Urchig, hiäsig und eifäch scheen

Urchig und schön sind unsere hiesigen Traditionen. (Urchig meint urtümlich.)

Heute besuchten wir den Dorfmarkt in Emmetten und erlebten ein paar Sentä Veh (Vieh-Senten = Viehzüge). Die Kühe, welche den Sommer hindurch auf den Alpen weiden durften, ziehen jetzt nach und nach talwärts. Sie werden von den Älplern schön geschmückt.

Wir verbanden den Besuch des Dorfmarkts mit einer Wanderung bis nach Hause. Die leichte Wanderung dauerte etwa 2 Stunden. Immer wieder begeisterte die Aussicht zum Vierwaldstättersee und Beckenried hinunter oder nach Emmetten zurück. Leider führt der Wanderweg über grosse Strecken über Asphaltstrassen. Retour ist dieselbe Wanderzeit angegeben, was wir fast nicht glauben können, ist doch Emmetten höher gelegen als Beckenried, das direkt am See liegt.

Zuhause, vom Balkon aus, sehen wir die gesamte Strecke unserer Wanderung. Von ganz links (Emmetten), nach rechts und hinunter…. 😉 Wie liebe ich es, hier wohnen zu dürfen.

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Wir haben es getan: Wanderung zum Point of return: Isenthal – Vorder Bärchi retour

Minouch findet, er begleite uns auf unsere heutige Wanderung. 41335402_10212756425166751_3911146212153098240_o

Wir nehmen uns vor, von Isenthal aus zu unserem gestrigen Punkt „of return“ zu wandern, denn es nimmt uns wunder, wie weit es gestern noch bis zur Postautohaltestelle Isenthal gegangen wäre und wir wollen einfach mal die ganze Wegstrecke bewandern.

Ab Isenthal gibt es jede Menge Themenwanderwege: Den Urner-Mundart-Weg, Bärenweg, Sagen- und Skulpturenweg und den Erlebnisweg „Urchigs Handwärch“. Einen Posten des letzteren Weges suchen wir in Isenthal auf: „Mit Läder schaffä“. Toll, dass man hier ein Lederportemonnaie selber herstellen könnte und dass hier alte Gerätschaften unbewacht ausgestellt werden können, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand sie stehlen würde.

Die Aussicht auf dem wiederum sehr malerischen, alten Weg ist fantastisch und wir geniessen die Wanderung. Denn heute müssen wir nicht zu einer gewissen Zeit eine Ortschaft erreicht haben, um ein Postauto oder Schiff zu erreichen.

Ist Minouch tatsächlich mitgekommen? 😉

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Natürlich nicht. Man beachte, dass unser Minouch einen buschigen Schwanz hat. 😉 Aber diese Katze ist genauso verschmust und begleitet uns ein paar Minuten, bevor sie umkehrt.

Die Aussicht beim Picknickplatz (mit Grillstelle) Vorder Bärchi ist prächtig.

Und hier ist er – der Punkt, an dem wir gestern umgekehrt und wieder nach Bauen zurückwanderten, weil wir befürchteten, das Postauto in Isenthal nicht zu erwischen und damit die letzte Schiff-Verbindung nach Beckenried zu verpassen.

Zurück in Isenthal kommen wir über den Daumen gerechnet zum Schluss:

wir hätten gestern das Postauto entweder knapp erwischt oder knapp verpasst. 😉 Unsere Wanderstrecke Bauen – Isenthal betrug zusammengerechnet 2 Stunden 5 Minuten. Von unserem Punkt „of return“ aus, hätten wir gestern 50 Minuten bis zum Postauto gehabt, aber wir hätten dies in 45 Minuten schaffen müssen…. In Bauen gab der Wegweiser ja die Zeit 2 Std. 35 Min. für diese Strecke an. Ihr erinnert euch? Hier:

