S’Fankhuser Berti us Subige

Verdingkind

Wie oft hat mir meine Grossmutter, als ich ein Kind war, von ihrer Zeit als Verdingkind erzählt. Weil ihre Mutter am „Kindbettfieber“ starb, wurden alle vier Kinder weg gegeben. Meine Grossmutter verbrachte ihre Kindheit und Jugendzeit beim Bauern Künsch in Graswil. Sie klagte mir oft, dass ihre Füsse derart deformiert seien, weil sie erst an der Konfirmation ihre ersten Lederschuhe erhielt, deren Anschaffungskosten sie notabene abarbeiten musste. Diese Schuhe waren beide genau gleich. Es gab also keinen linken oder rechten Schuh. Ihre Füsse waren sich an Schuhe aber eh nicht gewöhnt, denn im Frühling, Sommer und Herbst lief sie barfuss, im Winter taten es „Holzböden“, auch Zoggeli genannt, welche an besonders kalten Tagen mit Heu zur Isolation ausgestopft wurden. Sie konnte ihre Konfirmation, das erste Fest, das zu ihren Ehren gefeiert wurde, nicht geniessen vor lauter Blasen an den Füssen. Die „gute Stube“ durfte sie nie betreten, selbst an Weihnachten nicht. Die Pflegemutter behandelte sie wie eine Magd. Schlafen durfte sie im „Stöckli“, zusammen mit der Mutter des Bauern. Diese war liebevoll und wurde zum Mutterersatz. Ihre Geschwister kannte meine Grossmutter nicht, obwohl sie mit ihrem Bruder Fritz in dieselbe Klasse ging. Der Lehrer verplapperte sich und gab so das Geheimnis preis. Erst als Erwachsene lernte sie noch ihre zwei Schwestern kennen und der Kontakt zu ihren Geschwistern und zur Frau des Bruders, riss Zeit ihres Lebens nie ab.

Die wahre Erfinderin der Onlineshops und des Bed and Breakfast

Sie heiratete 1921 Felix und gebar 4 Söhne. Einer starb leider als Einjähriger. Dies verkraftete sie nie und das Foto, wie er als lebloser Säugling in seinem Bettchen lag, mit Blumen umrankt, zeigte sie mir hie und da. Sie trug ihn in einem Medaillon am ❤ en. Der Sohn, welcher ihr als nächstes nach dem Walterli geboren wurde, bekam seinen Namen. Als Walter erwachsen war und sein Geschäft drohte in den Konkurs zu geraten, entschied er sich für den Freitod, was wiederum ein unendlich grosser Schock für meine Grossmutter war. Zwei Walter-Söhne hat sie verloren!

Mein Grossvater hat sich tief verschuldet, weil er sich genötigt fühlte, eine Bürgschaft zu übernehmen. Der Mann für den er bürgte – ich glaube, es war ein Cousin, ging pleite und mein Grossvater musste die Schulden tilgen. Die ganze Familie litt fortan darunter, solange ich denken kann. Auswirkungen des Familienzwists, welcher daraus resultierte, sind bis heute in unserer Familie spürbar. Eine Liegenschaft musste veräussert werden, die Familie musste schauen, wie sie sich über Wasser halten konnte. Ich bin so stolz auf meine erfinderische Grossmutter, denn sie fand so allerlei, womit sie zusätzlich zum Geld, welches ihr Mann von der Fabrik nach Hause brachte, etwas verdienen konnte. So ging sie putzen ins  Nachbarhaus, zu ihrer Tante. In ihrem Haus befindet sich immer noch ein Läubeli-Abstellkämmerchen. Sie füllte dieses mit Sicherungen, Lampenbirnen, Nähzeug, Seifen und vielem anderem, Nützlichen. Ein kleines Tante-Berti-Lädeli. So ging jeder Subinger schnell zum Berti, wenn eine Sicherung im Haus durchgebrannt war. Sie konnte immer aushelfen. Frauen stöberten in Magazinen über Damenenunterwäsche und bestellten bei ihr Unterhosen, Unterhemden Nylonstrumpfhosen, aber auch ganze Deux-Pieces für Frauen oder gar Herrenanzüge. Die Bestellungen wurden von ihren drei Söhnen ausgetragen. Sie hat sozusagen LeShop, Amazon und Co. erfunden, lange vor dem Onlinehandel. Die drei Söhne meiner Grossmutter betrieben einen Hauslieferdienst mit Bier. Und auch Mineralwasser und diverse Heftli, wie die „Schweizer Familie“ , das „Leben und Glauben“ oder die „Schweizer Illustrierte„, konnten über meine Grossmutter bezogen werden. Bei ihr lernte ich das Ginger Ale Mineralwasser und später das Rivella lieben. Zuhause gab es doch kein „Blötterliwasser“. Mein Vater hat oft erzählt, dass er nicht wirklich Freizeit hatte. Nur für die Jungschar, deren Leiter er wurde und hie und da eine Geigenstunde, da durfte er sich frei nehmen. Ausgang war ein Fremdwort. Es galt, Botendienste im ganzen Dorf zu erledigen, oder das Badehaus zu reinigen. Denn im Waschhaus neben dem Hühnerhaus, hatte meine Grossmutter, als einzige von Subingen, eine Badewanne! Wenn ein Kunde kam, musste mein Vater Wasser einlassen und den Raum und Badewanne nachher reinigen. Meine Mutter erzählte, dieses Haus sei vor 70 Jahren ein wahrer Treffpunkt des gesamten Dorfes gewesen.

