Sich einmal fühlen wie ein VIP (Very Important Person) im Spa Hotel Villa Honegg

Vorbemerkung: dieser Blogbeitrag wurde weder vom Hotel Villa Honegg noch von einem anderen Werbepartner  gesponsert.

Der Blick, wenn wir zuhause am Esstisch sitzen, geht jeden Tag in Richtung Rigi, Bürgenstock und Vierwaldstättersee. Wir wandern oft in unserer wunderschönen Zentralschweiz – im Herzen der Schweiz, wie es ein neues Video des Kanton Nidwaldens treffend beschreibt.

Ich erinnere mich, wie wir am 8. Dezember 2016 nach einer Wanderung auf dem Bürgenstock oberhalb des Hotel Villa Honegg auf den Pool hinunterblickten und zueinander sagten: „Nun ja – wir können die atemberaubende Aussicht ja genauso geniessen, ob wir uns nun im oder ausserhalb des Pools befinden.“

Heute gebe ich zu: es schwang nebst Bedauern auch Neid mit in dieser Aussage. Denn wir würden uns den stolzen Eintrittspreis in den Spa-Bereich dieses 5-Sternehotels nie leisten können oder wollen.

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Wie schön, wenn liebe Mitmenschen sowas aus unseren Bemerkungen heraushören und daran denken, wenn sie überlegen, was sie einen zum Geburtstag oder auf Weihnachten schenken könnten. Und so erhielt mein Mann zu seinem  55. Geburtstag im April 2017 von seinen zwei erwachsenen Töchtern einen Gutschein für eben diesen Wellnessbereich. Glücklicherweise liessen sie ihn für zwei Personen ausstellen. 😀

Am 11.11.17 auf 11.11 Uhr reservierten wir unsere besondere Auszeit. 

Bereits am Empfang fühlen wir uns „königlich“. Man merkt, dass diese Jugendstil-Villa ein 5-Sterne Superior Hotel ist. Persönlich werden wir zu den Umkleidekabinen geleitet. Ein Kästchen für unsere Kleider sei vorbereitet worden, informierte man uns und es enthalte Badetücher und je einen Bademantel. Pflegeprodukte würden in der Duschkabine bereit liegen. Wir wären froh gewesen, hätten wir gewusst, dass wir keine eigenen Frottéetücher und Bademäntel mitzubringen brauchten. Denn wir reisten mit auffällig dicken IKEA Taschen an. 😛

Als Erstes wollen wir natürlich sofort im berühmten Edge-Pool „sprudelen und bädelen“. Berühmt, ja „viral“ ging er im Internet, als der Reiseblogger Loucos Por Viagem sein Erlebnis davon weltweit teilte. Die Webseite des Hotels ging damals zeitweise down. Von einer „Treppe zum Himmel“ war in den Kommentaren die Rede und Vergleiche mit der Narniawelt wurden angestellt . Deswegen hat sich Hotel zwischenzeitlich ein ausgeklügeltes System entwickelt, um Gästen weiterhin Ruhe im Spabereich zu gewähren. „Es hängt davon ab, wieviele Hotelgäste wir aktuell beherbergen und die Wetterlage spielt eine Rolle“, meint Frau Von Holzen, als ich sie frage, wieviele Gäste sie zeitgleich ins Spa einlasse. Während unseres 4-stündigen Besuchs, befanden wir uns mit 3 anderen Paaren zusammen im gesamten Bereich. Dies war eine sehr angenehme Anzahl an Personen. Wir verteilten uns im Aussen-, im kühleren Innenpool, in der Sauna und dem Dampfbad. Es standen grad 8 Liegen zur Verfügung. Weil sich nicht immer die genau gleichen 8 Personen im Bad befanden, kam es vor, dass Liegen noch mit Tüchern der Vorgängern besetzt waren. Doch es ging nie lange und sie wurden von Mitarbeitenden entfernt und neue Tücher wurden schön drapiert bereitgelegt. Diese Mitarbeiter waren auch fleissig beim Boden aufwischen und Kontrollieren, ob noch genügend Früchte, Knäckebrot, Tee, Bouillon und Mineralflaschen bereit liegen. Wir schätzten diese Gratisangebote. Wenn es wärmer gewesen wäre, hätten wir uns im Aussenbereich auf Liegen bequem machen können. Während unseres Besuches war das Wetter diesig, manchmal tröpfelte es sogar leicht.

Das Erlebnis, sich in diesem Aussenpool aufzuhalten, sich von Boden-, Wänden-, und Liegesprudeln massieren zu lassen mit der traumhaften Aussicht, war dann wirklich traumhaftes. Selbst für uns, welche die Aussicht ja kennen. Aber wir sind noch nicht abgestumpft und geniessen es, hier wohnen zu dürfen.