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2.5 Stunden sind zuviel. 2 Stunden für diese Strecke reichen und wir wandern nicht überaus zackigen Schrittes. Der Grund, weshalb wir es gestern nicht oder nur knapp geschafft hätten, war, dass wir diesen unnötige „Rundschlaufe“ liefen, aufgrund der mangelhaften Ausschilderung und weil wir unterwegs eine Zvieripause einlegten. Unsere gestrige Entscheidung, denselben Weg nach Bauen zurück zu wandern und dort aufs Schiff zu gehen, erwies sich als richtig. Wir hätten bestimmt rennen müssen und ich weiss nicht, ob das über Stock und Stein ein gutes Ende genommen hätte. Wie vernünftig man doch im Alter wird. 😛

Gestern und heute zusammen, haben wir die Strecke Bauen – Isenthal doppelt erwandert. So wie uns der weise Pächter der Ermitage Beckenried sagte: „Man kennt einen Weg erst richtig, wenn man ihn auf beide Seiten gesehen und erlebt hat.“ Ob man ihn ab Bauen oder Isenthal wandert: empfehlenswert ist er auf jeden Fall!

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Von der Weisheit, umzukehren. (Wanderung ab Bauen)

Wir wohnen so wunderschön, das denke ich täglich. Und was für ein Glück es ist, dass wir innert paar Minuten von zuhause aus an der Schiffstation Beckenried sind. Andere Menschen reisen von weither an, um die malerische Vierwaldstättersee-Region zu geniessen.

Der heutige Plan lautet: Schifffahrt Beckenried – Bauen, Wanderung Bauen – Isenthal (Weg der Schweiz) und mit Postauto und Schiff wieder nach Hause.

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Sich die Landschaft auf dem Schiff sachte vorbeiziehen zu lassen, ist immer wieder sehr entspannend. Wir steigen in Beckenried auf das Dampfschiff Stadt Luzern. Dieses wird übrigens Ende Jahr bis im Jahr 2021 total revidiert.

In Brunnen steigen wir um – auf das kleine Schiff Mythen.

In Bauen um 14 Uhr den Wanderweg entdeckt, erschrecken wir: die Wanderstrecke ist mit 1 Stunde länger ausgeschrieben, als wir gerechnet haben. Also rund 2.5 Stunden Wanderzeit. In umgekehrter Richtung sind 1.5 Stunden angegeben. Wir rechneten mit ca. 1 Stunde und 45 Minuten Wanderzeit. So können wir unseren Plan nicht einhalten, das Postauto um 16 Uhr in Isenthal rechtzeitig zu erwischen, um es auf die letzte Schiffsverbindung nach Beckenried zurück zu schaffen.

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Also: Planänderung. Wir wandern eine Stunde hin – und eine Stunde auf demselben Weg wieder zurück. Sind wir kurz vor Vorder Bärchi? Wir haben de facto keine Ahnung, bis wie weit es wir in dieser Stunde geschafft haben. Schade, gibt es unterwegs keinen Wanderweg mit Zeitangabe. Denn so fehlt uns eine Einschätzung, ob wir es nicht doch bis Isenthal aufs Postauto hätten schaffen können. Aber der Weg ist abwechslungsreich und interessant. Es ist ein uralter Handelsweg. Linkerhand liegt uns stets der See zu Füssen. Oft bin ich, welche nicht ganz schwindelfrei bin froh, um die guten Absicherungen und die Breite des Weges. Er wird, wie es scheint, gut in Ordnung gehalten.

In dieser Stunde eingeschlossen ist eine unnötige „Rundschlaufe“. Nach dieser Brücke führt der Weg rechts hoch. Nach kurzer Zeit zweigt ein Weg nach links ab, den wir verpassen. Wir wandern weiter bergwärts.

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Bis wir auf einem Baum auf der linken Seite eine Wanderwegmarkierung sehen. Also zweigen wir dort ab und wundern uns zwar schon, denn der Weg führt wieder in Richtung Bauen. Kann ja sein, dachten wir, dass er eine Schlaufe macht – bis wir wieder auf dem Weg standen, auf dem wir bereits hoch wanderten. Hättet ihrs gewusst? Links oder rechts? Wir entscheiden uns für rechts und das ist falsch.

