Katze in der Krippe

Esel, Ochs, Schafe, der Sennenhund Bläss und sogar ein grosses und zwei Jungkamele gehören zu unserer Krippenszene. Nebst versammelter „Tiermannschaft“ gehören last but noch least als Hauptfiguren die Heilige Familie mit dem Jesuskind, drei Hirten und drei Weise aus dem Morgenland zur jährlich wiederkehrenden „Theaterbühne“. Aber unserem Kater Minouch sind glaub die Tiere wichtiger. Egal, ob wir die Krippe im Eckmöbel, im Stubenbuffet oder am Boden aufstellen: er legt sich bevorzugt zu den Schafen. Jedes Jahr. Und wenn ihm dabei ein Tier in den Weg kommt, stupst er es kurzerhand weg. Er findet, bzw. schafft sich immer ein Plätzchen als lebendende „Tierfigur“ in der Krippenszene. So „schienen“ wir Jahr für Jahr gebrochene Tierbeine. 😉 😦

Welche gloriose Idee hatte ich dieses Jahr! Ich stelle doch die ganze Szenerie auf einen Tisch. Denn auf einen Tisch springt unser guterzogenes Katerchen nie, ausser man vergisst die Butter drauf. Da kann er nicht widerstehen. 😉 Aber wenn ich die Krippenszene auf den hohen Tisch stelle, wird er nicht hinauf springen. Denkste! Alle Jahre wieder…. 😉 Keine Ahnung, was ihn an der Schafherde so anzieht. Meint er, er sei selber ein Schaf? Und so musste der arme Bläss gestern daran glauben und brach sich beim Sturz vom Tisch das Bein!

Minouch hat es schon zwei Jahre in Folge in die Luzerner Zeitung geschafft! (2015 und 2016)15418313_10208108991583816_5294451437804686304_o.jpg

 

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Ja, unser Kater ist berühmt. Vielleicht tun wir ihm unrecht und er will einfach nah bei der Hauptperson – dem neugeborenen Jesuskind sein? Dann sollten wir ihn uns als Vorbild nehmen. Und alles vom Tisch stossen, was uns daran hindert, SEINE Nähe zu suchen. Suchen wir einen Platz nah am ❤ en der Hauptperson dieses Festes. 😉


P.S. Nachdem sich Minouch sogar in die Krippe, d.h. in den Stall gelegt hat, waren die Reaktionen auf die entsprechenden Fotos auf Facebook ganz lustig. Zusammen fanden wir heraus, dass Minouch dem Jesuskind wohl einfach eine wohlige Fellunterlage bieten möchte – oder sich als Hirte in der Krippenszene sieht. Ein solcher schlief jeweils im Türrahmen, als Schutz für die Schafe im Stall.

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Mordsmässiger Spass

14. Mai 2016

Sohnemann ist im PfiLa im Tessin, Tochter in Norwegen und so haben mein Mann und ich wieder mal Zeit nur für uns.

Unterwegs nach Stuttgart, um den Gutschein für ein Krimidinner, ein Weihnachtsgeschenk meines Mannes, einzulösen, ist unser 1. Stopp bereits in Luzern. 😉 Im Rahmen von „Luzern tanzt“ tanzen wir zusammen mit Kunz einen Line Dance und später unter anderer Leitung einen Salsa mit. Gerne würden wir noch weiter zuschauen, doch wir haben ja noch eine Strecke vor uns.

2. Halt ist bereits Zürich. 😉 Im Internet habe ich schöne Velohelme gesehen und weil Zürich auf unserem Weg liegt, haben wir den Kauf eines Helms auf diesen Tag eingeplant. Ist er nicht wunderspeziell? 😀

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Ein Neukauf war nötig, nachdem ich bei meinem Velounfall stark mit dem Kopf auf dem Asphalt aufprallte. Ohne Helm hätte ich damals ganz bestimmt schlimmere Kopfverletzungen davongetragen. Jetzt kann ich mich wieder aufs Velo schwingen, auch wenn meine Handgelenksverletzung noch nicht ganz in Ordnung ist.

