Chuchichäschtli

Was würde es erzählen, wenn es könnte, unser mindestens 150 Jahre altes Chuchichäschtli? Von Fröhlichkeit, Gelächter, Familienfesten, gemeinsamen Singens, aber auch Kummer und Tränen, die es erlebte, wenn meine Vorfahren um den Küchentisch versammelt waren und Leben teilten?

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Meine Urgrossmutter (Ur-Ur-Grossmutter unserer Kinder), wohnte in der alten Mühle in Subingen und das Chuchichäschtli wurde wahrscheinlich für diesen Wohnsitz gebaut. Es muss vor 1890 geschreinert worden sein, denn in diesem Jahr baute mein Grossvater das Nachbarhaus des Elternhauses meines Vaters. Meine Mutter erinnert sich, dass dieses Küchenmöbel in diesem Nachbarhaus stand und dass mein Grossvater erzählte, seine Mutter habe es von der alten Mühle gezügelt. Später bewohnten meine Grosseltern und mein Vater das Haus nebenan.

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Das Chuchichäschtli fristete ein paar Jahrzehnte wohl ein eher tristes Leben im Tenn, das als Estrich (Dachboden) diente.

Weil meine Mutter in ein Alterszentrum umzieht und nicht alle Möbel mitnehmen kann, wurden wir mit diesem uralten Familienmöbel beschenkt. Es passt wie angegossen in eine Stubenecke und ich liebe es.

Nun beherbergt es ein paar meiner Familienschätze und es wäre fast ein kleiner Museumsecken, aber das ist es nicht, weil unser „Museum“ lebt. 😉

Im Chuchichäschtli fanden zum Beispiel Guetzlidosen meiner Grossmutter ihren Ehrenplatz.

Ihr Anblick ist mit einem Duft verbunden: demjenigen von frischgebackenen Bretzeli aus dem Bretzeleisen meiner Grossmutter… Mmmmmm…

Ich besitze ein paar Blechbehältnisse. Meine Mutter sagt, meine Urgrossmutter und Grossmutter hätten darin unter anderem Pudding gekocht.

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Diese sehr zierliche Uhr meiner Grossmutter erhält nun ebenfalls einen Ehrenplatz:

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Und auch die Tabakpfeife meines Grossvaters:

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Einträchtig nebeneinander stehen die Fotokamera meines Grossvaters, Vaters und meine erste Fotokamera. 

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Auch ein Geheimnis birgt dieses Küchenmöbel. Mein Vater entdeckte nämlich eines Tages, als es schon längst in der neugebauten Stube meiner Eltern stehen durfte, ein Geheimfach unter einer Schublade mit irgendwelchen Dokumenten. 😀

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Handgeschmiedete Nägel liegen neben dem ersten Schuletui meines Vaters und neben einer uralten „Rechnungsmaschine“, namens „mein Freund“.

Hoffentlich fühlt sich das Chuchichäschtli in unserer Stube wohl und wird auch unsere Generation überleben und weiterhin geschätzt werden.

Schreiben, meine Leidenschaft

Butzi

Im aktuellen Band 6 Täxtzit fand meine Butzigeschichte eine schöne Plattform und mit einer Auflage von 1’000 Exemplaren eine erweiterte, neue Leserschaft. Täxtzit wird im Bündnerland hergestellt und vertrieben.

Meine Butzigeschichte erzählt über den Herbstbrauch der Nidwaldner Älplerchilbi. Ich hoffe immer noch, dass ich sie auch irgendwann im eigenen Kanton veröffentlichen könnte. 😉

Früher habe ich für die Onlineausgabe der Schweizer Familie Bettmümpfeligeschichten geschrieben und ich kann mir gut vorstellen, weitere Geschichten zu verfassen, allerdings schreibe ich nicht gern auf Vorrat, sondern habe gemerkt, dass ich effizienter bin im Schreiben, wenn ich einen Auftrag und einen Abgabetermin vor Augen habe. Leider hat die Schweizer Familie mit dem Bettmümpfeliangebot aufgehört und die Seite dazu eingestellt.

Vielleicht liest hier jemand mit, welcher mir weiterhelfen kann, wo ich meine Bettmümpfeligeschichten oder weitere Geschichten veröffentlichen könnte? Hat mir jemand einen Tipp? Bin ganz Ohr. 😉

Hier ein Link zu Facebook, wo ich ein paar meiner „Schreiberzeugnisse“ festgehalten habe: https://www.facebook.com/regula.aepplifankhauser/media_set?set=a.10202973216872658.1073741883.1271051420&type=3

Mein allererster Artikel, welcher im SCM Bundes-Verlag Schweiz erschien: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1455702793827&set=a.10202973216872658.1073741883.1271051420&type=3&theater