„Geburtsanzeige“ ;-) Gmerkigs-Shop

Ich habe die grosse Freude, euch die „Geburt“ des Gmerkigs-Shops zu verkünden. Ich kann zwar auch hier im Gmerkigs-Blog was zum Verkauf anbieten, aber zu diesem Zweck ist meine Blogdarstellung unübersichtlich. Deshalb habe ich mich entschieden, für meine Produkte einen eigenen Gmerkigs-Shop zu eröffnen. Ihr findet ihn unter diesem Link (anklickbar). Ich biete zur Zeit Produkte aus meinen selbstgeknipsten Fotos, Bücher mit meinen Beiträgen und eigene Bilder an. Bezahlen könnt ihr via Paypal. 

Bei Fragen bin ich via Facebookmessenger, Twitter oder via Kontaktformular im Gmerkigs-Shop für euch da. Viel Spass beim Stöbern und Shoppen. 

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Wandkalender 2019 – mit 13 meiner Fotos bei mir bestellen

Hoi zäme,

ich versuche etwas Neues. 😉 Am Arbeitsplatz meines Mannes hängt jedes Jahr ein schön grosser Landschaftskalender. Bisher kauften wir ihn stets im Fachhandel. Dieses Jahr hatte ich die Idee, einen solchen Wandkalender auf Weihnachten selber zu gestalten – mit 13 ausgewählten Fotos, welche ich alle im vergangenen Jahr geknipst habe. Es sind dabei auch Erinnerungen an Erlebnisse, von denen ich einige verbloggt habe. In der Bildlegende habe ich diese Blogbeiträge verlinkt.

Psssst – verratet meinem Mann mein Geheimnis nicht. 😀

Heute brachte der Pöstler diesen Kalender – und ich bin hellbegeistert von der Qualität.

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Bildlegende:

Titelblatt: Laternen auf unserem Küchenbalkon erleuchten die Dunkelheit
Januar: Rose mit Schneehäubchen in unserer Nachbarschaft
Februar: Schneeschuhtour auf dem Wirzweli, Kanton Nidwalden
März: Wildblumenwiese im Silbertal, Österreich
April: Aussichtspunkt Vorder Bärchi, Kanton Uri
Mai: Kastanienblüten am Thunersee
Juni: Wanderung Emmetten nach Hause. Hier Aussicht nach Beckenried
Juli: für den Personentransport zugelassene, offene Seilbahn im Vorder Bärchi
August: Golzernsee, Kanton Uri
September: kleine Eidechse auf der Wanderung Isenthal – Vorder Bärchi
Oktober: Baumgruppe in Urigen, Kanton Uri
November: Wiegensee, Hochmontafon, Österreich
Dezember: Kater Minouch als Teil der Krippenszene

Ich möchte euch so gern an meiner Freude teilhaben lassen und lasse gern weitere, identische Kalender herstellen. Auch wenn meine Fotos mit persönlichen Erinnerungen zusammenhängen, so stellen sie doch auch für „neutrale“ Betrachter einen schönen Blickfang fürs Auge dar. Wem könntet ihr mit einem solchen Kalender eine Freude bereiten?

Ihr könnt sie über den Paypal Button bei mir bezahlen und sobald ich die Bezahlung erhalten habe, geht der Kalender in Produktion. Der Versand erfolgt direkt an den Besteller. Auf das Titelblatt könnt ihr euren eigenen Wunsch drucken lassen. Gebt mir eure Wunschzeilen an – haltet euch dabei möglichst kurz.

Wandkalender A2 Panorama

Digitaldruck mit Hochglanz-Veredelung. Nach Zahlungseingang werde ich den Kalender in Auftrag geben. Der Preis ist der Totalpreis, inklusive Versandgebühren. Per Mail an aeppli@sunrise.ch bitte einen gewünschten Kurztext fürs Titelbild angeben, plus die Lieferadresse.

98,00 CHF

Ich bin gespannt, mit wem ich meine Begeisterung an diesem tollen Produkt teilen darf.

