Auf dem Eremitenweg Richtung Ruhe und Freiheit

Eine neue Postauto-Verbindung werde es geben, lasen wir. Durchgehend sei sie ab dem 16. Juni und folglich als Rundreise möglich ab Sarnen – Langis – Gfellen – Entlebuch – Luzern – Sarnen oder umgekehrt. Bisher endete die Linie entweder im Langis oder von Entlebuch her in Gfellen. Da wollten wir doch am Eröffnungstag dabei sein!

Das Postauto trug uns hoch bis zum Langis und gewährte uns tolle Blicke auf den Sarnersee. Sarnersee (1 von 1).jpg

In Langis fuhr schon bald das schön geschmückte Postauto der neuen Verbindung vor. Wir wurden zur Feier des Tages mit einem grosszügigen Präsent mit Produkten der Unesco Biosphäre Entlebuch überrascht. Gefüllt unter anderem, nicht etwa mit einem Käse-Müsterli, sondern mit einem ganzen Käse pro Säckli. Um keine falschen Erwartungen zu schüren: das war ein einmaliges Geschenk von PostAuto Region Zentralschweiz, an alle Fahrgäste, welche am ersten Tag diese Linie befuhren.

Wir wollten an diesem Tag nicht bloss „faul“ PostAuto fahren 😉 , sondern auch noch wandern und entschieden uns für den Eremitenweg. Ein Rundweg in Gfellen, den man in etwa 1.25 Std. reiner Wanderzeit schaffen kann.

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Bild von Tobias

Der abwechslungsreiche, kinderwagentaugliche (nur mit Offroadkinderwagen) Weg führt über Wald-, Alp- und Kieswege zu einer Eremitensiedlung aus dem 15. Jahrhundert. Auf der Wanderung begegnet man immer wieder Steinmännchen und Infotafeln zur Geschichte, Kultur und Natur der Gegend.

Der Weg verspricht, in die Ruhe und Freiheit zu führen. Sich loszulösen von Alltagssorgen und Frieden, Ruhe, Freiheit zu finden, kann der Weg dem Wanderer wohl nicht abnehmen, sondern ist eine Einladung und Aufforderung. Wir selber wurden fündig. 😉

Nach der Picknickstelle (mit Grillmöglichkeit), wanderten wir den kurzen Weg zum Wasserfall hoch. Wasserfall (1 von 1)Zurück bei der Picknickstelle, studierten wir nichts, sondern wanderten frisch-fröhlich über die Brücke.

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Und noch weiter bis zur nächsten Brücke, „Entlen“ genannt.

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Von Tobias

Wie selbstverständlich folgten wir dem Weg über die Brücke. An der Strasse angekommen wunderten wir uns: wo sind die Steinmanndli? Etwas stimmt doch hier nicht? Glücklicherweise hatten wir den Plan fotografiert und merkten, dass wir nach dem Picknickplatz dem Weg ein Stück weit hätten zurückfolgen müssen, statt einfach weiter zu wandern. Also machten wir rechtsumkehrt. 😉

Es lohnte sich, denn der Wald- und Wiesenweg war bestimmt schöner, als einfach der Strasse zu folgen.

Zurück bei der Postautohaltestelle Gfellen, reichte es grad noch für ein Kaffee im Restaurant, bevor wir ins Postauto Richtung Entlebuch stiegen. Im Postauto schenkte uns eine Frau Alpenrosen. Diese sind zwar nicht schweizweit geschützt, aber in Luzern und Obwalden schon. Sie hätte sie also auf dem Glaubenbergpass nicht pflücken dürfen. Dennoch erfreuen wir uns nun an ihrem Anblick in unserer Stube. Aber selber hätten wir sie nie zu pflücken gewagt und ich schämte mich auf der Heimreise etwas, solche Blumen bei uns zu haben.

Der Zug brachte uns via Entlebuch und Luzern an unseren Ausgangspunkt Sarnen zurück. Welche wunderschöne Rundtour mit vielen bleibenden Impressionen!

 

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Frühlingshaft warme Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli, 24. März 18

Die milden Frühlingstemperaturen verbinden wir am Samstag, 24. März 18 mit einer Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli (oberhalb von Dallenwil, Nidwalden).

Der Aufstieg in Richtung Wirzwelihorn (1’471 Meter über Meer) ab der Bergstation Wirzweli ist zwar schweisstreibend, lohnt sich aber.

