Gmerkigs

„Besch es Gmerkigs“ sagen wir Schweizer, wenn wir jemandem etwas scherzhaft zugestehen, er oder sie hätte etwas entdeckt, was für andere schon längstens selbstverständlich sei. Alternativ kann man sowas über sich selber aussagen: „Be halt scho es Gmerkigs.“ 😉

Dasselbe Wort kann aber auch bewundernd verwendet werden: „Er isch e rächt e Gmerkige!“ Er merkt sich Dinge schnell, ist zum Beispiel ein intelligenter, aufgeweckter, spürender, gut beobachtender, aufmerksamer Schüler.

In meinem Blog möchte ich gmerkige Gedanken, Erlebnisse, Fragen, Bilder von mir (Schwarzweissfotos auf Leinwand mit handgemalten Farbtupfern)  und Fotos sammeln, festhalten und für das weltweite Netz freigeben. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Blog ein buntes Sammelsurium wird, als Abbild meines Lebens.

Ich bin eine Jahrgang 63 igerin, Familienmanagerin, Mutter von drei Kindern, welche teilweise bereits erwachsen sind, seit 1987 glücklich verheiratet mit Andy, überzeugte Christin, Hobbyfotografin, Testkundin, freie Autorin des SCM Bundes-Verlags (Schweiz) und des Nidwaldner Blitz , Katzenbesitzerin, Mitarbeiterin für Kindergottesdienste der ref. Kirche Buochs (ohne reformiertes Kirchenmitglied zu sein).

In der Hochsensibilität erkenne ich Wesenszüge von mir wieder. Eben – bin manchmal „übergmerkig“, mit allen Vor- und Nachteilen.

Naherholungsgebiet Rotsee-Sedel

Das Gebiet um den Rotsee und den Sedel, ist mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden. Wie oft spazierten, wanderten wir als Familie da, verbrachten Jungschar-Nachmittage im Sedelwald oder absolvierten Orientierungsläufe der Schulen.

Im Herbst wandern Andy und ich gerne dort. Das gefärbte Laub, dazu die Sicht auf den  Rotsee und den angeschneiten Alpen im Hintergrund, sind jeweils sehr malerisch. Letzten Sonntag trugen die Bäume noch nicht so ein stark gefärbtes Herbstkleid. Doch ein Ausflug in diese Gegend, lohnt sich immer. Wir spazierten 1.5 Stunden. Es gibt unzählige verschiedene Tourenmöglichkeiten.

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Gerne wandern wir zum Beispiel bis zum Trumpf Buur oder bis zum öffentlichen Restaurant des Schwerbehindertenheim Rathausen. Aber dieses Mal nicht… Wir parkieren jeweils oberhalb der Sedelstrasse, im Bild unten links. Unsere ungefähre Strecke letzten Sonntag:

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Unsere Sicht ging von den Alpen, bis zu den Orten Emmenbrücke, Ebikon, Luzern, zur Rotseebadi – also für Abwechslung ist gesorgt. Wir beobachteten, wie ein Helikopter auf dem Dach des Kantonsspitals Luzern landete.

Auf diesen Wegen sind, wenn man nicht grad wie ich, neue Wanderschuhe einläuft, Turnschuhe oder gute Halbschuhe ausreichend. Manche Strecken sind kinderwagentauglich, andere nicht.

Wenn man über den Sedelhof zurückkehrt, kann man sich dort je nach Saison mit Produkten des Bauernhofes eindecken: mit frischem Obstsaft,  Äpfeln, Sirup….

Vielleicht trifft man sich mal unterwegs im Sedelwald oder am Rotsee? 😉

 

 

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Aktivferien im Hochmontafon,6. – 13. Oktober 2018

Wir verbrachten eine herrliche Zeit im Hochmontafon/Österreich. Ich hatte es nicht geplant, aber schlussendlich habe ich doch an jedem Abend eine Tagebuch verfasst. Hier alle Links dazu gesammelt:

https://gmerkigs.blog/2018/10/07/ein-auf-und-ab-auf-schmugglers-pfaden/

https://gmerkigs.blog/2018/10/08/silbertal-wanderung-erinnerung-an-herr-der-ringe-oder-schatz-im-silbersee/

https://gmerkigs.blog/2018/10/09/surprise/

https://gmerkigs.blog/2018/10/10/ab-in-den-stollen/

https://gmerkigs.blog/2018/10/11/zweite-mutprobe/

https://gmerkigs.blog/2018/10/12/pilz-erlebnistour-mit-harry/

https://gmerkigs.blog/2018/10/13/gemuetliche-heimfahrt-mit-spaziergang-am-walensee/

Meine Bewertung des Ferienresorts Landal Hochmontafon.

Gemütliche Heimfahrt mit Spaziergang am Walensee

Leider sind unsere Ferien schon wieder passé. Wir kaufen für mich unterwegs neue Wander -Schuhe, -Stöcke und – Socken und legen am Walensee einen Spaziergang-Stopp ein.

