Öbere Gotthard flüged d’Bräme

Lästige Brämis (Schweizerdeutsch für Bremsen – Insekten) waren wir wohl für die insgesamt 5 SBB MitarbeiterInnen, welche wir um Auskunft für unseren Ausflug über den Gotthard baten. Wir wollten bewusst die alte Bahnstrecke befahren mit den Kehrtunnels und dem „Chileli vo Wasse“ und erst auf der Heimreise die Strecke durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt wählen. Denn wir planten einen gemütlichen „Mädelstag“, meine Schwester, älteste Tochter und ich. Der Weg sollte das Ziel sein. Doch bei den SBB Angestellten stiessen wir auf Unverständnis. Heute will doch jeder möglichst schnell von A nach B kommen, damit man am Zielort zackig beginnen kann, sich zu erholen.

Vor unserer Erholung stresste uns die online Fahrplanauskunft, denn die Strecke über den Gotthard ist gut versteckt. Der Fahrplan gibt ausschliesslich die schnellste Verbindung an, ausser man wählt ein „Via“, aber man muss wissen, welches. Bei unserer Verbindung, so beriet mich ein Twitter-User, musste es nicht Erstfeld sein, wie von mir vermutet, sondern Airolo.

Und weiter stressten uns die obgenannten 5 SBB Mitarbeiter:

Meine Schwester erhielt von einem Mitarbeiter am SBB-Schalter in Basel diese Fahrplanauskunft:

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Unverständlich, wie man die Auskunft geben kann, dass eine Warterei von einer Dreiviertelstunde in Arth-Goldau und eine von 1.5 Stunden in Erstfeld nötig sein sollte. (Mitarbeiter Nummer 1 mit mangelhafter Auskunft.) Rechts im Bild zwei Notizen: die eine mit blauem Kugelschreiber verfasst von einer Mitarbeiterin am Infoschalter in Luzern, die ich befragte, wann der Zug meiner Schwester in Luzern ankommen würde. Sie benötigte für diese Auskunft einige lange Minuten, nicht ohne ihr Unverständnis auszudrücken, warum man auf die Idee komme, nicht den schnellsten bequemsten Weg zu wählen. Auf die seltsame Fahrplanauskunft ihres Kollegen in Basel, wies sie mich nicht hin, obwohl ich ihr ja den Zettel vorlegte. (Mitarbeiterin Nummer 2). Erst zuhause prüfte ich diese Verbindung und suchte mir mühsam online die Verbindung, welche ich rechts handschriftlich festhielt. Mit dieser Verbindung war es meiner Tochter und mir möglich, eine Stunde später los zu fahren, als bei der Auskunft, welche meine Schwester erhalten hatte – um es auf denselben Zug über den Gotthard zu schaffen. Und mit viel besseren Anschlusszeiten.

Unterdessen wurde unsere Tochter an einem Schalter in Luzern miserabel beraten. Sie hatte eine Gutschrift erhalten, als Geschenk meiner Schwester und wollte diese einlösen, was ihr online nicht gelang. Die Mitarbeiterin (Nummer 3) gab es auf, ihr den Fahrpreis für die gewünschte Strecke (Hinweg über den Gotthard, retour unten durch) auszurechnen. Nach einigen langen Minuten gab sie die Auskunft, das sei ihr zu mühsam und verkaufte meiner Tochter die Tageskarte zum Halbtax. Den Gutschein konnte sie dabei nicht anrechnen. Zuhause entdeckte meine Tochter, dass sie eine Spartageskarte hätte online kaufen können. Rund 20 Franken hätte sie dabei gespart. Wie ärgerlich.