Ihr Haus befand sich in Nachbarschaft des Bahnhofs. Und so kam es, dass bei ihr immer ein sogenannter „Zimmerherr“ oder „Bähnler“ logierte. Mal für kürzere, mal für längere Aufenthalte. Das heisst, sie führte ein Bed and Breakfast, lange bevor man dieses Wort kannte. Sie hatte, bis sie etwa 80 Jahre alt und ins Pflegeheim wechseln musst, einen Zimmerherrn. Einmal war der junge Willy Fischer bei ihr einquartiert und lernte die Schwester meiner Mutter kennen, welche damals bereits mit meinem Vater „liiert“ war. Willy und Miggy heirateten, bekamen drei Kinder und leben heute noch glücklich miteinander.

Wenn ein Kind im Dorf sich ein Knie aufgeschlagen hatte, ging es meistens lieber zum Tante Berti, wie alle Kinder sie nannten, als nach Hause, wo es womöglich Schelte erhielt. Mein Grossmuetti hatte den offiziellen Samariterposten des Dorfes, als solchen mit einem Schild am Gartenzaun vor dem Haus gekennzeichnet. 45 Jahre lang war sie treues Mitglied des Samaritervereins Subingen – und die Kinder liebten sie. Aber auch wenn ein Erwachsener sich den halben Finger abschnitt oder sich gröber verletzte, suchte er als erstes meine Grossmutter auf, denn einen Arzt gab es lange Zeit keinen in Subingen. Erst wenn meine Grossmutter fand, eine Wunde müsse genäht werden, schickte sie den Patienten in ein Nachbardorf, zum Beispiel Langendorf zu einem Arzt.

Die Medizin der Musik

Sie sang oft und gern. Alleine oder im Chor. Wenn ich das schreibe, habe ich noch ihre im Alter etwas zittrige, aber schöne Stimme im Ohr  und ich höre, wie sie „I Muetters Stübeli“ oder „Stägeli uf, Stägeli ab“ singt. Der Schalk sass ihr im Nacken, wenn sie sang: „jo du bruchsch mir nit z’trotze, ja suscht trotz i dir au. Sones Bürchteli wie du eis bisch, sones Meiteli bini au.“ Deshalb war es für mich ein besonders ergreifendes Erlebnis, als wir solche Lieder im letzten Chorprojekt Ennetbürgen sangen. Sie hätte mir mit Tränen der Rührung in den Augen zugehört, da bin ich mir sicher. Und ich höre sie sagen: „Jo, s’Regeli, die Liebe zum Singen, hast du von mir geerbt….“

Scan 1.jpegSie war regelmässig bei uns in den Ferien. Dann sass sie auf meinem Bett und hörte mir aufmerksam und mit Genuss und Begeisterung beim klassischen Gitarrespiel zu. Genauso hätte sie mir beim MundArt-Konzert des Chorprojekts zugehört.

