YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken

„Tun was er sagt…. das bedeutet für mich in diesem neuen Jahr unter anderem, dass ich mir konkrete Gebetszeiten einrichten möchte. Ich hatte den Eindruck von einer bestimmten Uhrzeit. Diese Zeit mit Gott, welche ich mir vorgenommen habe, im 2018 fest einzurichten, werde ich von meinen Facebook- und Twitter-Aktivitätszeiten wegstreichen. Denn an einem Abend hörten wir von Pete Greig (Leiter und Gründer von einer Gebetsbewegung, welche 24 Std. und 7 Tage die Woche beten), dass wir alles wegräumen sollen, was uns abhalten und ablenken will vom Wunsch, Zeit mit Gott zu verbringen. Mir war klar, dass die Zeiten, welche ich mit Social Media verbringe, zu viel Platz in meinem Leben einnehmen. Ich sage nicht, dass ich kein Facebook, Twitter, Instagram mehr nutzen möchte – aber nicht mehr zwei oder mehr Stunden am Tag, sondern die Hälfte davon. Es ist nicht so, dass Gott uns zwingt, etwas weg zu geben oder los zu lassen. Sondern er fragt uns, ob wir bereit sind, ihm etwas zurück zu geben, was uns nicht gut tut, damit er uns mit etwas beschenken könnte, was tausendmal wertvoller ist. Ich bete im Grunde genommen überhaupt nicht gerne. Aber ich sah während dieser Explo-Zeit ein, dass Gebet der Schlüssel zur Kommunikation mit Gott ist. Und Kommunikation gehört nun mal zu einer freundschaftlichen Beziehung. Also möchte ich dieses „Land“ ganz neu entdecken für mich.“ Continue reading „YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken“

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Mein facettenreicher, geliebter Vater

Bald jährt sich der Todestag meines Vaters zum 2. Mal. Wir sind immer noch am Sichten/Räumen von seinen vielen Sammlungen (Briefmarken, Münzen, Nostalgisches…) Letzte Woche haben meine mittlere Tochter und ich beim Durchstöbern von Ordnern ein paar interessante Sachen aus dem Leben meines Vaters erfahren. Zum Beispiel, dass er sogar weltweit eine Kapazität war, was Wärmebehandlung von Metall betrifft. Er ging an Konferenzen als Delegierter der Schweiz, offiziell aufgeboten seitens des Bundesrates, war Dozent an der Fachhochschule Zürich und bildete Lehrlinge aus. Das war mir bis heute nicht bewusst. Ich wusste, dass mein Vater geschäftlich mehrmals in Paris war, aber nicht, dass dies einmal kurz vor meiner Geburt noch der Fall war. Meine Schwester erzählte mir gestern, dass er einmal ein Raketenteil, das für die NASA produziert wurde, persönlich in die USA begleiten musste. Unter grössten Sicherheitsauflagen. Mein Vater war massgeblich an der Produktion dieses Stücks beteiligt gewesen. Damals sprach er noch nicht Englisch. Er hat dies erst später gelernt und mit mir lange Zeit brieflich in Englisch korrespondiert, um es zu lernen und praktizieren.

Und noch was habe ich in diesen Ordnern gelesen: dass er an einem Wettbewerb künstlerischer Natur, mitgemacht hat. Im Ordner ist seine Arbeit beschrieben. Später am Tag habe ich diese kleine Eisenskulptur in einem Zimmer des Hauses meiner Eltern zufällig entdeckt. Lustig – sie ist mir bisher nie aufgefallen. Da lese ich was in einem Ordner, vom Vater angelegt und sehe dieses künstlerische Werk daraufhin sofort.  Meine Mutter wusste nicht mehr in welchem Zusammenhang er dieses Stück erstellt hat. Sie meinte aber, er wäre wohl glücklicher gewesen, wenn er als Künstler hätte leben können statt als Mechaniker. Nur hätte er halt damit nicht eine Familie ernähren können. Meine Schwester hat mir gestern auch über diese künstlerische Ader meines Vaters die Augen geöffnet. Ja, es stimmt: bei jeder Gelegenheit hat er sich mit uns Kindern und später mit den Enkelkindern hingesetzt und uns ermutigt, zu malen, was wir sehen würden. Meine Schwester ist bis heute am Aktivsten von uns künstlerisch tätig. Ich versuche mich hie und da ebenfalls im Malen. Ich kombiniere es mit der Fotografie…. Auch die Schreiblust habe ich von meinem Vater geerbt. Ich habe in besagen Ordnern Gedichte und andere Schreiberzeugnisse gefunden.