Am Reisetag, dem 4. November 18, war meine Schwester etwa 20 Minuten vor uns in Luzern und bemerkte eine rote Anzeige, dass auf der Strecke zwischen Arth Goldau und Erstfeld mit Bahneinschränkungen und Zugsausfällen zu rechnen sei. Sie dachte, sie hätte vor unserer Ankunft grad noch Zeit, am Infoschalter zu fragen, ob das Auswirkungen auf unsere geplante Reise über den Gotthard haben wird. Und nun folgt die schlimmste Erfahrung mit Mitarbeiterin Nummer 4. Diese gab meiner Schwester die Auskunft, über die alte Gotthard-Bahnstrecke würden nur im Sommer Züge fahren, jetzt sei die Strecke „zu“. Meine Schwester wollte dies nicht glauben, die Angestellte aber wollte sie zurückdrängen, denn es würden noch andere Leute anstehen, denen sie nun gern helfen würde. Meine Schwester meinte, sie hätte ihre Auskunft noch nicht erhalten. Sie möchte wissen, ob die rote Anzeige eine Auswirkung auf unsere Fahrstrecke habe oder nicht. Daraufhin erhielt sie – unwillig gegeben – sagenhafte Auskunft – datiert mit dem 14. September 18 – gegeben am 4. November für den 4. November:

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Warum ein Umsteigen in Arth-Goldau, um dort rund 20 Minuten Wartezeit auf sich nehmen zu müssen? Wir fuhren bis Brunnen und hatten dort eine Umsteigzeit von rund 10 Minuten, was viel praktischer war.

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IMG_20181105_114352.jpgWarum wird ein Umsteigen in Airolo vorgeschlagen? Wie meine handschriftliche Notiz im ersten Foto zeigt, war dies unnötig. Eine rundum inkompetente Beratung von Mitarbeiterin Nummer 4. Dazu unfreundlich und ob die rot angekündigten Bahneinschränkungen auf unsere Reise einen Einfluss haben würden, wusste sie nicht.

Deshalb fragte ich per Twitter den RailService. Dieser gibt zuverlässig innert Minuten jeweils Auskünfte. Nur half mir diese im Moment nicht wirklich. Sie lautete, ich solle mich online schlau machen, dort stand aber nur dasselbe, wie in der roten Anzeige am Gleisende in Luzern. Bildschirmfoto 2018-11-05 um 14.12.47

Wir entschlossen uns, die Fahrt wie geplant Richtung Brunnen anzutreten, obwohl uns vorher 4 SBB Mitarbeiter davon abraten wollten. Die Zugbegleiterin, welche wir im Zug zur Bahnauskunft befragten, wusste nichts von einer solchen Meldung. Sie befragte ihren Onlinefahrplan – denselben, wie wir auch schon selber konsultiert hatten. Sie verstand zuerst auch nicht, dass wir bewusst „oben durch“ fahren wollten und gab uns eine Fahrplanauskunft mit dem besten Anschluss an den Schnellzug „unten durch“. (Mitarbeiterin Nummer 5) Auch sie gab uns zuerst die Auskunft, dass die alte Bahnstrecke über den Gotthard jetzt nicht mehr befahren würde. Ich entgegnete, warum wir dann online diesen Fahrplan erhalten hätten, datiert auf 4.11.18. Mit der Zeit kamen wir im Gespräch drauf, dass bloss die Panoramakompositionen nicht mehr fahren würden – die „gewöhnlichen“ Regionalzüge hingegen natürlich schon noch. Diese Mitarbeiterin Nummer 5 stellte sich schliesslich und endlich als sehr freundlich heraus und nachdem wir ihr die Odyssee unserer SBB Mitarbeiter-Erfahrungen erzählten, überraschte sie uns plötzlich mit 3 Gutscheinen à je Fr. 6.– Einlösbar bei Bahnverkaufsstellen, Verpflegungsstellen im Zug, Valora, Press&Book oder K-Kiosk.

Der Tag war gerettet und verlief von diesem Zeitpunkt an wie geplant.

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Die rote Warnung, dass wir evtl. einen Zugausfall erleben könnten, erwies sich als nichtig. Wir lachten über das dreimalige Erscheinen des Kirchleins von Wassen,

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plauderten, assen fein in Lugano, bummelten den Schaufenstern nach und sparten dabei einige tausend Franken, weil wir beim Bucherer & Co. nichts einkaufen konnten, denn es war Sonntag.