Ein Glaube, der „verthebt“ wie bei den Hugenotten

Ihr Glaube war mir ein Vorbild. Ihren Lieblingspsalm, der ihr Konfirmandenspruch war, hat sie öfters rezitiert: Psalm 23,4: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ Diesen Psalm habe ich vor zwei Jahren meinem Vater auf seinem Sterbebett vorgelesen…

Sie trug stets ein goldenes Kettchen mit einem Anhänger um den Hals. Einmal sagte sie zu mir: „Wenn du die Bedeutung des Anhängers kennst, dann schenke ich dir das Ketteli.“ Da ich gerade von einem Ferienlager der Jungen Kirche Schweiz mit dem Titel „Auf den Spuren der Hugenotten“, aus der Provence nach Hause kam, wusste ich die Antwort: es war ein Hugenottenkreuz. Dieses Kreuz hat eine besondere Symbolik durch das Leid, das damit verbunden ist. Die Hugenotten wurden verfolgt und viele von ihnen mussten fliehen.   Grossmutter hielt ihr Wort. Sorgsam legte sie mir das Goldkettchen mit Anhänger in meine Hände und sagte: „Halte es in Ehren. Denke immer an dein Grossmuetti.“ Und das tue ich bis heute.

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Grossmuetti war eine Frau, welche Emotionen zeigte. Wie herzhaft und ansteckend sie lachen konnte! Niemals aber lachte sie jemanden aus. Aber sie war auch oft traurig, ich glaube, manchmal litt sie unter Depressionen. Wenn ich sie als Kind fragte: „Grossmuetti, warum bist du traurig?“, dann erzählte sie mir eben von ihrem traurigen Leben als Verdingkind.

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Warum ich jetzt über meine Grossmutter schreibe? Ich bin immer noch am Sichten von Ordnern meines Vaters. Dabei kam dieser Nachruf zum Vorschein, den er für seine Mutter verfasste:

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Auf dass meine Grossmutter und ihr Sohn Eugen, mein Vater niemals vergessen gehen!

So ein lieber Kommentar via Facebook, wo ich meine Gmerkigs-Beiträge ebenfalls veröffentliche:

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Aktualisierung am 17. September 2018: heute las ich in der Zeitung über die deutschen Kinder, welche nach dem 2. Weltkrieg für Monate in die Schweiz zur Erholung reisen durften. Meine Grossmutter nahm auch ein Mädchen namens Lore auf. Zu ihr und ihrer Familie hielt sie bis zu ihrem Tod freundschaftlichen Kontakt.

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Chorprojekt Ennetbürgen begeisterte mit MundArt

Rückblick Die rund 80 Sängerinnen und Sänger, unter der Leitung von Daniela Paganini, vermochten sowohl am 9. wie am 10. September, die Menschen in der vollbesetzten Mehrzweckanlage in Ennetbürgen zu Begeisterungsstürmen hin zu reissen. Standing Ovations und der Wunsch nach einer 3. Zugabe, war der Lohn für die 8-monatige Probezeit.

Musikalisch optimal unterstützt wurde der Chor von Markus Bircher am Akkordeon, Lukas Bircher am Kontrabass, Sebastian Schwarz an der Gitarre und dem Schlagzeuger Roli Würsch. Diese Band formierte sich in dieser Zusammensetzung extra für das Chorprojekt.

Im Instrumentalteil brachte die Band gar ein Paar dazu, das Tanzbein zu schwingen und sorgte im Saal für heitere Mitklatsch-Stimmung.

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Fotos von Petra Aeppli

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MundArt Lieder vom 17. Jahrhundert bis zur Neuzeit

