Meine Vorstellung in der Facebookgruppe der Schweizer Schreibfrauen

In der Facebook-Gruppe Schweizer Schreibfrauen hat jede Frau Gelegenheit, sich vorzustellen. Heute ist die Reihe an mir und ich teile euch diesen Beitrag ebenfalls. 😉

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In der Facebook-Gruppe Schweizer Schreibfrauen hat jede Frau Gelegenheit, sich vorzustellen. Heute ist die Reihe an mir und ich teile euch diesen Beitrag ebenfalls. 😉
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#Vorstellung

Hoi zäme, Freundinnen der kreativenTippkunst. 😉 Ich lese eure Vorstellungen und bin begeistert, fasziniert, berührt und erstaunt über eure Werdegänge. Wir sind so unterschiedlich und doch verbindet uns so manches.

Wiedererkannt habe ich mich in Schilderungen von erlebtem Mobbing und Zuflucht im Schreiben. Auch ich füllte in solch schwierigen Zeiten als Kind und Jugendliche unzählige Tagebücher. Später schmiss ich sie alle weg, weil ich diese von Selbstmitleid triefenden Zeilen keiner Leserschaft zumuten und auch für mich hinter mir lassen wollte. Wie viele andere von euch, liebte auch ich das Aufsätze schreiben und erhielt gute Noten dafür. In der Mathe hingegen, hörte ich von einer Lehrerin, dass bei mir „Hopfen und Malz“ verloren seien. Ich glaubte ihr, denn als Kind soll man ja Erwachsene beim Wort nehmen. Dennoch schaffte ich die Töchterhandelsschule Luzern.

Ich schrieb seit der Kindheit gerne Briefe. Zeitweise hatte ich 10 Brieffreundinnen. Der Schreibverkehr war rege. Selbst Leserbriefe verfasste ich bereits als Kind. Meine Mutter erzählt heute noch jedem, dass ich im zarten Alter dem Gemeindepräsidenten von Emmen in einem offenen Brief vorhielt, dass er auf unserem Schlittelhügel das Emmen Center baute.

Da ich noch nie gern freiwillig telefonierte, kam mir das Internet mit der Möglichkeit, mich schriftlich ausdrücken zu können, sehr entgegen. Endlich fühlte ich mich in der Kommunikation mit meinen Mitmenschen so wohl wie ein Fisch im Wasser. Ich fand ein Forum für Depressive und konnte mit Menschen in den Austausch kommen, denen es so erging wie mir. Denn ich litt lange Jahre unter schwersten Depris. Seit ungefähr 15 Jahren bin ich Depri-frei. Ich knüpfte in diesem Forum Kontakte zu Menschen, die teilweise bis heute anhalten. Dass es sowas wie Hochsensibilität (HSP) gibt, erfuhr ich ebenfalls erst durch das Internet und ich erkenne mich in dieser Definition wieder.

Im Jahr 2003, wagte ich mich daran, eine Kindergeschichte zu verfassen, bei der sich das Kind immer wieder entscheiden kann, auf welcher Seite es weiterlesen möchte. So liest es sich kreuz und quer durch die 37 Seiten und erlebt dabei mehrere Varianten der Erlebnisse der Zwillinge John und Johanna. Meine gute Bekannte Maya Weekes, zeichnete Bilder, welche die Kinder ausmalen können und das Layout übernahm der Götti unseres Sohnes. Wir liessen das Büchlein in der Druckerei, in der er arbeitete, 100 Mal drucken.

Als das Novemberschreiben in der Schweiz aufkam, schrieb ich meinen ersten längeren Roman „Die Liebe ist rot“. Am Abend vor dem Start, wusste ich noch nicht, worüber ich schreiben könnte. Doch ich träumte von einer Frau, welche von Kopf bis Fuss rot gekleidet war. Ich fragte sie anderntags während des Schreibens nach dem Grund ihrer roten Bekleidung und etwas ganz „Spezielles“ begann: die rote Frau nahm mich Schritt für Schritt mit auf eine Reise, deren Ziel mir unbekannt war. Die Geschichte entwickelte sich zu meinem eigenen Erstaunen vor meinen Augen zu einer schlüssigen „Ganzheit“. Den ganzen Monat November lebte ich mit dieser roten Frau zusammen. So intensiv habe ich vor und nachher noch nie geschrieben. Gleichzeitig mit mir, verfasste auch unsere damals 14-jährige Tochter einen Novemberschreiben-Roman. Sie schrieb über ein Tuareg-Mädchen. Leider fand sich kein Verlag für unsere Manuskripte. Dieses Jahr, mit einem etwa 10-jährigen Abstand, lese ich mein Manuskript von damals wieder und redigiere es. Ich bin aber erst auf Seite 20 von 135 angelangt. Das Überarbeiten empfinde ich als um einiges herausfordernder, als das Schreiben vor 10 Jahren. Ich bewundere jede von euch, welche es geschafft hat, ein oder sogar mehrere Bücher heraus zu geben!

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Während dieses und der folgenden Novemberschreiben, lernte ich Blanca Imboden, ihre Mutter Madeleine Karin Mayerhofer DoblerIna HallerZora DebrunnerGaby Rudolf und andere Menschen persönlich, d.h. ausserhalb des Internets kennen. Freundschaften entstanden, für die ich bis heute so unendlich dankbar bin.

Später durfte ich, wie andere von uns Schweizer Schreibfrauen, für die Schweizer Familie „Bettmümpfeligeschichten“ schreiben, welche online veröffentlicht wurden. Leider gibt es diese Plattform nicht mehr. Selbst das Archiv wurde geschlossen.

Im Täxtzit erschienen zweimal Kurzgeschichten von mir.

In einem „richtigen Buch“ erschien 2016 erstmals ein Beitrag von mir. Das Buch „An der Sonne“ enthält ebenfalls eine meiner Kurzgeschichten.

Mein eigenes Buch in den Händen zu halten – und nicht „nur“ in einer Anthologie vertreten zu sein, das ist mein Traum, der hoffentlich eines Tages wahr wird. Doch momentan fehlt mir die Musse und vor allem auch die Disziplin, gradlinig an der Verwirklichung dran zu bleiben. Ich bin freiberufliche Journalistin zweier Verlage. Und ich freue mich sehr, dass ich meine Leidenschaft, nämlich zu schreiben, beruflich ausüben kann. Auch mein zweites Hobby, das Fotografieren, ist in diesem Beruf gefragt.

Nebst den zwei journalistischen Anstellungen, bin ich als Testkundin mehrerer Unternehmen tätig und Mitarbeiterin der reformierten Kirche und einer Freikirche.

Seit 31 Jahren bin ich glücklich verheiratet mit Andy. Wir haben drei Kinder: Tabitha (27), in deren Klasse ich ab und zu als Klassenassistenz mitarbeiten darf, Petra (25), Ergotherapie-Studentin und Tobias (17), Elektroinstallateur-Lehrling und Hobby-Veranstaltungstechniker mit Aeppli Production. Weiteres zu meinen Hobbies und zu meinem Leben, findet ihr auf beiliegendem Foto. Ich wurde „ge-blitzt“ für die Rubrik meines Auftraggebers, des Nidwaldner Blitz. Der Titel „Ge-Blitzt“ und die Fragen, stammen von mir. Wir haben schon viele Menschen „ge-blitzt“ und nun war ich selber mal dran.

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Ich freue mich auf den weiteren, tollen Austausch mit euch und wer weiss: vielleicht verirrt sich die eine oder andere auf meinen Gmerkigs – Blog , auf dem ich „Gmerkigs“ (Merkenswertes) in Wort und Bild festhalte. https://gmerkigs.blog/

(Juhui! Und da seid ihr ja! 😀 )

Fit, schön und gesund

Die aktuelle „Nidwaldner Blitz“ Ausgabe hat einen Beihefter zum Thema „Fit, schön und gesund“. Ich bin mit grad zwei Beiträgen vertreten:

Vom Druck, jung, schön, schlank und fit zu sein

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ wollte die Königin im Märchen „Schneewittchen“ wissen. Wer hat sich oder seine Mitmenschen noch nie gefragt: „Bin ich schön?“ Doch wer bestimmt, was schön oder hässlich ist? Und was ist, wenn ich der Norm nicht genüge?