Beim Retourfahren via Tunnel „wie es sich für den normalen Fahrgast gehört“ 😉 ergoogelten wir uns die Fakten über dieses Bauwerk. Ende gut, alles gut. Nur dass Schalter der SBB mit inkompetenten, gestressten und unfreundlichen Mitarbeitern besetzt sind, stimmt trotz des gelungenen Ausflugs unzufrieden. Die Tatsache, dass der Fahrplan für diese Nostalgiestrecke versteckt ist und selbst SBB Mitarbeiter keine Ahnung davon haben, wie der Zug über diese Route verkehrt, ist traurig. Wenn das Angebot derart schwer auffindbar und unbekannt ist, wird natürlich auch eine Statistik der Fahrgäste negativ ausfallen und es wird heissen, eine Nachfrage sei nicht gegeben.

Wir erlebten an diesem Tag die volle Bandbreite des Konfuzius-Spruchs „Der Weg ist das Ziel“, den ich anfangs erwähnte. Auf dem Weg erlebten wir, dass wir durch hartnäckiges Nachfragen, Selbstbewusstsein (wir waren überzeugt davon, dass der Zug über diese Strecke fahren würde), Geduld und Freundlichkeit zum Ziel kamen, welches lautete: einen schönen, glücklichen „Mädelstag“ zu erleben. 😉


Die SBB haben mir heute, 8. November sehr kulant und freundlich per Mail geantwortet:

Ref. KUDI9723652
Ihre Rückmeldung an die SBB — Ihre Reise vom 4. November

Sehr geehrte Frau Aeppli

Besonders und im Kundendialog ist wichtig zu wissen, was unsere Kundinnen und Kunden bewegt. Vielen Dank für Ihre Nachricht und den Link zu Ihrem Blog.

Was Sie in Ihrem Beitrag schildern hören wir nicht gerne. Ganz offensichtlich haben Sie sich über das Verhalten meiner Kolleginnen und Kollegen vom Schalter in Basel und Luzern geärgert. Das bedaure ich. Die Ziele der SBB sind gute Kundenbeziehungen dank gutem Angebot und gutem Service. Wir wollen zufriedene Kundinnen und Kunden.

Deshalb legen wir grossen Wert auf einen freundlichen Umgang und die Professionalität unseres Personals. Ich habe die Vorgesetzten der involvierten Mitarbeitenden über Ihre Schilderungen informiert. Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir solche Rückmeldungen unserer Fahrgäste ernst nehmen und mit den Betroffenen besprechen.

Zum Reisepreis für Ihre Tochter: Unsere Spartageskarten sind über SBB.ch oder SBB Mobile erhältlich und müssen jeweils bis spätestens am Vortag der Reise gekauft werden. Ein Billett, das die Gotthardstrecke beinhaltet, ist sowohl über die Bergstrecke als auch für den Tunnel gültig. Für den Panoramazug in den Sommermonaten wird ein Zuschlag erhoben. Die Reisekosten ab Luzern nach Lugano betragen 61 Franken für Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse.

Gerne sende ich Ihnen für Ihre Tochter einen Promo-Code im Wert von 15 Franken, einlösbar bis 31.12.2020. Ihr Promo-Code lautet: XXXX. Lösen Sie den Promo-Code auf SBB.ch oder per SBB Mobile ein und profitieren Sie von Bahnleistungen Ihrer Wahl. Unter folgendem Link erfahren Sie, wie Sie den Promo-Code einlösen können: sbb.ch/promo-code.

Umso mehr freut mich zu lesen, dass Sie sich nicht haben entmutigen lassen und Ihren Mädelstag trotz dem missglückten Start geniessen konnten. Und ich danke Ihnen für die Würdigung Ihrer positiven Begegnung mit meiner Kollegin vom Zugpersonal.

