Gmerkigs

„Besch es Gmerkigs“ sagen wir Schweizer, wenn wir jemandem etwas scherzhaft zugestehen, er oder sie hätte etwas entdeckt, was für andere schon längstens selbstverständlich sei. Alternativ kann man sowas über sich selber aussagen: „Be halt scho es Gmerkigs.“ 😉

Dasselbe Wort kann aber auch bewundernd verwendet werden: „Er isch e rächt e Gmerkige!“ Er merkt sich Dinge schnell, ist zum Beispiel ein intelligenter, aufgeweckter, spürender, gut beobachtender, aufmerksamer Schüler.

In meinem Blog möchte ich gmerkige Gedanken, Erlebnisse, Fragen, Bilder von mir (Schwarzweissfotos auf Leinwand mit handgemalten Farbtupfern)  und Fotos sammeln, festhalten und für das weltweite Netz freigeben. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Blog ein buntes Sammelsurium wird, als Abbild meines Lebens.

Ich bin eine Jahrgang 63 igerin, Familienmanagerin, Mutter von drei Kindern, welche teilweise bereits erwachsen sind, seit 1987 glücklich verheiratet mit Andy, überzeugte Christin, Hobbyfotografin, Testkundin, freie Autorin des SCM Bundes-Verlags (Schweiz) und des Nidwaldner Blitz , Katzenbesitzerin, Mitarbeiterin für Kindergottesdienste der ref. Kirche Buochs (ohne reformiertes Kirchenmitglied zu sein).

In der Hochsensibilität erkenne ich Wesenszüge von mir wieder. Eben – bin manchmal „übergmerkig“, mit allen Vor- und Nachteilen.

Die grosse Gefahr der kleinen Zecken

Hunde- oder Katzenbisse können Infektionen verursachen. Weitaus schlimmere Folgen verursacht aber der „Biss“ (eigentlich Stich) eines unscheinbaren Tieres: der Zecke. Zweimal wurde Maria Stern von einer infizierten Zecke gestochen. Die Folgen sind fatal.

Folgen von Zeckenstichen: Lyme-Borreliose und FSME

Bloss so klein wie ein Stecknadelkopf und doch kann eine Zecke enormes Leid verursachen. Wird ein Mensch von einer infizierten Zecke (im Volksmund „Holzbock“) gestochen, drohen zweierlei Krankheiten. Von der sogenannten Lyme-Borreliose sind in der Schweiz jedes Jahr ungefähr 3000 bis 5000 Menschen neu betroffen, Tendenz steigend. Es gab laut Auskunft von Dr. med. Norbert Satz, Spezialist für Zeckenerkrankungen, schon Jahre mit bis zu 10’000 Neuerkrankungen. 60 bis fast 300 Menschen erleiden jährlich durch Zecken eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), das ist eine Hirnhautentzündung. Diese Zahl variiert laut Dr. Satz witterungsbedingt. Im Gegensatz zu einem Mückenstich, spürt man den Zeckeneinstich nicht. Die Zecke saugt das Menschenblut vor allem an versteckten Orten, wie in den Kniekehlen, in der Schamgegend, im Bauchnabel, in den Achselhöhlen, an den Schultern, am Nacken oder hinter den Ohren. 80% der Stiche werden nicht erkannt.

Maria Stern – von Lyme-Borreliose betroffen

Rasende Bauch- und Gliederschmerzen, Lähmungen, Muskelzuckungen, dauerhaft entzündete Schleimhäute, eine überempfindliche Haut, Übelkeit, Herzrhythmus-Störungen – der Leidenskatalog, den Maria Stern seit dem ersten Zeckenstich im Jahre 1987 erlitt, ist gross. Leider erwischte es sie trotz allen Vorsichtsmassnahmen ein zweites Mal im Sommer 2003. Sie erzählt: „Ich habe fast 50 Ärzte aufgesucht, keiner konnte mir wirklich helfen. Die Symptome waren stark, aber unklar.“ Erst als sie zu einem Spezialisten für Zeckenkrankheiten überwiesen wurde, erhielt sie die Diagnose „Lyme-Borreliose“. Es folgten Antibiotika-Kuren, ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik und es war gar nötig, eine Schmerzpumpe zu implantieren. Sie ist bis heute auf ein grosses Pensum an Schmerzmitteln angewiesen, um vor allem die Nervenschmerzen in den Beinen und Füssen ertragen zu können. Trotz dieser Qualen engagiert sie sich beim Telefondienst der Selbsthilfe Schweiz für Zeckenbetroffene im Kanton Aargau. Sie sagt: „Der Austausch mit anderen Betroffenen hat mir und meinem Mann selbst viel an Wissen und Verständnis gebracht.“ Weitere Unterstützung erlebt sie durch ihre Kinder, Freunde und der kirchlichen Gemeinde. Kraft und Halt geben ihr der Glaube an Gott. Bei einer Begegnung mit ihr, staunt man über ihr sonniges, empathisches, lebensbejahendes Wesen.