Wir staunen auf der Strecke Weesen Bahnhof zur Linthmündung über den idyllischen Camping mit Strand, den wir passieren. Die Wassertemperatur wäre noch ungefähr 19 Grad, lesen wir – aber wir sehen keine Badenden. Dabei ist die Lufttemperatur immer noch schön sommerlich warm. Die Landschaft mit dem blauen See und dem herbstlich gefärbten Wald ist malerisch. Aber mich stört das Rauschen der nahen Autobahn und der Zuglinie. Warum wohl wurde die Autobahn nicht mit einem Flüsterbelag oder Lärmschutzwand versehen?

Im Gäsi-Beizli geniessen wir zwei Menüs und sind zurück beim Auto, nach einem etwa 1.5-stündigen Spaziergang gestärkt für die Weiterfahrt nach Hause.

Pilz-Erlebnistour mit Harry

„Fass die nicht an, sie könnten giftig sein“, warnten mich meine Eltern, wenn wir auf Wanderungen Pilze sahen. „Man muss genau wissen, welche man essen kann und welche ungeniessbar sind. Da wir das von uns nicht behaupten können, lassen wir sie lieber alle stehen.“, gaben sie mir auf den Weg. „Das war vernünftig“, meint Harry, unser heutiger Pilztourenführer. „Ihr sollt nur mitnehmen, was ihr kennt und nicht ausgetrocknet oder angefressen ist“, erklärt er. Ausgestattet mit Weidekörbchen, einem Pilzmesser, Erklärbuch und Pinsel, wandern wir vier angemeldeten Personen mit Harry über Stock und Stein auf dem Kristberg. Schon bald finden wir die ersten Parasolpilze. Und das ist so ziemlich der einzige Name, den ich mir merken kann, weil er mich natürlich an den französischen Ausdruck für Sonnenschirm erinnert. Währenddem Thorsten und Eva ihre Körbe ungeniert fröhlich füllen, sind Andy und ich zögerlicher. Nun gut – die zwei scheinen schon einige Pilzsammelerfahrungen zu haben – ganz im Gegensatz zu uns Neulingen, welche grad Fliegenpilze und gekaufte Champignons kennen. 😀 Und so hört man von uns hie und da ein: „Harry – schau mal, wir haben da was gefunden! Ist der giftig oder geniessbar?“

Harry gibt freundlich und geduldig Auskunft und zwar nicht nur über die Pilze. Nein, wir erfahren während des gesamten etwa 5-stündigen Zusammenseins einiges über die Kultur des Montafon-Gebiets, über die Franzosenzeit während der Kriegsjahre, dass der Bestseller-Autor Hemmingway hier Schreibzeiten verbrachte und lernen einige Namen von Bergspitzen kennen (Harry scherzt, dass der eine Gipfel wie das Matterhorn aussehe).

Nach einer etwa 2.5 stündigen Pilz-Wanderung, gibt Harry, der gelernte Koch in einem Nebenraum des Restaurants eine Pilzkochdemonstration. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass man die Pilze sehr gut erhitzen sollte und dass eine Bratzeit von 15 bis 20 Minuten empfohlen wird. Die köstliche Mahlzeit mit unseren gesammelten Pilzen an einer feinen Sauce, Nudeln und Kartoffeln ist ein Gedicht, wie es Eva ausdrückte. Vor allem überrascht uns der geschnittene, frittierte Pilz, dessen Name uns leider nicht mehr einfällt.

Unten in Schruns zeigt uns Harry seine Bienenstöcke und Schindeln, welche zum traditionellen Hausbau verwendet werden.

Andy und ich sind nun mutiger geworden, was das Pilzsammeln betrifft. Dennoch würden wir unsere Pilze einem Kontrolleur zeigen, wenn wir auf eigene Tour auf Sammeltour unterwegs wären.

Heute zum z’Nachtessen gibts Reste, denn wir haben am Mittag noch nicht alle Funde verwertet. Mmmm – wir freuen uns darauf. Wer eine solche Pilzwanderung mit Harry unternehmen möchte, erkundigt sich in einem der Montafoner Tourismusbüros oder hinterlässt ihm eine Anfrage auf seiner Ferienwohnung-Webseite.

Zweite Mutprobe

Die Wanderung am Sonntag, unserem 1. Ferientag, benötigte viel Mut von mir. Heute war es nicht die Wanderung an sich, welche Mut von mir verlangte. Sie verlief zwar wiederum auf einem Grat, aber der war breit. Auch die kleine, mit einem Stahlseil gesicherte Stelle, war mehr ein Fotosujet, als wirklich gefährlich. 😉

Die Berglandschaft sieht jetzt im Herbst manchmal krass aus, in dem Sinn, dass man sieht, wo im Winter die Pisten verlaufen und überall beschneit werden muss. Der Abstieg über Stock, Stein und Wurzelwerk durch den Wald, war anstrengend, forderte mich aber nur körperlich heraus, nicht mental. Der Blick durch das Fernrohr war faszinierend, denn die Bergspitzen und Täler wurden fortlaufend mit Namen versehen.