Zu Ihrem Blogbeitrag möchte ich Ihnen ein grosses Kompliment aussprechen. Ihre Erlebnisse vom Mädelstag lesen sich ausgesprochen erfrischend. Obwohl unsere Mitarbeitenden unter dem Strich nicht gut dabei wegkommen — was mich insgeheim natürlich ärgert —  fühle ich mich ein wenig, als wäre ich selber dabei gewesen.

Ich hoffe, Sie können bei Ihrem nächsten Ausflug ein Loblied auf meine Kolleginnen und Kollegen singen und wünsche Ihnen und Ihren Mädels noch viele wunderbare Reisen mit uns.

Freundliche Grüsse

Jovana Lüthy
SBB Kundendialog
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SBB AG
Division Personenverkehr
Kundendialog
Postfach, 3000 Bern 65, Schweiz
Telefon 051 225 78 62
kundendialog@sbb.chsbb.ch
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Gemütliche Heimfahrt mit Spaziergang am Walensee

Leider sind unsere Ferien schon wieder passé. Wir kaufen für mich unterwegs neue Wander -Schuhe, -Stöcke und – Socken und legen am Walensee einen Spaziergang-Stopp ein.

Wir staunen auf der Strecke Weesen Bahnhof zur Linthmündung über den idyllischen Camping mit Strand, den wir passieren. Die Wassertemperatur wäre noch ungefähr 19 Grad, lesen wir – aber wir sehen keine Badenden. Dabei ist die Lufttemperatur immer noch schön sommerlich warm. Die Landschaft mit dem blauen See und dem herbstlich gefärbten Wald ist malerisch. Aber mich stört das Rauschen der nahen Autobahn und der Zuglinie. Warum wohl wurde die Autobahn nicht mit einem Flüsterbelag oder Lärmschutzwand versehen?

Im Gäsi-Beizli geniessen wir zwei Menüs und sind zurück beim Auto, nach einem etwa 1.5-stündigen Spaziergang gestärkt für die Weiterfahrt nach Hause.

Die geheimnisvolle Türe ins Dinosaurierland

Bisher bin ich in zwei Anthologien und zwei Ausgaben des Täxtzit vertreten und habe eine Kindergeschichte und meinen ersten Novemberschreiben-Roman in kleinen Auflagen drucken lassen, ohne Verlag. Mein Traum ist es, einmal ein eigens Buch in den Händen halten zu können. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob es sich um eine Kindergeschichten-Sammlung, um den Novemberschreiben-Roman „Die Liebe ist rot“ oder um ein „best of“ dieses Gmerkigs-Blog handeln soll.

Ich liebe es, Kindergeschichten zu schreiben und denke gern an die Zeit zurück, als ich zusammen mit ein paar anderen Schweizer Schreibfrauen für die Online-Redaktion des Schweizer Familie-Magazins Bettmümpfeli-Geschichten (Gute-Nacht-Geschichten) veröffentlichen durfte. Mittlerweile konnte ich diese Geschichten im Verlag des Nidwaldner Blitz veröffentlichen, für den ich als journalistische Freelancerin tätig bin. Als der Verlag signalisierte, dass er offen für neue Kindergeschichten von mir sei, hatte ich bereits eine im Kopf präsent, welche nur noch niedergeschrieben werden musste. 😉

Diese Geschichte formierte sich in meiner Fantasie, als ich zusammen mit meinem Mann dem Beckenrieder-Seeweg entlang Richtung Rütenen Beckenried wanderte. Dort befindet sich eine imposante Kletterwand, auf der vor ein paar Jahren Forscher Dinosaurierspuren entdeckten.

Eine geheimnisvolle Türe, welche wir auf unserem Weg entdeckten, passte hervorragend in meine Kindergeschichte.

Türe-Retro1 (1 von 1)

Die Kinder können hoffentlich im Sommer 2019, wenn der erste Teil von: Die geheimnisvolle Türe ins Dinosaurierland erscheinen wird, vor Spannung kaum auf den zweiten Teil warten.

