Wanderung Biel Kinzig – Urigen

Jeden Herbst wandern wir auf der Schächentalerhöhenweg-Seite, denn sie ist sonnenbeschienen und die farbigen Laubbäume geben einen wunderschön lieblichen Kontrast zur gegenüberliegenden, felsigen und schattigen Seite. Hier Facebookfotos einer Wanderung 2011 mit einem abenteuerlichen Bähnchen.

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Das Auto lassen wir an der Talstation der Ruogigbahn stehen, nehmen aber die Biel Kinzig, nicht die Ruogigbahn. Im Bähnchen begrüsst uns Poesie meiner lieben Freundin Blanca Imboden.

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Meist entscheiden wir uns für eine Teilstrecke auf dem Schächentalerhöhenweg selbst. Aber die Auswahl an Wanderungen ist gross, was dieser Wanderweg, der uns ein Schmunzeln entlockte, bezeugt:

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Wir wählen den Orchideenweg, den wir noch nie begingen, hier nicht mal auf den vielen Wanderwegzeichen ersichtlich. Der erste Wanderweg, welcher rechts nach der Bergstation Biel Kinzig abzweigt, ist der Orchideenweg. Diese seltenen Wildpflanzen sehen wir leider nicht mehr blühend, denn dafür ist es von der Jahreszeit her zu spät. Der Weg führt zuerst durch einen Wald und immer wieder herzigen Bächlein entlang.

Wir staunen über die Holzkanäle, welche vermutlich viele  Arbeitsstunden für den Unterhalt benötigen. Manchmal ist der Pfad sehr schmal und ich staune ein zweites Mal: nämlich über meinen Mut. 😉

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Wir machen nicht die Rundwanderung, welche mit „Gangbachweg“ ausgeschildert ist, sondern wandern immer weiter, Richtung Urigen.

So schön, werden sie hier noch Tristen. gebaut!

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Immer wieder erhascht man einen Ausblick ins Tal.

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Vorbei geht der Weg an schönen, alten Holzhäusern und einem Bauernbetrieb mit Direktvertrieb von Sirup, Käse, Fleisch und anderen Köstlichkeiten. Und immer wieder Bächlein, Kühe, saftige Alpweiden. Ideal, um die Seele baumeln zu lassen.

Wir sind gespannt darauf, wie die Baumgruppe in Urigen aussieht, welche ich jedes Jahr fotografiere. Sie stehen nicht mehr in so üppigem Laub, wie sonst, aber es ist dennoch eine Freude, sie zu sehen und ich wünsche ihnen ein langes Leben. 😉

Die reine Wanderzeit Biel Kinzig bis Urigen beträgt 2.5 Stunden. Die kleinen Höhenunterschiede sind nicht der Rede wert und abgesehen vom schmalen Weg am Anfang im Wald und über die etwas abschüssige Bergmatte, ist diese Wanderroute als einfach einzustufen. Auch ich mit meiner Höhenangst schaffte es gut. 😉

Wir haben Glück: das Posthotel/Restaurant in Urigen hat grad noch heute offen. Die Winterschliessung erfolgt wetterbedingt jedes Jahr ein paar Tage früher oder später.

Nach einer Stärkung im Restaurant fahren wir per Postauto an den Ausgangspunkt zu unserem parkierten Auto zurück. Der Postautochauffeur gibt uns historische Einblicke in einen Marchstreit zur Ruosalp. Achtung, dieser Postautokurs fährt nur viermal pro Tag! Seltsam, dass er unterwegs eine Pause von 20 Minuten einlegt.

Obwohl das Wetter sich nicht von seiner strahlendsten, wolkenlosen Seite zeigte, haben wir die Wanderung im Urnerland einmal mehr genossen.

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Fuchsjagd in der Lenzerheide #Foxtrail #Muntanella

Wir alten Fuchsjäger haben den Foxtrail-Fuchs schon hie und da mit viel Spass gejagt – aber eingeholt und gefangen haben wir ihn bisher noch nie. 😛 Ob uns das auf dem ersten Bergtrail in der Lenzerheide endlich gelingen wird? Dieser Blog ist nicht gesponsert worden, aber wir haben von Travelita via Twitter zwei Tickets geschenkt bekommen. Für den Junior (16) können wir ein vergünstigtes Ticket via Cumulusaktion der Migros beziehen.

Zuerst dürfen die Beine noch ausruhen – per Postauto und Bergbahn fahren wir dem Fuchs, der einigen Vorsprung hat, nach.

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Auf Heidbühl geniessen wir auf einer der Holzliegen, welche für Wanderer bereit stehen, das Panorama und stärken uns mit Speis und Trank für die bevorstehende „Schnitzeljagd“. Doch nach nicht mal 10 Minuten merken wir, dass eine nächste Familie, welche offensichtlich ebenfalls auf Foxtrailtour ist, uns von hinten „aufrollen“ will. Sie laufen dann aber wie wir beim nächsten Posten zuerst der falschen Duftspur nach. (Hinweis an die Organisatoren: der eine Duft ganz links funktionierte bei uns nicht – und der gesuchte war zuwenig intensiv.) Wir marschieren etwas zügiger bergab und hängen unsere Verfolger bald ab. Apropos bergab: wer nicht gern längere Zeit steil bergab wandert, für den ist dieser Bergtrail womöglich nicht geeignet – oder nehmt Bergstöcke mit!