Das Volkslied „S’Vreneli ab em Guggisberg“ ist das älteste Schweizer Lied. Erwähnt wurde es erstmals 1741. Der Chor sang es in einer herzlich- sehnsüchtigen Variante. Weiter schwärmten sie vierstimmig vom „Louenesee“, besangen das „Heimweh“ und wagten gar das Jodeln im „Nidwaldner Tanzliedli“. Ruth Würsch bezauberte mit eindrücklicher und klarer Hauptjodelstimme. Ihr Mann, Armin Würsch, überraschte mit stimmungsvollen Alphorneinsätzen. Seine professionelle, unverkennbare Solostimme kam beim Besingen der geheimnisvollen „W. Nuss vo Bümpliz“ voll zur Geltung. Die Chorvariante von Mani Matters „Zündhölzli“ sorgte aufgrund lautmalerischer „Flimm Flamms“ und „Zisch’s“ für Schmunzler im Publikum. Für einen besonders aussergewöhnlichen Moment sorgten die Sängerinnen und Sänger, als sie sich im ganzen Saal, stimmengemischt verteilten. „So kam uns der Chor viel näher, als er sich auf der Bühne präsentierte. Die Stimmen waren deutlich zu unterscheiden und füllten den Raum auf eine einzigartige Weise“, meinte eine Zuschauerin. 12 Lieder waren es, welche der Chor mit grosser Freude präsentierte. Der 16-jährige Tobias Aeppli, war das erste Mal für Licht und Ton zuständig und meisterte dies mit Bravour.

 

Viel Hintergrundwissen zu den Liedern vermittelten die Moderatorinnen Sarah Schibli und Edit Egli. Herzlich bedankte sich Präsidentin Daniela Weibel bei allen Beteiligten für das intensive Engagement.

Chorprojekt – nicht fester Chor

Beim Chorprojekt Ennetbürgen handelt es sich nicht um einen Chor in fester Zusammensetzung, sondern wie es der Name ausdrückt, finden Singbegeisterte seit 1999 immer wieder neu für ein „Projekt“ zusammen. Es besteht die Gelegenheit für Interessierte, „Chorprojektluft“ zu schnuppern. Denn am 17. Dezember singt das Chorprojekt Ennetbürgen Weihnachtslieder in der Pfarrkirche Ennetbürgen. Gesucht werden vor allem männliche Sänger. Dafür sind zwei Proben vorgesehen. Für das Jubiläumskonzert 2019 wird wieder ein grösseres Projekt geplant. Informationen darüber werden rechtzeitig im Nidwaldner Blitz publiziert und auf der neuen Webseite vom Chorprojekt.


Diesen Text habe ich unserer Nidwaldner Zeitung mit der Bitte um Publikation eingereicht. Er erschien am 16. Sept, Seite 24. Aber leider um mehr als die Hälfte gekürzt.  😦 Scan


Man kann das Konzert sogar nachhören. Die ersten paar Lieder sind aber qualitativ nicht von so guter Aufnahmequalität, da uns das Equipment dafür fehlte und auch kein Auftrag dazu erfolgt ist. Die Aufnahmen entstanden nebenbei. Anklicken, herunterladen – viel Spass!
1. Teil

2. Teil 

Chorprojekt Ennetbürgen – Konzerte MundArt

Den folgenden Artikel habe ich für den Nidwaldner Blitz verfasst. Er erschien am 30. August 17.

„S’Chorprojekt vo Ännetbiirge, tipplet uf em Gotthardpass…“ Der Chor ist nicht wirklich auf einer Gotthardpasswanderung, dafür umso mehr in gesanglicher Art unterwegs. Sie „luegid vo Bärge ond Tal“, schwärmen vom „Louenesee“, besingen das „Heimweh“ und wagen das Jodeln im „Nidwaldner Tanzliedli“.

Beim Chorprojekt Ennetbürgen handelt es sich nicht um einen Chor in fester Zusammensetzung, sondern wie es der Name ausdrückt, finden Singbegeisterte immer wieder neu für ein „Projekt“ zusammen. War das Thema letztes Jahr „It’s Movie Time“ (Filmmusik), so üben seit Ende Januar dieses Jahres rund 80 motivierte Sängerinnen und Sänger „Mund-Art“ Lieder von früheren Zeiten (Artur Beul), bis hin zu Ohrwürmern der neueren Zeit (Patent Ochsner/Büne Huber). Schalklieder, wie Dodo Hugs „Dr Ätti“ oder Mani Matters „Zündhölzli“, wechseln sich ab mit herzlich-sehnsüchtigeren Tönen. Als Beispiel sei das wohl älteste bekannte Volkslied aus dem Jahr 1741 „S’isch äbe n’e Mönsch uf Ärde“ genannt.

