyrsch sieht ein Grund im Einsatz von Pestiziden. Sie sagt: «Die Schweiz hat zwar auch Verbote für Insektizide, aber weniger restriktive als diejenigen der EU Länder. Der Mais-Samen zum Beispiel, wird in der Schweiz gebeizt. Der morgendliche Tau, von dem die Bienen saugen, ist nicht frei von diesem Gift. Eine Auswirkung davon ist, dass die Bienen den Heimweg nicht mehr finden.» Elektrosmog und eine mangelnde Pflanzenvielfalt in unseren Gärten und Parks, sind weitere mögliche Gründe für den Rückgang der Bienen. Gegen die Varroa Milbe, welche für ungefähr 5 verschiedene Bienen-Krankheiten verantwortlich ist, gibt es Massnahmen, welche zur Dämmung eingesetzt werden können. «Ich bin froh um meine Mitgliedschaft beim Imkerverein, gerade für solche Anliegen», meint Ineke Wyrsch. Die Mitglieder profitieren vom Erfahrungsaustausch mit anderen Imkern, erhalten Hilfsmaterial und dürfen über das Veterinäramt Medikamente für ihre Bienen beziehen.

Vielfältige Bienen-Produkte

Der Honig ist wohl das bekannteste Produkt, das wir von den Bienen geniessen dürfen. Er wird gewonnen, indem der Imker dem Bienenstock die «verdeckelten» Honigwaben entnimmt und sie in eine Zentrifuge legt. Diese schleudert den Honig aus den Waben. Honig ist ein Rohprodukt und sollte Kindern unter einem Jahr nicht abgegeben werden. Mit Inhaltsstoffen wie Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen und antibakteriellen Stoffen, ist er ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. Für 1 kg Honig sind rund 100’000 Bienen-Ausflüge auf 150 Millionen Blüten notwendig! Doch Honig ist längst nicht das einzig Wertvolle, das uns die Bienen schenken. Bienenwachs wird zu Kerzen verarbeitet und duftet fein. Sogar Kosmetika enthält teilweise Bienenwachs. Wer Pollen einnimmt, stärkt sein Immunsystem. Sie sollen auch gegen Heuschnupfen helfen. Gelée royale ist ein Futtersaft, mit dem Königinnen gefüttert werden. Ihm wird nachgesagt, dass seine Einnahme beim Menschen verjüngend wirke. Propolis ist ein Bienen-Kittharz. Bienen mumifizieren damit unter anderem ihre Feinde. Dem Menschen dient es zur Wundheilung. Vor einer Selbstmedikation wird hingegen gewarnt, denn es kann zu einer allergischen Reaktion führen. Sogar das Gift der Bienen wird bei Menschen heilungsfördernd eingesetzt. Es wird bei entzündlichen Gelenkerkrankungen verwendet.

Tragen wir Sorge zur Natur

80 Prozent unserer Blütenpflanzen werden von Honigbienen bestäubt. Ohne die Bienen gibt’s keine Früchte und auch weniger Gemüse. Eine Wildblumenwiese, einheimische Sträucher und das Vermeiden des Einsatzes von Insektiziden, hilft den fleissigen Bienenvölkern, ihrer Arbeit gesund nach zu kommen.

Regula Aeppli-Fankhauser


Der Beitrag erschien in der Nidwaldner Blitz Ausgabe vom 2. Mai 2018

Bienenzüchterverein Nidwalden:

www.bienen-nw.ch/

Portal der Imkerei Schweiz:

www.bienen.ch

 

 

Die grosse Gefahr der kleinen Zecken

Hunde- oder Katzenbisse können Infektionen verursachen. Weitaus schlimmere Folgen verursacht aber der „Biss“ (eigentlich Stich) eines unscheinbaren Tieres: der Zecke. Zweimal wurde Maria Stern von einer infizierten Zecke gestochen. Die Folgen sind fatal.