Der Trail führt uns durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. Wir geniessen sie mit allen Sinnen. Zum Beispiel, indem wir unsere Füsse im eiskalten Bergbächlein erfrischen – dies ist kein offizieller Part des Trails. 😉

Die Posten sind wie bisher auf jedem Trail erlebt, sehr fantasie- und liebevoll gestaltet.

Wenn ich solche Einrichtungen sehe, denke ich jedesmal, dass der Preis halt doch berechtigt ist. Foxtrail ist mehr, als einfach auf einem ausgeschilderten Themenweg zu wandern oder einen Geocache zu suchen, obwohl wir beides ebenfalls gern machen. Ich erwähne dies nur, weil auf TripAdvisor Bemerkungen über die Preise fallen und Leute meinen, man könne auch gratis Abenteuer mit der Familie erleben. Doch solche Vorrichtungen, wie ich sie auf jedem Foxtrail erlebe, benötigen einen Unterhalt, damit sie einwandfrei für jede Verfolgungsgruppe funktionieren. Und auch die Administration, die Gratis-Hotline und die Benutzung des öffentlichen Verkehrs, in unserem Fall des Postautos und der Bergbahn, kosten etwas. Die Posten sind manchmal vom Schwierigkeitsgrad her sehr einfach – so dass eine Familie die kleinen Kinder raten lassen kann. Und dann gibt es aber auch andere, bei denen Teamwork und Köpfchen gefragt sind. Wir haben allerdings schon schwierige Trails als den Muntanella absolviert. Für uns hätte er ruhig etwas herausfordernder sein dürfen. Dieses Mal benötigen wir Tipps der Hotline nicht, wie auf anderen Trails, auf denen wir manchmal schon fast verzweifelten.

Besonders originell ist beim Muntanella das Brettchen, welches man an der Talstation der Bergbahnen Heidbühl erhält. Dieses behält man die ganze Zeit hindurch, gestaltet es und auf einmal wird es zu einem Schlüssel, der nur dann funktioniert, wenn man vorher alle Anweisungen schön sorgfältig befolgt hat. Feinduftendes Holz, passend zur Naturkulisse, das zuhause zum schönen Souvenir wird.

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Muntanella führt einem vorbei an den attraktivsten, lauschigsten, ruhigsten, aber auch belebtesten Plätzen der Lenzerheide. Im Dorf selber trifft man da hie und da auf andere Verfolger, welche aber wohl den kürzeren Lenzerheide-Foxtrail, nämlich den Anda gewählt haben.

Wir benötigten für den Trail die ausgeschriebenen 3 Stunden, aber nahmen es gemütlich – mit dem erwähnten kurzen Picknick und Füssebaden. Mein Handy, das Schritte und Wanderzeiten zählt, sagte, dass wir zwei Stunden reine Laufzeit absolvierten. Dies sollte also auch mit jüngeren Kindern gut zu bewältigen sein. Wir hatten auf unserem ersten Foxtrail noch nicht den Mut, auch selber mal eine Pause einzulegen. Aber ich finde, diese Freiheit sollte man sich nicht nehmen lassen. Wenn man bei Eichhörnchen, welche sich füttern lassen (Tipp: ganze Haselnüsse einpacken. 😉 )

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und einem Spielplatz

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vorbeikommt, kann man die Kinder eh nicht so schnell vorwärts treiben. Klar ist es wichtig, die gebuchte Startzeit einzuhalten, aber unterwegs verteilen sich dann die Gruppen eh…. In diesem Zusammenhang ein Tipp: unterwegs kommt man an mehr als  einem Restaurant vorbei. 😉

Nach dem obligaten Schlussfoto,

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dürfen wir bei einem Siegerapéro zusammen auf die erfolgreiche Tour anstossen, auch wenn uns der schlaue Fuchs wieder entwischt ist. 😛 Doch, ihn zu erwischen wäre ja langweilig, denn wir möchten noch so manche Foxtrailtour machen. 😀

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Mai dire mai – Sag niemals nie

Aufschrei – das ist ein treffender Ausdruck auf mein  „Non arrivederci“ von Ostern dieses Jahres. Mit so vielen Reaktionen hatte ich nicht gerechnet. „Nein, du kannst nicht ganz Italien in einen Topf werfen – wie verwerflich.“ – „Das Südtirol ist ganz anders. Die Gastfreundschaft ist wie in Österreich“, sagte man mir. Wir waren schon zweimal in der Gegend des Gardasees und erinnerten uns tatsächlich gern an Norditalien. Und so kam es, dass unser Vorsatz gerade mal ein halbes Jahr anhielt. Wir verbrachten letzte Woche wunderschöne, warme und sehr erlebnisreiche Ferien.