Was wirklich Mut von mir verlangte, war die Benutzung der Sesselbahn hinunter – so ins „Nichts“. Unserem Empfinden und Erfahrungen nach, ist dies eher ein älteres Modell an Seilbahn. Der Bügel schliesst nicht wirklich gut und so fehlte mir ein Sicherheitsgefühl, zumal ein Bergab fahren per offener Seilbahn immer etwas schwindelerregender ist, als eine Bergfahrt. Und diese Bahn fuhr teilweise wirklich „gredi abe“.

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Heutige Wandertour: per Auto bis Talstation der Seilbahn Garfrescha, Talstation, per Bus bis Talstation der Versettla-Bahn in Gaschurn, per Gondel-Bahn bis Nova Stoba. Wanderung (ca. 2 Std.) bis Garfescha Berg und eben: per obgenannter Sesselbahn runter. 😉

So – jetzt gehts ab zu einer Rücken-, Nackenmassage und der Abend wird ausklingen mit einem gemütlichen Fackelspaziergang.

Ab in den Stollen

Heute gehts in den Bergwerkstollen. Im Jahre 842 n. Chr. wird erstmals Eisenerzabbau auf dem Bartholomäberg dokumentiert. Mit 45 schweisstreibenden Wanderminuten ab dem Parkplatz bei der Barockkirche müssen wir uns den Eintritt zur etwas abenteuerlichen Stollenbesichtigung erarbeiten. Jeder Besucher erhält eine Jacke, denn im Stollen beträgt die Lufttemperatur ganzjährig ca. 8 Grad. Zudem wird jeder auch mit einem Helm ausgerüstet und glaubt mir: den braucht es. Mehr als einmal schlagen wir den Kopf an der niederen Decke an und dank des Helms, tuts nicht weh. 😉 Die 115 begehbaren Stollenmeter erscheinen uns viel länger, weil man sie meist nur gebückt durchwandern kann. Wir sind begeistert und finden auch die Erklärungen zu den kargen und harten Arbeitsbedingungen der damaligen Bergbauarbeiter spannend. Für Menschen aber, welche etwas unter Platzangst leiden, ist diese Begehung nichts. Das Licht der Taschenlampe des Guides und ein paar Lampen leuchten uns den Pfad aus, aber manchmal sehe ich nicht, wo ich hintreten soll, weil der Vorgänger das ganze Licht verdeckt. Also heisst es einfach: keinen zu grossen Abstand halten und sich teilweise blindlings vorwärts bewegen. Tipp: direkt hinter dem Tourenführer laufen, falls einem das mangelnde Licht etwas ausmachen sollte. Ok – eine andere Möglichkeit wäre es natürlich, das Handylicht einzuschalten. Wenn einem das in den Sinn kommt und das Handy nicht im Rucksack liegt und dieser an der Eingangskasse in Obhut gegeben wurde – wie das bei uns der Fall ist. 😉

Nach diesem Stollenerlebnis, wandern wir weitere 40 Minuten zum Restaurant Rellseck. Bei schönstem Panoramablick lassen wir uns bestens verköstigen und machen uns dann weitere 45 Minuten auf den Rückweg.

Bevor wir uns im Hotel Berger Hof ein Dessert genehmigen, überraschen uns ein paar Rehe, welche unseren Weg kreuzen.

Was für ein erlebnisreicher Tag!

Surprise

Surprise – welch überraschende Natur präsentiert sich uns auf der Wanderung Alpstöble Tafamunt  zum Wiegensee. Traumhaft diese Herbstfarben! Hinauf auf die Alp (1530) fährt uns ab Partenen, die Tafamuntbahn.

Suprise – welch überraschende Aussichts-Fenster öffnen sich auf dem Weg über die Serpentinen der Silvretta-Hochalpenstrasse (Mautpflichtig).

Surprise – wie idyllisch der Wiegensee liegt, aber auch, an wievielen schönen Bergseen wir vorbeikommen – ob Stausee oder natürliche gebildeten.

Surprise – dass wir uns sogar im Verwall-Naturpark befinden, denn das waren wir uns nicht bewusst.

Surprise – dass uns ein deutscher Unbekannter per Auto mitnimmt und uns nach 3-stündiger Wanderung den 2-stündigen, steilen Abstieg nach Partenen zurück erspart.

Surprise – dass die Strasse übers Tirol und den Silvretta-Stausee führt. Die mautpflichtige Hochalpinstrasse, haben wir erst noch von der anderen Talseite bestaunt. Wir hätten nie gedacht, dass wir diese Kurven heute noch befahren würden.