Hier ein bisschen Fett absaugen, die Nase minim korrigieren und die Lippen aufpolstern lassen. Was ist denn schon dabei? Solche Perfektionierungen des Körpers gehören, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte, zur Normalität. Wer dem Idealbild, das die Werbung und die sozialen Medien vorgeben, nicht entspricht, erntet Häme, oder den Vorwurf, aufgrund Übergewichts hohe Krankenkassenkosten zu verursachen und damit der Allgemeinheit auf dem Portemonnaie zu liegen. Wer „dick“ ist, heisst es, der ist faul und undiszipliniert. Kontrolle und Leistungsbereitschaft gilt sowohl an der Arbeit und zeigt sich ebenso im Körperkult. Nicht nur Frauen vergleichen sich untereinander, auch Männer müssen ihren „Body“ stählen, ein „Six-Pack“ antrainieren und eine glattrasierte Männerbrust vorweisen. Sonst – so könnte man meinen, ist der Mann kein Mann.

Fataler Schönheitswahn

Für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl ist diese Entwicklung unheilvoll. Laut „Club“, einer kürzlich ausgestrahlten Diskussionsrunde des Schweizer Fernsehens SRF, fühlt sich jedes zweite 13 bis 15-jährige Mädchen in der Schweiz zu dick. Und 80 Prozent der Buben dieses Alters wünschten sich sehnlichst mehr Muskeln. Schweizer Kinder wachsen in der Selbstwahrnehmung auf, etwas sei mit ihrem Körper „falsch“ und machen bereits Diäten. In den USA schenken Mütter ihren Töchtern im Grundschulalter auf Weihnachten oder Geburtstage Brustvergrösserungen. So ist es nicht verwunderlich, aber dennoch erschreckend, dass 91 Prozent aller befragten Frauen in Deutschland angaben, mit ihrem Körper unzufrieden zu sein und 45 Prozent von Normalgewichtigen sich zu dick fühlen. (Quelle SRF, Club) Diese Entwicklung hat heute einen Namen: „Body Shaming“ (Körperkritik). Der Mensch schämt sich seines natürlichen Körpers und kritisiert andere, sie seien zu fett, zu dünn, zu wenig straff, sogar selbst dann, wenn die auf Instagram geteilten Porträts bearbeitet sind.

Kulturell und historisch wandelbare Schönheitsideale

Dabei ist die Definition, was Schönheit ist, einerseits historischen Modeströmungen unterworfen und andererseits von Land zu Land verschieden. So gelten heute grössere Brüste als schön und sexy, während sich früher die Damen ihre Busen einbanden, um sie kleiner wirken zu lassen. Auf Bildern und Skulpturen der Barockzeit sieht man, dass Frauen mit üppigen Rundungen dem damaligen Schönheitsideal entsprachen. Aber ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Frauen für fast drei Jahrhunderte lang in Korsetts gezwungen. Und so kamen die Menschen schon früh zur Überzeugung, für ihre Schönheit leiden zu müssen. Skurril wirken auf uns Schönheitsideale gewisser Völker, wie zum Beispiel der Surma in Äthiopien. Dort ist eine Frau, ohne eine Platte wie einen Teller in den Lippen, unattraktiv und findet keinen Ehemann. Und die Padaungfrauen im Südosten Myanmars tragen Messingringe um den Hals, welche bis zu 30 Zentimetern über die Schulter ragen, einem Turm gleich. Dieser Schmuck lässt die Halsmuskulatur verkümmern und erschwert das Schlucken. Man mag sich fragen, warum diese Frauen sich sowas antun. Sie hingegen würden es wahrscheinlich als unlogisch empfinden, dass sich Europäer eines Schönheitsideals zuliebe operieren lassen oder trotz ausreichendem Nahrungsangebot einen schlanken Körper anstreben. Ja, warum will der Mensch denn eigentlich schön sein? Wir sind halt soziale Wesen, wollen sowohl gefallen, anerkannt, ja bewundert und geliebt werden, wie dazu gehören. Dabei ist Schönheit relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Gegentrend «Body Positivity» 

Es regt sich Widerstand. Denn die Entwicklung, dass Menschen vergessen haben, wie ein Durchschnittskörper aussieht und nur noch derjenige etwas gilt, der faltenlos, schlank und sportlich ist, kann so nicht weitergehen. Es darf nicht zur Gewohnheit werden, dass sich auch unsere Primarschulkinder auf den Pausenplätzen über Diäten und gar angestrebter Schönheits-Operationen unterhalten. Eine Gegenbewegung, „Body Positivity“ genannt,  auf den sozialen Netzwerken breitet sich aus. Menschen setzen sich für eine positive Einstellung dem eigenen Körper gegenüber ein und präsentieren sich mit „Bauchröllchen“, ohne Make-up, unretouchierten Selbstbildern (Selfies), wo man die Cellulite-Dellen auf den Oberschenkeln sieht. Es ist zu wünschen, dass wir die grössere Vielfalt an Menschen, seien sie rothaarig, sommersprossig, schmaler oder runder, mehr zu schätzen lernen, als 08/15 Modells mit Laufstegmassen und jeder einzelne zu einem neuen, gesunden Körpergefühl und Selbstbewusstsein zurückfindet. Betrachten wir unseren eigenen Körper und denjenigen unserer Mitmenschen mit Respekt, denn jeder Körper erzählt eine einzigartige Geschichte. Christian Morgenstern sagt: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“

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Fit und gesund durch die kältere Jahreszeit kommen

Arthur Schopenhauer hat gesagt: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Lichtmangel und nasskalte Temperaturen führen schnell zu Erkältungskrankheiten und Erschöpfungszuständen.

Im Sommer findet das Leben draussen statt. Wir gehen wandern, schwimmen, fahren Velo, gehen abends joggen oder treffen uns zu gemütlichen Grillabenden mit Freunden. Sobald es kühler wird, sieht man die Nachbarn nicht mehr, denn jeder zieht sich in die warme Stube zurück. Das Velo wird im Keller verstaut, die Joggingschuhe in den hintersten Ecken des Schuhgestells versorgt. Bewegungsmangel schwächt das Immunsystem. Und wer sich zurückzieht ins eigene Schneckenhaus, ist in Gefahr, in eine Winterdepression zu geraten. Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist. Wie stärken wir diese drei Komponenten, für die kühlere Jahreszeit?

Körperliche Abwehrkräfte stärken

Im Herbst sind Wanderungen besonders toll, denn es ist nicht mehr zu heiss, die Fernsicht prächtiger als an Sommertagen und das Rascheln durch einen Herbstblätterteppich bereitet der ganzen Familie Spass. Ein Sprichwort sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.“ Diese sollte aus mehreren Schichten atmungsaktiven Materials bestehen, um den Schweiss von der Haut abzuhalten und gleichzeitig die Körperwärme zu speichern. Viel Wärme verliert der Mensch über den Kopf und so ist das Tragen einer Mütze wichtig. Sobald Schnee liegt, eröffnen sich neue Bewegungsmöglichkeiten wie Langlaufen, Skifahren, Snowboarden oder Schneeschuhwandern. Der Aufenthalt im Freien ist im Herbst und Winter besonders für die Produktion von Vitamin D wichtig. Dieses schützt vor Infektionen. Doch viele Menschen haben in der kälteren Jahreszeit trotz Sport und gesunder Ernährung mit saisonalem Gemüse und Zitrusfrüchten, irgendeinen Vitamin-Mangel. Apotheken, Drogerien oder der Hausarzt beraten gerne, ob Sie persönlich eine zusätzliche Vitamingabe benötigen. Manchen Menschen, welche unter Lichtmangel leiden, hilft eine Tageslichtlampe. Das Licht einer solchen Lampe ähnelt dem Tageslicht und man setzt sich ihr täglich über längere Zeit aus. Sauna- oder Kneippgänge fördern die Durchblutung und stärken die Abwehrkräfte ebenfalls.

Stärkung von Seele und Geist

Zum Mensch-Sein gehört nicht nur der Körper, sondern auch die Seele und der Geist. Diese beinhalten grob umrissen die Psyche, den Verstand und das Bedürfnis nach erlebbarer Spiritualität. Wie wohl tun an dunklen Herbst- oder Winterabenden Besuche lieber Mitmenschen – vielleicht vor einem gemütlichen Cheminéefeuer. Und warum nicht wieder mal eine Kirche oder ein Konzert besuchen? Spannende Bücher lassen uns in der Fantasie in entlegenste Gegenden der Welt reisen. Gesellschaftsspiele vertreiben Kummer und Sorgen, lassen uns lachen und dies wiederum ist gesundheitsfördernd. Denn wenn wir lachen, sind sehr viele Muskeln involviert, die Atmung geht tiefer, die Körperzellen werden entsprechend mit mehr Sauerstoff versorgt, Stresshormone gebremst und Glückshormone ausgeschüttet. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Lachen, wie es der Volksmund sagt, „die beste Medizin“ sei.

