Winteraktivitäten in Nidwalden

Hinweis: dieser Blogbeitrag erschien in leicht angepasster Form, als redaktioneller Artikel in der Winterbeilage des Nidwaldner Blitz vom 22.11.17 Ich bin dort als Freelancerin tätig. Der Beitrag wurde nicht von den erwähnten Unternehmen gesponsert.

„S hät Schnee, juhee, und s git nomeh, s’isch alles wiis veruss! Ich legg mi aa zum Usägah und bliib dä ganz Tag duss!“ Andrew Bond besingt, wie herrlich es ist, sich in der klaren Winterluft und im frischgefallenen Schnee zu bewegen.

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In der vom Schnee überzuckerten Welt die Schneeschuhe montieren und frische Spuren im pulvrigen Weiss zu hinterlassen, was gibt es Wundervolleres? Wo kann man aber im Kanton Nidwalden schneeschuhwandern? Oder wo winterwandern, wenn man keine speziellen Schuhe anziehen möchte? Eine längere Plausch-Schlittenfahrt – wo ist dies in der Region möglich?

Über dem Nebelmeer auf der Klewenalp-Stockhütte

Der Hausberg Beckenrieds liegt deutlich über der Nebelgrenze. Spaziergänger können auf gepfadeten Winterwanderwegen unterwegs sein. Ein schöner Weg ist derjenige rund um den Klewenstock. Dauer dieser Rundwanderung: 1 Stunde. Ein Trail für Menschen, welche sich lieber auf Schneeschuhen durch den Schnee bewegen, startet bei der der Schneebar. Folgen Sie dem markierten Schneeschuhwanderweg in Richtung Twäregg. Dort angekommen, entscheiden sie, ob Sie zurück zur Klewenalp oder noch weiter zur Stockhütte hinunter wandern und von da mit der Gondelbahn und dem Postauto an den Ausgangspunkt fahren möchten.  Die reine Wanderzeit für die Route Klewenalp-Stockhütte beträgt ungefähr 1.5 Stunden. Möchten Sie sich auf Stockhütte nicht von der Gondel nach Emmetten bringen lassen, können Sie in einer weiteren Stunde hinunter wandern. (520 Meter Höhendifferenz) Wer keine Schneeschuhe mitbringt, kann diese bei der Arena Station in der Bergstation für CH 65.—mieten. (Preise Winter 2016). Der längste Schlittelweg der Region Luzern-Vierwaldstättersee mit 9 km führt von der Klewenalp über die Stockhütte bis nach Emmetten hinunter. Die Klewenalp bietet geführte Schneeschuhwanderungen, Mondscheintouren und Nachtschlitteln an.

Die Ruhe der Natur in Niederrickenbach

Im bevölkerungsmässig kleinsten Teil der politischen Gemeinde Oberdorf, auf 1200 Metern Höhe, liegt Niederrickenbach. Im Volksmund Maria-Rickenbach genannt. Die Luftseilbahn LDN ab Dallenwil eröffnet den Gästen bereits auf der Bergfahrt ein wunderschönes Panorama. Sowohl präparierte Winterwanderwege, wie gut markierte Schneeschuhtrails, entführen die Besucher in eine ruhige Schneelandschaft abseits des Rummels. Alle Touren sind lawinensicher ausgesteckt. Nach der Bewegung an der frischen Luft, wärmt ein Fondue im „Pilgerhaus“ Leib und Seele. Es werden geführte Touren angeboten. Informationen über das Telefon der LDN-Talstation 041 628 17 35, wo auch Schneeschuhe und Stöcke vermietet werden.

Geheimtipp für Vogelfreunde auf dem Wirzweli

Dallenwil ist nicht nur Ausgangspunkt für die Fahrt auf Niederrickenbach, sondern auf der anderen Talseite geht’s hinauf zum Wirzweli. Ein Gratis Shuttle Bus fährt die Wirzweligäste gegen telefonische Voranmeldung, vom Bahnhof Dallenwil direkt zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil – Wirzweli. Für Anreisende per Auto stehen rund 300 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Eine der möglichen 30 km Winterwanderwege, ist diese: Wirzweli – Gummenbahn (15min) – Alp Langboden (45min) – Dürrenboden (15min) – Vorderegg – Ronenhütte (30min) – Gummenalp Bergstation (20min), Talfahrt mit Seilbahn – Talstation – Wirzweli Bergstation. Es gibt einen 5 km langen, kombinierten Schlittel-Wanderweg. Schlitten können im Restaurant Waldegg auf Wirzweli gemietet werden. Direkt bei der Bergstation der Wirzwelibahn befindet sich der Bergladen mit Vermietcenter und Schneesportschulbüro. Schneeschuhe und Stöcke können hier gemietet werden. Der Eulenpfad mit lebenden Eulen und Uhus, ist ein kleiner Geheimtipp für Vogelfreunde.

Nach der Winterwanderung gibt’s ein Fondue auf dem Niederbauen

Auch hier kann man an der Talstation Schneeschuhe mieten und sich über geführte Touren mit anschliessenden Fondue-Essen informieren. Eine 8-Kabinenbahn führt Sie ab Emmetten auf 1575 Meter Höhe. Ausgangspunkt von verschiedenen Schneeschuhrouten, ist das Restaurant Niederbauen, welches sich direkt an der Bergstation befindet.

Wandertouren in einer Märchenlandschaft auf der Bannalp

Die Bannalp befindet sich auf 1600 Meter über Meer oberhalb von Wolfenschiessen, im Engelbergertal. Sie ist mit einer Luftseilbahn ab Oberrickenbach erschlossen. Die Bergstation Chrüzhütte ist der Startpunkt von Schneeschuhtouren und Winterwanderwegen in einer verträumten Bergwelt.