Samstag, 7. Oktober 17

Zuerst feiern wir zuhause den 25. Geburi unserer Tochter nach. Erst am Mittag brechen mein Mann, unser 16 jähriger Sohn und ich, auf und fahren über die Gotthardstrecke und Milano (keine guten Erinnerungen) zu unserem ersten Ferienort, nach Cavareno. In etwas mehr als 5 Stunden sind wir am Ziel. Erst bei unserer Abreise wiesen uns andere Gäste darauf hin, dass sich diese Region nicht im Südtirol, sondern im Trentino befindet. Naja – so quasi auf der Grenze zum Südtirol. Wir beziehen unser geräumiges Familienzimmer im Hotel Rosa. Dieses Hotel können wir sehr weiterempfehlen. Die Gastgeberin spricht deutsch und liest uns alle Wünsche von den Augen ab.

Sonntag, 8. Oktober

Weil wir keinen Vergnügungspark während unserer USA Ferien besuchten, gönnen wir unserem Sohnemann den Besuch des Gardalandes. Dies bereits zum zweiten Mal. Wir finden, es bietet auf kleinerer Fläche als Rust genauso tolle Bahnen. Wenn man hie und da für eine „schnelle Linie“ 5 Euro draufzahlt, steht man nicht an (sonst bis zu einer Std) und kommt dann vom Preis her auf dasselbe, wie bei einem Europapark-Besuch in Deutschland.

Vom Hotel Rosa bis zum Gardaland fahren wir leider etwa 1.5 Std.

Montag, 9. Oktober

Unsere Gastgeberin berät uns gut. Wir wandern rund um den Lago di Tovel/Tovelsee und sind begeistert über die Klarheit des Wassers und die Spiegelungen der Berge und herbstlich gefärbten Bäume darin.

 

Dienstag, 10. Oktober

Wir dürfen gratis Velos vom Hotel benutzen und erkundigen die nähere Umgebung. Am Nachmittag bis Abend geniessen wir den wunderschönen Wellnessbereich des Hotels.

 

Mittwoch, 11. Oktober

Wir fahren zum Mendelpass. Aufgrund von Bauarbeiten ist er zur Zeit nur eine Stunde zwischen 12 bis 13 Uhr befahrbar. So wandern wir ein bisschen zur Penegalhöhe. Aber nur etwas eine Viertelstunde hinauf und dann wieder zum Auto hinunter, weil es 12 Uhr ist und wir weiterfahren wollen. Die Aussicht ist beeindruckend – und noch was beeindruckt uns: eine Schlange – wahrscheinlich eine Ringelnatter…

Wir besichtigen Bozen und essen dort z’Mittag, bevor wir uns auf eine Autorundfahrt über Welschnofen zum Karersee begeben. Dieser See ist stärker „touristifiziert“ als der Tovelsee. Er gefällt uns schon – aber der Tovelsee war noch ein Stück weit malerischer und vor allem konnte man am Tovelsee direkt am Ufer entlang wandern, was hier nicht möglich ist, sondern nur an etwas erhöhter Lage. Zaun nicht übertreten, heisst es. Die Dolomiten  bieten ein schönes Hintergrundpanorama.

 

Wir fahren weiter über Meran zu unserem nächsten Ferienort: Laas. Hier wohnen wir nicht mehr in einem Hotel, sondern in zwei – ja zwei (!) – Appartements. Tobias hat sein eigenes Studio und wir eine etwas grössere Ferienwohnung. Tobias hätte zwar in einem ganz kleinen Zimmer in unserer Ferienwohnung Platz gehabt, aber natürlich hat er mehr Raum für sich im eigenen Studio, das sich auf derselben Etage wie unsere Wohnung befindet. Es wurde so offeriert von der Gastgeberin, als wir angaben, dass wir als Ehepaar und mit einem 16 Jährigen anreisen würden. Auch dieses Angebot ist sagenhaft günstig.

Die Gastgeberin erzählt uns, dass sie sich im Südtirol nicht als wirkliche Italiener sehen. Sie seien von der Art her ganz anders, was wir bestätigen können nach unserem miesen Erlebnis in Milano.

Donnerstag, 12. Oktober

Wir erhalten Gratiskarten für die Benutzung des öffentlichen Verkehrs. Dies ist sogar bis ins Münstertal der Schweiz gültig. Wir aber fahren nicht dorthin, sondern nach Meran. Wir besuchen die wunderschönen Gärten des Schlosses Trauttmansdorff und das Schloss selber. Dieses beherbergt eine Ausstellung zum Thema Tourismus. Auch mit Kindern sehr zu empfehlen. Wir wundern uns, dass sowenige der unzählig vielen Gartenbesucher das Schloss besichtigen. Auch Meran selber besichtigen wir natürlich. Die Zugfahrt von und nach Laas dauert eine Stunde.

 

Freitag, 13. Oktober

Wir wandern auf einem Waalweg. Schade, dass dieser alte Bewässerungskanal kein Wasser führt, die spektakulären Stege leider gesperrt sind und mit einem weiten wenig schönen und anstrengenden Auf- und Ab umgangen werden müssen und wir meistens im Schatten wandern. Doch der Wald ist romantisch und warm ist es dennoch. Überhaupt haben wir die ganze Woche bereits Wetterglück: immer strahlender Sonnenschein und zwischen 20 bis 26 Grad ist es warm. Wir wandern grad in umgekehrter Richtung wie hier beschrieben und leider stellt sich das als nicht kluge Entscheidung heraus: die Wanderwegzeichen sind nur von der anderen Seite her gut zu finden. Wir laufen einmal falsch und müssen die Zeichen oftmals suchen. Glurns ist unser Wanderziel. Ein herziges Mittelalterstädtchen. Das Schweizer Postauto bringt uns nach Taufers zurück.