Hier fehlt ganz eindeutig eine Wegmarkierung. Also, wenn ihr an diese Stelle kommt: nach links abzweigen!

Retour fahren wir mit dem Dampfschiff Gallia – ohne Umsteigen bis Beckenried.

Morgen wollen wir per Auto nach Isenthal fahren und zum Vorder Bärchi wandern. Vielleicht sehen wir, ob wir heute kurz vor dem Aussichtspunkt waren oder nicht.

Wir wandern halt nicht gern denselben Weg hin- und retour. Obwohl: auf dem Schiff  kurz vor Beckenried, treffen wir den Pächter der Ermitage Beckenried und er gibt uns zu bedenken: „Man hat eine Strecke erst gesehen, wenn man sie einmal in der einen und dann in der anderen Richtung erlebt hat.“ Und ja: schön war es „einewäg“ (so oder so), wie ihr mir bestimmt zustimmen werdet. 

 

Über 7 Brücken musst du gehn…

….. hiess es bei der Wanderungsbeschreibung, welche wir im Internet fanden und auch hier auf der Infotafel in Engelberg: DSC_0036.jpg

Wir zählten hingegen 10 Brücken, einschliesslich der 3 Hängebrücken auf unserem Weg von Engelberg runter nach Grafenort. Weil wir lieber runter- statt hochlaufen (vor allem bei der Hitze dieser Tage,) starteten wir die Route ab Engelberg. Das Auto parkierten wir vorher in Grafenort, fuhren per Zentralbahn nach Engelberg – und wanderten dann gemütlich in zwei Stunden zum Auto zurück. (Reine Wanderzeit)

Das Gefälle ist sanft und der Weg auch mit Turn- oder Halbschuhen gut zu bewältigen. Allerdings nicht mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl.

Wir wanderten zuletzt im Jahr 2010 auf diesem Weg. Noch vor dem Unwetter 2011, welches den Weg, wie auf der obigen Tafel ersichtlich, massiv beschädigt hatte. Damals wollten wir nochmals auf der alten Zugstrecke nach Engelberg fahren, bevor die letzte Zahnrad-Strecke, in den Berg verlegt wurde. Erst zwei der heute 3 Hängebrücken standen und der Wanderweg war um einiges weniger abwechslungsreich als heute. Wir waren total begeistert über die fantasievoll geführte Strecke und die liebevoll gestalteten Details am Wegesrand. Über die vielen Picknickplätze mit Grillmöglichkeiten, staunten wir, durften aber leider aufgrund der Dürre keine Wurst bräteln. Einer der Rastplätze beeindruckte uns besonders, lagen doch Gratis-Sirup, Kaffee, Tassen, Gewürze, Abwaschmittel und anderes für den Rastsuchenden bereit. Sowas hatten wir erst einmal gesehen und zwar in Österreich. Auf die Kinder warten hie und da Schaukelgelegenheiten.

Leider verlor der Weg nach einer Stunde Wegzeit, lange vor Obermatt an Attraktivität. Konnte man sich vorher nach jeder Wegbiegung überraschen lassen, führte er nach der letzten Hängebrücke auf dem uns seit 2010 vertrauten Weg fast nur noch schnurgerade, dem Flusslauf entlang. Abwechslung bot einzig ein weiterer, origineller Rastplatz und die Talstation der bekannten, spektakulären Seilbahn Obermatt-Zingelalp.

Wir bedauerten, dass man nicht mehr auf die Zentralbahn ab der Station Obermatt einsteigen konnte. Denn auch die Sonne brannte wieder stärker, als noch in Engelberg. Leider ist der Lernpfad vor Grafenort nicht mehr gut unterhalten. Ein Hochsitz besteht noch, aber zum Beispiel die Klangobjekte liegen teilweise beschädigt am Boden, wie auch die zugehörige Lerntafel. Schade. Ich empfehle die Wanderung im Herbst, dann mögen die Laubbäume Abwechslung fürs Auge bieten ab dieser halben Wegstrecke.