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Denn die Aussicht auf die Zentralschweizeralpen und runter auf Wirzweli, Wiesenberg, Dallenwil, Ennetbürgen, Buochs und ins Engelbergertal, ist wunderschön.

 

Was sind das für Tierspuren? Der Osterhase?

DSC_0009_2.jpgDer Blick durch die „gespaltene Fluh“ ist genauso originell, wie ein paar Strassenbeschilderungen und der immer noch tief verschneite Robidogbehälter:

 

Nachdem wir den höchsten Punkt, die Gummenalp (1’579 Meter über Meer) erreicht haben, gehts noch fast ebenaus zur kleinen 6-Personen-Luftseilbahn.

 

Leider haben alle Beizen auf unserer Tour geschlossen, denn es ist im Grunde genommen Saisonende. Wir vernehmen, dass die Wirte des Gasthaus Gummenalp auf den Malediven in den Ferien weilen. Es sei ihnen gegönnt. Mittels Gegensprechanlage rufen wir Bähnliführer herbei, der im benachbarten Haus wohnt und fahren mit der Bahn runter zum Eggwald. Wir wählen den kurzen Eulenpfad, um nach ca. 2.5 Stunden unseren Ausgangspunkt, die Bergstation der Wirzwelibahn zu erreichen.

 

Der Trail „Panoramawelt“, den wir wählten, ist zu jeder Jahreszeit eine schöne, 3 Kilometer lange Wanderroute.

Im Sommer ist der Spielplatz mit der Rodelbahn und der neu errichtete Themenwanderweg für Familien sowieso ein lohnendes Ausflugsziel.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert, ich bekam keine Werbegelder.

Engel Niki weist den Weg. Foxtrail HB Zürich

Die Bibel kennt die Engel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Und der Hauptbahnhof Zürich den Engel Niki.

(Nicht zu verwechseln mit dem biblischen Kinderangebot, das wir vor Jahren in Nidwalden anboten, ebenfalls NIKI genannt, was NIdwaldner KInder hiess.) 😉

Der Foxtrail im HB Zürich ist der erste Indoor-Trail. Es ist der achte in Zürich und der 25. Trail in der Schweiz. Der Engel Niki, riesengross in der Bahnhofshalle die täglich 500’000 Passagiere beobachtend, gab uns zu Beginn der Foxtrailjagd den ersten Hinweis, wo wir den Fuchs finden können.

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Achtung, damit ihr ihm die Engelsbotschaft entlocken könnt, benötigt ihr einen eigenen Hausschlüssel. Dies steht nicht auf den Startunterlagen. Heutzutage gibt es andere Zutrittsmöglichkeiten zum Daheim. Vor unserem Umzug hatten wir ein Wohnungskärtchen, keinen Schlüssel mehr. Also nehmt unbedingt einen eigenen Schlüssel mit, sonst bekommt ihr bereits zu Beginn Schwierigkeiten! Und gleich ein zweiter Tipp: druckt die Startunterlagen zwingend farbig und mit vollen Farbpatronen aus. Unser Pink zeigte auf den Startunterlagen mehr ein Rot, was uns anfänglich verwirrte. Ebenfalls verwirrt war die Gruppe, welche vor uns startete. Wir beobachteten vor unserem Start, in welche Richtung sie davon zogen. Wir wählten die um 90 Grad andere Richtung und waren richtig. Hoffentlich hat die Gruppe vor uns jemals aus dem Hauptbahnhof herausgefunden. Naja – wenn man nicht weiterkommt, gibt es für diesen Trail die automatische SMS Hilfe oder wenn man dann immer noch Fragen hätte, steht die gewohnte Foxtrail Helpline zur Verfügung. Wir benötigten diese Hilfe nie, im Gegensatz zu anderen Foxtrails, welche wir bereits absolvierten und viel kniffliger waren. Für uns alte Foxtrail-Jäger hätte der Trail ruhig etwas herausfordernder sein können, selbst wenn wir einen Abfahrtsanzeiger von vorne bis hinten des Gleises suchten, bis wir ihn dort fanden, wo es die Beschreibung der Startunterlagen sehr gut beschrieb. Auch der „Riesen-Pilz“ vor dem „Bahn-Depot“ wollte sich zuerst trotz seiner Grösse vor unseren Augen verbergen. Wie waren wir doch blind! Wir drehten uns ein paarmal auf dem Zeichen am Boden, bis uns ein Passant fragte, ob wir was suchen würden. „Ja, einen Riesenpilz und einen Fuchs“, gaben wir schmunzelnd zur Antwort und erklärten Sinn und Zweck der Fuchsjagd. 😉

 

Sohnemann öffnete uns die Augen, so dass wir das Gesuchte erkannten. Er war sowieso eine sehr grosse Hilfe. Denn mein Mann und ich hätten nicht gewusst, dass man im Billettautomaten QR-Codes einlesen kann.