Auf dem ob- oder nidwaldnerischen Trübsee?

Wussten Sie, dass der Trübsee nicht zu Ob-, sondern zu Nidwalden gehört? Die Titlis-Bahn startet im obwaldnerischen Engelberg. Trübsee, Gerschnialp oder Engelberg bieten ein Winterwandernetz von 50 Kilometern und eine Schlittelstrecke ab Gerschnialp. Wie wäre es, am Ende eines Wintersporttags im Iglu zu übernachten? Ein Expeditionsschlafsack, welcher für Temperaturen von bis zu minus 40 Grad hergestellt wurde, liegt auf einem flauschig weichen Bett aus Schaffellen bereit.

Für alle Trails gilt: bitte betreten Sie die Wildruhezonen nicht.

Geheimtipp 

Schneeschuhtrails, Winterwanderwege und Schlittelplauschabfahrten sind ideale Möglichkeiten, sich als ganze Familie in glitzernden, pulvrigen Berg-Schneelandschaften Nidwaldens zu vergnügen. Eine ganz andere Möglichkeit, sich im Winter aktiv zu bewegen, bietet die Kanuwelt Buochs an. Denn auch in der kalten Jahreszeit kann man durchaus Kanufahren. Die Landschaft ist ruhiger und idyllischer, als im Sommer. In dieser Ruhe, warm eingepackt über den See zu gleiten, entführt in eine andere Welt. Sogar ein Fondue-Plausch in der Gruppe ist buchbar. Oder wie wäre es mit einem Eskimorollentraining im Hallenbad?

 

 

Beachten Sie die Revisionen der Bergbahnen:

Klewenalpbahnen, Wirzweli und Bannalp bis 1. Dezember

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Wunderprächtige, herrlichste Wanderung. Unbedingt in den nächsten Tagen nachwandern. ;-) #ausGründen

Was sind die Gründe obiger Dringlichkeit? Das: mein Mann verlor gestern Nachmittag, 1.11.17 seine Korrekturbrille auf der Strecke. Oder hat sie liegenlassen auf dem Schiff, Bus, Picknickbänkli. Jedenfalls ist sie weg, verschwunden! 😦 Wir haben den Verlust an allen möglichen Stellen gemeldet, aber wenn jemand von Euch Zeit und Lust hat, diese Tour auf unseren Spuren nachzuwandern und dabei die Augen nach einem braunen, stabilen Brillenetui offen zu halten, wäre das natürlich toll. Inhalt: ein Metallgestell, etwas hellgrün in der Farbgebung.

Die Strecke lohnt sich! Abgesehen vom gestrigen Verlust, haben wir das Unterwegssein sehr genossen.

Gestartet sind wir zu Fuss von unserem Zuhause aus. In weniger als 10 Gehminuten erreichten wir die Schiffstation. Das Schiff (Winterfahrplan beachten) brachte uns nach Weggis. Ein feiner Dunst lag über der Wasseroberfläche, die Sonnenstrahlen kämpften sich tapfer und erfolgreich hindurch und so waren die Temperaturen für den November erstaunlich angenehm. Eine Schifffahrt ist einfach immer wieder schön – waren sich mein Mann und ich einig. Auch wenn man die Schiffstation vor der Haustüre hat.

In Weggis fuhren wir per Bus nach Küssnacht. Direkte Schiffsverbindungen gab es aufgrund des Winterfahrplans nicht mehr. Aber auch die Busstrecke bietet immer wieder schöne Blicke auf den See.

Es gibt mehrere Wandermöglichkeiten ab Küssnacht bis Luzern. Wir wählten aber bei jeder Abzweigungsmöglichkeit den „Waldstätterweg“ mit der grünen Zahl 98.

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Selten liefen wir eine so abwechslungsreiche Wanderroute. Denn der Panoramablick in die Alpen und zum Vierwaldstättersee, ja sogar bis zum Zugersee wechselt dauernd und man durchquert (Herbst-)Wälder, Wiesen, Flachmoorlandschaften, geht vorbei an einem Biotop, an Villen und durch die Parkanlage des Schlossgutes Meggenhorn. Die Herbstfarben in der Natur sind ein Fest für die Sinne! Wichtig ist es uns, im Herbst an der Sonnen- und nicht Schattenseite zu wandern. Und das ist hier gegeben. Obwohl wir in der Region wohnen, kannten wir die Strecke überhaupt noch nicht. Zum Glück ist der Untergrund nicht durchgehend asphaltiert. Wald- und Wiesenweglein sind wohltuender für die Füsse.

Unterwegs laden Bänke und im Wagenmoos eine Brätlistelle zum Verweilen ein. Im Sommer gibts in Meggen oder später im Lido Luzern Gelegenheit, im See zu baden.

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Route:

Beckenried-Weggis per Schiff

Weggis-Küssnacht am Rigi, per Bus

Küssnacht-Meggen-Luzern – bis Hotel Hermitage zu Fuss. Reine Wanderzeit 3.5 Stunden Schwierigkeitsgrad sehr leicht. 310 Höhenmeter

Hotel Hermitage Luzern-Beckenried per Bus der VBL, Zentralbahn und Postauto.

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Nachtrag: 3.11.17

Währenddem ich mich mit einer Facebookgruppe „Schweizer Schreibfrauen“ treffe, wandert mein Mann nochmals alleine bis zum Picknickbänkli. Und tatsächlich: was liegt unberührt am Boden und wartet auf ihn? Sein Brillenetui samt Brille. Nicht zerbrochen. Eine Gebetserhörung.

 


 

 

 

Wanderung Biel Kinzig – Urigen

Jeden Herbst wandern wir auf der Schächentalerhöhenweg-Seite, denn sie ist sonnenbeschienen und die farbigen Laubbäume geben einen wunderschön lieblichen Kontrast zur gegenüberliegenden, felsigen und schattigen Seite. Hier Facebookfotos einer Wanderung 2011 mit einem abenteuerlichen Bähnchen.