Produktinfos:

Masse:

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Einzelpreis inklusive Versandgebühren: Fr. 98.– Bezahlung nur in Schweizer Franken möglich.

Versand nur innerhalb der Schweiz. Nach Deutschland, Österreich auf Anfrage denkbar. Preis in Euro wären in so einem Fall aktuell 86.– (Tageskurs 15. Nov. 18) Ich behalte mir vor, diesen Preis nach dem Tageskurs der Bestellung zu verrechnen. 

Gleichzeitig mit der Bezahlung per Paypal, schickt ihr mir bitte per Mail auf aeppli@sunrise.ch den Wunschtext fürs Titelblatt plus natürlich die Lieferadresse, sonst weiss ich nicht, an wen ich das Ganze versenden darf. 😉

Auf die Plätze fertig los – ich bin so aufgeregt und gespannt, ob jemand vom Angebot profitieren wird. 😀

Autismus – Im Gespräch mit Reto Odermatt, Präsident Verein Autismus deutsche Schweiz und seinem Sohn Marco Odermatt, Autist

Diesen Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst. Publikation am 7. November 18

Sie ecken vielfach an, werden gar als frech empfunden, können sich schwerlich in andere einfühlen, haben Schwierigkeiten Freunde zu finden, vermeiden oft den Blickkontakt und bevorzugen geregelte Tagesabläufe und Rituale – Menschen mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Menschen mit dieser Diagnose, haben aber auch ganz viele Stärken. So sind ihnen Hintergedanken und Lügen fremd und wenn sie sich für ein Thema interessieren, vertiefen sie sich meist mit grosser Konzentration und Ausdauer darin. Wie es der Name «Spektrum» ausdrückt, ist die Spannbreite des Autismus gross und Störungen zeigen sich sehr unterschiedlich. So kann es sein, dass ein Autist nicht sprechen kann und ein anderer fast nicht zu bremsen ist in seinem Sprachfluss. Der Begriff «Autismus» kommt aus dem Griechischen und meint jemand, der «sehr auf sich bezogen ist».

Formen des Autismus-Spektrums

Autistische Merkmale können einerseits früh im Leben sehr ausgeprägt auftreten oder so, dass sie erst viel später auffallen. Symptome von Autismus zeigen sich in der Sprache, in Auffälligkeiten der sozialen Interaktionen (Mimik, Gestik, ungeschickte Kontaktaufnahme) und indem Betroffene stereotype Verhaltensmuster an den Tag legen. Dies meint zum Beispiel das unaufhörliche Drehen an Rädern von Spielzeugautos, Aufreihen von Gegenständen oder indem sie Mühe mit Programmänderungen haben. Der 20-jährige Marco Odermatt, erhielt die Diagnose «frühkindlicher Autismus» im Alter von zwei Jahren. Sein Vater, Reto Odermatt, Präsident des Vereins Autismus deutsche Schweiz, erinnert sich: «Wir haben extrem schwierige Zeiten erlebt als Eltern eines autistischen Kindes. Niemand kannte damals Autismus. Wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, begrüsste mich Marco nie, sondern war nur physisch anwesend und wirkte ansonsten apathisch. Ich konnte Marco lange Zeit gar nicht auf den Arm nehmen und keinen Augenkontakt herstellen. Heute hat Marco grosse Fortschritte gemacht. Er nimmt sogar Blickkontakt auf und hat sich in jahrelangem Training selber das Schreiben angeeignet.» Sind bei Kindern nicht alle drei Bereiche der Sprache, sozialen Interaktionen und Verhaltensmuster auffällig, spricht man von atypischem Autismus. Sind die Merkmale noch weniger deutlich erkennbar, wird oft sogar erst im Erwachsenenalter die Diagnose Asperger-Syndrom gestellt. Solche Menschen zeigen in den ersten Lebensjahren eine normale Entwicklung und frühestens im Zusammenleben mit anderen Menschen Auffälligkeiten. So haben sie Schwierigkeiten, Empathie zu empfinden und verstehen Ironie oder Wortspielereien wörtlich. Manche Menschen mit dem Asperger-Syndrom haben eine Vorliebe für Formeln, Fahrpläne, technische und historische Daten. Sie sind oft geruchs-, geräusch-, berührungs- und lichtempfindlich.