P1004136Und auch das Logo, auf das uns Alfred Escher hinwies, entdeckte Tobias. Wer weiss – ohne ihn wären wir wahrscheinlich länger als die eine Stunde unterwegs gewesen, welche wir schlussendlich benötigten. Dass es sich um Alfred Escher handelte, erfuhren wir aber  nicht vom Fuchs, sondern erst zuhause von Onkel Google….

 

Leider entwischte uns der Fuchs wieder einmal mehr. Er sprang in die Limmat!

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Nach der Jagd wollten wir die Fr. 5.–, welche in Form einer „SBB Geschenkkarte Bahnhof“, im Foxtrail-Startpreis pro Person inbegriffen ist, einlösen. Sie wäre in zahlreichen Bahnhofgeschäften und Restaurants gültig, hiess es. Doch in denjenigen 5 Restaurants und Shops, welche wir im Hauptbahnhof besuchten und etwas kauften, wurde sie überall leider abgelehnt. Hilfreich wäre, zusammen mit den Startunterlagen eine Liste der Geschäfte abzugeben, welche die Geschenkkarten akzeptieren. Klar kann man den Link aufrufen, aber dazu benötigt man Internet und wenn man an einer Kasse steht hat man die Zeit, sich durch die SBB Seiten zu klicken, nicht. Druckt am besten diese Liste zuhause bereits aus. 

Fazit: der Foxtrail HB Zürich besticht mit originellen Installationen und ist eine gute Schlechtwetteraktivität. Für erfahrene Fuchsjäger leider etwas zu kurz und zu einfach. Aber der Spassfaktor war dennoch sehr hoch. 🙂 Aufgrund der Länge und des Schwierigkeitsgrades, empfehle  ich den  Trail vor allem für Menschen allen Alters, welche eine kurze Unterhaltung in Zürich suchen und auch für Neulinge, welche noch nie einen Foxtrail absolviert haben.

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Preise: Erwachsene: CHF 31.-, Kinder: CHF 16.-, Familien: CHF 79.-. Gruppen (Ab 19 Personen): Offerte auf Anfrage.

Anmerkung: Ich erhielt als Bloggerin die Karten geschenkt, aber ohne Auflage, extra wohlwollend zu schreiben. So verfasste ich diesen Bericht wie gewohnt unabhängig.

 

 

Winteraktivitäten in Nidwalden

Hinweis: dieser Blogbeitrag erschien in leicht angepasster Form, als redaktioneller Artikel in der Winterbeilage des Nidwaldner Blitz vom 22.11.17 Ich bin dort als Freelancerin tätig. Der Beitrag wurde nicht von den erwähnten Unternehmen gesponsert.

„S hät Schnee, juhee, und s git nomeh, s’isch alles wiis veruss! Ich legg mi aa zum Usägah und bliib dä ganz Tag duss!“ Andrew Bond besingt, wie herrlich es ist, sich in der klaren Winterluft und im frischgefallenen Schnee zu bewegen.

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In der vom Schnee überzuckerten Welt die Schneeschuhe montieren und frische Spuren im pulvrigen Weiss zu hinterlassen, was gibt es Wundervolleres? Wo kann man aber im Kanton Nidwalden schneeschuhwandern? Oder wo winterwandern, wenn man keine speziellen Schuhe anziehen möchte? Eine längere Plausch-Schlittenfahrt – wo ist dies in der Region möglich?

