Gemütliche Heimfahrt mit Spaziergang am Walensee

Leider sind unsere Ferien schon wieder passé. Wir kaufen für mich unterwegs neue Wander -Schuhe, -Stöcke und – Socken und legen am Walensee einen Spaziergang-Stopp ein.

Wir staunen auf der Strecke Weesen Bahnhof zur Linthmündung über den idyllischen Camping mit Strand, den wir passieren. Die Wassertemperatur wäre noch ungefähr 19 Grad, lesen wir – aber wir sehen keine Badenden. Dabei ist die Lufttemperatur immer noch schön sommerlich warm. Die Landschaft mit dem blauen See und dem herbstlich gefärbten Wald ist malerisch. Aber mich stört das Rauschen der nahen Autobahn und der Zuglinie. Warum wohl wurde die Autobahn nicht mit einem Flüsterbelag oder Lärmschutzwand versehen?

Im Gäsi-Beizli geniessen wir zwei Menüs und sind zurück beim Auto, nach einem etwa 1.5-stündigen Spaziergang gestärkt für die Weiterfahrt nach Hause.

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Wunderschöne Schweizer Landschaft, auch wenn sie kein Nationalpark ist. ;-)

In Amerika haben wir grandiose Landschaften erlebt: schroffe, endlos tiefe Schluchten, kuriose, fantasieanregende Felsformationen, wunderschöne mangifaltige Farbtöne, hohe Berge, uralte, seltene Bäume. Oftmals so ganz anders, als wir es bisher kannten. Zurück in der Schweiz staunen wir über unsere sattgrünen Wiesen und Wälder, die wunderschönen Berge und glasklaren, sauberen, blauen oder türkisfarbenen Seen. 

Gestern (5.8.) waren wir das erste Mal, seit unserer Heimkehr am 2.8. in unserem Schweizerländli wandern. Wir fuhren per Auto bis Göschenen, dann mit dem Postauto bis Göscheneralp, Dammagletscher (Endhaltestelle). Wir dachten nicht daran, die Fahrt auf dem Postauto zu reservieren und hatten Glück, dass der Kurs dennoch fuhr. Es ist ein Rufbus und bitte denkt daran, zu reservieren. Bereits auf der Fahrt mit dem Poschi staunten wir über unsere herrliche Bergwelt, so wie wenn wir sie das erste Mal sehen würden. Es kam uns fast vor wie damals die Fahrt mit dem Shuttlebus durch den Zion Nationalpark – nur dass wir fast die einzigen im Bus waren und sich keine Menschenmasse durch diese Landschaft drängelte. Der Postautofahrer und die einheimische Frau plauderten mit uns und es stellte sich heraus, dass sie beide Andys Cousine und deren Familie kennen. Welch kleine Welt! Zuerst wählten wir den kurzen Weg zum Staudamm. Die Wanderungen rund um den See, haben wir schon ein paarmal unter unsere Wanderschuhe genommen und so wandern wir bloss über den Damm und dann abwärts, Richtung Göschenen.

 

Es ist eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche Landschaft. Sie führt vorbei an kleinen Seen, Wälder, Schluchten, offenem Gelände, einem Camping – und immer der Göschener Reuss entlang. Wir kommen ja vom Campen in Amerika und haben zueinander gesagt, dass man hier bestimmt auch ganz schöne Campingferien verbringen kann. Mitten in der Natur, die Kinder kann man am Wasser spielen lassen… Wir haben allerdings nicht gesehen, ob es Wasser- und Stromanschluss geben würde.

Nach kurzweiligen 2.5 Stunden erreicht man den Ausgangsort Göschenen.

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Die Wanderung ist auch für Kinder gut zu begehen. Der Weg fällt nur an wenigen Stellen etwas steiler hinunter, aber nie gefährlich. Manchmal kann man die Muskeln entspannen im Geradeausgehen…. Meistens aber führt er gemütlich bergabwärts. Unterwegs gäbe es manche Gelegenheiten, wieder dem Postauto für eine Rückfahrt zuzusteigen.

 

Weitere Wandervorschläge für diese Gegend. (Klick mich)

 

 

 

 

Canyonland, Monument Valley, Lake Powell, Grand Canyon, 4. Teil USA, 22. – 26. Juli

Samstag, 22. 7.

Sowohl im Pool des Campings KOA Moab, wie auch am nahe gelegenen Ken’s Lake lässt es sich herrlich baden. Wir sind froh drum, denn die Durchschnittstemperatur auf unserer gesamten Reiseroute beträgt immer gegen 35-40 Grad.  (Durchschnitt – es war auch mal kühler oder heisser als 40) Beim See weht ein kühles Windchen.