Berufliche Kapazität, Künstler, Religionslehrer – und gemobbt

Diese Entdeckungen über meinen Vater begeisterten mich. Aber sie stimmten mich auch nachdenklich und erinnerten mich an Mobbingzeiten. Das kam so: mein Vater war seitens seines Arbeitgebers, zeitlebens unter Druck gesetzt worden. Er musste sich weiterbilden, an Konferenzen gehen weltweit – nicht aus freien Stücken, sondern unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes,. Ich erinnere mich nicht daran, dass mir mein Vater irgendwann gefehlt hätte als Kind. In meiner Erinnerung war er nie lange weg. Obwohl er nebst seinem Beruf auch noch in der reformierten Kirche ehrenamtlich engagiert war und auch dort verantwortungsvolle Posten inne hatte (Sonntagsschule: Teamleiter, Religionsunterricht, Besuchsdienst, zeitweise nebenberuflich Sigrist). Aber ich erinnere mich lebhaft daran, dass unsere Familie oft unter Existenzängsten litt. Damals, vor rund 50 Jahren war es noch viel schlimmer als heute, wenn ein Vater arbeitslos wurde. Die Ehefrauen arbeiteten oftmals noch nicht auswärts. Die Familie war auf dieses eine Einkommen dringend angewiesen. Oft herrschte „dicke, bedrückende Luft“ am Familienesstisch, weil mein Vater trotz seiner Kapazität um seinen Arbeitsstelle bangte. Er wurde zur Karriere gezwungen, wurde x mal intern in eine andere Abteilung versetzt, hatte es aber überall schwer. Er klagte oft, er fühle sich „zwischen Stuhl und Bänken“. Er, der von der „Picke auf“ lernte, was es heisst, als einfacher Mechaniker zu arbeiten, war später gezwungen, unrealistische Vorstellungen und Vorschriften umzusetzen, welche ETH Studenten in den Betrieb hinein brachten. Ein Beispiel der „Plagerei“ (Quälerei) war, dass im Grossraumbüro, in dem er arbeitete, Stumpen und Zigaretten geraucht wurden – obwohl bekannt war, dass mein Vater eine Schwächung auf der Lunge hatte.

Mehrmals meinten wir, wir müssten berufsbedingt umziehen. Wir waren oft wie „auf dem Sprung“. Diese Pläne des Arbeitgebers wurden dann jedes Mal aufgegeben, aber sie prägten unsere Familienathmosphäre. Einmal hat sich gar meine Mutter gewagt zu wehren. Denn wir hätten nach Altdorf umziehen müssen. Bekannt für Föhnwetter. Für meine Mutter, welche ab und zu unter Migräne litt, eine Horrorvorstellung. Und ein anderes Mal – wir hätten nach Bern umziehen wollen – hat sich mein 6. Klass-Primarschullehrer für uns beim Chef meines Vaters persönlich eingesetzt! Wo gäbe es das heute noch??!! Damals kannte man im Bernbiet bereits das Frühfranzösisch in den Schulen. Mir hätte bei einem Umzug 2 Jahre Französisch gefehlt. Mein Lehrer meinte, dass ich unter diesen Umständen die Sekundarschule nicht schaffen würde. Er wäre aber sonst, wenn es soweit gekommen wäre, bereit gewesen, mir kostenlos Privatunterricht in Französisch zu erteilen.