Ausgangs- und Endpunkt unseres Ausflugs – das Herrenhaus in Grafenort:

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Auf dem Eremitenweg Richtung Ruhe und Freiheit

Eine neue Postauto-Verbindung werde es geben, lasen wir. Durchgehend sei sie ab dem 16. Juni und folglich als Rundreise möglich ab Sarnen – Langis – Gfellen – Entlebuch – Luzern – Sarnen oder umgekehrt. Bisher endete die Linie entweder im Langis oder von Entlebuch her in Gfellen. Da wollten wir doch am Eröffnungstag dabei sein!

Das Postauto trug uns hoch bis zum Langis und gewährte uns tolle Blicke auf den Sarnersee. Sarnersee (1 von 1).jpg

In Langis fuhr schon bald das schön geschmückte Postauto der neuen Verbindung vor. Wir wurden zur Feier des Tages mit einem grosszügigen Präsent mit Produkten der Unesco Biosphäre Entlebuch überrascht. Gefüllt unter anderem, nicht etwa mit einem Käse-Müsterli, sondern mit einem ganzen Käse pro Säckli. Um keine falschen Erwartungen zu schüren: das war ein einmaliges Geschenk von PostAuto Region Zentralschweiz, an alle Fahrgäste, welche am ersten Tag diese Linie befuhren.

Wir wollten an diesem Tag nicht bloss „faul“ PostAuto fahren 😉 , sondern auch noch wandern und entschieden uns für den Eremitenweg. Ein Rundweg in Gfellen, den man in etwa 1.25 Std. reiner Wanderzeit schaffen kann.

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Bild von Tobias

Der abwechslungsreiche, kinderwagentaugliche (nur mit Offroadkinderwagen) Weg führt über Wald-, Alp- und Kieswege zu einer Eremitensiedlung aus dem 15. Jahrhundert. Auf der Wanderung begegnet man immer wieder Steinmännchen und Infotafeln zur Geschichte, Kultur und Natur der Gegend.

Der Weg verspricht, in die Ruhe und Freiheit zu führen. Sich loszulösen von Alltagssorgen und Frieden, Ruhe, Freiheit zu finden, kann der Weg dem Wanderer wohl nicht abnehmen, sondern ist eine Einladung und Aufforderung. Wir selber wurden fündig. 😉

Nach der Picknickstelle (mit Grillmöglichkeit), wanderten wir den kurzen Weg zum Wasserfall hoch. Wasserfall (1 von 1)Zurück bei der Picknickstelle, studierten wir nichts, sondern wanderten frisch-fröhlich über die Brücke.

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Und noch weiter bis zur nächsten Brücke, „Entlen“ genannt.

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Von Tobias

Wie selbstverständlich folgten wir dem Weg über die Brücke. An der Strasse angekommen wunderten wir uns: wo sind die Steinmanndli? Etwas stimmt doch hier nicht? Glücklicherweise hatten wir den Plan fotografiert und merkten, dass wir nach dem Picknickplatz dem Weg ein Stück weit hätten zurückfolgen müssen, statt einfach weiter zu wandern. Also machten wir rechtsumkehrt. 😉

Es lohnte sich, denn der Wald- und Wiesenweg war bestimmt schöner, als einfach der Strasse zu folgen.

Zurück bei der Postautohaltestelle Gfellen, reichte es grad noch für ein Kaffee im Restaurant, bevor wir ins Postauto Richtung Entlebuch stiegen. Im Postauto schenkte uns eine Frau Alpenrosen. Diese sind zwar nicht schweizweit geschützt, aber in Luzern und Obwalden schon. Sie hätte sie also auf dem Glaubenbergpass nicht pflücken dürfen. Dennoch erfreuen wir uns nun an ihrem Anblick in unserer Stube. Aber selber hätten wir sie nie zu pflücken gewagt und ich schämte mich auf der Heimreise etwas, solche Blumen bei uns zu haben.