Ihr dürft als Erste den Anfang der Folge 1 lesen 

Gelangweilt stochert Dina mit einem Stecken in der Glut des Lagerfeuers herum. Sie hatte keine Wahl und musste diesen Familienausflug nach Beckenried mitmachen. In diesem Moment ahnt sie noch nicht, dass dieser Tag eine dramatische Wendung nehmen und sie schon bald in Gefahr geraten würde.

„Die zwei D – Dario und Dina, was für ein Traumpaar. Nur wo ist er bloss, dein Dario-Schätzeli?“ foppt ihr Bruder Gian sie. Ach, was können Brüder nerven. Sie mag gern mit Dario spielen – na und? Deswegen ist er noch lange nicht ihr „Schätzeli“. Dinas Wangen glühen genauso stark, wie die Glut, auf der vor kurzem ihre Würste brutzelten. Hilfesuchend schaut sie sich nach ihren Eltern um. Doch ihre Mutter döst auf dem Badetuch im Schatten liegend und ihr Vater beobachtet begeistert die Kletterer an der Felswand. Der hat bestimmt keine Lust, sich ihre Klagen über ihren Bruder anzuhören. Seufzend steht Dina auf, wischt sich mit den Händen den Hosenboden vom Laub sauber und lenkt ihre Schritte von der Familie weg ins nahe Unterholz. „Hey, wohin gehst du?“ ruft ihr Bruder ihr zu. „Pinkeln. Und wehe, du kommst schauen, dann verpetze ich dich bei Papi und Mami“, schreit Dina drohend zurück. Ohne sich umzudrehen, läuft Dina weiter und wundert sich, dass Gian ihr tatsächlich nicht zu folgen scheint. Doch – was ist das? Sie steht unmittelbar vor einer verwitterten Türe. Sie muss früher mal blau gewesen sein – die Farbe ist schon fast vollständig abgeblättert. Was sich dahinter wohl verstecken mag? Der rostige Verschluss lässt sich leicht öffnen.

Foxolino Ballenberg – Auf der Suche nach einem wertvollen Kristall

Die Startinfo des Foxtrail erklärt uns, dass es auf dem Ballenberg nicht nur alte Häuser und Traditionen zu entdecken gäbe, sondern auch Geheimnisse, denen man auf die Spur kommen könne. Der Fuchs jedenfalls habe die Fährte nach einem sagenumwobenen Kristall aufgenommen und uns Hinweise von Geheimnisträgern hinterlassen.

Weil es so heiss war, genehmigten wir uns eine Znünipause und einen Kaffee- und Dessertaufenthalt im Gasthaus „Degen“. Leider kamen wir deshalb zu spät, um Liseli zu helfen, was uns schockierte. Kleineren Kindern müsste bei dieser Station erklärt werden, dass dort eine Puppe liegt und das Ganze ja ein Spiel ist. Dieses Zimmer ist  etwas gruselig inszeniert – was aber vom Freilichtmuseum so gestaltet ist, nicht vom Foxtrail. Aber echt – noch dazu mit diesen Gesängen…..

Ansonsten hat uns der Foxtrail wiederum sehr gut gefallen. Hier ein paar Impressionen. Aber Achtung: nicht alle Fotos haben mit dem Lösen des Foxtrailrätsels zu tun. Wir genossen unseren Aufenthalt und besuchten viele der Häuser, auch wenn das nicht auf der Foxtrailroute war. Denn unser letzter Besuch des Ballenbergs liegt 11 Jahre zurück. Seither gab es viele neue-alte Häuser.