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Das Auto lassen wir an der Talstation der Ruogigbahn stehen, nehmen aber die Biel Kinzig, nicht die Ruogigbahn. Im Bähnchen begrüsst uns Poesie meiner lieben Freundin Blanca Imboden.

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Meist entscheiden wir uns für eine Teilstrecke auf dem Schächentalerhöhenweg selbst. Aber die Auswahl an Wanderungen ist gross, was dieser Wanderweg, der uns ein Schmunzeln entlockte, bezeugt:

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Wir wählen den Orchideenweg, den wir noch nie begingen, hier nicht mal auf den vielen Wanderwegzeichen ersichtlich. Der erste Wanderweg, welcher rechts nach der Bergstation Biel Kinzig abzweigt, ist der Orchideenweg. Diese seltenen Wildpflanzen sehen wir leider nicht mehr blühend, denn dafür ist es von der Jahreszeit her zu spät. Der Weg führt zuerst durch einen Wald und immer wieder herzigen Bächlein entlang.

Wir staunen über die Holzkanäle, welche vermutlich viele  Arbeitsstunden für den Unterhalt benötigen. Manchmal ist der Pfad sehr schmal und ich staune ein zweites Mal: nämlich über meinen Mut. 😉

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Wir machen nicht die Rundwanderung, welche mit „Gangbachweg“ ausgeschildert ist, sondern wandern immer weiter, Richtung Urigen.

So schön, werden sie hier noch Tristen. gebaut!

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Immer wieder erhascht man einen Ausblick ins Tal.

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Vorbei geht der Weg an schönen, alten Holzhäusern und einem Bauernbetrieb mit Direktvertrieb von Sirup, Käse, Fleisch und anderen Köstlichkeiten. Und immer wieder Bächlein, Kühe, saftige Alpweiden. Ideal, um die Seele baumeln zu lassen.

Wir sind gespannt darauf, wie die Baumgruppe in Urigen aussieht, welche ich jedes Jahr fotografiere. Sie stehen nicht mehr in so üppigem Laub, wie sonst, aber es ist dennoch eine Freude, sie zu sehen und ich wünsche ihnen ein langes Leben. 😉

Die reine Wanderzeit Biel Kinzig bis Urigen beträgt 2.5 Stunden. Die kleinen Höhenunterschiede sind nicht der Rede wert und abgesehen vom schmalen Weg am Anfang im Wald und über die etwas abschüssige Bergmatte, ist diese Wanderroute als einfach einzustufen. Auch ich mit meiner Höhenangst schaffte es gut. 😉

Wir haben Glück: das Posthotel/Restaurant in Urigen hat grad noch heute offen. Die Winterschliessung erfolgt wetterbedingt jedes Jahr ein paar Tage früher oder später.

Nach einer Stärkung im Restaurant fahren wir per Postauto an den Ausgangspunkt zu unserem parkierten Auto zurück. Der Postautochauffeur gibt uns historische Einblicke in einen Marchstreit zur Ruosalp. Achtung, dieser Postautokurs fährt nur viermal pro Tag! Seltsam, dass er unterwegs eine Pause von 20 Minuten einlegt.

Obwohl das Wetter sich nicht von seiner strahlendsten, wolkenlosen Seite zeigte, haben wir die Wanderung im Urnerland einmal mehr genossen.

Fuchsjagd in der Lenzerheide #Foxtrail #Muntanella

Wir alten Fuchsjäger haben den Foxtrail-Fuchs schon hie und da mit viel Spass gejagt – aber eingeholt und gefangen haben wir ihn bisher noch nie. 😛 Ob uns das auf dem ersten Bergtrail in der Lenzerheide endlich gelingen wird? Dieser Blog ist nicht gesponsert worden, aber wir haben von Travelita via Twitter zwei Tickets geschenkt bekommen. Für den Junior (16) können wir ein vergünstigtes Ticket via Cumulusaktion der Migros beziehen.

Zuerst dürfen die Beine noch ausruhen – per Postauto und Bergbahn fahren wir dem Fuchs, der einigen Vorsprung hat, nach.

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Auf Heidbühl geniessen wir auf einer der Holzliegen, welche für Wanderer bereit stehen, das Panorama und stärken uns mit Speis und Trank für die bevorstehende „Schnitzeljagd“. Doch nach nicht mal 10 Minuten merken wir, dass eine nächste Familie, welche offensichtlich ebenfalls auf Foxtrailtour ist, uns von hinten „aufrollen“ will. Sie laufen dann aber wie wir beim nächsten Posten zuerst der falschen Duftspur nach. (Hinweis an die Organisatoren: der eine Duft ganz links funktionierte bei uns nicht – und der gesuchte war zuwenig intensiv.) Wir marschieren etwas zügiger bergab und hängen unsere Verfolger bald ab. Apropos bergab: wer nicht gern längere Zeit steil bergab wandert, für den ist dieser Bergtrail womöglich nicht geeignet – oder nehmt Bergstöcke mit!

Der Trail führt uns durch eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. Wir geniessen sie mit allen Sinnen. Zum Beispiel, indem wir unsere Füsse im eiskalten Bergbächlein erfrischen – dies ist kein offizieller Part des Trails. 😉

Die Posten sind wie bisher auf jedem Trail erlebt, sehr fantasie- und liebevoll gestaltet.