Ursache und Förderung

Autismus-Spektrum-Störungen entstehen nicht durch Erziehungsfehler. Die Ursachen sind bis zum heutigen Tag nicht restlos geklärt. Man nimmt an, dass genetische und biologische Abläufe vor, während und nach der Geburt das Gehirn beeinträchtigen und eine Autismus-Spektrum-Störung auslösen könnten. Als die Familie Odermatt die Diagnose bei ihrem Sohn erhielt, fühlten sie sich damit überfordert und suchten vergeblich Unterstützung vor Ort. Heute ist Reto Odermatt Präsident des Vereins Autismus deutsche Schweiz. Hier erhalten Betroffene und deren Familien vielfältige Auskünfte und finden eine Austauschplattform. Der Verein organisiert Tagungen und engagiert sich in Politik und Gesellschaft. Er zählt aktuell 1500 Mitglieder. In der Schweiz leben, laut Auskunft des Vereins, rund 80’000 Menschen mit der Diagnose ASS.

Marco Odermatt, 20 Jahre alt, Autist

Marcos Woche sieht so aus, dass er jeweils drei Stunden vor- und drei Stunden nachmittags zuhause von drei Betreuerinnen gefördert wird. Sein Vater, Reto Odermatt, erklärt: «Das Vorgehen ist sehr strukturiert und wird monatlich an die Bedürfnisse von Marco angepasst. Schreiben, Logikspiele, Zusammensetzspiele, Übungen am PC, Arbeiten im Haushalt gehören dazu. Montags, mittwochs und freitags, geht Marco in die Schreinerei Biber und Specht in Dallenwil arbeiten. Er hat dort eine 1:1 Betreuung, denn seine Mutter begleitet Marco zur Arbeit.»

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Interview mit Marco Odermatt

Die gegenseitige «Du-Form» war abgesprochen und die Interviewfragen hat Marco Odermatt schriftlich beantwortet, da er nicht zu sprechen vermag.

Wenn du Mitmenschen beobachtest, bemerkst du dein «Anders-Sein». Wo fällt dir das am meisten auf? Macht dir das Mühe?

Dass ich anders bin, merke ich, wenn Leute mich manchmal blöd anschauen. Sie haben einfach keine Ahnung, wie das für mich ist. Es ist nicht schön für mich. Aber ich habe so viele gute Leute um mich. So bin ich glücklich und habe viel Spass.

Wie sollen dir die Mitmenschen begegnen, was wünschst du dir von Ihnen?

Die Leute sollen ganz normal mit mir sein. Auch ich habe Spass am Leben.

Macht dir deine Arbeit Spass?

Arbeiten tu ich gerne. Das macht mir grossen Spass. Ich habe gute Leute da.

Welches sind deine Hobbys?

Ich reite sehr gern. Dann noch: wandern auf einem Berg, schwimmen mit Papa, Autofahren mit Leuten, Computerspiele machen und Puzzle mache ich auch gern.

Bist du zufrieden mit deinem Leben?

Ja, ich bin sehr zufrieden.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Ich wünsche mir, dass alles noch lang so weitergeht. Auch dass ich noch weiter zu Hause sein kann. Es ist am Schönsten da.

Was sollen die Leser des Nidwaldner Blitz über Autismus wissen?

Alle Leute müssen wissen, dass wir anders sind. Wir denken anders. Wir brauchen viel Hilfe. Wir haben nicht gern zu viele Leute auf einmal. Zu viel und grossen Lärm, mögen wir nicht. Wir haben auch mal gern Ruhe. Für mich ist es schlimm, wenn die Leute meinen, ich sei blöd. Das stimmt nicht. Ich verstehe alles, wenn sie reden. Sie sind nicht viel gescheiter als ich. So habe ich auch viele gute Seiten. Ich bin eigentlich sehr glücklich.