Der Zug brachte uns via Entlebuch und Luzern an unseren Ausgangspunkt Sarnen zurück. Welche wunderschöne Rundtour mit vielen bleibenden Impressionen!

Ergänzung vom 25.6.18: mittlerweile wurde mir von Alpen-Blumenspezialisten glaubhaft gemacht, dass die Alpenrose in gewissen Gebieten der Schweiz wie ein Unkraut wachse und sogar dem Kuhvieh die Weideflächen überwuchern würde. Das mit dem „schützenswert“ für die Alpenrose ist demzufolge wirklich nicht für jeden Kanton anwendbar. Aber in OW und LU gilt das „schützenswert“.

Winteraktivitäten in Nidwalden

Hinweis: dieser Blogbeitrag erschien in leicht angepasster Form, als redaktioneller Artikel in der Winterbeilage des Nidwaldner Blitz vom 22.11.17 Ich bin dort als Freelancerin tätig. Der Beitrag wurde nicht von den erwähnten Unternehmen gesponsert.

„S hät Schnee, juhee, und s git nomeh, s’isch alles wiis veruss! Ich legg mi aa zum Usägah und bliib dä ganz Tag duss!“ Andrew Bond besingt, wie herrlich es ist, sich in der klaren Winterluft und im frischgefallenen Schnee zu bewegen.

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In der vom Schnee überzuckerten Welt die Schneeschuhe montieren und frische Spuren im pulvrigen Weiss zu hinterlassen, was gibt es Wundervolleres? Wo kann man aber im Kanton Nidwalden schneeschuhwandern? Oder wo winterwandern, wenn man keine speziellen Schuhe anziehen möchte? Eine längere Plausch-Schlittenfahrt – wo ist dies in der Region möglich?

Über dem Nebelmeer auf der Klewenalp-Stockhütte

Der Hausberg Beckenrieds liegt deutlich über der Nebelgrenze. Spaziergänger können auf gepfadeten Winterwanderwegen unterwegs sein. Ein schöner Weg ist derjenige rund um den Klewenstock. Dauer dieser Rundwanderung: 1 Stunde. Ein Trail für Menschen, welche sich lieber auf Schneeschuhen durch den Schnee bewegen, startet bei der der Schneebar. Folgen Sie dem markierten Schneeschuhwanderweg in Richtung Twäregg. Dort angekommen, entscheiden sie, ob Sie zurück zur Klewenalp oder noch weiter zur Stockhütte hinunter wandern und von da mit der Gondelbahn und dem Postauto an den Ausgangspunkt fahren möchten.  Die reine Wanderzeit für die Route Klewenalp-Stockhütte beträgt ungefähr 1.5 Stunden. Möchten Sie sich auf Stockhütte nicht von der Gondel nach Emmetten bringen lassen, können Sie in einer weiteren Stunde hinunter wandern. (520 Meter Höhendifferenz) Wer keine Schneeschuhe mitbringt, kann diese bei der Arena Station in der Bergstation für CH 65.—mieten. (Preise Winter 2016). Der längste Schlittelweg der Region Luzern-Vierwaldstättersee mit 9 km führt von der Klewenalp über die Stockhütte bis nach Emmetten hinunter. Die Klewenalp bietet geführte Schneeschuhwanderungen, Mondscheintouren und Nachtschlitteln an.

Die Ruhe der Natur in Niederrickenbach

Im bevölkerungsmässig kleinsten Teil der politischen Gemeinde Oberdorf, auf 1200 Metern Höhe, liegt Niederrickenbach. Im Volksmund Maria-Rickenbach genannt. Die Luftseilbahn LDN ab Dallenwil eröffnet den Gästen bereits auf der Bergfahrt ein wunderschönes Panorama. Sowohl präparierte Winterwanderwege, wie gut markierte Schneeschuhtrails, entführen die Besucher in eine ruhige Schneelandschaft abseits des Rummels. Alle Touren sind lawinensicher ausgesteckt. Nach der Bewegung an der frischen Luft, wärmt ein Fondue im „Pilgerhaus“ Leib und Seele. Es werden geführte Touren angeboten. Informationen über das Telefon der LDN-Talstation 041 628 17 35, wo auch Schneeschuhe und Stöcke vermietet werden.