Prävention

Gegen die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) ist eine Impfung möglich. Gegen Borreliose ist derzeit kein Impfstoff auf dem Markt. Es bleibt nur, sich im Wald, Wiesen, Parks und im Garten zu schützen. Geschlossene Kleidung, die Socken über die Hosen gestülpt und festes Schuhwerk, beugen einem Zeckenstich vor. Ein Zeckenschutzmittel gibt für beschränkte Zeit einen weiteren Schutz. Seien Sie vorsichtig beim Liegen auf dem Boden im Freien, streifen Sie möglichst nicht Sträuchern entlang und meiden Sie hohes Gras. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich duschen, die Haut gut abreiben und den Körper systematisch nach Zecken absuchen. Entfernen Sie eine Zecke mit einer Pinzette hautnah, durch einen geraden Zug und achten Sie sich auf mögliche Krankheitssymptome in den folgenden Wochen.

Herzlichen Dank an Dr. med. Norbert Satz für die telefonische Fachauskunft und Maria Stern für ihren persönlichen Einblick in ihr Leben als Betroffene.

Regula Aeppli-Fankhauser


Dieser Artikel erschien am 29. März 2018 im Nidwaldner Blitz


P.S. Jemand schrieb mir über Twitter: „Eine Info noch: im Gegensatz zu Menschen kann man Hunde gegen Borreliose impfen. Warum das so ist, weiß ich aber auch nicht.“

 

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Non arrivederci Italia – auf Nimmerwiedersehen Italien

Ein Jahr ist es her und ich bin immer noch traurig über das Familientreffen auf das wir uns freuten und dadurch vermasselt wurde. Mein Mann – mitten in der Chemo, hätte eine Auszeit verdient gehabt, doch es wurde ein Stress wie noch nie erlebt in unserem Leben.
Mittlerweile ist meine Bewertung des MO.OM Hotels vor Milano (meiden!!!) immerhin meine hilfreichste.

Gmerkigs

Es sollten gemütliche Ostertage werden in Olgiate Olona, Italien für uns als fünfköpfige Familie plus dem Freund der mittleren Tochter. Es wurde ein Alptraum, der uns 6 zum Schluss kommen liess: nie mehr Italien!

„Warum um Himmels willen, verreist ihr über die Ostertage in den Süden?“ fragten uns Verwandte und Bekannte. Von wegen Stau und so. Es war der Wunsch meines Mannes, den Comersee zu erleben. Er suchte ein auf booking.com gut bewertetes Hotel geographisch in der Mitte zwischen Como und Mailand gelegen aus.

Um den Osterstau in den Süden zu umfahren, starteten wir am Karfreitag früh mit zwei Autos um 5.30 Uhr. Vor Erstfeld verliessen wir die Autobahn und genossen unsere Pässefahrt über den Oberalp und Lukmanier. Die ersten Sonnenstrahlen auf den Bergen, die Natur – alles war traumhaft. Nur mein Mann neben mir musste sich noch von der letzten Chemoeinheit erholen. Es war ihm etwas übel – aber nicht…

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Frühlingshaft warme Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli, 24. März 18

Die milden Frühlingstemperaturen verbinden wir am Samstag, 24. März 18 mit einer Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli (oberhalb von Dallenwil, Nidwalden).

Der Aufstieg in Richtung Wirzwelihorn (1’471 Meter über Meer) ab der Bergstation Wirzweli ist zwar schweisstreibend, lohnt sich aber.

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Denn die Aussicht auf die Zentralschweizeralpen und runter auf Wirzweli, Wiesenberg, Dallenwil, Ennetbürgen, Buochs und ins Engelbergertal, ist wunderschön.

 

Was sind das für Tierspuren? Der Osterhase?

DSC_0009_2.jpgDer Blick durch die „gespaltene Fluh“ ist genauso originell, wie ein paar Strassenbeschilderungen und der immer noch tief verschneite Robidogbehälter:

 

Nachdem wir den höchsten Punkt, die Gummenalp (1’579 Meter über Meer) erreicht haben, gehts noch fast ebenaus zur kleinen 6-Personen-Luftseilbahn.