 

Marco Odermatts Vater schliesst mit einem Plädoyer: «Sparen wir nicht auf Kosten von Menschen mit Autismus! Investieren wir in diese Menschen. Denn sie können gezielt gefördert werden.  Dies zeigt die erfreuliche Entwicklung von Marco. Dazu braucht es aber eine intensive individuelle Förderung. Da reichen ein paar Stunden Zusatz-Betreuung pro Woche, beispielsweise in der Schule, nicht aus. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang die Familien. Speziell die Eltern sind mit einem Kind mit Autismus extrem belastet und gefordert. Da wünsche ich mir auch mehr Unterstützung. Geht unbedingt offen auf autistische Menschen zu und übt euch in Toleranz. Sie haben eine spezielle Wahrnehmung und verhalten sich auch entsprechend anders als wir. Lasst euch überraschen!»

Regula Aeppli-Fankhauser

 

 

 

 

Öbere Gotthard flüged d’Bräme

Lästige Brämis (Schweizerdeutsch für Bremsen – Insekten) waren wir wohl für die insgesamt 5 SBB MitarbeiterInnen, welche wir um Auskunft für unseren Ausflug über den Gotthard baten. Wir wollten bewusst die alte Bahnstrecke befahren mit den Kehrtunnels und dem „Chileli vo Wasse“ und erst auf der Heimreise die Strecke durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt wählen. Denn wir planten einen gemütlichen „Mädelstag“, meine Schwester, älteste Tochter und ich. Der Weg sollte das Ziel sein. Doch bei den SBB Angestellten stiessen wir auf Unverständnis. Heute will doch jeder möglichst schnell von A nach B kommen, damit man am Zielort zackig beginnen kann, sich zu erholen.

Vor unserer Erholung stresste uns die online Fahrplanauskunft, denn die Strecke über den Gotthard ist gut versteckt. Der Fahrplan gibt ausschliesslich die schnellste Verbindung an, ausser man wählt ein „Via“, aber man muss wissen, welches. Bei unserer Verbindung, so beriet mich ein Twitter-User, musste es nicht Erstfeld sein, wie von mir vermutet, sondern Airolo.

Und weiter stressten uns die obgenannten 5 SBB Mitarbeiter:

Meine Schwester erhielt von einem Mitarbeiter am SBB-Schalter in Basel diese Fahrplanauskunft:

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Unverständlich, wie man die Auskunft geben kann, dass eine Warterei von einer Dreiviertelstunde in Arth-Goldau und eine von 1.5 Stunden in Erstfeld nötig sein sollte. (Mitarbeiter Nummer 1 mit mangelhafter Auskunft.) Rechts im Bild zwei Notizen: die eine mit blauem Kugelschreiber verfasst von einer Mitarbeiterin am Infoschalter in Luzern, die ich befragte, wann der Zug meiner Schwester in Luzern ankommen würde. Sie benötigte für diese Auskunft einige lange Minuten, nicht ohne ihr Unverständnis auszudrücken, warum man auf die Idee komme, nicht den schnellsten bequemsten Weg zu wählen. Auf die seltsame Fahrplanauskunft ihres Kollegen in Basel, wies sie mich nicht hin, obwohl ich ihr ja den Zettel vorlegte. (Mitarbeiterin Nummer 2). Erst zuhause prüfte ich diese Verbindung und suchte mir mühsam online die Verbindung, welche ich rechts handschriftlich festhielt. Mit dieser Verbindung war es meiner Tochter und mir möglich, eine Stunde später los zu fahren, als bei der Auskunft, welche meine Schwester erhalten hatte – um es auf denselben Zug über den Gotthard zu schaffen. Und mit viel besseren Anschlusszeiten.