Über dem Nebelmeer auf der Klewenalp-Stockhütte

Der Hausberg Beckenrieds liegt deutlich über der Nebelgrenze. Spaziergänger können auf gepfadeten Winterwanderwegen unterwegs sein. Ein schöner Weg ist derjenige rund um den Klewenstock. Dauer dieser Rundwanderung: 1 Stunde. Ein Trail für Menschen, welche sich lieber auf Schneeschuhen durch den Schnee bewegen, startet bei der der Schneebar. Folgen Sie dem markierten Schneeschuhwanderweg in Richtung Twäregg. Dort angekommen, entscheiden sie, ob Sie zurück zur Klewenalp oder noch weiter zur Stockhütte hinunter wandern und von da mit der Gondelbahn und dem Postauto an den Ausgangspunkt fahren möchten.  Die reine Wanderzeit für die Route Klewenalp-Stockhütte beträgt ungefähr 1.5 Stunden. Möchten Sie sich auf Stockhütte nicht von der Gondel nach Emmetten bringen lassen, können Sie in einer weiteren Stunde hinunter wandern. (520 Meter Höhendifferenz) Wer keine Schneeschuhe mitbringt, kann diese bei der Arena Station in der Bergstation für CH 65.—mieten. (Preise Winter 2016). Der längste Schlittelweg der Region Luzern-Vierwaldstättersee mit 9 km führt von der Klewenalp über die Stockhütte bis nach Emmetten hinunter. Die Klewenalp bietet geführte Schneeschuhwanderungen, Mondscheintouren und Nachtschlitteln an.

Die Ruhe der Natur in Niederrickenbach

Im bevölkerungsmässig kleinsten Teil der politischen Gemeinde Oberdorf, auf 1200 Metern Höhe, liegt Niederrickenbach. Im Volksmund Maria-Rickenbach genannt. Die Luftseilbahn LDN ab Dallenwil eröffnet den Gästen bereits auf der Bergfahrt ein wunderschönes Panorama. Sowohl präparierte Winterwanderwege, wie gut markierte Schneeschuhtrails, entführen die Besucher in eine ruhige Schneelandschaft abseits des Rummels. Alle Touren sind lawinensicher ausgesteckt. Nach der Bewegung an der frischen Luft, wärmt ein Fondue im „Pilgerhaus“ Leib und Seele. Es werden geführte Touren angeboten. Informationen über das Telefon der LDN-Talstation 041 628 17 35, wo auch Schneeschuhe und Stöcke vermietet werden.

Geheimtipp für Vogelfreunde auf dem Wirzweli

Dallenwil ist nicht nur Ausgangspunkt für die Fahrt auf Niederrickenbach, sondern auf der anderen Talseite geht’s hinauf zum Wirzweli. Ein Gratis Shuttle Bus fährt die Wirzweligäste gegen telefonische Voranmeldung, vom Bahnhof Dallenwil direkt zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil – Wirzweli. Für Anreisende per Auto stehen rund 300 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Eine der möglichen 30 km Winterwanderwege, ist diese: Wirzweli – Gummenbahn (15min) – Alp Langboden (45min) – Dürrenboden (15min) – Vorderegg – Ronenhütte (30min) – Gummenalp Bergstation (20min), Talfahrt mit Seilbahn – Talstation – Wirzweli Bergstation. Es gibt einen 5 km langen, kombinierten Schlittel-Wanderweg. Schlitten können im Restaurant Waldegg auf Wirzweli gemietet werden. Direkt bei der Bergstation der Wirzwelibahn befindet sich der Bergladen mit Vermietcenter und Schneesportschulbüro. Schneeschuhe und Stöcke können hier gemietet werden. Der Eulenpfad mit lebenden Eulen und Uhus, ist ein kleiner Geheimtipp für Vogelfreunde.

Nach der Winterwanderung gibt’s ein Fondue auf dem Niederbauen

Auch hier kann man an der Talstation Schneeschuhe mieten und sich über geführte Touren mit anschliessenden Fondue-Essen informieren. Eine 8-Kabinenbahn führt Sie ab Emmetten auf 1575 Meter Höhe. Ausgangspunkt von verschiedenen Schneeschuhrouten, ist das Restaurant Niederbauen, welches sich direkt an der Bergstation befindet.

Wandertouren in einer Märchenlandschaft auf der Bannalp

Die Bannalp befindet sich auf 1600 Meter über Meer oberhalb von Wolfenschiessen, im Engelbergertal. Sie ist mit einer Luftseilbahn ab Oberrickenbach erschlossen. Die Bergstation Chrüzhütte ist der Startpunkt von Schneeschuhtouren und Winterwanderwegen in einer verträumten Bergwelt.

Auf dem ob- oder nidwaldnerischen Trübsee?

Wussten Sie, dass der Trübsee nicht zu Ob-, sondern zu Nidwalden gehört? Die Titlis-Bahn startet im obwaldnerischen Engelberg. Trübsee, Gerschnialp oder Engelberg bieten ein Winterwandernetz von 50 Kilometern und eine Schlittelstrecke ab Gerschnialp. Wie wäre es, am Ende eines Wintersporttags im Iglu zu übernachten? Ein Expeditionsschlafsack, welcher für Temperaturen von bis zu minus 40 Grad hergestellt wurde, liegt auf einem flauschig weichen Bett aus Schaffellen bereit.