Wenn ich solche Einrichtungen sehe, denke ich jedesmal, dass der Preis halt doch berechtigt ist. Foxtrail ist mehr, als einfach auf einem ausgeschilderten Themenweg zu wandern oder einen Geocache zu suchen, obwohl wir beides ebenfalls gern machen. Ich erwähne dies nur, weil auf TripAdvisor Bemerkungen über die Preise fallen und Leute meinen, man könne auch gratis Abenteuer mit der Familie erleben. Doch solche Vorrichtungen, wie ich sie auf jedem Foxtrail erlebe, benötigen einen Unterhalt, damit sie einwandfrei für jede Verfolgungsgruppe funktionieren. Und auch die Administration, die Gratis-Hotline und die Benutzung des öffentlichen Verkehrs, in unserem Fall des Postautos und der Bergbahn, kosten etwas. Die Posten sind manchmal vom Schwierigkeitsgrad her sehr einfach – so dass eine Familie die kleinen Kinder raten lassen kann. Und dann gibt es aber auch andere, bei denen Teamwork und Köpfchen gefragt sind. Wir haben allerdings schon schwierige Trails als den Muntanella absolviert. Für uns hätte er ruhig etwas herausfordernder sein dürfen. Dieses Mal benötigen wir Tipps der Hotline nicht, wie auf anderen Trails, auf denen wir manchmal schon fast verzweifelten.

Besonders originell ist beim Muntanella das Brettchen, welches man an der Talstation der Bergbahnen Heidbühl erhält. Dieses behält man die ganze Zeit hindurch, gestaltet es und auf einmal wird es zu einem Schlüssel, der nur dann funktioniert, wenn man vorher alle Anweisungen schön sorgfältig befolgt hat. Feinduftendes Holz, passend zur Naturkulisse, das zuhause zum schönen Souvenir wird.

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Muntanella führt einem vorbei an den attraktivsten, lauschigsten, ruhigsten, aber auch belebtesten Plätzen der Lenzerheide. Im Dorf selber trifft man da hie und da auf andere Verfolger, welche aber wohl den kürzeren Lenzerheide-Foxtrail, nämlich den Anda gewählt haben.

Wir benötigten für den Trail die ausgeschriebenen 3 Stunden, aber nahmen es gemütlich – mit dem erwähnten kurzen Picknick und Füssebaden. Mein Handy, das Schritte und Wanderzeiten zählt, sagte, dass wir zwei Stunden reine Laufzeit absolvierten. Dies sollte also auch mit jüngeren Kindern gut zu bewältigen sein. Wir hatten auf unserem ersten Foxtrail noch nicht den Mut, auch selber mal eine Pause einzulegen. Aber ich finde, diese Freiheit sollte man sich nicht nehmen lassen. Wenn man bei Eichhörnchen, welche sich füttern lassen (Tipp: ganze Haselnüsse einpacken. 😉 )

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und einem Spielplatz

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vorbeikommt, kann man die Kinder eh nicht so schnell vorwärts treiben. Klar ist es wichtig, die gebuchte Startzeit einzuhalten, aber unterwegs verteilen sich dann die Gruppen eh…. In diesem Zusammenhang ein Tipp: unterwegs kommt man an mehr als  einem Restaurant vorbei. 😉

Nach dem obligaten Schlussfoto,

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dürfen wir bei einem Siegerapéro zusammen auf die erfolgreiche Tour anstossen, auch wenn uns der schlaue Fuchs wieder entwischt ist. 😛 Doch, ihn zu erwischen wäre ja langweilig, denn wir möchten noch so manche Foxtrailtour machen. 😀

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Mai dire mai – Sag niemals nie

Aufschrei – das ist ein treffender Ausdruck auf mein  „Non arrivederci“ von Ostern dieses Jahres. Mit so vielen Reaktionen hatte ich nicht gerechnet. „Nein, du kannst nicht ganz Italien in einen Topf werfen – wie verwerflich.“ – „Das Südtirol ist ganz anders. Die Gastfreundschaft ist wie in Österreich“, sagte man mir. Wir waren schon zweimal in der Gegend des Gardasees und erinnerten uns tatsächlich gern an Norditalien. Und so kam es, dass unser Vorsatz gerade mal ein halbes Jahr anhielt. Wir verbrachten letzte Woche wunderschöne, warme und sehr erlebnisreiche Ferien.

Samstag, 7. Oktober 17

Zuerst feiern wir zuhause den 25. Geburi unserer Tochter nach. Erst am Mittag brechen mein Mann, unser 16 jähriger Sohn und ich, auf und fahren über die Gotthardstrecke und Milano (keine guten Erinnerungen) zu unserem ersten Ferienort, nach Cavareno. In etwas mehr als 5 Stunden sind wir am Ziel. Erst bei unserer Abreise wiesen uns andere Gäste darauf hin, dass sich diese Region nicht im Südtirol, sondern im Trentino befindet. Naja – so quasi auf der Grenze zum Südtirol. Wir beziehen unser geräumiges Familienzimmer im Hotel Rosa. Dieses Hotel können wir sehr weiterempfehlen. Die Gastgeberin spricht deutsch und liest uns alle Wünsche von den Augen ab.

Sonntag, 8. Oktober

Weil wir keinen Vergnügungspark während unserer USA Ferien besuchten, gönnen wir unserem Sohnemann den Besuch des Gardalandes. Dies bereits zum zweiten Mal. Wir finden, es bietet auf kleinerer Fläche als Rust genauso tolle Bahnen. Wenn man hie und da für eine „schnelle Linie“ 5 Euro draufzahlt, steht man nicht an (sonst bis zu einer Std) und kommt dann vom Preis her auf dasselbe, wie bei einem Europapark-Besuch in Deutschland.

Vom Hotel Rosa bis zum Gardaland fahren wir leider etwa 1.5 Std.

Montag, 9. Oktober

Unsere Gastgeberin berät uns gut. Wir wandern rund um den Lago di Tovel/Tovelsee und sind begeistert über die Klarheit des Wassers und die Spiegelungen der Berge und herbstlich gefärbten Bäume darin.

