Über 7 Brücken musst du gehn…

….. hiess es bei der Wanderungsbeschreibung, welche wir im Internet fanden und auch hier auf der Infotafel in Engelberg: DSC_0036.jpg

Wir zählten hingegen 10 Brücken, einschliesslich der 3 Hängebrücken auf unserem Weg von Engelberg runter nach Grafenort. Weil wir lieber runter- statt hochlaufen (vor allem bei der Hitze dieser Tage,) starteten wir die Route ab Engelberg. Das Auto parkierten wir vorher in Grafenort, fuhren per Zentralbahn nach Engelberg – und wanderten dann gemütlich in zwei Stunden zum Auto zurück. (Reine Wanderzeit)

Das Gefälle ist sanft und der Weg auch mit Turn- oder Halbschuhen gut zu bewältigen. Allerdings nicht mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl.

Wir wanderten zuletzt im Jahr 2010 auf diesem Weg. Noch vor dem Unwetter 2011, welches den Weg, wie auf der obigen Tafel ersichtlich, massiv beschädigt hatte. Damals wollten wir nochmals auf der alten Zugstrecke nach Engelberg fahren, bevor die letzte Zahnrad-Strecke, in den Berg verlegt wurde. Erst zwei der heute 3 Hängebrücken standen und der Wanderweg war um einiges weniger abwechslungsreich als heute. Wir waren total begeistert über die fantasievoll geführte Strecke und die liebevoll gestalteten Details am Wegesrand. Über die vielen Picknickplätze mit Grillmöglichkeiten, staunten wir, durften aber leider aufgrund der Dürre keine Wurst bräteln. Einer der Rastplätze beeindruckte uns besonders, lagen doch Gratis-Sirup, Kaffee, Tassen, Gewürze, Abwaschmittel und anderes für den Rastsuchenden bereit. Sowas hatten wir erst einmal gesehen und zwar in Österreich. Auf die Kinder warten hie und da Schaukelgelegenheiten.

Leider verlor der Weg nach einer Stunde Wegzeit, lange vor Obermatt an Attraktivität. Konnte man sich vorher nach jeder Wegbiegung überraschen lassen, führte er nach der letzten Hängebrücke auf dem uns seit 2010 vertrauten Weg fast nur noch schnurgerade, dem Flusslauf entlang. Abwechslung bot einzig ein weiterer, origineller Rastplatz und die Talstation der bekannten, spektakulären Seilbahn Obermatt-Zingelalp.

Wir bedauerten, dass man nicht mehr auf die Zentralbahn ab der Station Obermatt einsteigen konnte. Denn auch die Sonne brannte wieder stärker, als noch in Engelberg. Leider ist der Lernpfad vor Grafenort nicht mehr gut unterhalten. Ein Hochsitz besteht noch, aber zum Beispiel die Klangobjekte liegen teilweise beschädigt am Boden, wie auch die zugehörige Lerntafel. Schade. Ich empfehle die Wanderung im Herbst, dann mögen die Laubbäume Abwechslung fürs Auge bieten ab dieser halben Wegstrecke.

Ausgangs- und Endpunkt unseres Ausflugs – das Herrenhaus in Grafenort:

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Kick auf der Kickboardtour, Insider Familienausflugstipp,

Heute verrate ich euch einen Insider-Familienausflugstipp: mein Mann und ich unternehmen manchmal trotz unseres fortgeschrittenen Alters noch Ausflüge mit Kick. 😀 So fuhren wir diesen Monat (Juni 2017) per Postauto ab Bahnhof Sarnen ins Melchtal, bis Station „gedeckte Brücke“.

Blick aus dem Postautofenster:

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Wir fuhren per mitgebrachten Kickboards über diese alte Brücke Richtung Flüeli Ranft. Die Strasse stieg nur gemächlich an, um dann längere Zeit genauso bergab zu führen. Es war eine gemütliche Fahrt und dennoch schmerzten mir mit der Zeit die Füsse, weil ich immer genau gleich auf dem Kickboard stand und doch etwas bremsen musste. 😉 Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen hatten, gings etwas rasanter hinunter, aber man kann ja auch absteigen, das Kickboard zusammen klappen und mittragen.

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Auf diese Weise fährt man gemütlich etwa eine halbe Stunde bis zum Wallfahrtsort Flüeli Ranft und kann das Postauto Richtung Sarnen zurück besteigen. Ein schöner, etwas abenteuerlicher Familienausflug. Gewisse Walfahrer haben uns zwar bestaunt, wie wenn wir Aliens wären, obwohl wir rücksichtsvoll fuhren und keine eigentliche Andachtsstätte mit den Kickboards befuhren.