 

Leider haben alle Beizen auf unserer Tour geschlossen, denn es ist im Grunde genommen Saisonende. Wir vernehmen, dass die Wirte des Gasthaus Gummenalp auf den Malediven in den Ferien weilen. Es sei ihnen gegönnt. Mittels Gegensprechanlage rufen wir Bähnliführer herbei, der im benachbarten Haus wohnt und fahren mit der Bahn runter zum Eggwald. Wir wählen den kurzen Eulenpfad, um nach ca. 2.5 Stunden unseren Ausgangspunkt, die Bergstation der Wirzwelibahn zu erreichen.

 

Der Trail „Panoramawelt“, den wir wählten, ist zu jeder Jahreszeit eine schöne, 3 Kilometer lange Wanderroute.

Im Sommer ist der Spielplatz mit der Rodelbahn und der neu errichtete Themenwanderweg für Familien sowieso ein lohnendes Ausflugsziel.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert, ich bekam keine Werbegelder.

Winterliches Freiburg im Breisgau (D), 17. – 19. März 2018

Auf meinen 54. Geburi im Okt. 17 schenkte mir mein Mann Andy einen Wellnessgutschein und den lösten wir vergangenes Wochenende ein. Weil Nidwalden am 19. 3. mit dem Seppitag einen arbeitsfreien Montag hatte, wurde es ein verlängertes Wochenende.
Nach erstaunlich kurzem 2-stündigen Anfahrtsweg, erreichten wir bereits unser Ziel, Freiburg im Breisgau. Wir waren schon öfters hier, aber immer nur als kurze Zwischenhalt-Stopps auf der Durchreise. Dieses Mal wollten wir die Stadt ausführlicher erkundigen.
Meine Bewertung zum Friedrich Boutique-Apartment-Hotel, in dem wir logierten:
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Pilgrim5
Beckenried, Schweiz

🙂 Die Lage der Appartements ist super, denn innert weniger Minuten erreicht man die tolle Altstadt. Trotz der zentralen Lage, ist es relativ ruhig. Man hört zwar den Verkehr immer noch ein bisschen, aber nicht wirklich störend.
Zur Begrüssung gabs eine kleine Flasche Wein, Wasser und auch Kaffeetabs und Abwaschmaschinentabs standen kostenlos bereit. Wir schätzten dies sehr. 
Die Betten waren bequem, die Einrichtung modern und mit hübschen Fotos versehen.
Frühstück war nicht inbegriffen im Preis. Aber im selben Haus, verbunden durch einen direkten Zugang innerhalb des Hauses, befindet sich eine Bäckerei. Das Preis-Leistungsverhältnis des Frühstückangebotes dort ist toll. Man könnte das Frühstück sogar ins Appartement liefern lassen. 

WhatsApp Image 2018-03-18 at 13.38.52Trotz all dem, was ich unter dem 😦 schreibe, empfehlen wir diesen Aufenthaltsort gerne weiter. Ich empfehle für ältere Personen oder Gehbehinderte, zu bitten, dass sie ein Bett bekommen, das einen beidseitigen Zugang zur Liegefläche hat. Ich selber musste über die Bettseite meines Mannes krabbeln, was für mich kein Problem darstellte. Ich fragte mich nur, ob das für alle Menschen so problemlos machbar ist. Ein anderer Nachteil besteht aber dadurch, dass das Bett direkt am Fenster ist: das Licht lässt sich nur auf der anderen Seite bedienen.
Warum heisst dies eigentlich Apart-Hotel? Nicht dass mich das stören würde – aber es hat mit Hotel nichts zu tun. Es sind einfach Ferienwohnungen. Es gibt eine Art Réception, also ein kleiner Tisch mit Hocker, die zeitweise besetzt ist und wenn nicht, könnte man telefonische Auskunft verlangen. (Wir hatten kein Ausland-Abo gekauft für unsere Handys.) Zuhause fühlte sich die Tochter etwas gestresst, weil noch vor 20 Uhr dreimal auf die Festnetznummer zuhause angerufen wurde. Die Frage war lediglich, ob wir wohl das Appartment-Hotel finden würden. Also – wir hätten uns schon gemeldet, wenn wir es nicht gefunden hätten. Wir hatten ja bis 21 Uhr Zeit zum Einchecken und waren kurz nach 20 Uhr bereits dort. Wir vermuteten, dass die Mitarbeiterin einfach einmal Feierabend machen wollte. 
😦 :
Der Druck in der Dusche war nicht ziemlich gross.
Die Bett- und Frottéewäsche ist bereits etwas ausgebleicht.
Ein zweiter bequemer Fernsehsessel wäre nett gewesen. Wir waren ja zu Zweit in der Wohnung, aber nur ein Sessel, nebst den Stühlen war vorhanden.
Schade, dass es vor dem Haus nicht ein paar reservierte Parkplätze für die Gäste hat. Wir hatten beide Male Glück, einen der letzten Aussen-Parkplätze in der Nähe des Hauses zu erwischen. Klar gibt es noch eine Tiefgarage in der Nähe – was allerdings dann nicht so günstig zu haben ist.