Für alle Trails gilt: bitte betreten Sie die Wildruhezonen nicht.

Geheimtipp 

Schneeschuhtrails, Winterwanderwege und Schlittelplauschabfahrten sind ideale Möglichkeiten, sich als ganze Familie in glitzernden, pulvrigen Berg-Schneelandschaften Nidwaldens zu vergnügen. Eine ganz andere Möglichkeit, sich im Winter aktiv zu bewegen, bietet die Kanuwelt Buochs an. Denn auch in der kalten Jahreszeit kann man durchaus Kanufahren. Die Landschaft ist ruhiger und idyllischer, als im Sommer. In dieser Ruhe, warm eingepackt über den See zu gleiten, entführt in eine andere Welt. Sogar ein Fondue-Plausch in der Gruppe ist buchbar. Oder wie wäre es mit einem Eskimorollentraining im Hallenbad?

 

 

Beachten Sie die Revisionen der Bergbahnen:

Klewenalpbahnen, Wirzweli und Bannalp bis 1. Dezember

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Warum wir nicht nur armen Menschen in der Schweiz helfen…

„Soso, Menschen in Osteuropa helft ihr? Als ob wir in der Schweiz nicht auch Arme hätten. Ihr würdet lieber der eigenen Bevölkerung helfen. Dort in Osteuropa wohnen doch diese Roma, welche sich in Einbrecher-, oder Bettelbanden organisieren und auch bei uns aktiv sind.“

Seit Jahren hilft unsere ganze Familie tatkräftig mit bei der Aktion Weihnachtspäckli. Bedürftige Menschen in Ost- und Südosteuropa erhalten Weihnachtspakete, organisiert von vier Schweizer Hilfsorganisationen. Unsere Kinder haben von klein auf gelernt, ihr Taschengeld zu teilen mit anderen Kindern auf der Welt.

Mehrere hundert Pakete für Osteuropa

Heute haben wir zusammen mit vielen anderen Menschen, 315 Pakete eingepackt. 250 davon sind für Kinder bestimmt. Eine Sammelaktion läuft so ab, dass wir die Leute ansprechen, bevor sie einkaufen gehen und ihnen sagen, was wir für den Inhalt eines Pakets für Erwachsene und für ein Kinderpaket benötigen. Bildschirmfoto 2017-11-18 um 17.39.34

Sie gehen im Coop Buochs einkaufen und geben uns ab, was sie spenden möchten. Es muss nicht eine ganze Liste sein, sondern jede einzelne Tafel Schokolade ist willkommen. Der Coop Buochs stellt uns seit Jahren den Aussen-Eingangsbereich zur Verfügung und dieses Jahr hat er sogar ausgemusterte Kinder-Burdihemden und Socken gesponsert.

Solche und andere Reaktionen

Die meisten Leute reagieren freundlich und hilfsbereit auf uns. Wir drängen uns nicht auf und versuchen, nur Passanten anzusprechen, welche den Augenkontakt mit uns suchen und fragend schauen, was wir da wohl machen. Wir erhalten Rückmeldungen wie: „Da helfe ich doch gerne – super, dass ihr sowas macht, viel Spass und Erfolg.“ Und das erste Mal, haben wir dieses Jahr sogar erlebt, dass uns Menschen beschenkten. Ein Mann brachte Schoggis und sagte, zwei davon seien für uns Helfer. Und eine Frau versorgte uns Helfer mit einem Sack Mandarinen.

