Eines Tages sterben wir – aber an allen anderen Tagen nicht.

Kurz vor Weihnachten erhielt mein Mann die Diagnose CLL. Altersleukämie. Nach dem ersten Schock erholten wir uns, denn wenn man googelt, ist der 1. Treffer Köbi Kuhn, welcher Entwarnung gibt. Er lebt seit 3 Jahren gut mit dieser Diagnose. Viele Menschen in unserem Umfeld, welche von der Diagnose meines Mannes hörten, beruhigten uns dann auch in diese Richtung. Lieb gemeint. Nur ist erstens Köbi Kuhn 20 Jahre älter als mein Mann und fällt somit in die Statistik, nach dem die CLL hauptsächlich Männer ab 70 ig trifft. Wenn dann solche Menschen noch 10 oder vielleicht ein paar Jahre länger leben können, ist das für sie ein Glück. Wenn mein Mann das Glück hat, noch 10 Jahre leben zu können, hätte er noch nicht mal das Pensionsalter erreicht. Zweitens verläuft die Krankheit bei meinem Mann aggressiver. Die CLL wird in die Stufen A, B, C eingeteilt. Nach der ersten Untersuchung im Spital Stans, hiess es, er sei in der Stufe A. Wir atmeten auf. Denn dies hätte bedeutet, dass über Jahre bloss die Blutwerte hätten kontrolliert werden müssen – ohne Therapiebedarf. Am 6. Januar 2017 hatten wir unser erstes Gespräch und Untersuch im Kantonsspital Luzern. Dort hiess es, mein Mann sei in der Stufe B. Ein Schock. Denn das bedeutet, dass ein Therapiebedarf in nächster Zeit gegeben sein könnte. Doch es kam schlimmer – ein weiterer Schlag: im Arztbericht des Spezialisten an den Hausarzt schrieb er mehrfach von Stufe C. Wir konnten es irgendwie gar nicht glauben – aber es ist Tatsache. Das heisst, die Krankheit verläuft aktiv, die Blutwerte verschlechtern sich drastisch. Deshalb ist eine Chemo- und eine Antikörpertherapie ab März nun unumgänglich. Zusätzlich hoffen wir auf eine Unterstützung per Komplementärmedizin und sind bei Paramed angemeldet. Wie das finanziell mit unserer Versicherung aussehen wird. wissen wir noch nicht.

Was bewirkt diese Situation in uns? Mein Mann, der Betroffene, ist seit Diagnosestellung in einer Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht. Er meint, es bringe nichts, sich Sorgen zu machen, sondern wir sollen das Leben nun erst recht geniessen, solange wir das könnten. Ein Wunder ist, dass er ausser schlechten Blutwerten, keine Beschwerden hat. Ok – zur Zeit leidet er zwar unter Husten. Aber er kann skifahren, wandern, in die Turnstunden gehen – ohne Einschränkung. Rabenau in der heutigen Zeitung

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trifft es also. Was die Chemo angeht, macht er sich im voraus keine Gedanken. Er lässt es auf sich zukommen und nimmt Tag für Tag. Ich habe ein Bild von Snoopy gesehen und wollte es posten, aber ich weiss nicht, ob dessen Verwendung auf meinem Blog legal ist. Deshalb hier einfach ein Link dazu. Mein Mann ist wie der Snoopy – und ich wie Charlie Brown. An manchen Tagen bin ich zuversichtlich, fühle mich getragen – oder verdränge erfolgreich die Situation. An anderen Tagen bin ich sorgenvoll, fühle mich einsam und tieftraurig. Ich möchte doch noch soviele Jahre mit meinem geliebten Mann zusammen verbringen! Noch soviel mit ihm entdecken. Wir sind ein derart tolles Team. Ohne ihn kann ich mir das Leben gar nicht vorstellen. 😦 Dieses Jahr feiern wir unseren 30 igsten Hochzeitstag… Im Grunde genommen wollten wir uns deshalb eine USA Reise gönnen, welche wir schon lange gebucht haben… 😦 Mir hilft in tieftraurigen, einsamen Momenten, das Wissen, dass viele Menschen für uns beten, die Zuflucht zu Gott im Gebet, Bibellesen und Lobpreislieder singen und auch Postkarten, Besuche von lieben Menschen oder Einladungen zu Freunden, sind Lichtblicke. Kein Mensch kann rund um die Uhr für mich da sein, auch wenn mir viele Menschen im Umfeld versichert haben, sie seien für mich/uns da. So gibt es dennoch Momente der Einsamkeit, in denen ich froh bin, meine Traurigkeit und meine Ängste zu Gott bringen zu können. Denn ER kann das, was kein Mensch kann: rund um die Uhr da sein für mich. Er schläft und schlummert nicht. Seine Sprechstundenzeit ist immer JETZT.