In diesem Sinn: bleiben Sie gesund!

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Das Foto knipste ich auf dem Schächenthaler Höhenweg

 

27. Juli bis 2. August 17, 5. und letzter Teil, USA, San Francisco.

Donnerstag, 27. Juli

Wir können doch noch den Indoorpool des KOA Williams benutzen und fahren anschliessend in etwa 3 Stunden zum KOA Camping Laughlin, in der Nähe des Lake Mead, der unser erster Stopp auf unserer Campertour war.

In der direktesten Linie wären wir in 2.5 Std. am neuen Übernachtungsort. Wir wählen aber die Route 66 und nehmen so einen Umweg von einer halben Stunde auf uns. Es ist „speziell“, auf der berühmten Route 66 zu fahren. Wir sind enttäuscht darüber, wie touristisch vermarktet Seligman ist. Der berühmte Coiffeur Angels ist nicht vor Ort, aber wir erfahren, dass er kürzlich bei bester Gesundheit seinen 90. Geburi feiern konnte. Seligman ist ein kleines „Disneyland“, genauso wie die „Geisterstadt“ (alte Goldgräberstadt) Oatman. Die Route 66 dorthin führt über eine abenteuerliche Passfahrt. Doch der Ort selber ist nicht mehr eine Geisterstadt, ausser man bezeichnet die allzuvielen Touristen und Esel, welche sich dort aufhalten so. Die „Kulissen“ der Stadt sind hübsch, aber die vielen Menschen und Souvenirläden in jedem Haus, zerstören den historischen und authentischen Eindruck.

Um 16.50 Uhr erreichen wir den Campingplatz Laughlin. Doch um 16.30 Uhr schliesst der Campingempfang bereits seine Pforten und wir müssen ein kompliziertes Eincheckprozedere durchlaufen bei der unfreundlichsten Amerikanerin, welche ich auf unserer Reise traf (AVI Resorts und Casino-Hotels, das zum Camping gehört). Doch das Positive an diesem Camping ist, dass wir den Coloradoriverbeach und den Pool dieses Hotels mitbenutzen können. Der Pool ist zwar mehr ein Kinderplanschbecken, als wirklich tief genug zum Schwimmen, aber für eine einzige Benutzung ist es ok. Auch das Schwimmen im Colorado River ist ein tolles Erlebnis. Der River hat mehr Zug als erwartet.

Freitag, 28. Juli

Wir stehen früh auf, denn um 10.30 Uhr müssen wir den Camper abgegeben haben, unser mobiles Zuhause, das uns zwei Wochen lang ein Zuhause war. Ich hätte es schon noch länger ausgehalten darin, obwohl ich mir mindestens 5 Mal den Kopf am einen Kästchen angeschlagen habe. Für uns drei war er gross genug, war leicht zu fahren und gut eingerichtet. Ich schätzte es, dass wir unsere Koffer auspacken und beim Wohnwagenvermieter deponieren konnten. Wir fahren etwa 2.5 Std. bis nach Las Vegas, packen beim Campervermieter unsere 7 Sachen in unsere Koffer, putzen dem Camper grob und müssen uns doch noch beeilen, um die Abgabezeit einhalten zu können. Ein Shuttlebus des Camperanbieters fährt uns gratis zum Flughafen.

Unser Flug nach San Francisco geht erst abends. Wir müssen leider 2 Std. warten, bis wir die Koffer einchecken können und fahren per Flughafenshuttle zum anderen Teil des Flughafens, um etwas zu essen. Als wir endlich einchecken können, vergisst Tobias dabei seine Kamera auf dem Apparat und als wir es 10 Minuten später entdecken, ist sie weg. Das Fundbüro hat zu, obwohl es eigentlich offen haben sollte und so suchen wir zusammen die Polizeistation auf. Schon wieder ein Polizeipostenbesuch im Ausland. Im Gegensatz zur italienischen Polizei ist es hier eine bessere Erfahrung. Der Polizist ist derart einfühlsam, dass mir später, als er uns erklärt, wie hoch die Kriminalitätsrate in Las Vegas ist und uns Bilder von Polizisten zeigt, welche jung im Dienst gestorben sind, die Tränen kommen. Er meint, er wollte mich nicht traurig machen, plaudert mit uns über amerikanische Erziehung, Lebensweise und dass er uns Schweizer dafür bewundert, wiesehr wir Ordnung, Disziplin, Sauberkeit, Anständigkeit, Respekt etc. hoch halten würden und dies unsere Kriminalitätsrate gering halte. So nebenbei erledigen wir das mit dem Rapport für die Diebstahlversicherung. Schade und traurig wegen der sehr guten und neuen Sonykamera, aber es war klar Fahrlässigkeit von unserer Seite und zum Glück hat Tobias am Vorabend alle Bilder auf der Festplatte gespeichert. Wir schaffen es dann nicht mehr, die Stadt nochmals zu besuchen – es wäre auch zu teuer gekommen mit dem Transport hin- und retour und so verbringen wir die Zeit bis zum Abflug  halt am Flughafen.

Der Flug Las Vegas – San Francisco dauert nur etwas mehr als eine Stunde. Per Metro fahren wir zum Opalhotel. Es ist 110 Jahre alt und mir gefällt diese authentische Nostalgie. Wir haben mit Frühstück gebucht, aber dieses wurde in den Social Media zussehr kritisiert. So hat das Management dieses Angebot, welches im Grunde genommen gratis war für die Gäste, gestrichen. Doch weil wir noch vor dieser Änderung gebucht hatten, kommt uns das Hotel entgegen, indem es das Zusatzbett für Tobias nicht berechnet. Auf der anderen Strassenseite befindet sich ein Trendrestaurant, das wir zum Abendessen aufsuchen. Der Receptionist meint, es gäbe Leute, die würden extra im Opal übernachten, weil sie in der Nähe von Tommy’s Joynt logieren möchten. Wir sind dann auch wirklich super zufrieden.

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Samstag, 29. Juli

Wir frühstücken im Restaurant, das sich Tür an Tür zum Opal befindet. Es ist sehr fein, aber etwas teuer.

Zu Fuss erkunden wir den nördlichen Teil San Franciscos. Im Chinatown halten wir uns etwas länger auf, weil gerade irgendein chinesisches Fest stattfindet. Diese fremdländischen Aktivitäten faszinieren uns. Wir wähnen uns nicht in den USA, sondern in China. Wir kaufen eine Gopro und ein Weitwinkel und Makroobjektiv für die Nikon. Beides weit unter dem Katalogpreis.

Die Stadt fasziniert uns. Sie ist bunt, freakig, pulsierend und gleichzeitig sind die Leute easy drauf. Mir kommt es so vor, dass jeder ein Stück weit origineller sein will, als sein Mitmensch. Wir Landeier staunen einfach nur noch über soviele interessante, ausgefallene Menschentypen. Leider sind auch viele Homeless (Obdachlose) in dieser Stadt. Wir beobachten, dass sie einander viel helfen und es lustig untereinander haben trotz ihrer schwierigen Lebenslage. Ob ihnen jemand hilft, Unterstützung gibt? Wir haben nicht herausgefunden, was die Stadt oder Christen für die wirklich auffallend vielen Obdachlosen tut.

Am Pier 39 lachen wir über die trolligen Seelöwen, ein Automatikmuseum am Pier mit Gratiseintritt fasziniert, aber die Preise, um was zu essen, erscheinen uns zu überrissen. Wir frieren trotz Daunenjacken, fahren per Bus zurück zum Hotel und essen bei Tommy’s Joynt wieder z’Nacht.

Sonntag, 30. Juli

Wir frühstücken bei Jane und nehmen eine Warteschlange in Kauf. Wir staunen darüber, wie oft Amerikaner bereit sind, anzustehen. Aber sie tun das diszipliniert und fair. Bei uns entsteht schnell ein Gedränge und ein „Ellbögeln“. Der Stärkere ist der Geschwindere. Hier kann man eine Wartezeit eher abschätzen und stresslos abwarten, bis man an der Reihe ist. Wir wären aber nie bereit gewesen, so lange in einer „Line“ zu stehen, wie es Leute taten, um mit einem Cabelcar zuunterst zu starten. Die standen um etwa 3 Häuserblocks und ich schätze, mindestens 3 Stunden lang!

Jane bietet sogar Ruchbrot an und wir sind mit dem Preis- Leistungsverhältnis sehr zufrieden.