Es gibt aber auch negative Reaktionen. Und das sind Jahr für Jahr dieselben Aussagen, welche meist ganz hässig und verbittert ausgesprochen werden:
„Soso, Menschen in Osteuropa helft ihr? Als ob wir in der Schweiz nicht auch Arme hätten. Ihr würdet lieber der eigenen Bevölkerung helfen. Dort in Osteuropa wohnen doch diese Roma, welche sich in Einbrecher-, oder Bettelbanden organisieren und auch bei uns aktiv sind.“ Ich habe es noch nie geschafft, mit einem Menschen, der solches sagte, das Ganze auszudiskutieren, denn sie schmeissen einem dies an den Kopf und ziehen ihres Weges. Nicht bereit zur Diskussion. Dabei möchte ich ihnen so gerne offerieren, dass sie sich bedienen dürften von unseren Päckli, falls sie selber wirklich zu wenig Mehl, Zucker, Teigwaren oder Seife hätten. Oder sie dürften sogar Kinderpäckli mitnehmen, wenn sie von Kindern wüssten, welche begeistert wären, an Weihnachten Zahnpasta, ein Zahnbürstli, Duschmittel, eine selbstgestrickte Mütze, Socken, Farbstiften und einen Zeichnungsblock zu erhalten – zusammen mit einem kleinen Spiel (vielleicht einem Memory oder Puzzle) und ein Plüschtierli. (Siehe oben – Inhalt der Päckli.) Ich hatte tatsächlich einmal die Gelegenheit, dies einem „Reklamierer“ zu offerieren. Er hat das Angebot abgelehnt.

Ich würde solche Menschen fragen, ob sie sich selber bei 2x Weihnachten aktiv beteiligen würden oder wo sie sich denn karitativ engagieren würden, statt nur zu klagen, dass wir etwas tun. Man könnte zum Beispiel auch die Winterhilfe Schweiz unterstützen. Machen das diejenige, welche unsere Aktion nicht gut finden, dafür dann?

Wenn wir die Menschen in Osteuropa mit Kleidern und Grundnahrungsmitteln versorgen, verhindern wir, dass sie zu uns fliehen müssen und bei uns in der Kriminalität landen. Hilfe zum Überleben vor Ort ist sicher am besten. Es geht ja nicht darum, ihnen Luxusgeschenke zu machen. Sondern die Pakete versorgen Menschen, welche unter dem Existenzminimum leben, oder Waisenkindern, mit Grundnahrungsmitteln und sie schenken hoffentlich mit einer Tafel Schokolade und Biskuits, sowie Geschenken wie einer Kerze, etwas Licht und ein Lächeln. Wir schenken die Pakete Menschen, für die eine Seife bereits Luxus ist und Kindern, die keine Farbstifte haben und kein Zeichnungspapier. Ich behaupte, solche Produkte haben in der Schweiz selbst die ärmsten Menschen.

Die Pakete kommen wirklich an.

Sie versanden nicht bei Regierungsstellen oder dem Zoll. Die Hauptorganisatoren unserer Sammelstelle Buochs, haben den Hilfskonvoi letztes Jahr begleitet und kamen mit vielen berührenden Erlebnisberichten zurück.

Eindrucksvoll sind Filmberichte über die Verteilaktion. Oder Einzelgeschichten… Sie schenken Motivation und ich freue mich, wenn auch das Päckli ankommt, in das heute ein schüchternes Kind einen Zeichnungsblock, Guetzli, eine Tafel Schoggi und Farbstifte gelegt hat. Oder ich denke an den einen langhaarigen, etwas „ausgeflippten“ Herrn, der fand, das sei eine tolle Sache, was wir denn aktuell grad benötigen würden. Ich entgegnete: „Süssigkeiten sind ausgegangen.“ Freudestrahlend kam er vom Einkauf zurück, drückte mir ein paar Päckli Haribobärchen und einige Samichlaussäckli in die Hand. „Welches Kind erhält dies?“, fragte er mich, als er sah, dass ich ein Samichlaussäckli und ein Päckli Gummibärchen sofort in eine Kartonschachtel legte. „Eines, das ohne Sie kein einziges Weihnachtspäckli erhalten würde und dessen Augen ganz fest strahlen werden“, entgegnete ich ihm, selber emotional aufgewühlt.

Es gibt bestimmt auch in deiner Nähe eine Sammelstelle. Hilfst du mit, Hoffnung zu bringen und ein Zeichen der Solidarität über die Grenzen hinaus zu setzen?

Nächstenliebe zu üben, beginnt in der eigenen Familie, der Nachbarschaft, bei Arbeitskollegen, bedürftigen Menschen in der Schweiz – aber sie hört nicht an der Schweizergrenze auf.

 

 

Sich einmal fühlen wie ein VIP (Very Important Person) im Spa Hotel Villa Honegg

Vorbemerkung: dieser Blogbeitrag wurde weder vom Hotel Villa Honegg noch von einem anderen Werbepartner  gesponsert.

Der Blick, wenn wir zuhause am Esstisch sitzen, geht jeden Tag in Richtung Rigi, Bürgenstock und Vierwaldstättersee. Wir wandern oft in unserer wunderschönen Zentralschweiz – im Herzen der Schweiz, wie es ein neues Video des Kanton Nidwaldens treffend beschreibt.