Freiburg i.B. bietet eine wunderschöne Altstadt, viele preiswerte und aussergewöhnliche Restaurants und ein breites kulturelles Angebot. So waren wir einmal marokkanisch , bzw. ägyptisch essen und haben an einer Stadtführung mitgemacht. Trotz der Kälte haben wir den zweistündigen Rundgang sehr genossen.

Die Bächle ziehen sich 15.5 km durch die Stadt und haben diese vor manch grossem Brand bewahrt.

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Die Konviktstrasse wäre wahrscheinlich im Sommer mit dem Flieder, den wir auf Fotos sahen, noch malerischer. Aber wir waren auch vom winterlichen Look begeistert.

Was mich verwirrt hat, waren das gleichzeitige Kreuz und Hahn auf dem Münster. Mir wurde gelehrt, dass auf dem Dach einer katholischen Kirche ein Kreuz und auf demjenigen einer reformierten Kirche, ein Hahn wäre. Ich wurde eines besseren belehrt. In Süddeutschland gilt diese Regel, welche in der Schweiz üblich ist, nicht. Das Münster ist selbstverständlich katholisch, obwohl sich auf dem Dach beide Symbole befinden.

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Links und rechts auf den Münsterportalen sind die früheren Mass-Einheiten für alle damaligen Marktbesucher gut sicht- und überprüfbar eingemeisselt. Links unten sieht man ein Brot und später bekam man für dieselbe Geldmenge ein viel kleineres – rechts davon sichtbar.

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Beeindruckt hat mich nebst dem Krokodil 😀 ………

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…. die auffällig grosse Anzahl Studierenden. Man könne in Freiburg i.B. jede mögliche Studienrichtung studieren, erklärte mir unsere Stadtrundgang-Führerin. Ich sehe zwar grad, dass unsere Tochter ihr Ergotherapie-Studium dort nicht absolvieren könnte.

Wir nahmen einen Augenschein über die rauchenden Köpfe in der Uni-Bibliothek, welche mir von der Architektur vor allem in der Aussenansicht imponierte.

Zu unserem Freiburg im Breisgau-Aufenthalt gehörte auch das Wellnessen im Keidel Bad. Grundsätzlich gefiel es uns gut in diesem grossen Thermalbad – nur hatte es ein bisschen zuviel Besucher. Gegen Abend wurde es dann ruhiger. Die Badezeit ist nicht beschränkt, was einerseits angenehm ist, andererseits gäbe es einen grösseren Wechsel bei einer beschränkten Aufenthaltsdauer.

Auf der Heimfahrt legten wir einen Einkaufs-Stopp in Lörrach ein. Gerne würde ich Freiburg im Breisgau mal im Sommer erleben, wenn die Studenten sich vermehrt draussen aufhalten. Unsere Stadt-Führerin hat erzählt, auf dem Platz der Toleranz würden sich im Sommer hunderte junge Leute auf dem Boden friedlich unterhalten, musizieren, etwas trinken. Es sei eine super Atmosphäre, wären da nicht die dauernden Lärmklagen der Anwohner. Eine Leuchtsäule sollte die Feiernden zur Ruhe mahnen, wenn die Dezibel zu hoch würden. Bisher wirkt sie eher kontraproduktiv. Doch ich hoffe, dass die Anwohner sich tolerant zeigen und auch wir mal diese Stimmung erleben dürften. 😉

 