 

Dienstag, 10. Oktober

Wir dürfen gratis Velos vom Hotel benutzen und erkundigen die nähere Umgebung. Am Nachmittag bis Abend geniessen wir den wunderschönen Wellnessbereich des Hotels.

 

Mittwoch, 11. Oktober

Wir fahren zum Mendelpass. Aufgrund von Bauarbeiten ist er zur Zeit nur eine Stunde zwischen 12 bis 13 Uhr befahrbar. So wandern wir ein bisschen zur Penegalhöhe. Aber nur etwas eine Viertelstunde hinauf und dann wieder zum Auto hinunter, weil es 12 Uhr ist und wir weiterfahren wollen. Die Aussicht ist beeindruckend – und noch was beeindruckt uns: eine Schlange – wahrscheinlich eine Ringelnatter…

Wir besichtigen Bozen und essen dort z’Mittag, bevor wir uns auf eine Autorundfahrt über Welschnofen zum Karersee begeben. Dieser See ist stärker „touristifiziert“ als der Tovelsee. Er gefällt uns schon – aber der Tovelsee war noch ein Stück weit malerischer und vor allem konnte man am Tovelsee direkt am Ufer entlang wandern, was hier nicht möglich ist, sondern nur an etwas erhöhter Lage. Zaun nicht übertreten, heisst es. Die Dolomiten  bieten ein schönes Hintergrundpanorama.

 

Wir fahren weiter über Meran zu unserem nächsten Ferienort: Laas. Hier wohnen wir nicht mehr in einem Hotel, sondern in zwei – ja zwei (!) – Appartements. Tobias hat sein eigenes Studio und wir eine etwas grössere Ferienwohnung. Tobias hätte zwar in einem ganz kleinen Zimmer in unserer Ferienwohnung Platz gehabt, aber natürlich hat er mehr Raum für sich im eigenen Studio, das sich auf derselben Etage wie unsere Wohnung befindet. Es wurde so offeriert von der Gastgeberin, als wir angaben, dass wir als Ehepaar und mit einem 16 Jährigen anreisen würden. Auch dieses Angebot ist sagenhaft günstig.

Die Gastgeberin erzählt uns, dass sie sich im Südtirol nicht als wirkliche Italiener sehen. Sie seien von der Art her ganz anders, was wir bestätigen können nach unserem miesen Erlebnis in Milano.

Donnerstag, 12. Oktober

Wir erhalten Gratiskarten für die Benutzung des öffentlichen Verkehrs. Dies ist sogar bis ins Münstertal der Schweiz gültig. Wir aber fahren nicht dorthin, sondern nach Meran. Wir besuchen die wunderschönen Gärten des Schlosses Trauttmansdorff und das Schloss selber. Dieses beherbergt eine Ausstellung zum Thema Tourismus. Auch mit Kindern sehr zu empfehlen. Wir wundern uns, dass sowenige der unzählig vielen Gartenbesucher das Schloss besichtigen. Auch Meran selber besichtigen wir natürlich. Die Zugfahrt von und nach Laas dauert eine Stunde.

 

Freitag, 13. Oktober

Wir wandern auf einem Waalweg. Schade, dass dieser alte Bewässerungskanal kein Wasser führt, die spektakulären Stege leider gesperrt sind und mit einem weiten wenig schönen und anstrengenden Auf- und Ab umgangen werden müssen und wir meistens im Schatten wandern. Doch der Wald ist romantisch und warm ist es dennoch. Überhaupt haben wir die ganze Woche bereits Wetterglück: immer strahlender Sonnenschein und zwischen 20 bis 26 Grad ist es warm. Wir wandern grad in umgekehrter Richtung wie hier beschrieben und leider stellt sich das als nicht kluge Entscheidung heraus: die Wanderwegzeichen sind nur von der anderen Seite her gut zu finden. Wir laufen einmal falsch und müssen die Zeichen oftmals suchen. Glurns ist unser Wanderziel. Ein herziges Mittelalterstädtchen. Das Schweizer Postauto bringt uns nach Taufers zurück.

Was tun mit dem angebrochenen Tag, nach der 3 stündigen Wanderung? Wir fahren in die Schweiz, denn Taufers liegt grad an der Landesgrenze. Im schweizerischen Santa Maria im Münstertal staunen wir darüber, wieviel besser die Häuser instand gesetzt sind, als die gleichen Häusertypen auf italienischer Seite. Es scheint, dass hier die Hausbesitzer mehr Geld zur Verfügung haben. Was für schöne Sgraffitis der Bündnerhäuser! Über den Umbrail– und den Stelviopass (Stilfserjoch) fahren wir wieder nach Laas zurück. Hat sich gelohnt, diese Autorundfahrt in der Abendsonne.

 

Samstag, 14. Oktober

Wir fahren über den Ofen– und Albulapass zur Lenzerheide und machen einen Foxtrail. Diesen bekamen wir geschenkt von Travelita. Das heisst, zwei Tickets mit kleinem Siegerapéro für Andy und mich. Für Tobias müssen wir nicht mehr viel bezahlen, denn wir profitieren von einem Cumulusangebot. Hier ist der Extrablogbeitrag zu diesem empfehlenswerten Foxtrail.

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Zuhause begrüsst uns Kater Minouch. Wir haben ihn vermisst, aber es wurde gut zu ihm geschaut während unserer Ferienabwesenheit. Er bekommt ausnahmsweise Katzenmilch.

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Die Woche verging im Flug – viel zu schnell! Aber wir haben soviel erlebt und ja: zum Südtirol sagen wir: gerne wieder einmal!

Unser Sohn Tobias (16) hat ein superschönes Video über den Lago di Tovel erstellt.