Ich erinnere mich, wie wir am 8. Dezember 2016 nach einer Wanderung auf dem Bürgenstock oberhalb des Hotel Villa Honegg auf den Pool hinunterblickten und zueinander sagten: „Nun ja – wir können die atemberaubende Aussicht ja genauso geniessen, ob wir uns nun im oder ausserhalb des Pools befinden.“

Heute gebe ich zu: es schwang nebst Bedauern auch Neid mit in dieser Aussage. Denn wir würden uns den stolzen Eintrittspreis in den Spa-Bereich dieses 5-Sternehotels nie leisten können oder wollen.

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Wie schön, wenn liebe Mitmenschen sowas aus unseren Bemerkungen heraushören und daran denken, wenn sie überlegen, was sie einen zum Geburtstag oder auf Weihnachten schenken könnten. Und so erhielt mein Mann zu seinem  55. Geburtstag im April 2017 von seinen zwei erwachsenen Töchtern einen Gutschein für eben diesen Wellnessbereich. Glücklicherweise liessen sie ihn für zwei Personen ausstellen. 😀

Am 11.11.17 auf 11.11 Uhr reservierten wir unsere besondere Auszeit. 

Bereits am Empfang fühlen wir uns „königlich“. Man merkt, dass diese Jugendstil-Villa ein 5-Sterne Superior Hotel ist. Persönlich werden wir zu den Umkleidekabinen geleitet. Ein Kästchen für unsere Kleider sei vorbereitet worden, informierte man uns und es enthalte Badetücher und je einen Bademantel. Pflegeprodukte würden in der Duschkabine bereit liegen. Wir wären froh gewesen, hätten wir gewusst, dass wir keine eigenen Frottéetücher und Bademäntel mitzubringen brauchten. Denn wir reisten mit auffällig dicken IKEA Taschen an. 😛

Als Erstes wollen wir natürlich sofort im berühmten Edge-Pool „sprudelen und bädelen“. Berühmt, ja „viral“ ging er im Internet, als der Reiseblogger Loucos Por Viagem sein Erlebnis davon weltweit teilte. Die Webseite des Hotels ging damals zeitweise down. Von einer „Treppe zum Himmel“ war in den Kommentaren die Rede und Vergleiche mit der Narniawelt wurden angestellt . Deswegen hat sich Hotel zwischenzeitlich ein ausgeklügeltes System entwickelt, um Gästen weiterhin Ruhe im Spabereich zu gewähren. „Es hängt davon ab, wieviele Hotelgäste wir aktuell beherbergen und die Wetterlage spielt eine Rolle“, meint Frau Von Holzen, als ich sie frage, wieviele Gäste sie zeitgleich ins Spa einlasse. Während unseres 4-stündigen Besuchs, befanden wir uns mit 3 anderen Paaren zusammen im gesamten Bereich. Dies war eine sehr angenehme Anzahl an Personen. Wir verteilten uns im Aussen-, im kühleren Innenpool, in der Sauna und dem Dampfbad. Es standen grad 8 Liegen zur Verfügung. Weil sich nicht immer die genau gleichen 8 Personen im Bad befanden, kam es vor, dass Liegen noch mit Tüchern der Vorgängern besetzt waren. Doch es ging nie lange und sie wurden von Mitarbeitenden entfernt und neue Tücher wurden schön drapiert bereitgelegt. Diese Mitarbeiter waren auch fleissig beim Boden aufwischen und Kontrollieren, ob noch genügend Früchte, Knäckebrot, Tee, Bouillon und Mineralflaschen bereit liegen. Wir schätzten diese Gratisangebote. Wenn es wärmer gewesen wäre, hätten wir uns im Aussenbereich auf Liegen bequem machen können. Während unseres Besuches war das Wetter diesig, manchmal tröpfelte es sogar leicht.

Das Erlebnis, sich in diesem Aussenpool aufzuhalten, sich von Boden-, Wänden-, und Liegesprudeln massieren zu lassen mit der traumhaften Aussicht, war dann wirklich traumhaftes. Selbst für uns, welche die Aussicht ja kennen. Aber wir sind noch nicht abgestumpft und geniessen es, hier wohnen zu dürfen.