Was tun mit dem angebrochenen Tag, nach der 3 stündigen Wanderung? Wir fahren in die Schweiz, denn Taufers liegt grad an der Landesgrenze. Im schweizerischen Santa Maria im Münstertal staunen wir darüber, wieviel besser die Häuser instand gesetzt sind, als die gleichen Häusertypen auf italienischer Seite. Es scheint, dass hier die Hausbesitzer mehr Geld zur Verfügung haben. Was für schöne Sgraffitis der Bündnerhäuser! Über den Umbrail– und den Stelviopass (Stilfserjoch) fahren wir wieder nach Laas zurück. Hat sich gelohnt, diese Autorundfahrt in der Abendsonne.

 

Samstag, 14. Oktober

Wir fahren über den Ofen– und Albulapass zur Lenzerheide und machen einen Foxtrail. Diesen bekamen wir geschenkt von Travelita. Das heisst, zwei Tickets mit kleinem Siegerapéro für Andy und mich. Für Tobias müssen wir nicht mehr viel bezahlen, denn wir profitieren von einem Cumulusangebot. Hier ist der Extrablogbeitrag zu diesem empfehlenswerten Foxtrail.

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Zuhause begrüsst uns Kater Minouch. Wir haben ihn vermisst, aber es wurde gut zu ihm geschaut während unserer Ferienabwesenheit. Er bekommt ausnahmsweise Katzenmilch.

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Die Woche verging im Flug – viel zu schnell! Aber wir haben soviel erlebt und ja: zum Südtirol sagen wir: gerne wieder einmal!

Unser Sohn Tobias (16) hat ein superschönes Video über den Lago di Tovel erstellt.

 

 

 

 

Chorprojekt Ennetbürgen begeisterte mit MundArt

Rückblick Die rund 80 Sängerinnen und Sänger, unter der Leitung von Daniela Paganini, vermochten sowohl am 9. wie am 10. September, die Menschen in der vollbesetzten Mehrzweckanlage in Ennetbürgen zu Begeisterungsstürmen hin zu reissen. Standing Ovations und der Wunsch nach einer 3. Zugabe, war der Lohn für die 8-monatige Probezeit.

Musikalisch optimal unterstützt wurde der Chor von Markus Bircher am Akkordeon, Lukas Bircher am Kontrabass, Sebastian Schwarz an der Gitarre und dem Schlagzeuger Roli Würsch. Diese Band formierte sich in dieser Zusammensetzung extra für das Chorprojekt.

Im Instrumentalteil brachte die Band gar ein Paar dazu, das Tanzbein zu schwingen und sorgte im Saal für heitere Mitklatsch-Stimmung.

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Fotos von Petra Aeppli

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MundArt Lieder vom 17. Jahrhundert bis zur Neuzeit

Das Volkslied „S’Vreneli ab em Guggisberg“ ist das älteste Schweizer Lied. Erwähnt wurde es erstmals 1741. Der Chor sang es in einer herzlich- sehnsüchtigen Variante. Weiter schwärmten sie vierstimmig vom „Louenesee“, besangen das „Heimweh“ und wagten gar das Jodeln im „Nidwaldner Tanzliedli“. Ruth Würsch bezauberte mit eindrücklicher und klarer Hauptjodelstimme. Ihr Mann, Armin Würsch, überraschte mit stimmungsvollen Alphorneinsätzen. Seine professionelle, unverkennbare Solostimme kam beim Besingen der geheimnisvollen „W. Nuss vo Bümpliz“ voll zur Geltung. Die Chorvariante von Mani Matters „Zündhölzli“ sorgte aufgrund lautmalerischer „Flimm Flamms“ und „Zisch’s“ für Schmunzler im Publikum. Für einen besonders aussergewöhnlichen Moment sorgten die Sängerinnen und Sänger, als sie sich im ganzen Saal, stimmengemischt verteilten. „So kam uns der Chor viel näher, als er sich auf der Bühne präsentierte. Die Stimmen waren deutlich zu unterscheiden und füllten den Raum auf eine einzigartige Weise“, meinte eine Zuschauerin. 12 Lieder waren es, welche der Chor mit grosser Freude präsentierte. Der 16-jährige Tobias Aeppli, war das erste Mal für Licht und Ton zuständig und meisterte dies mit Bravour.

 

Viel Hintergrundwissen zu den Liedern vermittelten die Moderatorinnen Sarah Schibli und Edit Egli. Herzlich bedankte sich Präsidentin Daniela Weibel bei allen Beteiligten für das intensive Engagement.