Wir fühlten uns top unterhalten und wie das Schlussfoto zeigt, das zu einem Posten gehörte, der ein Höhepunkt an Originalität darstellte, gab es viel zum Lachen. Wir merkten übrigens dort nicht, dass wir zum obligaten Schlussfoto geknipst wurden, sondern meinten, dass es halt dieses Mal kein Schlussfoto geben würde. 😛

Bildschirmfoto 2018-08-15 um 18.42.35.png

Die Posten waren nicht zu schwierig, aber teilweise schön knifflig genug, um auch uns alten Fuchsjägern etwas zum Knobeln zu geben. Dieser Shorttrail eignet sich für Familien mit Kindern – und auch für Erwachsene, denn auch wir waren ohne Kinder unterwegs und hatten nie das Gefühl, kindisch zu sein. 😉 Natürlich verpassten wir den Fuchs wieder – wie immer. Aber den Kristall haben wir gefunden! Immerhin!

Ein Tipp für künftige Ballenberg-Fuchsjäger: nehmt euch unbedingt Zeit, die Häuser genau anzuschauen auf eurer Route und euch nicht nur auf das Lösen des Rätsels zu konzentrieren. Es lohnt sich und man kommt auf der Route nicht nochmals an denselben Häusern vorbei. Und schaut, dass ihr entweder vor oder nach dem Trail auch die übrigen Häuser noch betrachten könnt. Rechnet also für dieses Freilichtmuseum genügend Zeit ein, denn der Tageseintritt ist im Foxtrailbillett inbegriffen.

Drei Anmerkungen:

  • wir empfanden den Trail als viel zu kurz. Hätten wir ihn ohne Pause absolviert, wären wir in 1 bis 1.5 Stunden damit fertig gewesen. Warum nicht einen zweiten, längeren gestalten? Doppelt so lang dürfte er ruhig sein.
  • wir hätten mit der Raiffeisen-Memberkarte (Museumspass) Gratiseintritt ins Freilichtmuseum Ballenberg gehabt. Es wäre im Grunde genommen schön, wenn man damit nicht den vollen Preis für diesen Foxtrail bezahlen müsste. Foxtrail könnte dies vielleicht verrechnen lassen?
  • Es war schwierig und nur mit viel Geduld möglich, dem einen „Geist“ sein Geheimnis auf Deutsch zu entlocken. Dauernd sprach er irgend eine andere Sprache…. Wir benötigten zwischen 5-10 Versuche, bis er endlich merkte, dass er ja auch deutsch sprechen könnte. 😉

Ansonsten: danke für die fantasievollen Installationen! Es war wohl nicht unser letzter Foxtrail.

P.S. Kein gesponserter Beitrag.

Über 7 Brücken musst du gehn…

….. hiess es bei der Wanderungsbeschreibung, welche wir im Internet fanden und auch hier auf der Infotafel in Engelberg: DSC_0036.jpg

Wir zählten hingegen 10 Brücken, einschliesslich der 3 Hängebrücken auf unserem Weg von Engelberg runter nach Grafenort. Weil wir lieber runter- statt hochlaufen (vor allem bei der Hitze dieser Tage,) starteten wir die Route ab Engelberg. Das Auto parkierten wir vorher in Grafenort, fuhren per Zentralbahn nach Engelberg – und wanderten dann gemütlich in zwei Stunden zum Auto zurück. (Reine Wanderzeit)

Das Gefälle ist sanft und der Weg auch mit Turn- oder Halbschuhen gut zu bewältigen. Allerdings nicht mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl.

Wir wanderten zuletzt im Jahr 2010 auf diesem Weg. Noch vor dem Unwetter 2011, welches den Weg, wie auf der obigen Tafel ersichtlich, massiv beschädigt hatte. Damals wollten wir nochmals auf der alten Zugstrecke nach Engelberg fahren, bevor die letzte Zahnrad-Strecke, in den Berg verlegt wurde. Erst zwei der heute 3 Hängebrücken standen und der Wanderweg war um einiges weniger abwechslungsreich als heute. Wir waren total begeistert über die fantasievoll geführte Strecke und die liebevoll gestalteten Details am Wegesrand. Über die vielen Picknickplätze mit Grillmöglichkeiten, staunten wir, durften aber leider aufgrund der Dürre keine Wurst bräteln. Einer der Rastplätze beeindruckte uns besonders, lagen doch Gratis-Sirup, Kaffee, Tassen, Gewürze, Abwaschmittel und anderes für den Rastsuchenden bereit. Sowas hatten wir erst einmal gesehen und zwar in Österreich. Auf die Kinder warten hie und da Schaukelgelegenheiten.