In 8-monatiger Probezeit zur Konzertreife

Seit vielen Jahren versteht es Daniela Paganini, mit Humor, Einfühlungsvermögen und Kompetenz, das Beste aus jedem einzelnen Laiensänger und jeder noch so schüchternen Sängerin, heraus zu holen und Freude am vierstimmigen Chorgesang zu wecken. „Alli schnufed, alli schwitzed und de ganzi Chor isch nass!“ ein Auszug des bereits eingangs erwähnten Liedes „Übere Gotthard flüged d’Bräme“ (Artur Beul) in einer Chorversion von Armin Würsch, wurde bei heissen Sommertemperaturen an manchen Probeabenden leibhaftig erlebt. Das Publikum darf auf die vielfältige musikalische Begleitung gespannt sein. Die Ad Hoc Band setzt sich zusammen aus den Brüdern Markus Bircher am Akkordeon und Lukas Bircher am Kontrabass, Sebastian Schwarz an der Gitarre und dem Schlagzeuger Roli Würsch. Freuen Sie sich auf einen Querschnitt durch verschiedene Jahrzehnte der Schweizer Musikszene.

Regula Aeppli-Fankhauser (Chormitglied)

P.S. Die Bild- und Tontechnik liegt in der Verantwortung meines 16 jährigen Sohnes, Tobias Aeppli, aeppli-production

Konzerte:

Samstag, 9. September, 20 Uhr

Sonntag, 10. September, 17 Uhr

Türöffnung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn

Konzertkasse 60 Minuten vor Konzertbeginn

Erwachsene CHF 20.00, Jugendliche bis 18 Jahre CHF 10.00

Kein Vorverkauf

Chorprojekte

Ich singe gerne, aber ich möchte mich nicht fest in einem Chor mit wöchentlichen Proben engagieren. Ich stelle mir vor, dass man in einem regelmässigen Chor das Grundrepertoire immer wieder repetieren sollte. Ich bin nicht motiviert, über Monate oder gar Jahre dieselben Lieder immer wieder zu singen. Zudem weiss ich nicht, ob mir das Proben im Wochenrythmus nicht irgendwann zuviel würde.

Daher kommen mir Projektchöre sehr entgegen. Schon mehrmals habe ich mich bei Gospelchorprojekten engagiert. Hier zum Beispiel habe ich vor 4 Jahren mitgesungen. Es gibt da unterschiedliche Arten von Projektlängen: manchmal, wie beim erwähnten Beispiel übten wir alle Lieder an einem einzigen Tag und gaben am Abend ein Workshopkonzert. Bei anderen aber übt man über Wochen für einen Vortrag. Es gibt Gospelworkshops, bei denen man die Stücke über Notenblätter einübt und solche, bei denen Musiknoten ein Tabu sind.

Beim Chorprojekt Ennetbürgen engagiere ich mich seit Jahren immer wieder. Hier verpflichtet man sich jeweils für ein halbes Jahr, an die wöchentlichen Proben zu gehen. Den krönenden Projektabschluss bilden zwei Konzerte. Das Probehalbjahr steht immer unter einem Thema und so kann man sich jedes Mal neu entscheiden, ob man mitmachen möchte, oder ob einem das Thema vielleicht nicht so zusagt. Vor 7 Jahren sangen wir afrikanische Lieder. Vor 4 Jahren hiess das Thema „Jiddische Lieder“ und vor 2 Jahren „Liebeslieder“. Erkennt ihr mich? Ich stehe überall vorne rechts. Ich weiss, etwas unscharfe, verwackelte Aufnahmen, aber genau deswegen habe ich grosse Chancen, dass kein Chormitglied bei mir reklamiert, er oder sie möchte nicht öffentlich gesehen werden. 😉

Dieses Jahr nun habt ihr wieder die Möglichkeit, mich live zu erleben. 🙂

Das diesjährige Thema heisst: „It’s movie time“.

Konzert

 

It's movie time

 

Die Konzerte finden am Freitag, 17. und Samstag, 18. Juni jeweils um 20 Uhr in der MZA Ennetbürgen statt.

Begleitet werden wir vom Jazztrio MaxMantis, welche auch während eines eigenen Teils im Programm spielen werden.

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Wie schön wäre es, wenn in der Pause oder nach dem Konzert jemand auf mich zukommen und sagen würde: „Hey, ich habe in deinem Blog vom Konzert gelesen und bin deswegen gekommen.“ 😉