Chorprojekt – nicht fester Chor

Beim Chorprojekt Ennetbürgen handelt es sich nicht um einen Chor in fester Zusammensetzung, sondern wie es der Name ausdrückt, finden Singbegeisterte seit 1999 immer wieder neu für ein „Projekt“ zusammen. Es besteht die Gelegenheit für Interessierte, „Chorprojektluft“ zu schnuppern. Denn am 17. Dezember singt das Chorprojekt Ennetbürgen Weihnachtslieder in der Pfarrkirche Ennetbürgen. Gesucht werden vor allem männliche Sänger. Dafür sind zwei Proben vorgesehen. Für das Jubiläumskonzert 2019 wird wieder ein grösseres Projekt geplant. Informationen darüber werden rechtzeitig im Nidwaldner Blitz publiziert und auf der neuen Webseite vom Chorprojekt.


Diesen Text habe ich unserer Nidwaldner Zeitung mit der Bitte um Publikation eingereicht. Er erschien am 16. Sept, Seite 24. Aber leider um mehr als die Hälfte gekürzt.  😦 Scan


Man kann das Konzert sogar nachhören. Die ersten paar Lieder sind aber qualitativ nicht von so guter Aufnahmequalität, da uns das Equipment dafür fehlte und auch kein Auftrag dazu erfolgt ist. Die Aufnahmen entstanden nebenbei. Anklicken, herunterladen – viel Spass!
1. Teil

2. Teil 

Fit, schön und gesund

Die aktuelle „Nidwaldner Blitz“ Ausgabe hat einen Beihefter zum Thema „Fit, schön und gesund“. Ich bin mit grad zwei Beiträgen vertreten:

Vom Druck, jung, schön, schlank und fit zu sein

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ wollte die Königin im Märchen „Schneewittchen“ wissen. Wer hat sich oder seine Mitmenschen noch nie gefragt: „Bin ich schön?“ Doch wer bestimmt, was schön oder hässlich ist? Und was ist, wenn ich der Norm nicht genüge?

Hier ein bisschen Fett absaugen, die Nase minim korrigieren und die Lippen aufpolstern lassen. Was ist denn schon dabei? Solche Perfektionierungen des Körpers gehören, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte, zur Normalität. Wer dem Idealbild, das die Werbung und die sozialen Medien vorgeben, nicht entspricht, erntet Häme, oder den Vorwurf, aufgrund Übergewichts hohe Krankenkassenkosten zu verursachen und damit der Allgemeinheit auf dem Portemonnaie zu liegen. Wer „dick“ ist, heisst es, der ist faul und undiszipliniert. Kontrolle und Leistungsbereitschaft gilt sowohl an der Arbeit und zeigt sich ebenso im Körperkult. Nicht nur Frauen vergleichen sich untereinander, auch Männer müssen ihren „Body“ stählen, ein „Six-Pack“ antrainieren und eine glattrasierte Männerbrust vorweisen. Sonst – so könnte man meinen, ist der Mann kein Mann.

Fataler Schönheitswahn

Für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl ist diese Entwicklung unheilvoll. Laut „Club“, einer kürzlich ausgestrahlten Diskussionsrunde des Schweizer Fernsehens SRF, fühlt sich jedes zweite 13 bis 15-jährige Mädchen in der Schweiz zu dick. Und 80 Prozent der Buben dieses Alters wünschten sich sehnlichst mehr Muskeln. Schweizer Kinder wachsen in der Selbstwahrnehmung auf, etwas sei mit ihrem Körper „falsch“ und machen bereits Diäten. In den USA schenken Mütter ihren Töchtern im Grundschulalter auf Weihnachten oder Geburtstage Brustvergrösserungen. So ist es nicht verwunderlich, aber dennoch erschreckend, dass 91 Prozent aller befragten Frauen in Deutschland angaben, mit ihrem Körper unzufrieden zu sein und 45 Prozent von Normalgewichtigen sich zu dick fühlen. (Quelle SRF, Club) Diese Entwicklung hat heute einen Namen: „Body Shaming“ (Körperkritik). Der Mensch schämt sich seines natürlichen Körpers und kritisiert andere, sie seien zu fett, zu dünn, zu wenig straff, sogar selbst dann, wenn die auf Instagram geteilten Porträts bearbeitet sind.

Kulturell und historisch wandelbare Schönheitsideale

Dabei ist die Definition, was Schönheit ist, einerseits historischen Modeströmungen unterworfen und andererseits von Land zu Land verschieden. So gelten heute grössere Brüste als schön und sexy, während sich früher die Damen ihre Busen einbanden, um sie kleiner wirken zu lassen. Auf Bildern und Skulpturen der Barockzeit sieht man, dass Frauen mit üppigen Rundungen dem damaligen Schönheitsideal entsprachen. Aber ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Frauen für fast drei Jahrhunderte lang in Korsetts gezwungen. Und so kamen die Menschen schon früh zur Überzeugung, für ihre Schönheit leiden zu müssen. Skurril wirken auf uns Schönheitsideale gewisser Völker, wie zum Beispiel der Surma in Äthiopien. Dort ist eine Frau, ohne eine Platte wie einen Teller in den Lippen, unattraktiv und findet keinen Ehemann. Und die Padaungfrauen im Südosten Myanmars tragen Messingringe um den Hals, welche bis zu 30 Zentimetern über die Schulter ragen, einem Turm gleich. Dieser Schmuck lässt die Halsmuskulatur verkümmern und erschwert das Schlucken. Man mag sich fragen, warum diese Frauen sich sowas antun. Sie hingegen würden es wahrscheinlich als unlogisch empfinden, dass sich Europäer eines Schönheitsideals zuliebe operieren lassen oder trotz ausreichendem Nahrungsangebot einen schlanken Körper anstreben. Ja, warum will der Mensch denn eigentlich schön sein? Wir sind halt soziale Wesen, wollen sowohl gefallen, anerkannt, ja bewundert und geliebt werden, wie dazu gehören. Dabei ist Schönheit relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Gegentrend «Body Positivity» 