P.S. Kein gesponserter Beitrag, keine bezahlte Werbung. 😉

YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken

„Tun was er sagt…. das bedeutet für mich in diesem neuen Jahr unter anderem, dass ich mir konkrete Gebetszeiten einrichten möchte. Ich hatte den Eindruck von einer bestimmten Uhrzeit. Diese Zeit mit Gott, welche ich mir vorgenommen habe, im 2018 fest einzurichten, werde ich von meinen Facebook- und Twitter-Aktivitätszeiten wegstreichen. Denn an einem Abend hörten wir von Pete Greig (Leiter und Gründer von einer Gebetsbewegung, welche 24 Std. und 7 Tage die Woche beten), dass wir alles wegräumen sollen, was uns abhalten und ablenken will vom Wunsch, Zeit mit Gott zu verbringen. Mir war klar, dass die Zeiten, welche ich mit Social Media verbringe, zu viel Platz in meinem Leben einnehmen. Ich sage nicht, dass ich kein Facebook, Twitter, Instagram mehr nutzen möchte – aber nicht mehr zwei oder mehr Stunden am Tag, sondern die Hälfte davon. Es ist nicht so, dass Gott uns zwingt, etwas weg zu geben oder los zu lassen. Sondern er fragt uns, ob wir bereit sind, ihm etwas zurück zu geben, was uns nicht gut tut, damit er uns mit etwas beschenken könnte, was tausendmal wertvoller ist. Ich bete im Grunde genommen überhaupt nicht gerne. Aber ich sah während dieser Explo-Zeit ein, dass Gebet der Schlüssel zur Kommunikation mit Gott ist. Und Kommunikation gehört nun mal zu einer freundschaftlichen Beziehung. Also möchte ich dieses „Land“ ganz neu entdecken für mich.“ Continue reading „YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken“

Weltfrauentag – Internationaler Frauentag

Am 8. März stehen die Frauen im Mittelpunkt. Denn dann wird der Weltfrauentag gefeiert. Man nennt ihn auch internationalen Frauentag, Tag der Frau, der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau oder International Women’s Day. An diesem Tag soll der Fokus der Weltöffentlichkeit auf spezielle Probleme gelenkt werden, welche im Zusammenhang mit Frauen von globaler Bedeutung sind. Es geht also anders als am Muttertag, weniger darum, den Frauen Geschenke zu überreichen oder sie zu einem guten Essen einzuladen. Nein, das Ziel des Tages ist, auf Missstände aufmerksam zu machen. Kinderheirat oder weibliche Genitalverstümmelung, gleiche Löhne für gleiche Arbeit, sind Beispiele dafür. Es finden Demonstrationen statt und Frauengruppen halten Vorträge.

Lange Tradition
Der Weltfrauentag kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Es war die deutsche Sozialistin Clara Zetkin, welche am 27. August 1910 in Kopenhagen an der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz, die Einführung eines weltweiten Frauentages vorschlug. Inspiriert wurde sie von den USA. Dort hatten Frauen zwei Jahre zuvor ein Nationales Frauenkomitee gegründet. Dieses beschloss, einen landesweiten Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren. Der Weltfrauentag wurde dann bereits im drauffolgenden Jahr am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, Ungarn und auch in der Schweiz gefeiert. Clara Zetkin meinte 1911 zu ihrem Erfolg: „Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ Seit 1921 findet dieser Frauentag jährlich am 8. März statt. In einigen Ländern ist er ein gesetzlicher Feiertag.

Tag der Dankbarkeit und dennoch noch nicht überflüssig
An diesem besonderen Tag besteht Grund zur Dankbarkeit, gegenüber denjenigen Frauen, welche sich für die politische Mündigkeit der Frauen und für Gleichberechtigung in allen Belangen eingesetzt haben. Denn viele Ziele wurden erreicht. Doch andere globale Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen, sind leider auch heute noch ein Grund, zum Kampf für Gerechtigkeit, bessere Arbeitsbedingungen und gegen häusliche Gewalt aufzurufen. In Entwicklungsländern werden Mädchen zum Beispiel durch kulturelle Normen an einer Ausbildung gehindert. Unter Armut und Krankheit, leiden weltweit vor allem Mädchen und Frauen. Ein weiteres Schlüsselthema ist die Familienplanung, denn in manchen Ländern werden Mädchen, welche bei uns noch die obligatorische Schule besuchen, bereits Mütter. Die UN-Menschenrechtekonvention besagt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ An der Umsetzung dieses Grundsatzes, muss noch viel gearbeitet werden. Die luxemburgische EU-Kommissarin Viviane Reding meint: „Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben. Das Ziel ist die Gleichberechtigung, damit wir solche Tage nicht mehr brauchen.“

Regula Aeppli-Fankhauser

P.S. Drei super Beiträge darüber, habe ich grad hier und hier und hier gelesen.