Folgen von Zeckenstichen: Lyme-Borreliose und FSME

Bloss so klein wie ein Stecknadelkopf und doch kann eine Zecke enormes Leid verursachen. Wird ein Mensch von einer infizierten Zecke (im Volksmund „Holzbock“) gestochen, drohen zweierlei Krankheiten. Von der sogenannten Lyme-Borreliose sind in der Schweiz jedes Jahr ungefähr 3000 bis 5000 Menschen neu betroffen, Tendenz steigend. Es gab laut Auskunft von Dr. med. Norbert Satz, Spezialist für Zeckenerkrankungen, schon Jahre mit bis zu 10’000 Neuerkrankungen. 60 bis fast 300 Menschen erleiden jährlich durch Zecken eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), das ist eine Hirnhautentzündung. Diese Zahl variiert laut Dr. Satz witterungsbedingt. Im Gegensatz zu einem Mückenstich, spürt man den Zeckeneinstich nicht. Die Zecke saugt das Menschenblut vor allem an versteckten Orten, wie in den Kniekehlen, in der Schamgegend, im Bauchnabel, in den Achselhöhlen, an den Schultern, am Nacken oder hinter den Ohren. 80% der Stiche werden nicht erkannt.

Maria Stern – von Lyme-Borreliose betroffen

Rasende Bauch- und Gliederschmerzen, Lähmungen, Muskelzuckungen, dauerhaft entzündete Schleimhäute, eine überempfindliche Haut, Übelkeit, Herzrhythmus-Störungen – der Leidenskatalog, den Maria Stern seit dem ersten Zeckenstich im Jahre 1987 erlitt, ist gross. Leider erwischte es sie trotz allen Vorsichtsmassnahmen ein zweites Mal im Sommer 2003. Sie erzählt: „Ich habe fast 50 Ärzte aufgesucht, keiner konnte mir wirklich helfen. Die Symptome waren stark, aber unklar.“ Erst als sie zu einem Spezialisten für Zeckenkrankheiten überwiesen wurde, erhielt sie die Diagnose „Lyme-Borreliose“. Es folgten Antibiotika-Kuren, ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik und es war gar nötig, eine Schmerzpumpe zu implantieren. Sie ist bis heute auf ein grosses Pensum an Schmerzmitteln angewiesen, um vor allem die Nervenschmerzen in den Beinen und Füssen ertragen zu können. Trotz dieser Qualen engagiert sie sich beim Telefondienst der Selbsthilfe Schweiz für Zeckenbetroffene im Kanton Aargau. Sie sagt: „Der Austausch mit anderen Betroffenen hat mir und meinem Mann selbst viel an Wissen und Verständnis gebracht.“ Weitere Unterstützung erlebt sie durch ihre Kinder, Freunde und der kirchlichen Gemeinde. Kraft und Halt geben ihr der Glaube an Gott. Bei einer Begegnung mit ihr, staunt man über ihr sonniges, empathisches, lebensbejahendes Wesen.

Prävention

Gegen die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) ist eine Impfung möglich. Gegen Borreliose ist derzeit kein Impfstoff auf dem Markt. Es bleibt nur, sich im Wald, Wiesen, Parks und im Garten zu schützen. Geschlossene Kleidung, die Socken über die Hosen gestülpt und festes Schuhwerk, beugen einem Zeckenstich vor. Ein Zeckenschutzmittel gibt für beschränkte Zeit einen weiteren Schutz. Seien Sie vorsichtig beim Liegen auf dem Boden im Freien, streifen Sie möglichst nicht Sträuchern entlang und meiden Sie hohes Gras. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich duschen, die Haut gut abreiben und den Körper systematisch nach Zecken absuchen. Entfernen Sie eine Zecke mit einer Pinzette hautnah, durch einen geraden Zug und achten Sie sich auf mögliche Krankheitssymptome in den folgenden Wochen.

Herzlichen Dank an Dr. med. Norbert Satz für die telefonische Fachauskunft und Maria Stern für ihren persönlichen Einblick in ihr Leben als Betroffene.

Regula Aeppli-Fankhauser


Dieser Artikel erschien am 29. März 2018 im Nidwaldner Blitz


P.S. Jemand schrieb mir über Twitter: „Eine Info noch: im Gegensatz zu Menschen kann man Hunde gegen Borreliose impfen. Warum das so ist, weiß ich aber auch nicht.“