Es regt sich Widerstand. Denn die Entwicklung, dass Menschen vergessen haben, wie ein Durchschnittskörper aussieht und nur noch derjenige etwas gilt, der faltenlos, schlank und sportlich ist, kann so nicht weitergehen. Es darf nicht zur Gewohnheit werden, dass sich auch unsere Primarschulkinder auf den Pausenplätzen über Diäten und gar angestrebter Schönheits-Operationen unterhalten. Eine Gegenbewegung, „Body Positivity“ genannt,  auf den sozialen Netzwerken breitet sich aus. Menschen setzen sich für eine positive Einstellung dem eigenen Körper gegenüber ein und präsentieren sich mit „Bauchröllchen“, ohne Make-up, unretouchierten Selbstbildern (Selfies), wo man die Cellulite-Dellen auf den Oberschenkeln sieht. Es ist zu wünschen, dass wir die grössere Vielfalt an Menschen, seien sie rothaarig, sommersprossig, schmaler oder runder, mehr zu schätzen lernen, als 08/15 Modells mit Laufstegmassen und jeder einzelne zu einem neuen, gesunden Körpergefühl und Selbstbewusstsein zurückfindet. Betrachten wir unseren eigenen Körper und denjenigen unserer Mitmenschen mit Respekt, denn jeder Körper erzählt eine einzigartige Geschichte. Christian Morgenstern sagt: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“

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Fit und gesund durch die kältere Jahreszeit kommen

Arthur Schopenhauer hat gesagt: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Lichtmangel und nasskalte Temperaturen führen schnell zu Erkältungskrankheiten und Erschöpfungszuständen.

Im Sommer findet das Leben draussen statt. Wir gehen wandern, schwimmen, fahren Velo, gehen abends joggen oder treffen uns zu gemütlichen Grillabenden mit Freunden. Sobald es kühler wird, sieht man die Nachbarn nicht mehr, denn jeder zieht sich in die warme Stube zurück. Das Velo wird im Keller verstaut, die Joggingschuhe in den hintersten Ecken des Schuhgestells versorgt. Bewegungsmangel schwächt das Immunsystem. Und wer sich zurückzieht ins eigene Schneckenhaus, ist in Gefahr, in eine Winterdepression zu geraten. Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist. Wie stärken wir diese drei Komponenten, für die kühlere Jahreszeit?

Körperliche Abwehrkräfte stärken

Im Herbst sind Wanderungen besonders toll, denn es ist nicht mehr zu heiss, die Fernsicht prächtiger als an Sommertagen und das Rascheln durch einen Herbstblätterteppich bereitet der ganzen Familie Spass. Ein Sprichwort sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.“ Diese sollte aus mehreren Schichten atmungsaktiven Materials bestehen, um den Schweiss von der Haut abzuhalten und gleichzeitig die Körperwärme zu speichern. Viel Wärme verliert der Mensch über den Kopf und so ist das Tragen einer Mütze wichtig. Sobald Schnee liegt, eröffnen sich neue Bewegungsmöglichkeiten wie Langlaufen, Skifahren, Snowboarden oder Schneeschuhwandern. Der Aufenthalt im Freien ist im Herbst und Winter besonders für die Produktion von Vitamin D wichtig. Dieses schützt vor Infektionen. Doch viele Menschen haben in der kälteren Jahreszeit trotz Sport und gesunder Ernährung mit saisonalem Gemüse und Zitrusfrüchten, irgendeinen Vitamin-Mangel. Apotheken, Drogerien oder der Hausarzt beraten gerne, ob Sie persönlich eine zusätzliche Vitamingabe benötigen. Manchen Menschen, welche unter Lichtmangel leiden, hilft eine Tageslichtlampe. Das Licht einer solchen Lampe ähnelt dem Tageslicht und man setzt sich ihr täglich über längere Zeit aus. Sauna- oder Kneippgänge fördern die Durchblutung und stärken die Abwehrkräfte ebenfalls.

Stärkung von Seele und Geist

Zum Mensch-Sein gehört nicht nur der Körper, sondern auch die Seele und der Geist. Diese beinhalten grob umrissen die Psyche, den Verstand und das Bedürfnis nach erlebbarer Spiritualität. Wie wohl tun an dunklen Herbst- oder Winterabenden Besuche lieber Mitmenschen – vielleicht vor einem gemütlichen Cheminéefeuer. Und warum nicht wieder mal eine Kirche oder ein Konzert besuchen? Spannende Bücher lassen uns in der Fantasie in entlegenste Gegenden der Welt reisen. Gesellschaftsspiele vertreiben Kummer und Sorgen, lassen uns lachen und dies wiederum ist gesundheitsfördernd. Denn wenn wir lachen, sind sehr viele Muskeln involviert, die Atmung geht tiefer, die Körperzellen werden entsprechend mit mehr Sauerstoff versorgt, Stresshormone gebremst und Glückshormone ausgeschüttet. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Lachen, wie es der Volksmund sagt, „die beste Medizin“ sei.