Nachdem wir unterdessen ein paarmal die Ubertaxis ausprobiert haben, fahren wir nun das erste Mal per Lyft. Es ist kein wirklicher Unterschied. Die beiden Systeme funktionieren tadellos. Innert weniger Minuten nach Onlinebuchung ist ein Taxi vor Ort. Je mehr Personen man ist, umso eher rentiert es sich, gegenüber dem öffentlichen Verkehr und man spart im Durchschnitt die Hälfte an Zeit. Wir lassen uns zur Bethel Church bringen und besuchen dort einen Gottesdienst. In den Freikirchen, welche unser Sohn und Andy und ich besuchen, singen wir deren Lieder und es ist für uns etwas ganz Besonderes, am Ursprungsort dieser Lieder zu sein. (Jedenfalls fast am Ursprungsort. Sie werden in Reddings komponiert, einem anderen Ort in San Fran, aber die beiden Orte gehören zu einer einzigen Bethelchurch.) Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, was unsere weitere Tagesplanung betrifft. Der Gottesdienst unterscheidet sich in seiner Art nicht von unseren freikirchlichen in der Schweiz.

Nach dem Gottesdienst mieten wir Velos im Golden Gatepark. In 4 Stunden per Velo erkundigen wir einen weiteren Teil der Stadt, u.a. die Golden Gate Brücke. Es ist ein grandioses Erlebnis. Wir hätten nicht erwartet, dass wir per Velo so lange haben, bis wir am anderen Ende der Brücke ankommen. Wie lange dauert es wohl zu Fuss? Das Velofahren in der Stadt ist insofern anstrengend, weil es oft hinauf geht. Die Stadt ist ja an einen Hügel gebaut. Ich muss das Velo oft stossen, was Tobias an seine Geduldsgrenze bringt. Aber wir haben halt keine E Bikes. 😉 Aber das Velo ist dennoch eine gute Art, in der Stadt unterwegs zu sein. Per öffentlichen Verkehr hat man einfach zu lang und obwohl Uber oder Lyft günstig ist, geht es mit der Zeit doch auch ans Budget….

Wir essen dieses Mal indisch z’Nacht, sind aber nur mässig zufrieden.

Montag, 31. Juli

Wir fahren per Fähre nach Sausalito. Das ist ein wunderschönes Erlebnis, denn die Stadt mit der Golden Gate Brücke und die Alcatraz-Gefängnisinsel, sehen vom Wasser her einfach toll aus.

Per Lyft lassen wir uns zum Muir Woods National Monument fahren. Ein würzig-süsslicher Geruch liegt in der Luft. Wir kommen grad rechtzeitig, um einen Rangervortrag über diese seltenen, uralten Bäume anzuhören. Auf gut ausgebauten Wegen erkundigten wir diesen Park. Zurück bringt uns gratis ein Bus (er wäre sonst nicht gratis, aber der Fahrer liess uns einfach so mitfahren). Er fährt aber eben statt der 20 Minuten per Lyft 45 Minuten. Wieder in Sausalito fahren wir per Lyft bis zur Hoteltüre und essen wieder bei Tommy’s Joynt.

Dienstag, 1. August

Frühmorgens bringt uns Uber an den Flughafen. Wir starten am Nationalfeiertag der Schweiz unseren Flug von den USA nach Hause und kommen (Zwischenhalt in New York)  am

Mittwoch, 2. August 

todmüde eine halbe Stunde vor dem Fahrplan in Zürich Kloten an. Geschlafen haben wir alle nicht viel. Vielleicht 2-3 Std. Wir fahren per Zug nach Luzern. Tochter Petra chauffiert uns von da nach Beckenried.

Wir haben Mühe wach zu bleiben, trotzdem wir im See schwimmen gehen.

Um 20 Uhr gehen wir schlafen. Andy beginnt am anderen Tag mit der Arbeit. Tobias hat noch einen Tag länger frei. Ich bin am

Donnerstag, 3. August

trotz 14 Stunden Schlaf tagsüber immer noch müde und schreibe diesen Blog.

Fazit unserer Ferien: es war ein total spannendes, lohnendes, unvergessliches Erlebnis. Wir haben ja unseren 30. Hochzeitstag und Andys 20. Arbeitsjubiläum beim RAV auf diese Weise gefeiert. Dass wir die Reise antreten konnten, war ein Riesengeschenk. Denn er leidet ja unter CLL und wir wussten lange nicht, ob er überhaupt verreisen darf.

Amerika ist in vieler Hinsicht soviel anders als die Schweiz oder gar Europa. Am meisten beeindruckt hat uns die unverbaute Weite der Landschaft, die Grosszügigkeit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und schnelle Kontaktaufnahme der Amerikaner. Staunenswert waren alle Nationalparks, welche wir besucht haben. Wir sind uns einig: der Antelope Canyon war am faszinierendsten von allen. Mit seinen orange-gelb-braunen-grauen Farben. Soviel anders als alles, was wir bisher gesehen oder erlebt haben. Auf zweitem Platz folgt bei mir das Goblin Valley, bei Andy der Bryce und bei Tobias entweder das Valley of Fire oder auch der Bryce. Aber jeder Nationalpark ist einzigartig und im Grunde genommen unvergleichlich anders. Beim einen faszinieren die Farben, beim anderen die Tiefe, in die man blickt, beim anderen Felsbrücken und beim weiteren Strukturen und Formationen, von Wind und Wetter geformt wie von Künstlerhand. Und je nach Menschentyp faszinieren den einen halt ungeheure, nicht abschätzbare Tiefen, Weiten, Formen oder Farben. Generell hat es uns dort besser gefallen, wo nicht Massen an Touristen vor Ort waren und man ein bisschen das Gefühl hatte, selber etwas entdecken zu können, als im Gegensatz dazu, ein Touristenbild präsentiert zu bekommen, das schon soviele vor uns abgelichtet hatten. Und manchmal störte die Masse an Menschen einfach auch die Ruhe und Erhabenheit eines Naturortes.

Gefreut haben wir uns darüber, dass wir soviele Wildtiere gesehen haben: Vögel, welche wir hier nicht kennen, zweierlei Typen von Hasen, Rehe und Hirsche, jede Menge Eichhörnchen, Raten, welche zur Famile der Känguruhs gehören, ein Erdmännchen, eine Luchsfamilie, eine Seelöwenkolonie, grosse Eidechsen, Wildpferde, aber leider keinen Bären. 😉 In Seligman haben wir wilde Esel gesehen. Es hingen Schilder, wir sollten sie nicht füttern, denn sie seien wild und könnten beissen, aber in jedem Souvenirgeschäft konnte man Eselsfutter kaufen. Ein paar wurden dann tatsächlich wild, stoben auseinander und einer jagte Tobias nach! :-O

Wir haben erst vor Ort gemerkt, dass wir noch soviel Lohnenswertes hätten anschauen können an der Westküste. Ich dachte vorher wirklich, wenn wir die bekanntesten Nationalparks wie Bryce, Arches, Grand Canyon gesehen hätten, dann hätten wir alles gesehen von der Gegend. Aber es gäbe noch soviel Sehenswertes. Nur die Reise ist halt wirklich etwas lang. 😉

Was uns total schockierte und erschütterte, waren die vielen Obdachlosen, vor allem in San Fran. Und was uns nervte, war der schlechte Ausbau im öffentlichen Verkehr. Wir sind wieder neu dankbar für das gute Liniennetz in der Schweiz. Auf die andere Seite funktioniert dort Uber oder Lyft sehr gut, welche bei uns überhaupt noch nicht bekannt sind. Viele Menschen können mit Taxidiensten ohne komplizierte Lizenzen ein Zusatzbrot verdienen. Wir würden ein anderes Mal viel häufiger auf Uber/Lyft zurückgreifen, statt den ÖV zu benutzen in den USA. Aber am Anfang hatten wir halt noch nicht überall Internet und so konnten wir sie leider nicht immer dann buchen, wenn wir Bedarf hatten. Erst im zweiten Walmart wurden wir wegen einer SIM Karte für Tobias Handy, das zwei Karten aufnehmen kann, gut beraten. Wenn wir Uber benutzt hätten, dann wäre in LA viel mehr an Programm drin gelegen.

Andys Planung war perfekt. Ich kann unsere Route gern weiter empfehlen. Die Fahrzeiten waren sogar weniger lang, als berechnet. Und dies per Camper.