Wir wohnten in einem Hochhaus, das hauptsächlich von Mitarbeitern des Betriebes bewohnt war, in dem mein Vater ebenfalls Angestellter war. Ich glaube, wir waren an die 30 Familien in diesem Haus. Jedesmal, wenn es hiess, „dr Fankhuser“ wird wahrscheinlich auswärts versetzt, gab es solche, welche mit dem internen Umzug in unsere Wohnung liebäugelten. Als der Umzug nach Bern drohte, war es ganz schlimm für mich: mein Zimmer wurde von einer Frau, welche mit ihrer Familie eine nicht so schöne Wohnung im selben Hochhaus bewohnte, vermessen und laut dachte sie vor mir, wie sie das Zimmer für ihre Tochter, welche mit mir befreundet war, einrichten würde. Als es dann nichts wurde mit dem Umzug nach Bern, zettelte diese Familie einen Kleinkrieg an gegen uns und spürte ich am eigenen Leib, was vorher nur mein Vater am Arbeitsplatz erlebte: Ausgrenzung, Isolation. Meinen besten Freundinnen wurde seitens ihrer Eltern verboten, mit mir Kontakt zu haben. Einmal habe ich ein Gespräch der vielen Hochhauskinder im Treppenhaus belauscht. Sie erzählten, meine Mutter sei eine Hexe (sie hatte damals einen Kropf am Hals). Ihre Eltern hätten gewarnt vor uns und gesagt, sie müssten uns meiden. Wir hätten sowieso nicht den richtigen Glauben. (Wir waren in der Hochburg der Katholiken einige der wenigen Reformierten.) Heulend lief ich in die Wohnung und erzählte meiner Mutter schluchzend, was ich gehört hatte. „Du musst deine Feinde lieben und vergeben. Tu ihnen überraschend Gutes, statt dich zu rächen“, war ihre Antwort, welche ich aber überhaupt nicht verstand damals. Fortan hatte keine einzige Freundin mehr, war total einsam, hatte nur noch mein Meerschweinchen und mein Tagebuch. Meinen Eltern erzählte ich nichts mehr von meiner Not. Ich sah, wie sie litten und ich wollte sie nicht noch mehr belasten. Doch wahrscheinlich war diese dunkle Zeit für mich Wegbereiter, damit ich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fand. Ohne diese schwere Zeit, wäre ich wohl nicht offen für das Evangelium gewesen.

Bevor im Gemeinschafts-Büro mit der Arbeit begonnen wurde, lasen laut Berichten meines Vaters alle seine Arbeitskollegen die Zeitung. So nahm er sich die Freiheit, in dieser Zeit in der Bibel zu lesen. Nie länger als die anderen Zeitung lasen. Dennoch wurde ihm auch das jeweils „angekreidet“. Die Tageslosung las er in Englisch und manchmal schrieb er mir ein paar Zeilen (habe den Arbeitsort/Unternehmung wegretuschiert):

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Als er diese zwei Briefe schrieb, war er mitten im Englischstudium und 58 Jahre alt.

Am Tag seiner Pension, schrieb er – auch das habe ich in einem Ordner entdeckt: „Am Abend fragt die Frau: wie war’s? Und du hörst dich selber sagen: es war eigentlich noch ganz schön.“ So war er mein Vater: trotz allem positiv gestimmt, humorvoll und bis zu seinem Lebensende stolz auf seinen Arbeitgeber. Er ging jeweils voll Freude zu den Veranstaltungen der Pensionierten.

Diesen Brief schrieb er, als er längstens pensioniert war. Heute kommt er mir vor wie ein Gruss aus dem Himmel:

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Ich vermisse meinen Vater. 😦

99Fotografen schliesst Projekt ab mit 99blogparaden

Ich hatte das Vergnügen und durfte den Twitteraccount der 99Fotografen eine Woche lang kuratieren. Als 37.igste der 99ig habe ich viel gelernt und es hat ganz einfach Spass gemacht. Zudem habe ich dadurch zwei der 99ig persönlich kennengelernt, nämlich Karsten Socher und Margrit Sixt. Mit Margrit zusammen habe ich ein kleines Fotografentreffen im Papiliorama organisiert. Karsten durfte bei mir einen Wettbewerbsgewinn in Form einer Vierwaldstättersee-Schiffahrt einlösen. Ich habe per Twitter die Frage gestellt, was eines meiner Fotos zeige und er hat mir die richtige Antwort gezwitschert. Es handelte sich um die Spiegelung der Schweizerfahne eines Schiffes auf dem Vierwaldstättersee.

Nun ist das Projekt leider zu Ende. Johannes, der „Erfinder“ schreibt:

„Nach 99 Wochen endete gestern offiziell das Projekt #99fotografen. Zum Abschluss erzähle ich auf dem @99Fotografen Account noch ein paar Infos zum Projekt, wie es dazu kam, warum, organisatorisches etc.

