Winteraktivitäten in Nidwalden

Hinweis: dieser Blogbeitrag erschien in leicht angepasster Form, als redaktioneller Artikel in der Winterbeilage des Nidwaldner Blitz vom 22.11.17 Ich bin dort als Freelancerin tätig. Der Beitrag wurde nicht von den erwähnten Unternehmen gesponsert.

„S hät Schnee, juhee, und s git nomeh, s’isch alles wiis veruss! Ich legg mi aa zum Usägah und bliib dä ganz Tag duss!“ Andrew Bond besingt, wie herrlich es ist, sich in der klaren Winterluft und im frischgefallenen Schnee zu bewegen.

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In der vom Schnee überzuckerten Welt die Schneeschuhe montieren und frische Spuren im pulvrigen Weiss zu hinterlassen, was gibt es Wundervolleres? Wo kann man aber im Kanton Nidwalden schneeschuhwandern? Oder wo winterwandern, wenn man keine speziellen Schuhe anziehen möchte? Eine längere Plausch-Schlittenfahrt – wo ist dies in der Region möglich?

Über dem Nebelmeer auf der Klewenalp-Stockhütte

Der Hausberg Beckenrieds liegt deutlich über der Nebelgrenze. Spaziergänger können auf gepfadeten Winterwanderwegen unterwegs sein. Ein schöner Weg ist derjenige rund um den Klewenstock. Dauer dieser Rundwanderung: 1 Stunde. Ein Trail für Menschen, welche sich lieber auf Schneeschuhen durch den Schnee bewegen, startet bei der der Schneebar. Folgen Sie dem markierten Schneeschuhwanderweg in Richtung Twäregg. Dort angekommen, entscheiden sie, ob Sie zurück zur Klewenalp oder noch weiter zur Stockhütte hinunter wandern und von da mit der Gondelbahn und dem Postauto an den Ausgangspunkt fahren möchten.  Die reine Wanderzeit für die Route Klewenalp-Stockhütte beträgt ungefähr 1.5 Stunden. Möchten Sie sich auf Stockhütte nicht von der Gondel nach Emmetten bringen lassen, können Sie in einer weiteren Stunde hinunter wandern. (520 Meter Höhendifferenz) Wer keine Schneeschuhe mitbringt, kann diese bei der Arena Station in der Bergstation für CH 65.—mieten. (Preise Winter 2016). Der längste Schlittelweg der Region Luzern-Vierwaldstättersee mit 9 km führt von der Klewenalp über die Stockhütte bis nach Emmetten hinunter. Die Klewenalp bietet geführte Schneeschuhwanderungen, Mondscheintouren und Nachtschlitteln an.

Die Ruhe der Natur in Niederrickenbach

Im bevölkerungsmässig kleinsten Teil der politischen Gemeinde Oberdorf, auf 1200 Metern Höhe, liegt Niederrickenbach. Im Volksmund Maria-Rickenbach genannt. Die Luftseilbahn LDN ab Dallenwil eröffnet den Gästen bereits auf der Bergfahrt ein wunderschönes Panorama. Sowohl präparierte Winterwanderwege, wie gut markierte Schneeschuhtrails, entführen die Besucher in eine ruhige Schneelandschaft abseits des Rummels. Alle Touren sind lawinensicher ausgesteckt. Nach der Bewegung an der frischen Luft, wärmt ein Fondue im „Pilgerhaus“ Leib und Seele. Es werden geführte Touren angeboten. Informationen über das Telefon der LDN-Talstation 041 628 17 35, wo auch Schneeschuhe und Stöcke vermietet werden.

Geheimtipp für Vogelfreunde auf dem Wirzweli

Dallenwil ist nicht nur Ausgangspunkt für die Fahrt auf Niederrickenbach, sondern auf der anderen Talseite geht’s hinauf zum Wirzweli. Ein Gratis Shuttle Bus fährt die Wirzweligäste gegen telefonische Voranmeldung, vom Bahnhof Dallenwil direkt zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil – Wirzweli. Für Anreisende per Auto stehen rund 300 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Eine der möglichen 30 km Winterwanderwege, ist diese: Wirzweli – Gummenbahn (15min) – Alp Langboden (45min) – Dürrenboden (15min) – Vorderegg – Ronenhütte (30min) – Gummenalp Bergstation (20min), Talfahrt mit Seilbahn – Talstation – Wirzweli Bergstation. Es gibt einen 5 km langen, kombinierten Schlittel-Wanderweg. Schlitten können im Restaurant Waldegg auf Wirzweli gemietet werden. Direkt bei der Bergstation der Wirzwelibahn befindet sich der Bergladen mit Vermietcenter und Schneesportschulbüro. Schneeschuhe und Stöcke können hier gemietet werden. Der Eulenpfad mit lebenden Eulen und Uhus, ist ein kleiner Geheimtipp für Vogelfreunde.