Ich habe mir überlegt, dass von einem Baden in diesem wunderschönen Aussenpool nur bei einem Schneesturm, Gewitter und dickstem Nebel abzuraten ist. Das Wetter muss nicht zwingend strahlendblau sein – auch wir genossen unseren 4-stündigen Aufenthalt rundum. Wir fühlten uns verwöhnt wie VIP’s und mussten uns zugestehen, dass der Preis unter den Umständen, dass man die Ruhe in diesem aussergewöhnlichen Pool mit der phänomenalen Aussicht wirklich geniessen kann, gerechtfertigt ist. Wir können einen Besuch dort wärmstens empfehlen. Buchungen bis Ende Jahr sind leider nicht mehr möglich, wie man der Webseite des Hotels entnehmen kann, aber fürs 2018 kann man bereits jetzt einen Termin reservieren.

 

Wanderung Biel Kinzig – Urigen

Jeden Herbst wandern wir auf der Schächentalerhöhenweg-Seite, denn sie ist sonnenbeschienen und die farbigen Laubbäume geben einen wunderschön lieblichen Kontrast zur gegenüberliegenden, felsigen und schattigen Seite. Hier Facebookfotos einer Wanderung 2011 mit einem abenteuerlichen Bähnchen.

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Das Auto lassen wir an der Talstation der Ruogigbahn stehen, nehmen aber die Biel Kinzig, nicht die Ruogigbahn. Im Bähnchen begrüsst uns Poesie meiner lieben Freundin Blanca Imboden.

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Meist entscheiden wir uns für eine Teilstrecke auf dem Schächentalerhöhenweg selbst. Aber die Auswahl an Wanderungen ist gross, was dieser Wanderweg, der uns ein Schmunzeln entlockte, bezeugt:

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Wir wählen den Orchideenweg, den wir noch nie begingen, hier nicht mal auf den vielen Wanderwegzeichen ersichtlich. Der erste Wanderweg, welcher rechts nach der Bergstation Biel Kinzig abzweigt, ist der Orchideenweg. Diese seltenen Wildpflanzen sehen wir leider nicht mehr blühend, denn dafür ist es von der Jahreszeit her zu spät. Der Weg führt zuerst durch einen Wald und immer wieder herzigen Bächlein entlang.

Wir staunen über die Holzkanäle, welche vermutlich viele  Arbeitsstunden für den Unterhalt benötigen. Manchmal ist der Pfad sehr schmal und ich staune ein zweites Mal: nämlich über meinen Mut. 😉

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Wir machen nicht die Rundwanderung, welche mit „Gangbachweg“ ausgeschildert ist, sondern wandern immer weiter, Richtung Urigen.

So schön, werden sie hier noch Tristen. gebaut!

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Immer wieder erhascht man einen Ausblick ins Tal.

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Vorbei geht der Weg an schönen, alten Holzhäusern und einem Bauernbetrieb mit Direktvertrieb von Sirup, Käse, Fleisch und anderen Köstlichkeiten. Und immer wieder Bächlein, Kühe, saftige Alpweiden. Ideal, um die Seele baumeln zu lassen.

Wir sind gespannt darauf, wie die Baumgruppe in Urigen aussieht, welche ich jedes Jahr fotografiere. Sie stehen nicht mehr in so üppigem Laub, wie sonst, aber es ist dennoch eine Freude, sie zu sehen und ich wünsche ihnen ein langes Leben. 😉

Die reine Wanderzeit Biel Kinzig bis Urigen beträgt 2.5 Stunden. Die kleinen Höhenunterschiede sind nicht der Rede wert und abgesehen vom schmalen Weg am Anfang im Wald und über die etwas abschüssige Bergmatte, ist diese Wanderroute als einfach einzustufen. Auch ich mit meiner Höhenangst schaffte es gut. 😉

Wir haben Glück: das Posthotel/Restaurant in Urigen hat grad noch heute offen. Die Winterschliessung erfolgt wetterbedingt jedes Jahr ein paar Tage früher oder später.

Nach einer Stärkung im Restaurant fahren wir per Postauto an den Ausgangspunkt zu unserem parkierten Auto zurück. Der Postautochauffeur gibt uns historische Einblicke in einen Marchstreit zur Ruosalp. Achtung, dieser Postautokurs fährt nur viermal pro Tag! Seltsam, dass er unterwegs eine Pause von 20 Minuten einlegt.

Obwohl das Wetter sich nicht von seiner strahlendsten, wolkenlosen Seite zeigte, haben wir die Wanderung im Urnerland einmal mehr genossen.