Später fahren wir mit dem Camper durchs Canyonland. Eine bequeme Art, aber von den diversen Parkplätzen (Outlooks) sieht man wirklich toll in die faszinierende Schluchtenwelt. Es ist uns schlicht zu heiss für eine Wanderung. Vom Camping aus bis zum Eingang des Nationalparks fahren wir 45 Min. Bis zum hintersten Aussichtsort sind es 1 Std. reine Fahrzeit.

 

Sonntag, 23. 7.

Wir baden nochmals im Pool und fahren dann weiter zum Monument Valley. Die Fahrzeit beträgt mit dem Camper ungefähr 2.5 Std. Wir haben in unserem Reiseführerbuch gelesen, dass man sich am Infodesk nach Jeeptouren erkundigen kann, denn mit dem RV Camper können wir die Strassen rund um die imposanten felsigen Berge nicht befahren. Doch wir müssen einmal ums gesamte Visitorcenter laufen und entdecken dann den Infodesk im Untergeschoss, wo man uns aber nicht wirklich Auskunft geben kann über diese Jeeptouren. Wir sollen uns draussen auf dem Parkplatz bei den Jeeps selber grad erkundigen. Dort sind verschiedene Anbieter von solchen Touren – man könnte auch das Ganze auf einer Reittour erkundigen. Wir haben einen Reiseführer von diesem Jahr, die Preise sollten also aktuell sein. Sind es aber nicht. Die Navajo Indianer wollen 85 Dollar pro Person verlangen. In unserem Buch steht, 60 Dollar seien ok. So handeln wir den Preis auf diese 60 Dollar herunter. Die Tour lohnt sich. So sehen wir nicht nur die bekannte Filmkulisse so manch eines Westernfilms als Skyline, sondern auch von Nahem. Wir bemerken auch ein paar Lehmhütten, in denen bis heute ein paar Navajos leben. Doch so abgeschieden leben sie nicht, denn quasi vor ihrer Haustüre schlängeln sich Jeeps und Privatautos vorbei und hunderte Kameras klicken in der Vorbeifahrt. Wir entdecken Wildpferde und ich sah ein Tierskelett am Wegrand liegen

Auf der Strecke halten wir ein paarmal an und die Navajofrau erzählt uns indianische Mythen zu den Felsstrukturen. Auf einem Felsen posiert dauernd ein Cowboy und stellt damit eine Filmszene nach. Wer will, kann ihm 2 bis 5 Dollar bezahlen. Also das Ganze ist sehr touristisch aufgezogen. Wir merken je länger je mehr, dass uns diejenigen Nationalparks am besten gefallen, welche nicht derart stark von den Touristen überlaufen sind. Die Souvenirs, welche angeboten werden, ähneln sich überall ein bisschen und sind sehr teuer. Uns sagt das Angebot nicht wirklich zu.

Unser Campingplatz „Gouldings Campground“ liegt inmitten des Nationalparks. Leider aber bekommen wir einen Übernachtungsplatz zugewiesen, der sich eher auf einem Parkplatz ausserhalb des eigentlichen Campings, als unter einem lauschigen Baum mit Aussicht auf die tolle Bergkulisse befindet. Vielleicht waren wir zu spät dran mit der Buchung dieses Platzes. Auf unserem Platz stinkt es. Ein wilder Hund hat dort sein Geschäft verrichtet. Die Internetverbindung ist lausig. Die Sanitäranlagen veraltet und der Innenpool ist mehr ein Kinderplanschbecken, als zum Schwimmen geeignet und sehr kalt. Doch der Camping hat auch seine Vorteile: er ist verbunden mit einem Motelgelände und einem Museum, wo man den Pionieren Gouldings auf die Spur kommen kann. Das Ehepaar Gouldings kam um 1920 nach Monument Valley. Sie hatten vor, hier Schafszucht zu betreiben, gründeten dann aber ein Postbüro und ein Verkaufsgeschäft. Sie handelten mit den damals dortig ansässigen Paiute Indiandern. 1930 holten sie Hollywood ins Monument Valley und der erste Film von vielen, entstand. „Stagecoach“ mit John Wayne, den wir dann am Abend auch im Filmgebäude dieser Siedlung anschauen. Zwischendurch ist es uns aufgrund der zu stark eingestellten Klimanalage zu kalt im Gebäude und wir fliehen nach draussen. Gerade rechtzeitig, um den Sonnenuntergang in dieser nostalgischen Kulisse mit zu erleben. Sozusagen vom Film in die Realität, welche aber – sieht man von den Autos ab – immer noch wie zu diesen Filmzeiten aussieht.