Nach der Winterwanderung gibt’s ein Fondue auf dem Niederbauen

Auch hier kann man an der Talstation Schneeschuhe mieten und sich über geführte Touren mit anschliessenden Fondue-Essen informieren. Eine 8-Kabinenbahn führt Sie ab Emmetten auf 1575 Meter Höhe. Ausgangspunkt von verschiedenen Schneeschuhrouten, ist das Restaurant Niederbauen, welches sich direkt an der Bergstation befindet.

Wandertouren in einer Märchenlandschaft auf der Bannalp

Die Bannalp befindet sich auf 1600 Meter über Meer oberhalb von Wolfenschiessen, im Engelbergertal. Sie ist mit einer Luftseilbahn ab Oberrickenbach erschlossen. Die Bergstation Chrüzhütte ist der Startpunkt von Schneeschuhtouren und Winterwanderwegen in einer verträumten Bergwelt.

Auf dem ob- oder nidwaldnerischen Trübsee?

Wussten Sie, dass der Trübsee nicht zu Ob-, sondern zu Nidwalden gehört? Die Titlis-Bahn startet im obwaldnerischen Engelberg. Trübsee, Gerschnialp oder Engelberg bieten ein Winterwandernetz von 50 Kilometern und eine Schlittelstrecke ab Gerschnialp. Wie wäre es, am Ende eines Wintersporttags im Iglu zu übernachten? Ein Expeditionsschlafsack, welcher für Temperaturen von bis zu minus 40 Grad hergestellt wurde, liegt auf einem flauschig weichen Bett aus Schaffellen bereit.

Für alle Trails gilt: bitte betreten Sie die Wildruhezonen nicht.

Geheimtipp 

Schneeschuhtrails, Winterwanderwege und Schlittelplauschabfahrten sind ideale Möglichkeiten, sich als ganze Familie in glitzernden, pulvrigen Berg-Schneelandschaften Nidwaldens zu vergnügen. Eine ganz andere Möglichkeit, sich im Winter aktiv zu bewegen, bietet die Kanuwelt Buochs an. Denn auch in der kalten Jahreszeit kann man durchaus Kanufahren. Die Landschaft ist ruhiger und idyllischer, als im Sommer. In dieser Ruhe, warm eingepackt über den See zu gleiten, entführt in eine andere Welt. Sogar ein Fondue-Plausch in der Gruppe ist buchbar. Oder wie wäre es mit einem Eskimorollentraining im Hallenbad?

 

 

Beachten Sie die Revisionen der Bergbahnen:

Klewenalpbahnen, Wirzweli und Bannalp bis 1. Dezember

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Blogparade Dankbarkeit

Via Twitter wurde ich auf auf eine Blogparade zum Thema Dankbarkeit aufmerksam.

Ich bezeichne mich selber als dankbare Frau. Ich muss mich dazu nicht extra bemühen, sondern es ist seit langem mein Lebensstil. Und selbst in der schwierigen Zeit, in der wir aktuell stehen, gibt es viel Grund zur Dankbarkeit.

Ich bin Gott dankbar dafür, dass:

  • ich IHN (Gott) mit 18 Jahren kennenlernen durfte und seitdem ganz bewusst als sein Kind auf dem Lebensweg unterwegs sein darf. Er ist mein bester Freund, hält, trägt, tröstet, stärkt, ermutigt, fördert, berät und kennt mich.
  • mein Mann und ich in diesem Jahr unseren 30. Hochzeitstag feiern dürfen. Er ist mein Lieblingsmensch und ich hoffe, dass wir uns noch lange geniessen können.
  • Andy und ich drei gesunde, zwäge Kinder haben, welche alle einen guten Weg gehen.
  • wir so schön wohnen. Wir haben See- und Bergsicht, wohnen in einem ruhigen Quartier und pflegen gute und teilweise freundschaftliche Kontakte zu unseren Nachbarn. Im Sommer sind wir in 5 Gehminuten am See und können jeden Tag ein paarmal schwimmen. Im Winter erreichen wir die Talstation zum Hausberg der Klewenalp, wo man toll Wintersport ausüben kann, innert 10 Gehminuten.
  • unser Kater Minouch seit 5 Jahren zu unserer Familie gehört. Er entlockt uns hie und da ein herzliches Lachen oder ein „jöööö“.
  • wir so gute Jobs haben, welche wir gerne ausüben. Seit August 16 habe ich eine zweite Stelle als Freelancerin beim Nidwaldner Blitz (die erste beim SCM Bundes-Verlag Schweiz). Beim Blitz erhalte ich viele spannende Aufträge und das kommt unserem Familienbudget sehr zugute.
  • wir gute Freunde haben, welche in jeder Not für uns da sind, aber auch mit uns die schönen Seiten des Lebens teilen, denn „geteilte Not ist halbe Not, geteilte Freude ist doppelte Freude.“
  • er uns die Musik geschenkt hat. Wie oft stellt mich ein Lied auf und wie wohl tut das Singen. Bald startet zum Glück wieder das Ennetbürger Chorprojekt. Dieses Jahr zum Thema „Mundartlieder“.
  • ich über Facebook, Twitter, Blog und Co. soviele wertvolle Kontakte knüpfen konnte.
  • mir das danken nie ausgeht und ich hier noch zehntausend andere Gründe aufzählen könnte. Danke Gott, dass eine gute Perspektive gibt. Danken zieht nach „oben“. Deshalb habe ich das Beitragsbild gewählt: Wofür kann ich danken – dies zu fokussieren, ins Visier zu nehmen, tut gut.

Ich bin gespannt auf eure Dankbarkeitsberichte. Ich denke, es ist wie ein Ping-Pong-Spiel: wenn ich aufzähle, wofür ich dankbar bin, löst das beim Gegenüber auch Dankbarkeit aus. Es hilft, sein Leben nach Dankbarkeitsgründen zu durchforschen – und wenn man dies teilt, wirkt es ansteckend. Also: wofür bist du dankbar? Mach doch auch mit.

 

Beggeriädertag

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Einmal im Jahr dürfen wir Beckenrieder gratis auf unseren Hausberg fahren. Und oben finden dann allerhand Aktivitäten statt. Siehe Bild…

Auch die Bewohner von Gipf-Oberfrick waren auf unseren Hausberg eingeladen. Dies, weil sie im Gemeindeduell gegen uns gewonnen hatten.

Dieses Jahr waren wir besonders gespannt auf die Fahrt mit der neuen Kabinenbahn. Als Fahrgast spürt man nicht soviel, dass man mit einer komplett neuen Kabine fährt. Dies deswegen, weil die äusseren Masse nicht verändert werden konnten. Doch die Bahn sei mit der modernsten Technik ausgerüstet, habe ich zwischen einem Gespräch mit dem Kabinenführer und einem anderen Fahrgast mitgehört. Sie biete eine gute Isolation und von daher höre man bei geschlossenen Fenstern fast kein Laufgeräusch.

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(Foto von meinem 13-jährigen Sohn Tobias geknipst.)

Auf dem Hausberg empfangen uns Mitglieder des Gemeinderates mit Herzschöggeli und ein Alphornspieler mit sanften, urchigen Tönen. Die Kindertrachtengruppe ist grad beim Mittagessen.

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(Foto: Tobias Aeppli)

Im Berggasthaus Klewenstock essen wir zuerst fein z’Mittag, lösen den versprochenen Zwärglicoupe ein (danke! 🙂 ) und wandern dann gestärkt in Richtung Stockhütte.

Die etwa 1.5 stündige Wanderung führt uns vorbei an seltenen Blumen, wie die Rigirolle und wilden Orchideen. Akelei Wiesenraute heisst diese federleichte Pflanze, welche sich ❤ förmig präsentiert.

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Immer wieder treffen wir auf Illustrationen von Jolanda Näpflin, einer Beckenrieder-Künstlerin. Im Vordergrund ein Bild des „Tanzbodens“, im Hintergrund die echte Bergkulisse. 😉

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Nach der Twäregghöhe zeigt mir Tobias schon bald ein paar Posten des Bogenparks. Tobias ist selber aktives Mitglied des Bogenschützenvereins und Schweizermeister 3D 2013, Kategorie Schüler. Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich an den Gutschein, den mir mein Jüngster mal geschenkt hat: ich darf ihn mal auf den Bogenpark begleiten. smile (Anmerkung: er darf den Park nur in Begleitung eines Erwachsenen benutzen.)

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Hier der Beginn des Bogenparks, bei dem man, wenn man Glück hat, einen einst verlorenen Pfeil wiederfindet. 😉

Tobias und ich mieten uns in der Station Stockhütte Bikeboards und geniessen die etwa 20-minütige Abfahrt nach Emmetten.

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Weitere Impressionen: Fotoalbum Facebook