In diesem Sinn: bleiben Sie gesund!

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Das Foto knipste ich auf dem Schächenthaler Höhenweg

 

Geplant: Romantikweekend zu Zweit – Erlebt: Spezialwochenende in Grossfamilie, 1. bis 3. Sept. 17

Erstens kommt es oft anders und zweitens, als man denkt. 😉 (Redensart) Am Freitag schrieb ich auf FacebookBildschirmfoto 2017-09-04 um 17.40.08.png

Das Geschenk bestand aus einer Wonderbox. Man kann da aus mehreren Angeboten eines auswählen. Unsere Favoriten wären Übernachtungen in einer mongolischen Jurte, einem Baumhaus oder einem Nostalgiewagen gewesen. Für solche Angebote zogen wir ein warmes Sommerwochenende vor. Während des Sommers aber waren diese Angebote an den Wochenenden immer ausgebucht. Unter der Woche, hätte es noch freie Plätze gehabt, doch Andy wollte nicht extra frei nehmen. Also wählten wir eine Schweizer Region, welche wir noch nicht so gut kannten: das Wadtland und buchten, bevor der Gutschein (nach einem Jahr) ablief, ein Romantikweekend.
Ich wollte schon immer gern mal in einem Himmelbett übernachten und so wählten wir dieses Angebot aus. Es handelte sich bei diesem Übernachtungsplatz nicht um ein Hotel, sondern um ein Bed and Breakast.
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„Lustig“ war, dass wir sofort Part der dortigen Grossfamilie waren. Ich meine, wir haben weltweit schon verschiedene B&B’s erlebt. Meistens ist man als Gast in einem separaten Trakt, hat ein eigenes Bad/WC und einen eigenen Frühstücksraum, so wie in einem Hotel. Es gab einzelne Fälle, da waren wir auch am selben Frühstückstisch, wie die Gastgeber, aber nie zusammen mit ihnen, sondern immer zu einer eigenen Zeit. Und das Bad/WC haben unsere älteste Tochter und ich, an einem Mutter-Tochter-Weekend im Tessin, ein einziges Mal mit der Gastgeberin des B&B geteilt. Sonst ist das nicht üblich. Ok, ich habe mich im Internet im Nachhinein schlau gemacht und erfahren, dass die Vorschriften, ein B&B zu führen, von Kanton zu Kanton in der Schweiz unterschiedlich sind. Wie halt so vieles in der Schweiz. 😉  Nun – jedenfalls: die Familie hat 7 Kinder!! Also sie zählt 9 Mitglieder, dazu kamen noch andere Gäste, welche wir aber nie sahen. Und wir alle benutzten dasselbe Bad/WC. Es gab zwar für die Familie noch ein anderes, auf einer anderen Etage. Trotzdem – es war hie und da besetzt, wenn wir es aufsuchen wollten. Auch von der Katze wurde es benutzt, wie uns unsere Riechorgane bestätigten.
Das Zimmer sah schon so aus wie auf der Ausschreibung. Aber das Bett war höchstens 1 Meter 20 breit. Ich glaube, im Camper unserer USA Reise, hatten wir sogar mehr Platz…. Auf dem Nachttisch lagen Bibeln, in und auf der Kommode waren christliche Traktate zu finden, in der Wohnung überall irgendwas mit „Jesus“.
Es war unübersehbar: die Familie sind überzeugte Christen. Sind wir ja auch. Nur vielleicht optisch nicht grad so offensichtlich. Wir erfuhren, dass sie zur Brüdergemeinde gehören. Da Andy und ich seit über 30 Jahren in freikirchlichen Kreisen aktiv sind, war uns das ein Begriff. Wir glauben ja an denselben Gott, aber die einzelnen Freikirchen unterscheiden sich schon untereinander. So sind die Brüdergemeinden im Vergleich mit anderen Freikirchen eher konservativ, die Frauen haben, wie es der Name vermuten lässt, in den Gottesdiensten nicht viel zu sagen, sollten Kleider nicht Hosen tragen, keinen Schmuck. Gesungen wird ohne Instrumente – um ein paar Äusserlichkeiten zu erwähnen.
Dennoch war es schön zu spüren, dass wir innerlich auf eine Art „verbunden“ waren durch den gemeinsamen Glauben. Das ist sowieso immer wieder – weltweit – ein schönes Phänomen. Unterschiede spielen nicht so eine grosse Rolle… Vor den Mahlzeiten beteten wir zusammen…. Auf den Sonntagsgottesdienst, der im selben Haus stattfand, luden sie uns ein. Wir verzichteten dankend, da wir vermuteten, es könnte eher langweilig werden, wenn alles auf Französisch sein würde und konservative Lieder gesungen würden. Zudem hatte ich kein Kleid eingepackt. Sie hätten es mir als Gast bestimmt tolerant durchgehen lassen, aber wenn man sich nicht an kulturelle Gepflogenheiten hält, fällt man dennoch unbequem auf.
Ja eben – im Grunde genommen war eine Auszeit geplant, fernab der Familie. Einfach mal unter uns sein. Haha – und dann wird einem ein sabberndes, aber glückselig glucksendes Baby in die Arme gedrückt und man sitzt staunend inmitten einer sehr aktiven, lauten Gesellschaft. 😂 Aber die Familie war sehr, sehr herzlich. Zum Angebot gehörte ein Racletteessen und die Familie verwöhnte uns dabei mit allerlei Extrabeilagen und wir konnten anschliessend aus mehreren Desserts eines auswählen. Wir plauderten zusammen und dann geschah ein „Wunder“: ich konnte fast fliessend Französisch sprechen. Das war mir in Frankreich und im Schweizer Jura bisher nie möglich, weil ich immer offensichtlich ausgelacht wurde aufgrund meiner mangelhaften Französischkenntnissen. Ich konnte schon mal fliessend französisch sprechen als Jugendliche, aber ich vergass es, weil ich es lange Zeit nicht mehr praktizierte. Bei dieser Familie erinnerte ich mich verschütteter Wörter und Formulierungen. Einfach, weil sie mir Zeit liessen, Sätze liebevoll ergänzten oder auf Deutsch nachhalfen. Ihr Deutsch war auch mangelhaft, also mussten wir uns ja voneinander nicht schämen. 😉 Das habe ich „so“ wirklich noch nie erlebt und staunte über mich selber. Wir empfehlen dieses B&B, aber es wäre gut zu wissen, dass man sich inmitten einer Grossfamilie befindet, wenn man dort übernachtet und auch, dass es eine Katze gibt (für Allergiker). Dies alles liest man auf der Ausschreibung nicht und deshalb kommuniziere ich es hier – für allfällig Interessierte. Die anderen Gäste haben die untere Küche benutzt und wir sahen sie nie. Das wäre also auch möglich, wenn man dem Familienbetrieb ausweichen möchte. Wie gesagt: die Familienmitglieder sind überzeugte, aber nicht aufdringliche Christen. Zum Abschied schenkte mir das Familienoberhaupt eine CD mit christlicher Rockmusik! Ich weiss nicht, ob sie die selber nie hören würden – aber irgendwie schien es mir doch von ❤ en zu kommen, dieses Geschenk.
Am Samstag besuchten wir Aigle mit dem Schloss und gingen ins Thermalbad Bains-Lavey. Ein sehr schönes Bad. Am Sonntag besichtigten wir zuerst Rougement und die uralte Kirche (im Jahre 1080 erbaut!),
Rossinière und Château-d’Oex. Anschliessend fuhren wir nach Gstaad, das ganz in der Nähe liegt, nahmen die Gondelbahn nach Wispelen und wanderten in 3 Stunden zum Lauenensee. (Übrigens: lustige Idee) Ich musste doch sehen, was wir in einer Woche als Chor besingen werden. 😜 Bildschirmfoto 2017-08-07 um 10.29.22
Ja, so war das ein ereignisvolles Weekend und nun geniesse ich die Ruhe. 😂 haha.