 

Montag, 24. Juli

Geburtstag unserer ältesten Tochter zuhause. Wir gratulieren ihr nach unserer amerikanischen Zeit bereits am 23. Juli. 😉

In der Nacht und am Morgen regnet es. Eine kurze Regenpause benutzen Andy und ich, um direkt vom Camping aus ein bisschen den Hügel hinauf zu spazieren. Etwa 10 Gehminuten entfernt, befindet sich ein schöner Arche (natürlicher Felsbogen, wie im Arches Nationalpark). Die ganze Zeit werden wir begleitet vom wilden Hund und ich fühle mich irgendwie wie beschützt. Ich habe das Gefühl, er mag uns, obwohl wir ihn weder streicheln noch füttern.

Vor der Weiterfahrt besichtigen wir das Gouldings Museum. Es befindet sich im ersten Wohnhaus des Ehepaars, welches 1981 (Harry) und 1992 (Mike) verstarb.

Nach ca. 2.5 Std. Fahrt mit dem Camper, erreichen wir die ersten Anbieter von Touren in den Antelope Canyon. Uns erscheint das Ganze nicht sehr professionell. Wir erhalten die Infos, welche wir wünschen in spärlicher, verwirrender Art und Weise. Also entschliessen wir uns, zum Camping Page Lake Powell zu fahren und dort zu schauen, ob wir uns einer Tour zur oberen oder unteren Schlucht anschliessen können. Die Uhren können wir übrigens wieder eine Stunde zurück stellen. Auch für diese Ausflüge sind die Preise unseres Reiseführerbuches (aktualisiert in diesem Jahr 2017) nicht mehr aktuell. Sie betragen für den Upper Antelope zwischen 50 bis 170 Dollar pro Person. Dies erscheint uns etwas viel und wir entscheiden uns für eine wesentlich günstigere Tour im Lower Antelope für 25 Dollar pro Person plus Parkingebühren. Der Unterschied ist dieser: das Lower Antelope ist eine V Form und man bewandert es zuunterst. Das Licht fällt spärlich hinein, was aber eine sehr mystische Stimmung erzeugt. Im Upper Antelope wandert man in einer etwas weiteren, helleren Schlucht.

Wir können grad noch kurz etwas trinken, uns mit Sonnencrème einschmieren, die Wanderschuhe anziehen und schon startet unsere Tour mit dem Navajomann Jonah. Wir spazieren zusammen zum Treppenabgang in die Schlucht und müssen dort dann aber etwa eine halbe Stunde warten, weil sich vor uns ein Car voll Asiaten befindet. Diese bekunden Mühe, mit ihren „Schläppli“ (Sandalen, leichte Halbschuhe), die Treppen hinunter zu steigen. Wir benutzen die Wartezeit, Jonah zu seiner Kultur, Traditionen, Sprache, früherem und heutigen Leben zu befragen. Er erzählt bereitwillig und erzählt auch sonst manch Interessantes zur Schlucht, welche zufällig von einem Kind entdeckt wurde, dessen Ziege, welche es zu hüten hatte, entlaufen war. Wir haben schon manche Tropfsteinhöhlen der Welt besichtigt. Aber was wir hier am Boden dieser Schlucht oder „Kamins“ entdecken, haben wir noch nie gesehen. Nach jeder Kurve staunen wir erneut. Das Farbspiel der orange-gelb-braun-grau-beig-schwarzen Felsen ist überwältigend. Atemberaubend. Dies übertrifft unsere vorherigen Favoriten der anderen Nationalparks. Klar, jeder Park birgt seine einzigartig, unverwechselbare Schönheit. Doch sowas wie hier – verschlägt jedem Schreiberling die Sprache. Dafür knipsen wir eine riesige Menge an Fotos. Jonah ermutigt uns, sich Zeit zu lassen – wir müssten uns überhaupt nicht beeilen. Und er stellt sich als fachkundiger Fotograf heraus und zeigt uns für jede Kamera und jedes Handy die optimale Einstellung und knipst und hie und da als Familie.