Leider verlor der Weg nach einer Stunde Wegzeit, lange vor Obermatt an Attraktivität. Konnte man sich vorher nach jeder Wegbiegung überraschen lassen, führte er nach der letzten Hängebrücke auf dem uns seit 2010 vertrauten Weg fast nur noch schnurgerade, dem Flusslauf entlang. Abwechslung bot einzig ein weiterer, origineller Rastplatz und die Talstation der bekannten, spektakulären Seilbahn Obermatt-Zingelalp.

Wir bedauerten, dass man nicht mehr auf die Zentralbahn ab der Station Obermatt einsteigen konnte. Denn auch die Sonne brannte wieder stärker, als noch in Engelberg. Leider ist der Lernpfad vor Grafenort nicht mehr gut unterhalten. Ein Hochsitz besteht noch, aber zum Beispiel die Klangobjekte liegen teilweise beschädigt am Boden, wie auch die zugehörige Lerntafel. Schade. Ich empfehle die Wanderung im Herbst, dann mögen die Laubbäume Abwechslung fürs Auge bieten ab dieser halben Wegstrecke.

Ausgangs- und Endpunkt unseres Ausflugs – das Herrenhaus in Grafenort:

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Auf dem Eremitenweg Richtung Ruhe und Freiheit

Eine neue Postauto-Verbindung werde es geben, lasen wir. Durchgehend sei sie ab dem 16. Juni und folglich als Rundreise möglich ab Sarnen – Langis – Gfellen – Entlebuch – Luzern – Sarnen oder umgekehrt. Bisher endete die Linie entweder im Langis oder von Entlebuch her in Gfellen. Da wollten wir doch am Eröffnungstag dabei sein!

Das Postauto trug uns hoch bis zum Langis und gewährte uns tolle Blicke auf den Sarnersee. Sarnersee (1 von 1).jpg

In Langis fuhr schon bald das schön geschmückte Postauto der neuen Verbindung vor. Wir wurden zur Feier des Tages mit einem grosszügigen Präsent mit Produkten der Unesco Biosphäre Entlebuch überrascht. Gefüllt unter anderem, nicht etwa mit einem Käse-Müsterli, sondern mit einem ganzen Käse pro Säckli. Um keine falschen Erwartungen zu schüren: das war ein einmaliges Geschenk von PostAuto Region Zentralschweiz, an alle Fahrgäste, welche am ersten Tag diese Linie befuhren.

Wir wollten an diesem Tag nicht bloss „faul“ PostAuto fahren 😉 , sondern auch noch wandern und entschieden uns für den Eremitenweg. Ein Rundweg in Gfellen, den man in etwa 1.25 Std. reiner Wanderzeit schaffen kann.

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Bild von Tobias

Der abwechslungsreiche, kinderwagentaugliche (nur mit Offroadkinderwagen) Weg führt über Wald-, Alp- und Kieswege zu einer Eremitensiedlung aus dem 15. Jahrhundert. Auf der Wanderung begegnet man immer wieder Steinmännchen und Infotafeln zur Geschichte, Kultur und Natur der Gegend.

Der Weg verspricht, in die Ruhe und Freiheit zu führen. Sich loszulösen von Alltagssorgen und Frieden, Ruhe, Freiheit zu finden, kann der Weg dem Wanderer wohl nicht abnehmen, sondern ist eine Einladung und Aufforderung. Wir selber wurden fündig. 😉

Nach der Picknickstelle (mit Grillmöglichkeit), wanderten wir den kurzen Weg zum Wasserfall hoch. Wasserfall (1 von 1)Zurück bei der Picknickstelle, studierten wir nichts, sondern wanderten frisch-fröhlich über die Brücke.