 

 

 

 

Fit, schön und gesund

Die aktuelle „Nidwaldner Blitz“ Ausgabe hat einen Beihefter zum Thema „Fit, schön und gesund“. Ich bin mit grad zwei Beiträgen vertreten:

Vom Druck, jung, schön, schlank und fit zu sein

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ wollte die Königin im Märchen „Schneewittchen“ wissen. Wer hat sich oder seine Mitmenschen noch nie gefragt: „Bin ich schön?“ Doch wer bestimmt, was schön oder hässlich ist? Und was ist, wenn ich der Norm nicht genüge?

Hier ein bisschen Fett absaugen, die Nase minim korrigieren und die Lippen aufpolstern lassen. Was ist denn schon dabei? Solche Perfektionierungen des Körpers gehören, wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte, zur Normalität. Wer dem Idealbild, das die Werbung und die sozialen Medien vorgeben, nicht entspricht, erntet Häme, oder den Vorwurf, aufgrund Übergewichts hohe Krankenkassenkosten zu verursachen und damit der Allgemeinheit auf dem Portemonnaie zu liegen. Wer „dick“ ist, heisst es, der ist faul und undiszipliniert. Kontrolle und Leistungsbereitschaft gilt sowohl an der Arbeit und zeigt sich ebenso im Körperkult. Nicht nur Frauen vergleichen sich untereinander, auch Männer müssen ihren „Body“ stählen, ein „Six-Pack“ antrainieren und eine glattrasierte Männerbrust vorweisen. Sonst – so könnte man meinen, ist der Mann kein Mann.

Fataler Schönheitswahn

Für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl ist diese Entwicklung unheilvoll. Laut „Club“, einer kürzlich ausgestrahlten Diskussionsrunde des Schweizer Fernsehens SRF, fühlt sich jedes zweite 13 bis 15-jährige Mädchen in der Schweiz zu dick. Und 80 Prozent der Buben dieses Alters wünschten sich sehnlichst mehr Muskeln. Schweizer Kinder wachsen in der Selbstwahrnehmung auf, etwas sei mit ihrem Körper „falsch“ und machen bereits Diäten. In den USA schenken Mütter ihren Töchtern im Grundschulalter auf Weihnachten oder Geburtstage Brustvergrösserungen. So ist es nicht verwunderlich, aber dennoch erschreckend, dass 91 Prozent aller befragten Frauen in Deutschland angaben, mit ihrem Körper unzufrieden zu sein und 45 Prozent von Normalgewichtigen sich zu dick fühlen. (Quelle SRF, Club) Diese Entwicklung hat heute einen Namen: „Body Shaming“ (Körperkritik). Der Mensch schämt sich seines natürlichen Körpers und kritisiert andere, sie seien zu fett, zu dünn, zu wenig straff, sogar selbst dann, wenn die auf Instagram geteilten Porträts bearbeitet sind.

Kulturell und historisch wandelbare Schönheitsideale

Dabei ist die Definition, was Schönheit ist, einerseits historischen Modeströmungen unterworfen und andererseits von Land zu Land verschieden. So gelten heute grössere Brüste als schön und sexy, während sich früher die Damen ihre Busen einbanden, um sie kleiner wirken zu lassen. Auf Bildern und Skulpturen der Barockzeit sieht man, dass Frauen mit üppigen Rundungen dem damaligen Schönheitsideal entsprachen. Aber ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Frauen für fast drei Jahrhunderte lang in Korsetts gezwungen. Und so kamen die Menschen schon früh zur Überzeugung, für ihre Schönheit leiden zu müssen. Skurril wirken auf uns Schönheitsideale gewisser Völker, wie zum Beispiel der Surma in Äthiopien. Dort ist eine Frau, ohne eine Platte wie einen Teller in den Lippen, unattraktiv und findet keinen Ehemann. Und die Padaungfrauen im Südosten Myanmars tragen Messingringe um den Hals, welche bis zu 30 Zentimetern über die Schulter ragen, einem Turm gleich. Dieser Schmuck lässt die Halsmuskulatur verkümmern und erschwert das Schlucken. Man mag sich fragen, warum diese Frauen sich sowas antun. Sie hingegen würden es wahrscheinlich als unlogisch empfinden, dass sich Europäer eines Schönheitsideals zuliebe operieren lassen oder trotz ausreichendem Nahrungsangebot einen schlanken Körper anstreben. Ja, warum will der Mensch denn eigentlich schön sein? Wir sind halt soziale Wesen, wollen sowohl gefallen, anerkannt, ja bewundert und geliebt werden, wie dazu gehören. Dabei ist Schönheit relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Gegentrend «Body Positivity» 

Es regt sich Widerstand. Denn die Entwicklung, dass Menschen vergessen haben, wie ein Durchschnittskörper aussieht und nur noch derjenige etwas gilt, der faltenlos, schlank und sportlich ist, kann so nicht weitergehen. Es darf nicht zur Gewohnheit werden, dass sich auch unsere Primarschulkinder auf den Pausenplätzen über Diäten und gar angestrebter Schönheits-Operationen unterhalten. Eine Gegenbewegung, „Body Positivity“ genannt,  auf den sozialen Netzwerken breitet sich aus. Menschen setzen sich für eine positive Einstellung dem eigenen Körper gegenüber ein und präsentieren sich mit „Bauchröllchen“, ohne Make-up, unretouchierten Selbstbildern (Selfies), wo man die Cellulite-Dellen auf den Oberschenkeln sieht. Es ist zu wünschen, dass wir die grössere Vielfalt an Menschen, seien sie rothaarig, sommersprossig, schmaler oder runder, mehr zu schätzen lernen, als 08/15 Modells mit Laufstegmassen und jeder einzelne zu einem neuen, gesunden Körpergefühl und Selbstbewusstsein zurückfindet. Betrachten wir unseren eigenen Körper und denjenigen unserer Mitmenschen mit Respekt, denn jeder Körper erzählt eine einzigartige Geschichte. Christian Morgenstern sagt: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“

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Fit und gesund durch die kältere Jahreszeit kommen

Arthur Schopenhauer hat gesagt: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Lichtmangel und nasskalte Temperaturen führen schnell zu Erkältungskrankheiten und Erschöpfungszuständen.