Das ganze Gebiet hier nennt sich Glen Canyon. Dazu gehört auch der atemberaubende Aussichtspunkt Horseshoe Bend. Der Fels sieht wirklich aus wie ein Riesen-Pferdehuf, der sich ins Wasser gesetzt hat. Auch hier sind wir nicht die einzigen Touristen. Ein paar wagen sich so weit wie möglich an den Abgrund, um möglichst spektakuläre Fotos schiessen zu können. Dies lässt nicht nur mich den Kopf schütteln, sondern sogar auch Tobias, unseren 16 jährigen Sohn. Auf den Fotos sieht man doch gar nicht, ob man einen Meter weiter vom Abgrund steht, als genau an der Kante. Es kommt auf die Perspektive drauf an….. Ich kann fast nicht hinschauen. Das Gebaren mancher Touristen ist fast genauso atemraubend, wie die tolle Aussicht.

Ob der Grand Canyon uns morgen noch mehr beeindrucken kann, als das Lower Antelope?

Dienstag, 25. Juli

Wir frühstücken im Mac Donald, was mir auf Facebook mehr Kommentare beschert, als irgendwas sonst, das ich über unsere Amerikatour teile. Wir Schweizer sind halt amüsiert darüber, dass man in einem Mac Donald frühstücken kann. Das kann man bei uns nicht. Es ist nicht so ungesund, wie uns und diesem Geschäft „vorgeworfen“ wird. Die Pancakes sind Pancakes, die Eier sind Eier, die Früchte im Müesli normale Früchte….

Wir müssen im Walmart einen Teller, Abwaschlappen, Feueranzünder und Backofengeschirr kaufen, was zur Camperausrüstung gehört und wir kaputt gemacht haben. (Billige Ware) Anschliessend besichtigen wir den Glen Canyon Dam. Das ist der Damm zum Lake Powell. Auch der Grand Canyon wird von diesem Wasser gespiesen.

Wir fahren heute mit dem Camper ca. 3.5 Std. Eingeschlossen in diese Zeit ist die Fahrt durch den gesamten Grand Canyon Nationalpark. Wir bestaunen beim Watchtower und an diversen Aussichtsplätzen die grandiose Aussicht und die enorme Tiefe, welche wir nicht zu schätzen vermögen. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang erwischen wir einen Shuttle zum Yaki Point. Was für ein romantischer Sonnenuntergang. Leute klatschen sogar und eine Frau spielt Amazing Grace auf der Flöte. Irgendwie kitschig und doch echt berührend.

Wir kommen spät an beim KOA Circle Pins Camping in Williams. Leider liegt er eine Autofahrstunde vom Grand Canyon entfernt. (In den 3.5 Std. oben eingerechnet). Wir fanden nichts Näheres. Für Spätankommende liegt jeweils eine Infoschrift an der Pinnwand vor der geschlossenen Recéption bereit.

Mittwoch, 26. Juli

Weil wir uns noch ordentlich einchecken müssen und der Empfang erst um 8 Uhr öffnet, können wir nicht allzu früh starten, für unseren zweiten Ausflug in den Grand Canyon. Entgegen unserer Befürchtungen, hat es noch genügend RV Parkplätze so gegen 10 Uhr beim Visitor Center. Das Warten auf die Shuttle Busse, welche einen an die diversen Aussichtspunkte führen, wird allerdings zur Geduldsprobe. Es ist eben nicht möglich, mit dem Privatauto jede Strasse zu befahren. Jedenfalls in den Sommermonaten. Im Winter ist dies anders. Nicht immer mögen wir auf freie Plätze in einem Shuttle warten, sondern wandern hie und da den Klippen entlang. Dies auf sehr gut ausgebauten, ungefährlichen Wegen. Wir wagen uns im Gegensatz zu anderen Touristen nicht über Abschrankungen und verzichten darauf, möglichst spektakuläre Bilder am Abgrund zu knipsen. Unser Leben ist uns zu teuer. Mit der Zeit wird es immer heisser zum Wandern. Beim Aufstehen zeigte das Thermometer noch erstaunlich kühle 15 Grad – wir befinden uns immerhin auf etwa 2’100 Meter über Meer – aber die Temperaturen steigen im Tagesverlauf schnell auf gegen 30 Grad.

Am Abend mache ich nochmals eine Wäsche, dann geniessen wir die weiteren super Infrastrukturen dieses Campings. Das heisst, wir spielen Minigolf, schauen den Kindern beim Trampolinspringen zu, Tobias fährt Go Cart. Es ist der beste Camping, den wir je erlebten – nicht nur in Amerika. Leider ist der Pool defekt. Und die nahe Autobahn und der Zug, der selbst nachts hie und da laut hupt, nerven. Die Mitarbeiter aber sind allesamt sehr freundlich und aufmerksam. So können wir diesen Ort nur wärmstens empfehlen. Er bietet auch Tipis und Bungalows.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kroatienferien 5. – 19. Juli 2014