USA

Es war gut, dass wir einen Camper hatten. Der Vorteil ist, dass man sein Zuhause immer dabei hat und nicht aus dem Koffer leben muss. Der Nachteil ist, dass man damit nicht überall durchkommt. Es wäre auch möglich per PW zu fahre und in Motels zu übernachten für dieselbe Strecke. Wir fuhren in 14 Tagen 1800 Meilen, also rund 2’900 Kilometer, was für uns eine gute Streckenlänge war. Wir hatten nie Stress. Die durchschnittlichen 2 bis 3 Stunden Fahrzeit waren gut zu bewältigen. Und nicht jeden Tag fuhren wir, sondern wir hatten auch noch Zeit, die Ferien einfach zu geniessen, mit Lesen, baden, fein essen, einfach „sein“. Aber gleichzeitig haben wir jeden Tag etwas Spezielles erlebt, keinen einfach so „verplämpert“.

Wir hatten voll Wetterglück und danken Gott dafür. Denn wie wir zum Beispiel von einem Mann erfuhren, der im Shuttlebus des Grand Canyon mit uns plauderte, konnten sie die geplante Antelope Tour nicht machen, aufgrund schlechten Wetters. Die Canyons waren abgesperrt. Wo wir hinkamen, verzog sich der Regen schnell oder trat nach uns ein. Auch vom Arches hörten wir von Touristen aus der Schweiz, welche am selben Abend wie wir dort waren, dass sich ein so starkes Gewitter über den Nationalpark entlud, dass nur noch Leute mit PW oder Allrad den Park verlassen konnten. Mit dem Camper konnte man den Heimweg nicht mehr antreten und musste im Park übernachten.

Die Karte unserer besuchten Orte in den USA sieht nun so aus:

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An dieser Stelle danke ich unserem Reisebüro Preisig Reisen in Stansstad. Sie haben uns im Vorfeld geduldig und fachkundig beraten. Die Flüge (auch Las Vegas-San Fran) und den Camper buchten wir über sie. Alles hat tip top geklappt und bei Problemen wären sie rund um die Uhr für uns da gewesen. Das gab ein beruhigendes Gefühl. Wir hoffen, noch so manche Reise zusammen unternehmen zu können. Und buchen gern wieder über Preisig Reisen. P.S. Dies ist ein nicht gesponserter Beitrag. 😉

Und last but not least danken wir Gott für seine Bewahrung vor Unfällen und Krankheiten und allen Betern. ❤ Wir sind überglücklich, dass wir diese Reise unternehmen durften und es vor allem Andy so gut ging. Wir konnten dieses Abenteuer voll geniessen und liessen alle Sorgen hinter uns. Der Alltag hat uns wieder und Andy beginnt nächste Woche wieder eine Chemoeinheit….

Wir werden noch lange zehren von den superschönen Erinnerungen. Die kann uns niemand nehmen, auch keine Krankheitszeit.

 

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Bryce Canyon – USA, 2. Teil, 17. bis 18. Juli 2017

Montag, 17. Juli

Die Fahrt vom Camping am Zion Nationalpark bis zum Bryce Canyon dauert 2.5 Stunden. Wir nehmen dabei nicht den Weg über den Tunnel beim Zion Nationalpark, sondern die Autobahn. Unterwegs tanken wir das erste Mal, was uns 90 US Dollar kostet und kaufen erneut beim Walmart ein. Überrascht stellen wir fest, dass man in Amerika in einem normalen Supermarkt Waffen kaufen kann. Wir kochen meistens selber in unserer Wohnwagenküche.

Der Himmel wird immer dunkler und so sind wir ganz verunsichert, als wir das Eingangstor zum Bryce Canyon passieren. Sollen wir die geplante Wanderung wagen oder nur per Wohnmobil oder Gratisshuttle eine Sightseeingtour durch den Park unternehmen? Wir packen unsere Regenjacken und Regenschirme ein und steigen mal in den Shuttle ein. Dies sei ein Happybus, lacht der Chauffeur. Und Regen würde ihm persönlich nichts machen. Auch als die Tropfen heftiger gegen die Scheiben trommeln und wir unterwegs durchnässte Nationalparkbesucher zusteigen lassen, reisst der Fahrer weiterhin ununterbrochen seine Witzchen. Er ist von derselben „Natur“ wie unser Reitführer – ihr erinnert euch? Wir steigen bei der Sunset-Station (Sonnenuntergang-Station) aus. Nachdem wir vorher durch einen ebenen Wald gefahren sind, ist der erste Blick in den Bryce Canyon hinunter überwältigend schön. Sowas Grandioses habe ich noch nie in meinem über 50 ig jährigen Leben gesehen. Klar auf Fotos – aber das ist was komplett anderes, als wenn man mitten in dieser Naturkulisse steht, das wird mir jetzt klar. Anders als beim blossen Betrachten von Bildern oder Filmen, nimmt man beim persönlichen Erleben die Naturschönheit mit allen Sinnen auf und der Rundumblick lässt sich mit keiner Kamera wirklich festhalten. Noch nie in meinem Leben war ich mir der Grenze so bewusst, was es heisst, Erinnerungen in Bildern und Worten festhalten zu wollen. Ich habe ein Foto im Buch „Dieser Moment“ veröffentlicht via Vidal Verlag. Da schrieb ich: „Halte diesen Moment nicht fest – geniesse ihn.“ Ja, solch kostbare Augenblicke wollen einfach nur genossen und im Herzen verinnerlicht werden. Dennoch knipsen Sohnemann und ich unzählige Fotos. 😉 Letzterem hat zwar das Valley of Fire besser gefallen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir dort (im Valley of Fire) fast alleine inmitten der puren Natur unterwegs waren und nach der Fahrt durch eine Wüstenlandschaft völlig perplex waren ob der Felsen, welche morgens beim Aufwachen in vielen Farbtönen strahlten. Hier im Bryce Canyon sind wir nicht alleine. Warum müssen Asiaten immer so aufgeregt hin- und her wuseln und einander anschreien, wenn sie sich was erzählen wollen? Ok – ist etwas fies – ist wohl einfach ihre Kultur und auch sie sind geliebte Geschöpfe Gottes. Dennoch nervt dieses Getue und wir steigen den Wanderweg in die Schlucht herunter und lassen diese vielen Touristen nach und nach hinter uns. Zuerst müssen wir die Regenschirme aufspannen und der Weg ist etwas glitschig. Wir sind froh um unsere Wanderschuhe und schütteln erneut die Köpfe über die paar Asiaten, welche hinaufsteigen und dabei Sandaletten und Ballerinas tragen. Bald schon scheint die Sonne wieder von einem wolkenlosen Himmel.

Der Weg hinunter ist spektakulär, aber super und breit angelegt. Unterwegs freuen wir uns an den vielen neugierigen, putzigen Eichhörnchen. Einen blauen Vogel wollen wir fotografieren, aber er meint, ich solle es eben lernen, den Augenblick nicht festhalten zu wollen, sondern zu geniessen. 😉 Er lässt das Fotografieren jedenfalls nicht zu. Die Felsstrukturen inspirieren die Fantasie. Es ist wie eine Märchenlandschaft und man könnte soviel in den Säulen und Formationen sehen. Foto- und Trinkpausen eingerechnet, sind wir zwischen dem Sunset- und dem Sunriseplace 2 Stunden unterwegs. Wir wählen den längeren Aufstieg, der nicht so steil ist, wie ein anderer, direkter. Es wird heiss….

Bevor wir zu unserem Campingplatz fahren, suchen wir das Visitorcenter auf und sind enttäuscht über die schlechte Filmqualität, welche uns dort vorgesetzt wird. Eine monotone Stimme lullt uns ein. Die Bilder sind zu dunkel und unscharf. Schade, denn mit kleinem Aufwand und Budget liesse sich doch etwas viel Moderneres, Ansprechendes produzieren. Aber die Touristen kommen halt so oder so – Werbung hat dieser Nationalpark wohl nicht nötig. Der Rest der Ausstellung ist – hm – soso lala. Man hat nichts verpasst, wenn man das Visitorcenter auslässt. Leider.

20 Autofahrminuten vom Bryce Canyon entfernt, liegt der Camping KOA Bryce Valley Cannonville. Unser Zuhause für zwei Nächte. Ein schöner Platz mit Pool, auf Wunsch mit Frühstück, Waschmaschinen und Tumbler, Propangastankstelle, kleiner Shop, wie schon der Camping beim Zion. Leider wurden wir direkt an der etwas vielbefahrenen Strasse platziert.

Wir baden im Pool und sind dabei nicht allein. 😉 Das erste Mal sehen wir Mormonen. Oder sind es Amish People? Sie sind jedenfalls so gekleidet und frisiert, wie ich es von Filmen kenne, aber ich war mir nicht bewusst, dass sie ein Wohnmobil steuern dürfen. Die Kinder und nur diese durften im Pool mit Kleidern (….) schwimmen.