Unterdessen wurde unsere Tochter an einem Schalter in Luzern miserabel beraten. Sie hatte eine Gutschrift erhalten, als Geschenk meiner Schwester und wollte diese einlösen, was ihr online nicht gelang. Die Mitarbeiterin (Nummer 3) gab es auf, ihr den Fahrpreis für die gewünschte Strecke (Hinweg über den Gotthard, retour unten durch) auszurechnen. Nach einigen langen Minuten gab sie die Auskunft, das sei ihr zu mühsam und verkaufte meiner Tochter die Tageskarte zum Halbtax. Den Gutschein konnte sie dabei nicht anrechnen. Zuhause entdeckte meine Tochter, dass sie eine Spartageskarte hätte online kaufen können. Rund 20 Franken hätte sie dabei gespart. Wie ärgerlich.

Am Reisetag, dem 4. November 18, war meine Schwester etwa 20 Minuten vor uns in Luzern und bemerkte eine rote Anzeige, dass auf der Strecke zwischen Arth Goldau und Erstfeld mit Bahneinschränkungen und Zugsausfällen zu rechnen sei. Sie dachte, sie hätte vor unserer Ankunft grad noch Zeit, am Infoschalter zu fragen, ob das Auswirkungen auf unsere geplante Reise über den Gotthard haben wird. Und nun folgt die schlimmste Erfahrung mit Mitarbeiterin Nummer 4. Diese gab meiner Schwester die Auskunft, über die alte Gotthard-Bahnstrecke würden nur im Sommer Züge fahren, jetzt sei die Strecke „zu“. Meine Schwester wollte dies nicht glauben, die Angestellte aber wollte sie zurückdrängen, denn es würden noch andere Leute anstehen, denen sie nun gern helfen würde. Meine Schwester meinte, sie hätte ihre Auskunft noch nicht erhalten. Sie möchte wissen, ob die rote Anzeige eine Auswirkung auf unsere Fahrstrecke habe oder nicht. Daraufhin erhielt sie – unwillig gegeben – sagenhafte Auskunft – datiert mit dem 14. September 18 – gegeben am 4. November für den 4. November:

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Warum ein Umsteigen in Arth-Goldau, um dort rund 20 Minuten Wartezeit auf sich nehmen zu müssen? Wir fuhren bis Brunnen und hatten dort eine Umsteigzeit von rund 10 Minuten, was viel praktischer war.

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IMG_20181105_114352.jpgWarum wird ein Umsteigen in Airolo vorgeschlagen? Wie meine handschriftliche Notiz im ersten Foto zeigt, war dies unnötig. Eine rundum inkompetente Beratung von Mitarbeiterin Nummer 4. Dazu unfreundlich und ob die rot angekündigten Bahneinschränkungen auf unsere Reise einen Einfluss haben würden, wusste sie nicht.

Deshalb fragte ich per Twitter den RailService. Dieser gibt zuverlässig innert Minuten jeweils Auskünfte. Nur half mir diese im Moment nicht wirklich. Sie lautete, ich solle mich online schlau machen, dort stand aber nur dasselbe, wie in der roten Anzeige am Gleisende in Luzern. Bildschirmfoto 2018-11-05 um 14.12.47

Wir entschlossen uns, die Fahrt wie geplant Richtung Brunnen anzutreten, obwohl uns vorher 4 SBB Mitarbeiter davon abraten wollten. Die Zugbegleiterin, welche wir im Zug zur Bahnauskunft befragten, wusste nichts von einer solchen Meldung. Sie befragte ihren Onlinefahrplan – denselben, wie wir auch schon selber konsultiert hatten. Sie verstand zuerst auch nicht, dass wir bewusst „oben durch“ fahren wollten und gab uns eine Fahrplanauskunft mit dem besten Anschluss an den Schnellzug „unten durch“. (Mitarbeiterin Nummer 5) Auch sie gab uns zuerst die Auskunft, dass die alte Bahnstrecke über den Gotthard jetzt nicht mehr befahren würde. Ich entgegnete, warum wir dann online diesen Fahrplan erhalten hätten, datiert auf 4.11.18. Mit der Zeit kamen wir im Gespräch drauf, dass bloss die Panoramakompositionen nicht mehr fahren würden – die „gewöhnlichen“ Regionalzüge hingegen natürlich schon noch. Diese Mitarbeiterin Nummer 5 stellte sich schliesslich und endlich als sehr freundlich heraus und nachdem wir ihr die Odyssee unserer SBB Mitarbeiter-Erfahrungen erzählten, überraschte sie uns plötzlich mit 3 Gutscheinen à je Fr. 6.– Einlösbar bei Bahnverkaufsstellen, Verpflegungsstellen im Zug, Valora, Press&Book oder K-Kiosk.