Aareschlucht

Als Kind und Jugendliche war ich in Klassen- und Ferienlagern ein paarmal in der Aareschlucht und auch unseren Kindern haben wir sie ein mehr als einmal „gezeigt“. Sie ist immer wieder einen Besuch wert. Meine Töchter fragten mich letzten Sonntag (20.8.17) spontan , ob wir sie wieder mal aufsuchen könnten.

Die Brünigbahn brachte uns nach Meiringen und die Meiringen-Innertkirchen Bahn (MIB) zum Eingang West der Aareschlucht. Langsam schlenderten wir durch die Tunnels und Stege der imposanten Schlucht. Fotohalte inklusive, benötigten wir für die Strecke bis zum Ausgang Ost ungefähr 45 Minuten. Die faszinierendsten Stellen befinden sich schon bald nach dem Eingang West, weil die Schlucht dort enorm schmal ist.

Die Wege sind gut begehbar, aber geschlossenes Schuhwerk und eine Jacke ist empfehlenswert, weil es erstens etwas kühl ist in der Schlucht, aber auch, weil es doch öfters von Felsen tropft. Kinder können auf dem Weg nach versteckten Drachen, bzw. Tatzelwürmern Ausschau halten.

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Zum Eingang der MIB Bahn führt uns ein Wanderweg ab dem Eingang Aareschlucht Ost, zwei Gehminuten den Wald hinunter, dann über eine Hängebrücke und zur Tunnelhaltestelle, welche ein ganz besonderer Ort zum Warten ist, denn wir befinden uns dort inmitten einer natürlichen Gletschermühle.

Wir drücken einen Knopf „Halt auf Verlangen“ und warten vor dem Tunneltor – und wirklich „Sesam öffne dich“ – die Türe öffnet sich bei Zugeinfahrt und wir begeben uns auf die Heimfahrt.