Geheimtipp für Vogelfreunde auf dem Wirzweli

Dallenwil ist nicht nur Ausgangspunkt für die Fahrt auf Niederrickenbach, sondern auf der anderen Talseite geht’s hinauf zum Wirzweli. Ein Gratis Shuttle Bus fährt die Wirzweligäste gegen telefonische Voranmeldung, vom Bahnhof Dallenwil direkt zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil – Wirzweli. Für Anreisende per Auto stehen rund 300 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Eine der möglichen 30 km Winterwanderwege, ist diese: Wirzweli – Gummenbahn (15min) – Alp Langboden (45min) – Dürrenboden (15min) – Vorderegg – Ronenhütte (30min) – Gummenalp Bergstation (20min), Talfahrt mit Seilbahn – Talstation – Wirzweli Bergstation. Es gibt einen 5 km langen, kombinierten Schlittel-Wanderweg. Schlitten können im Restaurant Waldegg auf Wirzweli gemietet werden. Direkt bei der Bergstation der Wirzwelibahn befindet sich der Bergladen mit Vermietcenter und Schneesportschulbüro. Schneeschuhe und Stöcke können hier gemietet werden. Der Eulenpfad mit lebenden Eulen und Uhus, ist ein kleiner Geheimtipp für Vogelfreunde.

Nach der Winterwanderung gibt’s ein Fondue auf dem Niederbauen

Auch hier kann man an der Talstation Schneeschuhe mieten und sich über geführte Touren mit anschliessenden Fondue-Essen informieren. Eine 8-Kabinenbahn führt Sie ab Emmetten auf 1575 Meter Höhe. Ausgangspunkt von verschiedenen Schneeschuhrouten, ist das Restaurant Niederbauen, welches sich direkt an der Bergstation befindet.

Wandertouren in einer Märchenlandschaft auf der Bannalp

Die Bannalp befindet sich auf 1600 Meter über Meer oberhalb von Wolfenschiessen, im Engelbergertal. Sie ist mit einer Luftseilbahn ab Oberrickenbach erschlossen. Die Bergstation Chrüzhütte ist der Startpunkt von Schneeschuhtouren und Winterwanderwegen in einer verträumten Bergwelt.

Auf dem ob- oder nidwaldnerischen Trübsee?

Wussten Sie, dass der Trübsee nicht zu Ob-, sondern zu Nidwalden gehört? Die Titlis-Bahn startet im obwaldnerischen Engelberg. Trübsee, Gerschnialp oder Engelberg bieten ein Winterwandernetz von 50 Kilometern und eine Schlittelstrecke ab Gerschnialp. Wie wäre es, am Ende eines Wintersporttags im Iglu zu übernachten? Ein Expeditionsschlafsack, welcher für Temperaturen von bis zu minus 40 Grad hergestellt wurde, liegt auf einem flauschig weichen Bett aus Schaffellen bereit.

Für alle Trails gilt: bitte betreten Sie die Wildruhezonen nicht.

Geheimtipp 

Schneeschuhtrails, Winterwanderwege und Schlittelplauschabfahrten sind ideale Möglichkeiten, sich als ganze Familie in glitzernden, pulvrigen Berg-Schneelandschaften Nidwaldens zu vergnügen. Eine ganz andere Möglichkeit, sich im Winter aktiv zu bewegen, bietet die Kanuwelt Buochs an. Denn auch in der kalten Jahreszeit kann man durchaus Kanufahren. Die Landschaft ist ruhiger und idyllischer, als im Sommer. In dieser Ruhe, warm eingepackt über den See zu gleiten, entführt in eine andere Welt. Sogar ein Fondue-Plausch in der Gruppe ist buchbar. Oder wie wäre es mit einem Eskimorollentraining im Hallenbad?