Ich habe mir überlegt, dass von einem Baden in diesem wunderschönen Aussenpool nur bei einem Schneesturm, Gewitter und dickstem Nebel abzuraten ist. Das Wetter muss nicht zwingend strahlendblau sein – auch wir genossen unseren 4-stündigen Aufenthalt rundum. Wir fühlten uns verwöhnt wie VIP’s und mussten uns zugestehen, dass der Preis unter den Umständen, dass man die Ruhe in diesem aussergewöhnlichen Pool mit der phänomenalen Aussicht wirklich geniessen kann, gerechtfertigt ist. Wir können einen Besuch dort wärmstens empfehlen. Buchungen bis Ende Jahr sind leider nicht mehr möglich, wie man der Webseite des Hotels entnehmen kann, aber fürs 2018 kann man bereits jetzt einen Termin reservieren.

 

#SchweizImHerzen Fotowettbewerb von Schweizer Radio und Fernsehen SRF

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Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF schrieb im Herbst auf Twitter einen Fotowettbewerb aus. Gesucht waren Fotos von schönen Orten in der Schweiz. Bilder, welche von Herzen kommen und zeigen, wie wir die Schweiz im Herzen haben.

6 Teilnehmer haben gewonnen – und mein Foto, aufgenommen auf dem Bürgenstock war dabei. Als Preis gab es am Freitag, 17. März 2017 eine Führung durchs Fernseh- und Radiostudio, und ein feines Apéro.

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Jeder von uns Gewinnern durfte bis zu zwei Begleitpersonen mitnehmen. Zum Glück konnten mein Mann und Sohnemann an der Arbeit frei nehmen.

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Foto von Karin Mayerhofer Dobler

Geplant gewesen wäre ein Treffen mit Nick Hartmann. Doch der Pechvogel liegt im Spital. An dieser Stelle: gute Besserung. Im Fernsehstudio trafen wir Sandra Boner und Thomas Bucheli von Meteo.

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Foto von SRF

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Als wir im Radiostudio eintrafen, beendete Bernhard Schär grad ein Telefonat mit Roger Federer und teilte uns die „Breaking News“ mit: Roger Federer ist eine Runde weiter, weil sein Gegner Kyrgios aufgrund einer Magenverstimmung aufgeben muss. Man lerne daraus: iss nie dasselbe Menü wie dein sportlicher Gegner. 😉

Bildschirmfoto 2017-03-19 um 13.36.30.pngIm Radiostudio durften wir Livesendungen moderiert von  Joschi Kühne, Bernhard Schär, Mario Torriani und Marco Thomann mit erleben.

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Zwischen den Ansagen gab es ab und zu ein paar freie Minuten, während denen wir die SRF Mitarbeiter mit Fragen löchern konnten. Zudem stiegen wir ins tiefste Archiv hinunter,

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sahen einen Schallplattenreiniger

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und auch das Hörspielstudio. Das einzige Studio schweizweit, in dem für ein Radio Hörspiele live aufgenommen werden. Die Geräusche stammen nicht alle aus „digitalen Konserven“, sondern werden auch heute noch oft selber produziert. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das, was der Schauspieler spricht, mit einem Geräusch untermalt wird. Zum Beispiel bei Schritten im Schnee während eines Gesprächs. Dieses Studio kann übrigens gemietet werden.

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Während der Führung erfuhren wir ein paar interessante Fakts über SRF:

  • Pro Monat erreichen ca. 10’000 schriftliche Feedbacks die Redaktion von SRF. Sie alle wollen möglichst schnell und kompetent beantwortet werden.
  • Die Moderatoren werden nicht geschminkt, um vor die Kamera zu treten, sondern weil das TV HD-Qualität zeigt und bei normaler Theaterschminke immer noch Hautunreinheiten sichtbar werden, erhält das Gesicht mit einem Airbrush das perfekt geeignete Erscheinungsbild. Die Schminke wird also ganz fein aufgesprüht.
  • Die Moderatoren tragen nicht ihre Privatkleider im Fernsehstudio oder auf dem Meteodach, sondern werden von Profis eingekleidet.
  • Für Fr. 1.20 pro Tag kann jeder Bewohner der Schweiz rund um die Uhr 17 Radio- und 7 Fernsehsender, sowie das Onlineangebot von SRF benutzen.Dies ergibt einen jährlichen Betrag von 451 Franken an Gebühren pro Person.
  • Eine solche Führung, wie wir sie erleben durften, kann jeder buchen. 23’000 Menschen blicken jedes Jahr auf Studioführungen hinter die Kulissen von SRF. Es ist auch möglich, im Publikum Sendungen vor Ort mit zu verfolgen. Diese Möglichkeit nutzen 24’000 Menschen pro Jahr.

Mein Mann, Sohn und ich danken SRF für diesen interessanten Einblick, welchen wir an diesem Tag geniessen durften.

Altweibersommer oder Indian Summer

„Altweibersommer“ – Hand aufs Herz, was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie diesen Ausdruck hören? Geht es Ihnen wie mir? „Weiber“, was für ein frauenfeindlicher Ausdruck. Aber er klingt gleichzeitig sehr altertümlich und deshalb gehen wir Frauen lachend darüber hinweg, könnte man jedenfalls meinen. Nicht alle sind jedoch dazu imstande.