Ein heftiges Gewitter zieht erneut auf – und wir gehen früh schlafen, denn wir haben uns entschlossen, morgen noch früher als sonst schon aufzustehen. Also, ich bin ja keine Frühaufsteherin in der Schweiz. Aber hier entwickle ich mich geradezu zu einer solchen. Haha.

Dienstag, 18. Juli

Der Wecker klingelt, wie von uns gewünscht 😉 bereits um 5 Uhr und wir fahren um halb 6 ohne Frühstück zum Bryce Canyon. Weil wir ein RV Fahrzeug haben, dürfen wir nur bis zum Northern Parkplatz fahren. Autos dürfen weiter in den Park hinein fahren. Wir parkieren also dort und wandern – man erinnere sich: ohne Frühstück (!) zackigen Schrittes eine Viertelstunde zum Sunrise Punkt. Wir dachten, dass wir als einzige die Idee hatten, so früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang dort zu erleben. Haha! Die Asiaten sind auch schon auf den Beinen – und auch französisch sprechende Besucher. Wir finden dennoch einen Platz ganz für uns allein und sind etwa eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Sonnenaufgang (Sonnenaufgang 6.20 Uhr) dran. Zeit genug also, um die Kamera einzustellen und schön zu positionieren. Zeit auch, zur Ruhe zu kommen und die Stimmung zu geniessen. Die Luft ist noch kühl und wir sind froh um unsere langen Hosen und Jacken. Ein paar andere Leute um uns herum frieren in ihren Jäckchen und Shorts. Sonst haben wir halt schon eine Durchschnittstagestemperatur von um die 40 Grad. Es wird immer romantischer… Die aufgehende Sonne setzt die Felsstrukturen in ein immer wieder anderes Licht, je höher sie steigt. Traumhaft und unvergesslich! Die ganze Schlucht ist in diesem ersten Morgenlicht noch viel schöner anzusehen, als bei praller Sonne.

 

 

Wir frühstücken auf der Retourfahrt zum Campingort in der Ortschaft Tropic im Bryce Pioneer Village Motel Restaurant. Auch als Nicht-Übernachtungsgäste können wir uns für 4 Dollar pro Person vom Frühstücksbuffet „all you can eat“ bedienen. Es ist ein einfaches Zmorge aus Pappgeschirr, aber für den Preis ganz gut.

Den Rest des Tages geniessen wir auf dem Camping mit Lesen, Baden, Nickerchen machen, diesen Blogbeitrag schreiben, Whatsapp, Messenger, Facebook, Twitter, Instagram checken…. 😉

Morgen gehts zu einem Nationalen Monument: den Grand Staircase-Escalante. Wir rechnen mit ein bisschen mehr als 2 Std. Fahrt.

 

 

 

Welche Bergpredigt und Seligpreisungen brauchen wir für die Zukunft?

Die Gesellschaft nimmt das Thema Glaube/Christen heute nur dann wahr, wenn es um den Tod geht oder wenn die Christen gegen etwas sind. Gegen Homosexualität, gegen den Islam, gegen Sex vor der Ehe. Dr. Andreas Walker ist Zukunftsforscher. Er berät Politiker und Wirtschaftsleute zu Fragen zukünftiger Chancen und Risiken. Im Rahmen des Community Weekend der Vineyard, am 8. April 17, warf er Fragen auf wie: „Können christliche Kirchen ihr „Kerngeschäft“ noch erklären in einer Sprache und mit Bildern, welche heute verstanden werden? Was ist christliche Hoffnung?“

Unter der Leitung von Dr. Andreas Walker und Dr. Andreas Krafft hat Swissfuture in Zusammenarbeit mit 20minuten und BILD dieses Jahr zum achten Mal eine Umfrage lanciert. Mit den Ergebnissen wurde das „Hoffnungsbarometer 2017“ erstellt – als hoffnungsvolle Antwort auf die seit über 40 Jahren publizierten «Sorgenbarometer» und «Angstbarometer». Die Fragen gingen in diese Richtung: „Was erwarten Sie vom kommenden Jahr? – Was wünschen Sie sich? Ihre grossen Hoffnungen 2017? Aktivitäten zur Erfüllung dieser Hoffnungen?“ Auf der Rangliste der Hoffnungen ganz zuoberst stehen bei Herr und Frau Schweizer die persönliche Gesundheit, gefolgt von der Hoffnung auf eine glückliche Ehe, Familie, Partnerschaft. Ganz zuunterst auf der Liste rangiert die Hoffnung darauf, religiöse und spirituelle Erfahrungen zu machen.

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Um sich Hoffnungen zu erfüllen, denken die Schweizer gern nach, analysieren Zusammenhänge, übernehmen Selbstverantwortung, sprechen mit Freunden darüber. Nur eine verschwindend kleine Minderheit der Schweizer, besucht eine Kirche, einen Tempel oder Kraftort, um Hoffnung zu schöpfen.

WhatsApp Image 2017-04-08 at 12.08.32.jpegAuch als Hoffnungsträger besetzen Pfarrer/Pfarrerinnen, Priester, Geistliche, Mönche oder Nonnen den Schlussrang, noch hinter den Bankern, Finanz- und Versicherungsfachleuten. Als erste Hoffnungsträger werden Ehepartner oder Lebenspartner genannt. Als zweites setzen die Schweizer ihre Hoffnung auf sich selber.

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Die Umfrageergebnisse lassen den Schluss zu, dass die schweizerische Gesellschaft von uns Christen nichts erwartet. Man setzt keine Hoffnungen auf uns und das Thema Glaube interessiert nicht. Haben wir unseren Mitmenschen, der Schweizer Gesellschaft wirklich nichts zu geben als Christen?

Dr. Andreas Walker hat zusammen mit anderen Zukunftsforschern aus Wirtschaft und Politik festgestellt, dass folgende 4 Schwerpunkte uns in der nahen Zukunft herausfordern werden:

  • Angst/Hoffnung

Der Mensch hat noch nie so lange gelebt, wir haben noch nie soviel Geld gehabt wie heute, aber auch noch nie soviel Angst. Arbeitslosigkeit, Gewalt, Fake News, Attentate, IS, Rechtspopulismus, Angst davor, ob das AHV Geld für die eigene Rente reichen wird, flössen den Schweizern Angst ein. Die Welt verändert sich, aber der Durchschnittschweizer will um jeden Preis die Gegenwart festhalten und nichts verändern.

Dabei haben wir Christen eine Botschaft der Hoffnung. Die Bibel sagt in Johannes 16,33: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Wir müssen nichts bekämpfen, nicht jammernd gegen etwas sein, hingegen vielmehr überwinden. Als Christen sind wir herausgefordert, unseren Mitmenschen zuzuhören, zu erfahren, was ihre Ängste sind und tragen zu helfen. Die christliche Botschaft, welche wir den Menschen zu geben haben, lautet: „Du musst nicht alleine sein!“

Die Bibel sagt: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe“ 1. Korinther 13, 13 Christen haben in der Vergangenheit laut Aussage von Dr. Walker zu lange und zu rechthaberisch und aggressiv über theologische Unterschiede gestritten. Darüber, was „richtiger“ Glaube ist, wurde zu Genüge diskutiert. Das Thema Glaube ist wie das dritte Standbein eines Dreihöckers. Weil wir uns zu lange auf dieses Thema konzentrierten, sind wir Christen aus der Balance geraten.

WhatsApp Image 2017-04-08 at 12.08.37.jpegDeshalb sollten wir uns in Zukunft stärker auf die Hoffnung und die Liebe konzentrieren, um die Balance wieder herzustellen. Die Hoffnung sagt, wir bleiben dran, wir stehen auf und gehen weiter. Geduld und Langmut sind Geschwister der Hoffnung. „Glaube an das Morgen, auch wenn das Heute dich überfordert“, sagt Walker. Dies ist die christliche Botschaft an unsere angstgeplagte Schweizer Mitbevölkerung.

  • Langlebigkeit

Zwischen 1880 bis heute hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen verdoppelt.