Im Sommer findet das Leben draussen statt. Wir gehen wandern, schwimmen, fahren Velo, gehen abends joggen oder treffen uns zu gemütlichen Grillabenden mit Freunden. Sobald es kühler wird, sieht man die Nachbarn nicht mehr, denn jeder zieht sich in die warme Stube zurück. Das Velo wird im Keller verstaut, die Joggingschuhe in den hintersten Ecken des Schuhgestells versorgt. Bewegungsmangel schwächt das Immunsystem. Und wer sich zurückzieht ins eigene Schneckenhaus, ist in Gefahr, in eine Winterdepression zu geraten. Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist. Wie stärken wir diese drei Komponenten, für die kühlere Jahreszeit?

Körperliche Abwehrkräfte stärken

Im Herbst sind Wanderungen besonders toll, denn es ist nicht mehr zu heiss, die Fernsicht prächtiger als an Sommertagen und das Rascheln durch einen Herbstblätterteppich bereitet der ganzen Familie Spass. Ein Sprichwort sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.“ Diese sollte aus mehreren Schichten atmungsaktiven Materials bestehen, um den Schweiss von der Haut abzuhalten und gleichzeitig die Körperwärme zu speichern. Viel Wärme verliert der Mensch über den Kopf und so ist das Tragen einer Mütze wichtig. Sobald Schnee liegt, eröffnen sich neue Bewegungsmöglichkeiten wie Langlaufen, Skifahren, Snowboarden oder Schneeschuhwandern. Der Aufenthalt im Freien ist im Herbst und Winter besonders für die Produktion von Vitamin D wichtig. Dieses schützt vor Infektionen. Doch viele Menschen haben in der kälteren Jahreszeit trotz Sport und gesunder Ernährung mit saisonalem Gemüse und Zitrusfrüchten, irgendeinen Vitamin-Mangel. Apotheken, Drogerien oder der Hausarzt beraten gerne, ob Sie persönlich eine zusätzliche Vitamingabe benötigen. Manchen Menschen, welche unter Lichtmangel leiden, hilft eine Tageslichtlampe. Das Licht einer solchen Lampe ähnelt dem Tageslicht und man setzt sich ihr täglich über längere Zeit aus. Sauna- oder Kneippgänge fördern die Durchblutung und stärken die Abwehrkräfte ebenfalls.

Stärkung von Seele und Geist

Zum Mensch-Sein gehört nicht nur der Körper, sondern auch die Seele und der Geist. Diese beinhalten grob umrissen die Psyche, den Verstand und das Bedürfnis nach erlebbarer Spiritualität. Wie wohl tun an dunklen Herbst- oder Winterabenden Besuche lieber Mitmenschen – vielleicht vor einem gemütlichen Cheminéefeuer. Und warum nicht wieder mal eine Kirche oder ein Konzert besuchen? Spannende Bücher lassen uns in der Fantasie in entlegenste Gegenden der Welt reisen. Gesellschaftsspiele vertreiben Kummer und Sorgen, lassen uns lachen und dies wiederum ist gesundheitsfördernd. Denn wenn wir lachen, sind sehr viele Muskeln involviert, die Atmung geht tiefer, die Körperzellen werden entsprechend mit mehr Sauerstoff versorgt, Stresshormone gebremst und Glückshormone ausgeschüttet. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Lachen, wie es der Volksmund sagt, „die beste Medizin“ sei.

In diesem Sinn: bleiben Sie gesund!

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Das Foto knipste ich auf dem Schächenthaler Höhenweg

 

Warum für uns die 4-Seen-Wanderung eine 8-Seen-Wanderung ist.

Unsere mittlere Tochter, mein Mann Andy und ich, entschliessen uns, an Maria Himmelfahrt, Feiertag in Nidwalden, die 4-Seen-Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Sie ist für uns aber eine 8-Seen-Wanderung.

  1. See – Vierwaldstättersee
    Wir starten am Ufer unseres schönen Vierwaldstättersees. Das heisst, zuhause ab der Postautostation Beckenried Hungacher unsere Tour und fahren per Poschi nach Stans. Dort lösen wir ein spezielles RailAwayangebot mit 20 Prozent. Wir können uns entscheiden, ob wir im Preis inbegriffen, die Sesselbahn auf den Jochpass oder die Sesselbahn vom Jochpass zum Engstlensee hinunter benutzen möchten und . wählen die Bergfahrt auf den Jochpass. Die Zentralbahn führt uns zusammen mit vielen Indern nach Engelberg. Seitdem die Bahn durch den Tunnel fährt und nicht mehr ein Zahnrad einhängen muss, sind wir noch nie mit der Bahn nach Engelberg gefahren. Schade für das tolle Erlebnis mit dem Einhängen des Zahnrads, dem steilen Zugwaggon, in dem man einen Rucksack von „oben nach unten“ rollen lassen konnte und um die schöne Aussicht – welches jetzt nur noch Erinnerung ist. Doch die Touristen wollen halt immer schneller von A nach B kommen, das Unterwegssein als Erlebnis, ist nicht mehr so wichtig. Am Bahnhof in Engelberg müssen wir das RailAwayticket umwechseln in Tickets für die Gondelfahrt nach Trübsee. Auch hier bei der Talstation der Bergbahnen merken wir, dass wir schon lange nicht mehr hier zu Gast waren, obwohl wir ja keinen langen Anfahrtsweg haben. Die Station wurde in den letzten Jahren stark modernisiert. Beim Verlassen der Talstation, mit einem Blick zurück, staunen wir über die grosse Anzahl an parkierten Cars. Diese Massen an Menschen sind alle da oben? Wow!
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    Und noch etwas sehen wir im Blick nach unten:
  2. See – Eugenisee
    Der Eugenisee liegt mitten in Engelberg. Aber klar – die Wanderung hat ja noch nicht wirklich begonnen und so ist es für uns klar, dass dieser kleine, härzige See nicht zur 4-Seen-Wanderung hinzugezählt wird.
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  3. See – Trübsee
    Wir verlassen die Gondeln auf Trübsee und bewundern diesen See, wie wenn wir ihn das erste Mal in unserem Leben sehen würden. Er ist einfach jedes Mal eine Augenweide. So malerisch gelegen. Eine Postkartenidylle. Wir folgen dem See bis zur Talstation der Sesselbahn auf den Jochpass . Ein paar kurze Gehminuten, um uns einzuwärmen. 😉
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    Während der Sesselbahnfahrt beobachten wir die Bauarbeiten zu einer neuen Mountainbikeroute.