 

 

Beachten Sie die Revisionen der Bergbahnen:

Klewenalpbahnen, Wirzweli und Bannalp bis 1. Dezember

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Wunderprächtige, herrlichste Wanderung. Unbedingt in den nächsten Tagen nachwandern. ;-) #ausGründen

Was sind die Gründe obiger Dringlichkeit? Das: mein Mann verlor gestern Nachmittag, 1.11.17 seine Korrekturbrille auf der Strecke. Oder hat sie liegenlassen auf dem Schiff, Bus, Picknickbänkli. Jedenfalls ist sie weg, verschwunden! 😦 Wir haben den Verlust an allen möglichen Stellen gemeldet, aber wenn jemand von Euch Zeit und Lust hat, diese Tour auf unseren Spuren nachzuwandern und dabei die Augen nach einem braunen, stabilen Brillenetui offen zu halten, wäre das natürlich toll. Inhalt: ein Metallgestell, etwas hellgrün in der Farbgebung.

Die Strecke lohnt sich! Abgesehen vom gestrigen Verlust, haben wir das Unterwegssein sehr genossen.

Gestartet sind wir zu Fuss von unserem Zuhause aus. In weniger als 10 Gehminuten erreichten wir die Schiffstation. Das Schiff (Winterfahrplan beachten) brachte uns nach Weggis. Ein feiner Dunst lag über der Wasseroberfläche, die Sonnenstrahlen kämpften sich tapfer und erfolgreich hindurch und so waren die Temperaturen für den November erstaunlich angenehm. Eine Schifffahrt ist einfach immer wieder schön – waren sich mein Mann und ich einig. Auch wenn man die Schiffstation vor der Haustüre hat.

In Weggis fuhren wir per Bus nach Küssnacht. Direkte Schiffsverbindungen gab es aufgrund des Winterfahrplans nicht mehr. Aber auch die Busstrecke bietet immer wieder schöne Blicke auf den See.

Es gibt mehrere Wandermöglichkeiten ab Küssnacht bis Luzern. Wir wählten aber bei jeder Abzweigungsmöglichkeit den „Waldstätterweg“ mit der grünen Zahl 98.

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Selten liefen wir eine so abwechslungsreiche Wanderroute. Denn der Panoramablick in die Alpen und zum Vierwaldstättersee, ja sogar bis zum Zugersee wechselt dauernd und man durchquert (Herbst-)Wälder, Wiesen, Flachmoorlandschaften, geht vorbei an einem Biotop, an Villen und durch die Parkanlage des Schlossgutes Meggenhorn. Die Herbstfarben in der Natur sind ein Fest für die Sinne! Wichtig ist es uns, im Herbst an der Sonnen- und nicht Schattenseite zu wandern. Und das ist hier gegeben. Obwohl wir in der Region wohnen, kannten wir die Strecke überhaupt noch nicht. Zum Glück ist der Untergrund nicht durchgehend asphaltiert. Wald- und Wiesenweglein sind wohltuender für die Füsse.

Unterwegs laden Bänke und im Wagenmoos eine Brätlistelle zum Verweilen ein. Im Sommer gibts in Meggen oder später im Lido Luzern Gelegenheit, im See zu baden.

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Route:

Beckenried-Weggis per Schiff

Weggis-Küssnacht am Rigi, per Bus

Küssnacht-Meggen-Luzern – bis Hotel Hermitage zu Fuss. Reine Wanderzeit 3.5 Stunden Schwierigkeitsgrad sehr leicht. 310 Höhenmeter

Hotel Hermitage Luzern-Beckenried per Bus der VBL, Zentralbahn und Postauto.

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Nachtrag: 3.11.17

Währenddem ich mich mit einer Facebookgruppe „Schweizer Schreibfrauen“ treffe, wandert mein Mann nochmals alleine bis zum Picknickbänkli. Und tatsächlich: was liegt unberührt am Boden und wartet auf ihn? Sein Brillenetui samt Brille. Nicht zerbrochen. Eine Gebetserhörung.