Eine 78 jährige Darmstädterin fand diesen Begriff in den Lokalmedien derart diskriminierend gegen Geschlecht und ihr Alter, dass sie 1989 dagegen eine Klage einreichte. Sie hatte keinen Erfolg. Das Landgericht befand, der “Altweibersommer“ dürfe seinen Namen behalten. Die Begründung war, dass der Begriff aus einer Zeit stamme, in der die beleidigte Klägerin noch gar nicht geboren war und bei dessen Verwendung keine Persönlichkeitsrechte älterer Damen verletzt würden.

Woher stammt der Ausdruck „Altweibersommer“?
Mitte September bis Mitte Oktober wird unser Wetter oft durch ein Festlandhoch über Osteuropa bestimmt. In Wetterstatistiken ist dieses Wetterphänomen seit rund 200 Jahren nachweislich festgehalten. Dieses Hoch erlaubt eine wunderbar gute Fernsicht. Es färbt das Laub schön und lässt uns kurzzeitig fühlen, als ob der Sommer nochmals zurückkehren würde, denn es bringt trockene Luft nach Mitteleuropa.

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Auf dem Schächentaler Höhenweg bei Urigen. (Kt. Uri) Der Blick geht Richtung Klausenpass.

Doch warum wird diese Schönwetterperiode „Altweibersommer“ genannt? Wenn Spinnen ihre Netze knüpfen, so nannte man das altdeutsch „weiben“ (entspricht dem heutigen „weben“). Der laue Wind des Hochdruckphänomens lässt Spinnen an ihren zarten Fäden durch die Luft fliegen und besonders weitflächige Netze bauen. Die Nächte im Frühherbst sind kühl und bilden Tau. In klaren Nächten sind taubenetzte Spinnweben besonders gut zu erkennen. Diese glitzernden Fäden erinnerten unsere Vorfahren an lange, silbergraue Haare älterer Frauen. Damals war Weib noch kein Schimpfwort für Damen. „Alt“ ist in diesem Zusammenhang mit «spät» gleich zu setzen. Der Altweibersommer ist demnach der Spätsommer oder Nachsommer. So kam es im 19. Jahrhundert dazu, dass der Frühling „Junger Weibersommer“ und der Herbst entsprechend „Alter Weibersommer“ genannt wurde.

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Auf dem Bürgenstock, Kanton Nidwalden

Ist der „Indian Summer“ dasselbe wie der „Altweibersommer“?

In anderen Ländern werden im Frühherbst ähnliche Wetterphänomene wie bei uns beobachtet. In Amerika heißen diese Tage “Indian Summer“ (Indianer-Sommer). Wer denkt dabei nicht sofort an Bilder von prächtig gefärbten Laubbaumwälder Kanadas! Die Herkunft dieses Begriffes ist umstritten. Eine mögliche Deutung sagt, „Indian Summer“ erinnere daran, wie die Weissen nach Westen zogen und indianische Gebiete zu erobern begannen. Manchmal wussten sich Ureinwohner nicht anders zu wehren, als dass sie Zugeständnisse machten, welche sie nie wirklich einzuhalten gedachten. Die Weissen warfen ihnen vor, Geschenke nur in heuchlerischer Absicht zu übergeben. Deshalb wurden diese Tage im Frühherbst, welche ausgaben, sie seien wie der Sommer, gleichgesetzt mit dem, was die Pioniere als „indianische Mogelpackung“ empfanden. Die Tage mögen warm sein, die Nächte sind aber oft bereits empfindlich kalt. Wir wissen es, der Spätsommer ist ein letztes Aufbäumen vor dem unaufhaltsamen, kälteren Herbst. Doch nichts desto trotz, lasst uns diese Tage geniessen!

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Auf der Wanderung in der Aaschlucht ab Engelberg

Zu diesem Thema habe ich mich gewagt, etwas zu dichten. 😉

Sind die Tage im September erstaunlich warm,

webt die Spinne ihr Netz mit silbrigem Garn,

färbt das Laub der Bäume sich herrlich schön

und die Weitsicht in den Bergen ist klar dank Föhn,

dann nennt man das hierzulande Altweibersommer

und in Amerika ist es der Indian Summer.

Regula Aeppli

 

Altwiber und Indian Summer, isch das s gliche?

Ja, das isch denn, wenn dä Summer nid wett wiche

und es Hochdruckgebiät tuet schalte und walte.

Das isch sitt 200 Jahr i dä Schtatistike feschtghalte.

Diä Tag sind im Septämber, Oktober gläge.

Ich meinti, uf ihne liggt ä bsundrige Säge.

Denn diä Tag sind warm, s Laub bunt, d Sicht wyt.

Aber s isch halt glich so: bald chunnt ä chalti Zyt.

Regula Aeppli

 

Bauernregeln:

September warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.

Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar.

Hilft der Oktober nicht mit Sonne, hat der Winzer keine Wonne.

 

P.S. Dieser Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst. Er erschien zusammen mit diesen, meinen Fotos am 22. September 2016.