Das Gebetsanliegen, welches mir zur Zeit am nächsten liegt ist, dass wir als Familie unsere Ferien in Oesterreich antreten könnten. (Ende Februar) Wir haben vor etwa einem halben Jahr gebucht. Ob mein Mann reisefähig sein wird, entscheidet der Arzt 3 Tage vor Ferienbeginn. :-O

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Ich versuche es – diese Zuversicht und dieses Vertrauen festzuhalten….

Danke allen, welche uns in irgend einer Form mittragen.

 

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Wettbewerbsgewinn: Neustyling Badezimmer bei Tchibo Schweiz

4 Wochen dauert die Adventszeit, 4 Wochen habe ich meine Freunde auf das Ergebnis des Neustylings unseres Badezimmers warten lassen. Jetzt ist es soweit: unsere Badezimmertüre öffnet sich. Und so präsentiert sich der Tchibo Schweiz Blog darüber:

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Dieser Link führt euch zum Tchibo Blog.

Der Wettbewerbsgewinn in unsere grad etwas herausfordernde Lebensphase ist ein schöner Liebesbeweis Gottes. Konkret erhielten wir:

  • einen Bademantel (59.95)
  • ein XL Frottierbadetuch (34.95)
  • 4 Frottier-Handtücher (4 x 19.95 = 79.80)
  • 2  Gästehandtücher (2 x 7.95 = 15.90)
  • 1 Badewannenkissen (14.95)
  • 1 XL-Hamantuch (29.95)
  • 2 Duschvorleger (2 x 14.95 = 29.90)
  • 1 Paar Hausschuhe (14.95)
  • 1 Saugnapf-Doppelhaken (7.95)
  • 1 Saugnapf-Handtuchhalter (7.95)
  • 1 Kosmetikspiegel (11.95)
  • 1 Beauty-Dispenser (11.95)
  • 1 Peeling-Seife (8.95)
  • 1 WC-Bürste (22.95)
  • 2 Schachteln Badesalz (2 x 11.95= 23.90)
  • 2 Deko-Schalen (2 x 9.95 = 19.90)
  • 1 Duschhängeregal (24.95)
  • 1 Multifunktionsduschkopf (22.95)
  • 1 Duschwanneneinlage (14.95)
  • 1 Badewanneneinlage (12.95)
  • 1 Bluetooth-Badlautsprecher (29.95)
  • 1 Badewannenuhr mit Thermometer (22.95)
  • 1 Badwischer (19.95)
  • 1 WC-Sitz mit Absenkautomatik (39.95)

Das Badezimmer wurde nicht umgebaut und auf den ersten Blick sieht man deshalb vielleicht nicht, dass mir so ein stolzer Betrag von Fr. 584.45 geschenkt wurde!

Wir geniessen unser „neues“ Badezimmer, es ist wirklich eine Wohlfühloase. Jeder Gang ins Badezimmer freut uns. Es ist immer noch fast so, wie wenn wir auf Besuch wären. Der Duft der Peeling-Seife erfüllt angenehm den Raum. Vor allem schätzen wir das Duschradio, das manchmal den ganzen Tag leise läuft. Ich höre es in der ganzen Wohnung und es ist besser, als mein bisheriges DAB+ Radio in der Küche. Ich trage nicht nur im Badezimmer, sondern immer tagsüber, die wärmenden und doch leichten Haussschuhe. Meinem Mann passt der Bademantel super. Der Gesamteindruck des Badezimmers ist im Vergleich zu vorher leichter, luftiger, heller, geräumiger und ruhiger, weil bloss zwei Farbtöne vorherrschen. Vorher war unser Badezimmer ein buntes Allerlei und das Auge fand keine Ruhe.

Vermisst und noch zusätzlich gekauft, haben wir einen WC Ersatzrollenhalter. Und mit der Post ist aktuell unterwegs diese Badematte, welche ich nun noch selber kaufe. Ich vermisste etwas Flauschiges unter den Füssen vor dem Lavabo und nach dem Ausstieg aus der Badewanne:

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Gestern war ich ganz enttäuscht, als nach der Wäsche die türkisfarbenen Badevorlagen ein bisschen einen Blaustich erhielten. Und das Gästehandtuch ist um mehrere Zentimeter eingegangen. Keine Ahnung, warum das beim Waschen mit 60 Grad passiert ist, denn die Waschanleitung zeigt, dass man es bei dieser Temperatur waschen darf. Und vorher habe ich es bereits 3 Mal problemlos so gewaschen. 😦 Ich empfehle also, höchstens mit 40 Grad zu waschen.