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Und noch weiter bis zur nächsten Brücke, „Entlen“ genannt.

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Von Tobias

Wie selbstverständlich folgten wir dem Weg über die Brücke. An der Strasse angekommen wunderten wir uns: wo sind die Steinmanndli? Etwas stimmt doch hier nicht? Glücklicherweise hatten wir den Plan fotografiert und merkten, dass wir nach dem Picknickplatz dem Weg ein Stück weit hätten zurückfolgen müssen, statt einfach weiter zu wandern. Also machten wir rechtsumkehrt. 😉

Es lohnte sich, denn der Wald- und Wiesenweg war bestimmt schöner, als einfach der Strasse zu folgen.

Zurück bei der Postautohaltestelle Gfellen, reichte es grad noch für ein Kaffee im Restaurant, bevor wir ins Postauto Richtung Entlebuch stiegen. Im Postauto schenkte uns eine Frau Alpenrosen. Diese sind zwar nicht schweizweit geschützt, aber in Luzern und Obwalden schon. Sie hätte sie also auf dem Glaubenbergpass nicht pflücken dürfen. Dennoch erfreuen wir uns nun an ihrem Anblick in unserer Stube. Aber selber hätten wir sie nie zu pflücken gewagt und ich schämte mich auf der Heimreise etwas, solche Blumen bei uns zu haben.

Der Zug brachte uns via Entlebuch und Luzern an unseren Ausgangspunkt Sarnen zurück. Welche wunderschöne Rundtour mit vielen bleibenden Impressionen!

Ergänzung vom 25.6.18: mittlerweile wurde mir von Alpen-Blumenspezialisten glaubhaft gemacht, dass die Alpenrose in gewissen Gebieten der Schweiz wie ein Unkraut wachse und sogar dem Kuhvieh die Weideflächen überwuchern würde. Das mit dem „schützenswert“ für die Alpenrose ist demzufolge wirklich nicht für jeden Kanton anwendbar. Aber in OW und LU gilt das „schützenswert“.

Frühlingshaft warme Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli, 24. März 18

Die milden Frühlingstemperaturen verbinden wir am Samstag, 24. März 18 mit einer Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli (oberhalb von Dallenwil, Nidwalden).

Der Aufstieg in Richtung Wirzwelihorn (1’471 Meter über Meer) ab der Bergstation Wirzweli ist zwar schweisstreibend, lohnt sich aber.

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Denn die Aussicht auf die Zentralschweizeralpen und runter auf Wirzweli, Wiesenberg, Dallenwil, Ennetbürgen, Buochs und ins Engelbergertal, ist wunderschön.

 

Was sind das für Tierspuren? Der Osterhase?

DSC_0009_2.jpgDer Blick durch die „gespaltene Fluh“ ist genauso originell, wie ein paar Strassenbeschilderungen und der immer noch tief verschneite Robidogbehälter:

 

Nachdem wir den höchsten Punkt, die Gummenalp (1’579 Meter über Meer) erreicht haben, gehts noch fast ebenaus zur kleinen 6-Personen-Luftseilbahn.

 

Leider haben alle Beizen auf unserer Tour geschlossen, denn es ist im Grunde genommen Saisonende. Wir vernehmen, dass die Wirte des Gasthaus Gummenalp auf den Malediven in den Ferien weilen. Es sei ihnen gegönnt. Mittels Gegensprechanlage rufen wir Bähnliführer herbei, der im benachbarten Haus wohnt und fahren mit der Bahn runter zum Eggwald. Wir wählen den kurzen Eulenpfad, um nach ca. 2.5 Stunden unseren Ausgangspunkt, die Bergstation der Wirzwelibahn zu erreichen.

 

Der Trail „Panoramawelt“, den wir wählten, ist zu jeder Jahreszeit eine schöne, 3 Kilometer lange Wanderroute.

Im Sommer ist der Spielplatz mit der Rodelbahn und der neu errichtete Themenwanderweg für Familien sowieso ein lohnendes Ausflugsziel.

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