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Tipp: es ist eine Strasse, also rechts fahren. Uns begegnete zwar nur ein Velofahrer, der dieselbe Richtung wie wir fuhr, aber es könnte einem auch ein Auto oder Forstwirtschaftsfahrzeug entgegen kommen. Auch ein Helm und evtl. Knie- und Handgelenkschoner wären nicht schlecht, habe ich unterwegs erst gedacht…. Muss jeder selber wissen, ich lehne an dieser Stelle einfach jede Haftung ab, wünsche aber jedem vernünftigen Fahrer viel Spass. Es ist ein wirklicher Insidertipp, überhaupt nicht bekannt… 😉

Wanderung Seelisberg-Bauen

Postautofahrt Beckenried-Seelisberg, Station Träumli/Tanzboden

Wanderung auf dem „Weg der Schweiz“ Seelisberg-Bauen, ab Tanzboden ca. 1. Std. 40 Minuten, bei gemütlichem Wandertempo

Wir steigen in die Teilstrecke des Weges der Schweiz beim Spielplatz ein, hinter dem Restaurant Träumli (welches bald abgerissen werden soll). Dort verwirrt mich das Wanderwegzeichen, weil nichts von unserem Ziel „Bauen“ vermerkt, sondern bloss von Rundwanderungen die Rede ist. Doch mein Mann versichert mir, dass wir die Wanderung auch hier starten können und nicht zur Endstation der Standseilbahn Treib-Seelisberg fahren müssen. So wird unsere Wanderzeit nicht 130 Minuten betragen, wie hier beschrieben, sondern eine halbe Stunde weniger lang: http://www.weg-der-schweiz.ch/de/weg-titel/teilstrecken/weg-seelisberg-bauen

Die Wanderung beginnt mit dem „Vaterunserweg“, welchen wir bestens kennen. Auf kleinen Tafeln steht jeweils eine Aussage des Gebetes und lädt ein, dem Gedanken bis zur nächsten Tafel nachzuhängen. Wir kennen diesen Weg deshalb so gut, weil er zur Weihnachtszeit zum Engelsweg wird. Es ist eine kleine Familientradition, dass wir ihn jeweils zum Jahreswechsel um Mitternacht rum mit Fackeln begehen. Sehr stimmungsvoll!

Der „Weg der Schweiz“, „Vaterunserweg“ oder zur Weihnachtszeit „Engelsweg“ – egal, wie man ihn nennt, er ist es zu jeder Jahreszeit wert, unter die Füsse genommen zu werden. Er ist sehr gut unterhalten und immer sauber.

Bald nach der Picknickstelle mit wunderbarem Ausblick auf den Vierwaldstättersee, führt der Weg ziemlich steil bergauf, was uns verwirrte, denn wir wollen doch abwärts wandern. 😉 Doch der – im Grunde genommen kurze – Aufstieg wird erstens mit der Aussicht runter zum Seelisbergerseeli und zweitens etwas später mit dem Anblick des besonderen Schlösschen Beroldingen belohnt:

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Wie abwechslungsreich der Weg weiter verläuft, seht ihr am besten auf meiner Facebookfotostrecke.

Über Bauen, fallen uns Briefkästen auf und wir fragen uns, ob da ein Pösteler jeden Tag die Post etwa eine halbe Stunde weit hochtragen muss! :-O ??

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Wir können von oben grad noch dem Dampfschiff (nicht das Schiff auf dem Foto) winken, das uns hätte zurückfahren können, müssen nun halt auf das Motorschiff warten und können uns dafür einen Kaffee in einem der vielen Wirtshäusern genehmigen.

Schiffahrt Bauen-Beckenried, ca. 1 Stunde

 

Es ist der See, welcher uns jeden Tag zu Füssen liegt, in dem wir an jedem Sommertag mindestens zweimal schwimmen gehen (Mittags- und Abends) und doch bekommen wir nie genug von seinem Anblick. Wir schwärmen zusammen mit den Touristen, welche ihn das erste Mal in ihren Leben geniessen können und sind mit Isabelle Kaiser einig, dass wir im schönsten Dorf am schönsten See wohnen. 😉

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Zurück an unserem Wohnort, begrüsst uns ein Konvoi des Oldtimertreffens Obwaldens.

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Zum Schluss noch eine Frage: wer von euch kann uns sagen, was das für eine Schlange ist, welche wir vom Schiff aus am Ufer in Treib sahen?

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