Der Tag war gerettet und verlief von diesem Zeitpunkt an wie geplant.

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Die rote Warnung, dass wir evtl. einen Zugausfall erleben könnten, erwies sich als nichtig. Wir lachten über das dreimalige Erscheinen des Kirchleins von Wassen,

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plauderten, assen fein in Lugano, bummelten den Schaufenstern nach und sparten dabei einige tausend Franken, weil wir beim Bucherer & Co. nichts einkaufen konnten, denn es war Sonntag.

Beim Retourfahren via Tunnel „wie es sich für den normalen Fahrgast gehört“ 😉 ergoogelten wir uns die Fakten über dieses Bauwerk. Ende gut, alles gut. Nur dass Schalter der SBB mit inkompetenten, gestressten und unfreundlichen Mitarbeitern besetzt sind, stimmt trotz des gelungenen Ausflugs unzufrieden. Die Tatsache, dass der Fahrplan für diese Nostalgiestrecke versteckt ist und selbst SBB Mitarbeiter keine Ahnung davon haben, wie der Zug über diese Route verkehrt, ist traurig. Wenn das Angebot derart schwer auffindbar und unbekannt ist, wird natürlich auch eine Statistik der Fahrgäste negativ ausfallen und es wird heissen, eine Nachfrage sei nicht gegeben.

Wir erlebten an diesem Tag die volle Bandbreite des Konfuzius-Spruchs „Der Weg ist das Ziel“, den ich anfangs erwähnte. Auf dem Weg erlebten wir, dass wir durch hartnäckiges Nachfragen, Selbstbewusstsein (wir waren überzeugt davon, dass der Zug über diese Strecke fahren würde), Geduld und Freundlichkeit zum Ziel kamen, welches lautete: einen schönen, glücklichen „Mädelstag“ zu erleben. 😉


Die SBB haben mir heute, 8. November sehr kulant und freundlich per Mail geantwortet:

Ref. KUDI9723652
Ihre Rückmeldung an die SBB — Ihre Reise vom 4. November

Sehr geehrte Frau Aeppli

Besonders und im Kundendialog ist wichtig zu wissen, was unsere Kundinnen und Kunden bewegt. Vielen Dank für Ihre Nachricht und den Link zu Ihrem Blog.

Was Sie in Ihrem Beitrag schildern hören wir nicht gerne. Ganz offensichtlich haben Sie sich über das Verhalten meiner Kolleginnen und Kollegen vom Schalter in Basel und Luzern geärgert. Das bedaure ich. Die Ziele der SBB sind gute Kundenbeziehungen dank gutem Angebot und gutem Service. Wir wollen zufriedene Kundinnen und Kunden.

Deshalb legen wir grossen Wert auf einen freundlichen Umgang und die Professionalität unseres Personals. Ich habe die Vorgesetzten der involvierten Mitarbeitenden über Ihre Schilderungen informiert. Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir solche Rückmeldungen unserer Fahrgäste ernst nehmen und mit den Betroffenen besprechen.

Zum Reisepreis für Ihre Tochter: Unsere Spartageskarten sind über SBB.ch oder SBB Mobile erhältlich und müssen jeweils bis spätestens am Vortag der Reise gekauft werden. Ein Billett, das die Gotthardstrecke beinhaltet, ist sowohl über die Bergstrecke als auch für den Tunnel gültig. Für den Panoramazug in den Sommermonaten wird ein Zuschlag erhoben. Die Reisekosten ab Luzern nach Lugano betragen 61 Franken für Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse.