Übrigens – die Uhr und das Duschradio fielen nach ein paar Stunden von der Wand. Dies, obwohl die Saugnäpfe so angebracht wurden, wie es empfohlen wird – sogar noch mit einem Pad drunter. Nun hängt die Uhr an der Duschwand aussen, neben dem Hängeregal und das Duschradio innerhalb der Dusche (wir achten darauf, dass es keinen direkten Wasserstrahl erhält). So hören wir es während dem Duschen eh besser. Noch zum Radio: es lässt sich via Bluetooth mit dem Handy verbinden. Tolle Sache!

So – schnell duschen gehen unter der grossen, neuen Duschbrause und dabei Radio hören. Herrlich!

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Blogparade Dankbarkeit

Via Twitter wurde ich auf auf eine Blogparade zum Thema Dankbarkeit aufmerksam.

Ich bezeichne mich selber als dankbare Frau. Ich muss mich dazu nicht extra bemühen, sondern es ist seit langem mein Lebensstil. Und selbst in der schwierigen Zeit, in der wir aktuell stehen, gibt es viel Grund zur Dankbarkeit.

Ich bin Gott dankbar dafür, dass:

  • ich IHN (Gott) mit 18 Jahren kennenlernen durfte und seitdem ganz bewusst als sein Kind auf dem Lebensweg unterwegs sein darf. Er ist mein bester Freund, hält, trägt, tröstet, stärkt, ermutigt, fördert, berät und kennt mich.
  • mein Mann und ich in diesem Jahr unseren 30. Hochzeitstag feiern dürfen. Er ist mein Lieblingsmensch und ich hoffe, dass wir uns noch lange geniessen können.
  • Andy und ich drei gesunde, zwäge Kinder haben, welche alle einen guten Weg gehen.
  • wir so schön wohnen. Wir haben See- und Bergsicht, wohnen in einem ruhigen Quartier und pflegen gute und teilweise freundschaftliche Kontakte zu unseren Nachbarn. Im Sommer sind wir in 5 Gehminuten am See und können jeden Tag ein paarmal schwimmen. Im Winter erreichen wir die Talstation zum Hausberg der Klewenalp, wo man toll Wintersport ausüben kann, innert 10 Gehminuten.
  • unser Kater Minouch seit 5 Jahren zu unserer Familie gehört. Er entlockt uns hie und da ein herzliches Lachen oder ein „jöööö“.
  • wir so gute Jobs haben, welche wir gerne ausüben. Seit August 16 habe ich eine zweite Stelle als Freelancerin beim Nidwaldner Blitz (die erste beim SCM Bundes-Verlag Schweiz). Beim Blitz erhalte ich viele spannende Aufträge und das kommt unserem Familienbudget sehr zugute.
  • wir gute Freunde haben, welche in jeder Not für uns da sind, aber auch mit uns die schönen Seiten des Lebens teilen, denn „geteilte Not ist halbe Not, geteilte Freude ist doppelte Freude.“
  • er uns die Musik geschenkt hat. Wie oft stellt mich ein Lied auf und wie wohl tut das Singen. Bald startet zum Glück wieder das Ennetbürger Chorprojekt. Dieses Jahr zum Thema „Mundartlieder“.
  • ich über Facebook, Twitter, Blog und Co. soviele wertvolle Kontakte knüpfen konnte.
  • mir das danken nie ausgeht und ich hier noch zehntausend andere Gründe aufzählen könnte. Danke Gott, dass eine gute Perspektive gibt. Danken zieht nach „oben“. Deshalb habe ich das Beitragsbild gewählt: Wofür kann ich danken – dies zu fokussieren, ins Visier zu nehmen, tut gut.

Ich bin gespannt auf eure Dankbarkeitsberichte. Ich denke, es ist wie ein Ping-Pong-Spiel: wenn ich aufzähle, wofür ich dankbar bin, löst das beim Gegenüber auch Dankbarkeit aus. Es hilft, sein Leben nach Dankbarkeitsgründen zu durchforschen – und wenn man dies teilt, wirkt es ansteckend. Also: wofür bist du dankbar? Mach doch auch mit.