Im Zuge des Projektes haben 99 verschiedene Fotograf*innen für jeweils eine Woche den Account kuratiert und mit Leben gefüllt. Außerdem haben sich alle selbst in einem kurzen Fragebogen und mit einem Selbstportrait vorgestellt.

Und damit seid jetzt ihr dran.

Übernehmt die Fragen und fügt ein Selbstportrait ( -> Selbstportrait: Neudeutsch: Selfie. Das ist ein Portrait von dir, das du SELBST gemacht hast. :.-) ) hinzu.
Schreibt einen Blogbeitrag bis zum 2.8.2015
Teilt euren Artikel auf Twitter, nutzt am besten den #Hashtag #99blogparaden
Wenn ihr wollt, erwähnt und verlinkt diesen Beitrag oder kommentiert hier mit einem Link zu eurem Beitrag.“

Und das mache ich also hiermit und beantworte die Fragen:

Bist du Hobby- oder Berufsfotograf?

Hobbyfotografin

Wie kamst du zur Fotografie?

Meine erste Kamera erhielt ich schätzungsweise mit 10 Jahren.

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Ich musste mir jeweils ganz gut überlegen, was ich ins Visier nehme und wann es sich lohnt, abzudrücken. Denn wenn meine Eltern die fertig entwickelten Fotos sahen und eines ein für sie nicht nachvollziehbar lohnenswertes Sujet zeigte, bekam ich zu hören, wie teuer eine einzige Foto sei und dass ich nicht einfach so leichtfertig einen ganzen Film verknipsen dürfe… Ich bin sehr froh, dass sich das mit der Digitalfotgrafie geändert hat. 😉

Ich habe in unserer Familie den Part übernommen, unsere Aktivitäten und die Entwicklungen der Kinder fotografisch festzuhalten. Seltsam eigentlich, denn mein Mann hat eher einen „fotografischen Hintergrund“: zusammen mit einem Kollegen richteten sie eine Dunkelkammer ein und entwickelten ihre Fotos selber. Er hat früher auch hie und da an Hochzeiten fotografiert, aber als ich mit Fotografieren begann, hörte er auf….

Ich bin keine Berufs-, sondern Hobbyfotografin. Ich verstehe nichts von Objektiven, Belichtungszeiten und sonstigen technischen Details.

Mir macht es einfach Freude, meine Welt fotografisch festzuhalten und mit anderen zu teilen. Positive Rückmeldungen erhalte ich viele. Ab und zu wird ein Foto von mir in unserer Tageszeitung als Leserbild veröffentlicht.

Zudem bin ich freie Mitarbeiterin des SCM Bundes-Verlags Schweiz. Bei den Aufträgen gehört es meistens dazu, auch ein paar Fotos mitzuliefern.

Was sind deine fotografischen Schwerpunkte?

Ich liebe es, Naturstimmungen festzuhalten oder Naturdetails. Überhaupt liebe ich „Details“. Ich wünschte mir mehr Kenntnisse oder eine bessere Ausrüstung zu haben, damit ich mich noch mehr der Makrofotografie widmen könnte.

Bist du Künstler oder Unternehmer?

Beides. Ich leite ein Familienunternehmen. 😉 Mit meinen Fotos drücke ich mich künstlerisch aus und ich habe ein paar Bilder gemalt, basierend auf meinen Fotografien. Ich habe dazu eine eigene Technik gefunden. Meine Prototypen sind käuflich erwerbbar. 😉

Was machst du in 10 Jahren?

Ich werde meine Welt auch noch in 10 Jahren fotografisch festhalten, egal wie die Entwicklung verlaufen wird.

Ich hoffe, dass ich in 10 Jahren etwas dazugelernt haben werde.

Ich träume davon, meine Fotos oder die gemalten Bilder, welche daraus entstanden, mal irgendwo ausstellen zu können.

Hast du Vorbilder?

Mir gefallen die Fotos im GEO Magazin oder anderen „Fotomagazinen“ immer besonders gut. Aber konkrete Vorbilder habe ich keine.

So – und hier noch das gewünschte Selfie:

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Regula – die Beggäriäderin 😉