Dieser Artikel aus meiner Feder, erschien am 8.3.17 im Nidwaldner BlitzBildschirmfoto 2017-03-01 um 21.50.18.png

Was bedeutet es, eine Frau zu sein?

„Wann ist der Mann ein Mann?“, fragte sich Herbert Grönemeyer in einem bekannten Lied. Er kam zum Schluss: „Außen hart und innen ganz weich.“ Aber wann ist eine Frau eine Frau?

Weil die Menschen immer älter werden, leben heute drei Generationen Frauen gleichzeitig in der Schweiz. Diese haben unterschiedliche Frauen-Rollenbilder in der Erziehung und Gesellschaft erfahren.

Frauenbilder im Wandel

Einer 90-jährige Urgrossmutter wurde als Kind vermittelt, dass sie, im Gegensatz zu ihren Brüdern, im Hintergrund fleissig wirken solle. Buben mussten nicht im Haushalt helfen. Die „drei K’s“ waren die Welt einer Frau. Diese bedeuteten Kinder, Küche, Kirche. Sie hatte keine Wahl, als bald zu heiraten, Mutter zu werden, die Kinder gut zu erziehen, die Hausarbeit zur Zufriedenheit ihres Mannes zu erledigen und ein gottesfürchtiges Leben zu führen. Seither gab es mit jeder Generationenfolge in der Gesellschaft einen grossen Wandel. Das eidgenössische Frauenstimmrecht wurde 1971 eingeführt. Frauen arbeiten gegenwärtig wie selbstverständlich, nebst dem Muttersein, in ihren gelernten Berufen. Rufe nach Gleichberechtigung in allen Belangen werden immer lauter. Die moderne junge Frau lebt durchorganisiert, gibt sich stets gepflegt, ist beruflich kompetent und sozial vernetzt. Stimmungsschwankungen zu haben, aufgrund des weiblichen Zyklus, ist verpönt. Frauen haben heute verinnerlicht, dass es in Wirklichkeit keinen Unterschied zwischen Mann und Frau gäbe, sondern dass diese nur anerzogen worden seien. Sie haben gelernt, dafür zu sorgen, dass sie kriegen, was ihnen zusteht und immer stark zu sein. Der Berufswettbewerb wird härter, die Frau will mit ihrem Fachwissen ernst genommen werden. Im Gegensatz zum ältesten Frauenjahrgang, muss sich die jüngste Frauengeneration auf eine Art „neu definieren“ im Sinn von: herausfinden, was Weiblichkeit ist und wie sie heute ausgelebt werden kann. Es kann ja nicht sein, dass die Lösung für sie bedeutet, zum „besseren Mann“ zu werden, ihre männliche Seite herauskehrend und auf den Tisch klopfend, mit Gewalt zu ihren Zielen zu kommen. Hinter einem männlichen Schönheitsideal hinterher zu rennen, um Anerkennung zu bekommen, kann ebenfalls nicht der Weg sein.

Gelebte Frauensolidarität


Leider besteht die Gefahr, dass kennzeichnende feminine Eigenschaften wie Feinfühligkeit, Fürsorglichkeit, ganzheitliches, vernetztes Denken und geduldiges Zuhören, im harten Berufsalltag der Frau und in einer gleichwertigen Partnerschaft, auf der Strecke bleiben. Wie wäre es, sich selber als Frau, mit allen weiblichen Eigenschaften, dem hormonellen Zyklus und unseren körperlichen Makeln, neu anzunehmen und sich selber mit Respekt zu begegnen? Kommen wir weg, vom ständigen Vergleichen mit anderen. Glauben wir nicht den Medien, welche uns sagen wollen, was eine „richtige Frau“ ausmachen soll. Komplimente verteilen, statt negativ taxierenden Blicken und herablassenden Kommentaren, wäre das Ausleben einer typisch positiven, weiblichen Eigenschaft: der Fähigkeit, zu ermutigen und fördern. Gönnen wir den anderen Frauen ihren beruflichen und privaten Erfolg. Geniessen wir das Leben vermehrt, mit all unseren weiblichen Sinnen, statt es einander schwer zu machen.

Regula Aeppli-Fankhauser


Der Artikel erschien am 7. März 2018 in der „Frauenbeilage“ des Nidwaldner Blitz

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