WhatsApp Image 2017-04-08 at 12.08.41.jpegIm Jahr 2030 werden ein Drittel der Schweizer Bevölkerung 60 Jahre und älter sein. Sah ein Leben früher so aus, dass man 15 Jahre lang ein Kind war, dann bis 65 arbeitete und etwa 70 Lebensjahre zu erwarten hatte, sieht ein Lebenszyklus heute so aus: 30 Jahre bis der Mensch mit dem Studium fertig und bereit zur Elternschaft ist, 30 Jahre Berufs- und Familienleben und 30 Jahre lang ein fittes Alter geniessen. Dr. Walker meint, wir sollten für die Zukunft mehr Senioren- statt Jugendpastoren ausbilden, denn die Fragen, Sorgen, Bedürfnisse aber auch Möglichkeiten dieser Gesellschaftsmehrheit werde uns als Christen herausfordern.

  • Globale Migration

Dieses Thema fordert uns Christen heraus, Versöhnung zu leben. Trennendes soll überwunden werden. Es wird eine Globalisierung des Christentums geben, eine Herausbildung eines grenzsprengenden, überkonfessionell christlichen Milieus. Die Christengemeinschaft wird neu herausfinden müssen, was „christlich“ ist, ohne sich ausschliesslich in der „Dagegen-Form“ zu definieren. (Gegen den Koran, gegen…)

  • Digitalisierung

Die Digitalisierung ist sowohl Chance wie Auftrag für uns Christen. Die Frage: „Ist ein Roboter der bessere Mensch?“, stellt Christen vor eine Herausforderung. Was macht den Menschen zum Menschen, im Gegensatz zum Roboter? Was ist der Sinn des Lebens? Wer kennt und versteht mich? Was ist ein Gott? Was ist ein Herz – ich habe doch für alles meinen Computer? Was macht meine Identität aus? Warum sollte ich Gott brauchen, wenn doch der Computer alles für mich erledigen kann, wenn die „künstliche Intelligenz“ alles weiss – bis hin zur perfekten Partnerwahl?

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Die Abschlussfrage Walkers: „Wie schafft ihr „christliche Kompetenzen“ für gesellschaftsrelevante Zukunftsfragen?“ ist nicht so auf die Schnelle zu beantworten, sondern wird eine Knacknuss für die Zukunft sein.WhatsApp Image 2017-04-08 at 12.08.46.jpeg

Was sind deine Hoffnungen und Ängste fürs 2018? Die neue Umfrage ist lanciert. Klick mich.

Blogparade Dankbarkeit

Via Twitter wurde ich auf auf eine Blogparade zum Thema Dankbarkeit aufmerksam.

Ich bezeichne mich selber als dankbare Frau. Ich muss mich dazu nicht extra bemühen, sondern es ist seit langem mein Lebensstil. Und selbst in der schwierigen Zeit, in der wir aktuell stehen, gibt es viel Grund zur Dankbarkeit.

Ich bin Gott dankbar dafür, dass:

  • ich IHN (Gott) mit 18 Jahren kennenlernen durfte und seitdem ganz bewusst als sein Kind auf dem Lebensweg unterwegs sein darf. Er ist mein bester Freund, hält, trägt, tröstet, stärkt, ermutigt, fördert, berät und kennt mich.
  • mein Mann und ich in diesem Jahr unseren 30. Hochzeitstag feiern dürfen. Er ist mein Lieblingsmensch und ich hoffe, dass wir uns noch lange geniessen können.
  • Andy und ich drei gesunde, zwäge Kinder haben, welche alle einen guten Weg gehen.
  • wir so schön wohnen. Wir haben See- und Bergsicht, wohnen in einem ruhigen Quartier und pflegen gute und teilweise freundschaftliche Kontakte zu unseren Nachbarn. Im Sommer sind wir in 5 Gehminuten am See und können jeden Tag ein paarmal schwimmen. Im Winter erreichen wir die Talstation zum Hausberg der Klewenalp, wo man toll Wintersport ausüben kann, innert 10 Gehminuten.
  • unser Kater Minouch seit 5 Jahren zu unserer Familie gehört. Er entlockt uns hie und da ein herzliches Lachen oder ein „jöööö“.
  • wir so gute Jobs haben, welche wir gerne ausüben. Seit August 16 habe ich eine zweite Stelle als Freelancerin beim Nidwaldner Blitz (die erste beim SCM Bundes-Verlag Schweiz). Beim Blitz erhalte ich viele spannende Aufträge und das kommt unserem Familienbudget sehr zugute.
  • wir gute Freunde haben, welche in jeder Not für uns da sind, aber auch mit uns die schönen Seiten des Lebens teilen, denn „geteilte Not ist halbe Not, geteilte Freude ist doppelte Freude.“
  • er uns die Musik geschenkt hat. Wie oft stellt mich ein Lied auf und wie wohl tut das Singen. Bald startet zum Glück wieder das Ennetbürger Chorprojekt. Dieses Jahr zum Thema „Mundartlieder“.
  • ich über Facebook, Twitter, Blog und Co. soviele wertvolle Kontakte knüpfen konnte.
  • mir das danken nie ausgeht und ich hier noch zehntausend andere Gründe aufzählen könnte. Danke Gott, dass eine gute Perspektive gibt. Danken zieht nach „oben“. Deshalb habe ich das Beitragsbild gewählt: Wofür kann ich danken – dies zu fokussieren, ins Visier zu nehmen, tut gut.

Ich bin gespannt auf eure Dankbarkeitsberichte. Ich denke, es ist wie ein Ping-Pong-Spiel: wenn ich aufzähle, wofür ich dankbar bin, löst das beim Gegenüber auch Dankbarkeit aus. Es hilft, sein Leben nach Dankbarkeitsgründen zu durchforschen – und wenn man dies teilt, wirkt es ansteckend. Also: wofür bist du dankbar? Mach doch auch mit.

 

LIEBSTER BLOG AWARD

Schön, dass Zora mich für den Liebster Blog Award vorgeschlagen hat. Danke für die Nominierung!

Hier meine Antworten auf Zoras Fragen:

1. Warum hast du angefangen, diesen Blog zu schreiben?

Nachdem ich auf Facebook hie und da längere Texte oder Fotos postete, wurde ich ermutigt, doch alles mal zu „verbloggen“. Diese Ermutigungen stammten hauptsächlich von Zora und Karin Mayerhofer Dobler. Lange Zeit sträubte ich mich gegen diese Idee und dachte: „Ach, wer wird schon Interesse an meinem Blog haben?“ Irgendwann hatte ich genügend Schreibmaterial zusammen und startete, einfach nur für mich selber. Egal, ob es andere lesen würden… Heute ist es mir nicht immer egal, ob ich nur für mich selber schreibe. Es wäre schön, es würden ein paar mehr mitlesen.

2. Wie kommst du zu deinen Texten? Was inspiriert dich?

Ausflüge, Reisen, Wanderungen, Ferien mit der Familie, aussergewöhnliche Erlebnisse. Es kann aber auch vorkommen, dass mich was beschäftigt, das in der weltweiten Welt grad so abgeht, sei es politisch, religiös, weltanschaulich. Dann zwickt es mich in den Fingern, meine Meinung zu verbloggen.

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3. Würdest du gerne vom Schreiben leben? Oder, wenn dies bereits der Fall ist: was musstest du unternehmen, damit du vom Schreiben leben kannst?

Ich lebe zu einem Teil vom Schreiben. Aber nicht vom Blog. Das heisst, wir sind als Familie auf mein Einkommen angewiesen, welches ich als Freelancerin beim SCM Bundes-Verlag und dem Nidwaldner Blitz verdiene. Wir sind vor 1.5 Jahren umgezogen und ich habe die Stellen als Hundesitterin und Hauwarting dabei verloren. Die neue Miete beträgt aber Fr. 500.– mehr als vorher. Der Lohn, den ich bei beiden Stellen verdiene plus mein Engagement als Testkundin und als Kindergottesdienstmitarbeiterin der Reformierten Kirche decken in etwa diese Lücke.

Klar wäre es schön, auch mit dem Blogschreiben etwas zu verdienen. Ich könnte mir vorstellen, für die SBB oder andere Unternehmen gegen Bezahlung von unseren Reisen zu erzählen. Ich habe bei den zuständigen Stellen schon ein paarmal angeklopft deswegen. Wer weiss, vielleicht klappt es irgendwann? 😉

4. Wie sähe dein perfekter Tag aus?

Ich erlebe viele perfekte Tage. 😉 Ich bin zufrieden und glücklich, wenn meine Liebsten einschliesslich Katze Minouch und ich gesund sind, wenn ich das tun kann, was ich am liebsten mache: schreiben. Wenn meine Schreibergüsse dazu noch beachtet werden, ist mein Tag perfekt. Sahnehäubchen sind sonniges, warmes Wetter, eine tolle Unternehmung mit der Familie und interessante Fotosujets.

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5. Wer hat dich in deinem Leben massgeblich geprägt?