    Als wir die Sesselbahn verlassen, fragen wir uns, warum das Jochseeli nicht offiziell zur 4-Seen-Wanderung gezählt wird.

  4. See – Jochseeli
    Ein kleines, härziges Seeli. Wir sehen Kinder, welche dort Rutschbahn fahren können.
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    Unser Weg führt uns nun bergab und schon von weitem sehen wir ihn: den
  5. See – Engstlensee
    Der Weg ist teilweise etwas steil, aber gut begehbar und man erreicht den Engstlensee in kurzer Zeit.

    Wir picknicken an seinem Ufer, entdecken ein Murmeltier, freuen uns über den Besuch eines Bläulings
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    und staunen nicht schlecht, weil wir zufällig die Eltern meines Gottenkindes treffen. Schade, fährt ein Auto mit ausländischem Kennzeichen, dessen Fahrerin wohl unsere Signalisationen nicht kennt, dem See entlang. Jeder Wanderer wundert sich – nur die Fahrerin und deren Insassen nicht. Der Parkplatz wäre nicht so weit entfernt. Übrigens befindet sich dort auch eine Postautohaltestelle. Es gäbe die Möglichkeit, hier mit dem Postauto nach Innertkirchen zu fahren. Die Häuser der Engstlenalp sind sehr malerisch.

     

    Nun steigt der Weg etwas an und wird kurz eine klitzekleine Herausforderung für mich, denn auf einer Seite ist er ein bisschen abschüssig. Aber ihr merkt es: klitzeklein und ein bisschen…. Er ist immer mindestens 40 Zentimeter, ja teilweise bis über einen Meter breit und so ist er auch für mich ganz gut zu bewältigen.

     

    Im Restaurant der Tannalp gönnen wir uns etwas zu Trinken und einen feinen Meringue-Glacételler! Zu dritt schaffen wir diese grosse Portion. 😉

  6. See – Tannensee

    In etwa 20 Minuten Wanderzeit erreichen wir den Damm des Tannensees und besteigen dort für 3 Stationen den gut besetzten Fruttli-Zug. (Tannendamm bis Distelboden – 3 Stationen Fr. 6.–/Person. Die ganze Strecke wäre Fr. 10.–)
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    Doch wir möchten nicht die gesamte Strecke fahren, sondern auch den letzten See zu Fuss erreichen: den

  7. See – Melchsee
    Auch hier staunen wir über die Neubauten und merken, wie lange wir nicht mehr da waren, an diesem uns im Grunde genommen, gut bekannten Ort. Wir fragen uns, ob man etwas bezahlen muss für die Liftfahrt beim imposanten Gebäude. Nein, sie ist gratis. Der Blick oben über den Melchsee ist wunderschön.

    Die Gondelbahn bringt uns hinunter auf die Stöckalp. Auch diese runde Gondelbahn war für uns neu – wir kannten nur die alten Gondelis. Sie sind zwar rund, drehen aber entgegen unserer Erwartungen nicht, während der Fahrt. Per Postauto fahren wir nach Kerns und erblicken auf der Fahrt einen weiteren See.
  8. See – Sarnersee
    In Kerns wollen wir umsteigen auf ein weiteres Postauto, das uns über Ennetmoos nach Stans bringen soll. Aber wir haben den Fahrplan falsch studiert, denn dieser Kurs fährt am Feiertag vom 15.8. leider nicht. So müssen wir eine halbe Stunde aufs weitere Poschi warten, das uns an den Sarner Bahnhof fährt und dort einen Aufpreis bezahlen, um via Hergiswil nach Stans mit der Zentralbahn zu fahren. Im Zug bestaunen wir den schönen Alpnachersee, der ja aber ein Teil des Vierwaldstättersees ist. 😉 Das Postauto in Stans bringt uns wieder nach Hause und beendet unsere tolle Rundtour.Die reine Wanderzeit, ohne Abkürzungen mit Bahnen würde 6.5 Stunden betragen. Wir selber wanderten so wie beschrieben etwa 2 Std. 45 Minuten. Wenn man die Sesselbahn zum Engstlensee und die gesamte Strecke des Fruttli Zugs benutzen würde, würde die Wanderzeit vielleicht noch etwa 1 Std. 45 Minuten betragen. Statt mit der Gondelbahn nach Stöckalp, könnte man auch Trottinette mieten. Dies haben wir ein anderes Mal ausprobiert, aber ich fand damals, dass die Strecke per Trotti nicht ganz ungefährlich sei, aufgrund von Kieselsteinen auf dem Asphalt…..