Gerne sende ich Ihnen für Ihre Tochter einen Promo-Code im Wert von 15 Franken, einlösbar bis 31.12.2020. Ihr Promo-Code lautet: XXXX. Lösen Sie den Promo-Code auf SBB.ch oder per SBB Mobile ein und profitieren Sie von Bahnleistungen Ihrer Wahl. Unter folgendem Link erfahren Sie, wie Sie den Promo-Code einlösen können: sbb.ch/promo-code.

Umso mehr freut mich zu lesen, dass Sie sich nicht haben entmutigen lassen und Ihren Mädelstag trotz dem missglückten Start geniessen konnten. Und ich danke Ihnen für die Würdigung Ihrer positiven Begegnung mit meiner Kollegin vom Zugpersonal.

Zu Ihrem Blogbeitrag möchte ich Ihnen ein grosses Kompliment aussprechen. Ihre Erlebnisse vom Mädelstag lesen sich ausgesprochen erfrischend. Obwohl unsere Mitarbeitenden unter dem Strich nicht gut dabei wegkommen — was mich insgeheim natürlich ärgert —  fühle ich mich ein wenig, als wäre ich selber dabei gewesen.

Ich hoffe, Sie können bei Ihrem nächsten Ausflug ein Loblied auf meine Kolleginnen und Kollegen singen und wünsche Ihnen und Ihren Mädels noch viele wunderbare Reisen mit uns.

Freundliche Grüsse

Jovana Lüthy
SBB Kundendialog
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SBB AG
Division Personenverkehr
Kundendialog
Postfach, 3000 Bern 65, Schweiz
Telefon 051 225 78 62
kundendialog@sbb.chsbb.ch
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Der Besuch an einem Freitag plus „Brückentag“ war eine Bieridee – Thermalbad und Spa, Zürich

Mit einem Wellnessgutschein liegt man bei meinem Mann und mir nie falsch. Dies als Geheimtipp. 😀 Dies wissen natürlich auch unsere Kinder und so wurde Andy zum letzten Geburi mit einem solchen beschenkt. Was sage ich einem – mit zwei. Ich wurde mit beschenkt. Wir erhielten zwei Tageseintritte inklusive irisch-römischem Rundgang fürs Thermalbad und Spa in Zürich.

Was für ein stylisches Badevergnügen in nachempfundenen „Bierfässern“ der ehemaligen Bierbrauerei Hürlimann. Die Gewölbe erinnern gleichzeitig an römische Badeeinrichtungen und sind mit Kerzen und Holzgebilden hübsch dekoriert.

Das Highlight des Besuches waren für uns aber nicht diese „Fässer“ oder der irisch-römische Rundgang, obwohl uns das alles sehr gefallen hat, sondern das Baden im Infinity Pool auf der Dachterrasse. Wir besuchten ihn im Verlauf unseres 3-stündigen Aufenthaltes zweimal: das erste Mal bei Tageslicht und dann bei Einbruch der Dunkelheit. Beides hatte seinen Reiz: die Aussicht auf Züri mit den herbstlich gefärbten Bäumen in Parkanlagen und das auf ein Züri-Lichtermeer. Das Ganze wäre bestimmt noch viel ein schöneres Erlebnis gewesen bei weniger Mitbadenden. Wir fanden jeweils mit knapper Not Sprudelliegen auf dieser Dachterrasse. Von Ruhe kann dort oben aber keine Rede sein: die Umwälzepumpe ist enorm laut und entsprechend laut ist auch der Gesprächspegel. Dies gilt allgemein im gesamten Thermalbad: auch wenn vor jedem Raum um Ruhe gebeten wird: diese Schilder werden rundum missachtet. Es wird fröhlich geplaudert und palavert in allen Sprachen und kein Mitarbeiter, der sich drum schert.

Was? Das eine Becken wäre mit Unterwassermusik gewesen? Das haben wir nicht gecheckt. Aber es wäre eh zu laut gewesen, um sowas zu vernehmen.