Meine Eltern. Sie haben mir viel an Werten mitgegeben. Später Predigten und das Leben in diversen Freikirchen. Sowohl im Positiven wie leider auch im Negativen. Auch das Leben mit eigenen Kindern hat mich geprägt. Ich lernte viel durch sie und mit ihnen zusammen. Vor allem lernte ich mich selber durch meine Kinder von einer anderen Seite her kennen.

6. An welches Erlebnis aus deiner Kindheit denkst du gerne zurück?

Ich denke viel und gern an gemeinsame Wanderferien in der Schweiz zurück. Mit meinen Eltern war ich nie im Ausland, lernte aber wohl jeden Ecken im eigenen Land kennen. Ich bedauerte zwar, dass meine 8 und 10 Jahre älteren Geschwister meistens nicht mit uns in die Ferien fuhren, hatte aber viel Spass mit meinen Eltern zusammen. An den Abenden lachten wir beim Spielen zusammen, bis uns die Bauchmuskeln schmerzten und die Augen tränten. Nie erlebte ich meine Eltern glücklicher als an solchen Ferienabenden.

7. Dürrenmatt oder Frisch?

Weder noch. Ich musste Werke von beiden in der Töchterhandelsschule Luzern lesen, konnte mich aber persönlich nie erwärmen – weder von der einen noch der anderen Literatur.

8. Welche Gegend magst du am liebsten und warum?

Ich mag die Schweiz und das Leben hier. Die abwechslungsreiche Landschaft und die ruhige, politische Lage, welche mir Sicherheit vermittelt.

Als wir als Familie in Australien waren, sagte ich an der Ostküste: „Falls Auswandern einmal ein Thema wäre, könnte ich mir ein Leben hier vorstellen.“ Dies, weil im Atherton Tableland sowohl Berge, Seen wie in der Schweiz vorkommen, aber auch Regenwald, Städte und das Meer. An ein und demselben Tag könnte man in den Bergen wandern und im Meer baden.

9. Wenn du nicht bloggen würdest (und es kein Internet gäbe), was würdest du dann tun?

Ich würde Tagebuch und Briefe schreiben. Die Wahrscheinlichkeit, ein Buch zu schreiben, wäre ohne Internetanschluss grösser, als es aktuell ist. Vielfach verbringe ich zu viel Zeit bei Facebook, Twitter, Instagram. Diese fehlt mir dann, um mich fantasievoll der Entwicklung einer Geschichte anzunehmen. Ich habe im Rahmen des Novemberschreibens einen Roman verfasst mit dem Titel „Die Liebe ist rot“, der aber leider keinen Verlag fand. Zudem ein Kinderbüchlein. Ein weiterer Roman liegt irgendwo unvollendet auf einer externen Speicherplatte.

Ich würde mich wahrscheinlich zudem vermehrt dem Fotografieren widmen und Kurse belegen.

10. Glaubst du an das Gute im Menschen? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?

Ich bin ein naiver Typ. Wurde mir schon oft gesagt. Ich gehe immer davon aus, dass es mein Gegenüber gut mit mir meint. Ausschliesslich gut. Und falle dann halt vielfach auf die Nase. Dennoch möchte ich mir diese Art der Naivität nicht nehmen lassen, denn ich würde mir gleichzeitig viele schöne Erlebnisse mit völlig Unbekannten nehmen lassen.

Von meinem Glauben und persönlichen Lebenserfahrungen her weiss ich, dass jeder Mensch zum Egoismus tendiert. Doch weil ich mich selber mit Schwachheiten erlebe, bin ich grundsätzlich gnädig mit meinen Mitmenschen. Ich kann mich zwar schnell aufregen, teile dann das auch mit, vergebe und vergesse aber genauso schnell wieder.

11. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der bloggen möchte? 

Probieren geht über studieren!

Ich habe mir kein Konzept erstellt, über was ich bloggen möchte, sondern einfach begonnen, von meinem Leben zu erzählen. Von dem, was ich tue und denke. Die Handhabung via WordPress war zu Beginn eine grosse Herausforderung. Ich habe einfach ausprobiert, nichts darüber gelesen, mich durchgeklickt – und es hat funktioniert. Ich mag es nicht, wenn ich für etwas, das ich tun möchte, zuerst Bedienungsanleitungen und Bücher studieren und wenn möglich noch Seminare besuchen muss. Wenn ich etwas tun möchte, dann muss es subito geschehen können. Nicht nur in dieser Beziehung bin ich ein ungeduldiger Mensch. 😉 Fang einfach an. Tu den ersten Schritt. Und bei konkreten Fragen bin ich für dich da.

Die Regeln, wenn ihr nominiert wurdet:

1. Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt sie auf eurer Seite.

2. Kopiert das Emblem oder holt euch ein zu euch passendes aus dem Netz und stellt es sichtbar auf die Award-Seite. (Ich sah keines bei meiner Vorgängerin und habe deshalb auch keines verwendet. Könnt diesen Punkt also streichen.)

3. Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden und veröffentlicht sie auf eurer Seite.

4. Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt und stellt die Fragen auf eurem Blog.

5. Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.

6. Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiter empfehlen wollt. Das sollten möglichst solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten.

7. Stellt die neuen Nominierungen auf eurer Seite vor und gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt.

Meine 11 Fragen an euch (die ihr gerne mittels Worten oder auch Bildern beantworten dürft)

  1. Wo siehst du den Vorteil eines Blogs gegenüber von Facebook oder anderen Social Medien?
  2. Würdest du deinen Blog auch dann weiter führen, sollte kein einziger Mensch ihn lesen?
  3. Was würdest du bei Gmerkigs gern lesen?
  4. Verdienst du mit deinem Blog Geld? Falls nein – wäre das dein Wunsch, strebst du es an? Falls ja: wie hast du das zustande gekriegt?
  5. Wann hast du mit deinem Blog gestartet? Gab es dafür einen bestimmten Grund?
  6. Gibt es etwas, das deinen Blog speziell macht, ihn abhebt von anderen mit ähnlichen Themen?
  7. Könntest du dir vorstellen, auszuwandern? Falls ja: wohin und weshalb dort hin? Falls nein: warum nicht?
  8. Liest du regelmässig andere Blogs, hie und da oder gar nicht?
  9. Bist du mit deinem Leben zufrieden? Oder was fehlt dir zum Glücklichsein?
  10. Wie häufig veröffentlichst du einen neuen Blogbeitrag?
  11. Welche Rolle spielt Gott in deinem Leben?

Hier die Blogger, die ich nominiere:

Karsten Socher, ein Fotograf, den ich über das Projekt der 99 ig Fotografen persönlich kennen gelernt habe. Heike und er haben uns schon ein paarmal besucht. Das Treffen zwischen Weihnachten und Neujahr entwickelt sich schon fast zu einer lieben Tradition. 😉

Am Twittertreffen mit SBB CEO Andreas Meyer, lernte ich Andreas Schweizer kennen. Er ist einer der SBB-Servicescouts und ich lese hauptsächlich sehr gerne über Twitter, was er alles zu erzählen hat.

Markus Schmid ist mein treuster Leser. Sei es auf Facebook, Twitter oder über diesen Blog. Er beachtet mich, kommentiert, interessiert sich. Dafür möchte ich dir, Markus einmal danke sagen.

Johannes Mairhofer war der Initiant der 99Fotografen. Ich habe dort mit Begeisterung mitgemacht und bin ihm dankbar für dieses Projekt. Denn erstens lernte ich enorm viel über die Fotografie und zweitens erweiterte sich mein Bekanntenkreis um einige interessante Persönlichkeiten.

Benno hat mich ermutigt, die alten Kameras, welche beim Zügeln zum Vorschein kamen, auszuprobieren. Es wäre schön, Benno, wenn du obige 11 Fragen beantworten und bei dieser Blogparade mitmachen würdest.

Andrea Jerger hat das SBB SOME organisiert, ist wie Andreas Schweizer, SBB Sevicescout und ich bin ihr sehr dankbar für das unvergessliche SBB Twittertreffen.

Auch Martin Rechsteiner lernte ich am SBB SOME kennen. Ich lese gerne mit, wenn er über seine Ausflüge mit der Familie berichtet. Vielleicht magst du zur Abwechslung obige 11 Fragen verbloggen?

Gaby Rudolf – ist dein Blog noch aktiv?

Gaby, Benno und Johannes Mairhofer lassen sich entschuldigen – keine Lust oder Zeit, hier mit zu machen. Vielleicht magst du, Sven? Bist der Erste und bisher Einzige Liker hier. 😉