Im Arcotel Camino Stuttgart werden wir herzlich begrüsst und erhalten den super Tipp, beim Hans im Glück um die Ecke etwas Kleines zu essen. Die Atmosphäre erinnert an einen Innenhof und ist jugendlich locker. Die Bedienung duzt uns und wir fühlen uns mindestens 20 Jahre jünger. 😉

Wir bummeln durchs Europaviertel und ich merke, wie mich moderne Architektur genauso faszinieren kann, wie es alte Häuser, zum Beispiel Fachwerkhäuser tun.

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15. Mai 2016 – Pfingstsonntag

Nach einem ausgiebigen Frühstück am grossartigen Buffet im Arcotel, fahren wir mit dem City Tour Bus 1.5 Stunden den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts entlang. Diese Bustour können wir empfehlen, allerdings erhielten wir etwas verwirrende Fahrplanauskünfte und warten entsprechend 40 Min. auf den Bus. Die erste halbe Stunde frieren, bevor das Oberverdeck geschlossen wird, ist auch nicht eine so tolle Erfahrung.

Zu unserem Stuttgartbesuch gehört ein Bummeln durch das Sommerfest des SWR, das gerade stattfindet, auch wenn die Temperaturen alles andere als sommerlich sind, das Hochfahren zum Cube und die Aussicht geniessen,

Tiefe

ein grosszügig portioniertes Essen in der Alten Kanzlei bei mässig freundlicher Bedienung und ein Besuch im Ausstellungsturm beim Hauptbahnhof über Stuttgart 21. Wir erfahren nonverbal und indem wir mit Leuten sprechen, dass die Bevölkerung Stuttgarts mehrheitlich überhaupt nicht begeistert ist über dieses Grossprojekt.

Für den Abend verwandeln wir uns in Sherlock Holmes und eine Lady aus den 60iger Jahren.

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Wir begeben uns an die Nachlassverhandlung des wohlhabenden und plötzlich verstorbenen Lord Ashtonburry. Seine Witwe empfängt uns vor hübsch dekorierten Tischen mit Kerzenlicht. Die Herren werden gebeten, sie mit einem Handkuss zu begrüssen, die Damen sollten einen Hofknicks vor ihr machen. Wir sitzen in angenehmer Gesellschaft zusammen mit 8 jungen Leuten an einem grossen runden Tisch und plaudern während den 4 Gängen und eines Mordes, der vor unseren Augen geschieht, angeregt über Beruf, Familie, Stuttgart 21 und über die vielen Obdachlosen und Bettler, welche für uns Schweizer ungewohnte Begegnungen bieten. Insgesamt sind rund 120 Gäste anwesend. Ein interessanter, unterhaltsamer Anlass bei feinem Essen, den wir wärmstens empfehlen können. Einzig: für mein Empfinden haben die Schauspieler zu sehr übertrieben in ihrer Rolle, ich hätte es bevorzugt, wenn das Ganze „natürlicher“ gespielt worden wäre, so dass die Grenze zwischen Fiktion und Realität mehr verwischt worden wäre.

16. Mai 2016 – Pfingstmontag

Wir nutzen den Vorteil des späten Auscheckens und besuchen das zweite Mal den Wellnessbereich des Arcotels.

Auf dem Fernsehturm bestaunen wir später bei zügigem Wind nochmals eine andere Sicht auf den „Kessel“ Stuttgarts und seine Umgebung.

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Auf der Weiterfahrt schliessen wir uns einer interessanten Führung durch Esslingen an.

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Historisch wunderschöne Gebäude – aber ich friere 1.5 Stunden lang, so stark wie den gesamten Winter hindurch nie, trotz Wintermantel. Es weht ein eiskalter Wind und dazu regnet es. Zudem ist es mir langsam vor lauter Hunger schwindlig. Endlich was essen in Ess-lingen, das wäre was!

In Kielmeyers Besen tauen wir bei einem schwäbischen Essen und freundlicher Bedienung wieder etwas auf und ich entdecke, dass ich die ganze Zeit in meiner Handtasche die Willkommensäpfel des Arcotels mitgetragen habe. Fast vor Hunger umgekippt, trug ich sie 1.5 Stunden lang nahe bei mir. :-O

Zuhause erwarten uns Kater Minouch und Sohnemann, welcher in seinem Lager ebenfalls viel erlebt hat. Im Tessin schien die Sonne und die Jugendlichen gingen sogar in der Maggia baden!

Mein Facebookalbum mit mehr Fotos unseres mordsmässigen Pfingstspasses habe ich auf öffentlich einsehbar geschaltet.