Wir waren vorgewarnt und lasen auf der Webseite bereits, dass es hie und da zu Wartezeiten kommen könnte. Aber wir dachten nicht, dass andere mit uns zusammen dieselbe Idee eines arbeitsfreien „Brückentages“ nach dem katholischen Feiertag vom 1. November kommen könnten. So wählten wir einen gewöhnlichen Freitag, 2. November und gratulierten uns zum genialen Einfall, das Thermalbad an so einem Tag aufsuchen zu können, an dem andere bestimmt arbeiten müssten. Wie gesagt: denkste. Leider. In der Spa Garderobe hat es lächerliche 5 Umziehkabinen und so stauten sich die Besuchermassen bereits dort. Weiter ging es mit der Warterei vor der ersten Wärmekabine auf dem irisch-römischen Rundgang. Und auch bei der Peeling-Dusche mussten wir anstehen. Nachher verteilten sich die Menschen dann auf einmal. So wie das halt immer ist mit Stau-Bildungen und unerklärlichen Auflösungen eines solchen.

Die Ausschilderung und Erklärungen sind mangelhaft. Aber zum Glück erklärte uns eine Mitarbeiterin der Bar alles ganz genau und sehr freundlich.

Zum Angebot gehörten Bademäntel und kleine Badetücher. Das Ganze sah sehr verwaschen aus. Die Bademäntel waren extrem schnell pflotschnass, also überhaupt nicht saugfähig. Es wirkt stylisch, dass man seine Bademäntel und Tücher in Holzschubladen versorgt – nur ist es nicht praktisch, denn das nasse Zeugs modert dann so vor sich hin… Die Idee war, so sagte uns oben genannte Mitarbeiterin, dass man während des gesamten Rundgangs keine Tücher und Bademäntel benötigt. Nur ist die Idee gleichzeitig, dass man viel trinken soll zwischendurch. Wasser und Tee ist im Preise inklusive. Also trocknet man sich ab und zieht den Bademantel an – und schon ist das Zeugs eben nass….

Es gibt ein lustiges Schild, das ich gerne fotografiert hätte, aber es gibt bereits ab dem Eingangsbereich ein striktes Handyverbot, auf das ich aufmerksam gemacht wurde. Ich stelle die kurzen Videosequenzen aber dennoch hier hinein – es sind ja keine Menschen drauf.

Eben – das lustige Schild: es zeigte ein Paar, das aufeinander liegt, das Ganze durchstrichen und mit „Kein Sex“ versehen. Ich lese bei den Google Bewertungen, dass andere darauf aufmerksam gemacht wurden vom Personal, sich nicht mal zu berühren. Scheinbar haben sie hier noch keine Balance, bzw. gesunde Mitte gefunden: als wir heute im Bad waren, gab es einige intensiv knutschende und aufeinander liegende Pärchen. Und kein Mitarbeiter, der sich blicken liess.

Die Treppe vom Dachterassenpool hinunter, war die ganze Zeit wasserüberflutet und kein Mitarbeiter in Sicht, der Anstalten machte, zu putzen.

Als wir uns wieder umzogen, war immer noch ein Riesenandrang in der Garderobe. Das ist wirklich schlecht gelöst. Es wäre besser, wenn man nur mit Vorreservation ins Bad gehen könnte und nur eine gewisse Anzahl Besucher eingelassen würden. Die Garderobe ist total überhitzt. Wenn man sich also ankleidet und die Haare föhnt, ist man sofort schweissgebadet und hätte bereits wieder eine Dusche nötig.

Trotz den Punkten, die wir eher kritisch erlebten, fühlten wir uns wohl und empfehlen dieses Bad weiter. Ich rieche immer noch ganz fein von der Gratis-Körperlotion, die sich im Umkleideraum befand. Ich würde das Bad gern nochmals besuchen – bei weniger Mitbadenden. Die idealten Tage dafür wären – laut einer Insiderin – am besten montags oder dienstags.