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Wie war ich nervös auf unser geplantes Wohnwagenabenteuer! Ich bekam im Vorfeld Magenbeschwerden, ja wurde richtig krank… Würde unser Auto den Anhänger tatsächlich ziehen können? Wie würde Andy mit dem Fahren zurechtkommen? Seine Erfahrungen, beim Autofahren einen Wohnwagenanhänger mitzuziehen, lagen mindestens 30 Jahre zurück! Hoffentlich werden wir keinen Unfall bauen, keine Panne und ruhige, coole Campingplätze haben, einander zu dritt (mein Mann, unser Jüngster und ich) auf engem Raum nicht in die Haare geraten, nicht ausgeraubt werden….Ich gab den Fragen und Ängsten keinen Raum, was sich aber in Magenkrämpfen rächte….

Um es gleich vorweg zu nehmen: meine Befürchtungen waren allesamt unbegründet! Wir fuhren unfallfrei, obwohl plötzlich der Linksblinker seinen Dienst versagte, Andy fuhr tip top sicher mit dem Gefährt, welches wir nachzogen, wir verloren den Anhänger unterwegs nie, hatten keine Panne, die Campingplätze lagen allesamt ruhig, ohne Partys bis in die Morgenstunden, wir hatten keinen Streit zusammen, wurden nicht ausgeraubt, sondern lernten durchs Band hinweg freundliche, hilfsbereite Mitcamper kennen. Ich schlief zwar nicht soviel wie zuhause, konnte es aber diese 14 Tage grad so aushalten.

Wir nahmen die Hinfahrt gemütlich unter die Räder, starteten erst um 15 Uhr ab Beckenried und konnten dafür staufrei fahren. Wir übernachteten nach 5 Std. Autofahrt das erste Mal auf einem Autoparco in Brescia, Italien. Dies ist kein Camping, sondern ein grosser, gesicherter Parkplatz mit sanitären Einrichtungen und Restaurant.

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Und schon machten wir das erste Mal unsere erste, wunderschöne Bekanntschaft mit lieben, hilfsbereiten Menschen! Wir standen vor der Eingangsschranke, welche sich auf keine Art und Weise zum Öffnen bewegen liess. Hilflos stieg ich aus und schaute mich nach Hilfe um. Da kam uns bereits eine Frau entgegen. Wie es sich herausstellte, war sie eine deutsche Truckerin, was ich der zierlichen Gestalt nie gegeben hätte. 😉 Ihr Lebenspartner und sie teilen sich jeweils den Auftrag und sind in der Türkei, Bulgarien, Italien und weiss-nicht-noch-wo-überall unterwegs. Sie hat uns gezeigt, dass wir auf Lastwagenhöhe einen Knopf drücken müssen, um ein Eingangsticket zu erhalten, dass die Réception etwas versteckt in einem Aussenhof liegt, wie wir Jetons lösen können, um zu duschen…. Sie kam mit und hat uns überall alles gezeigt. Am nächsten Tag hat sich ihr Lebenspartner erkundigt, ob für uns alles ok gewesen sei. Wir fühlten uns, wie wenn wir in die grosse Truckerfamilie aufgenommen worden wären. So herzliche, liebe, hilfsbereite Menschen! Ich bewundere sie für ihre strenge Arbeit. Am Morgen verabschiedeten wir uns, indem ich sie zu uns nach Hause einlud, denn sie fahren auf der Nord-Süd-Achse fast an unserem Haus vorbei…. Hoffentlich finden sie mal Zeit, bei uns einen Stopp einzulegen.

Die Fahrt über Venedig (Umfahrung) verlief zügig, aber die Umfahrung Triest zog sich unendlich dahin. Immer wieder hiess es „Triest“ und ich hatte das Gefühl, wir würden auf der Stelle treten, bzw. im Kreis fahren, was wir natürlich nicht taten. Endlich liessen wir dann Triest doch hinter uns. In Slovenien mussten wir für eine kurze Strecke eine Autobahnvignette lösen, da wir die empfohlene Ausfahrt verpasst hatten. Die Autobahn war dann plötzlich zu Ende und die Strecke kam mir vor, wie der Brünigpass bei uns in der Schweiz. :-O Und plötzlich standen wir an der kroatischen Grenze – völlig überrumpelt von den barschen Zöllnern, welche ungeduldig unsere Ausweise verlangten. Wir kamen uns fast vor wie irgendwelche Verdächtige, weil wir zuerst in der Handtasche und im Autofächli kramen mussten, um die Ausweise hervorzunehmen. Wir hatten sie halt nicht auf Anhieb parat. Als wir dann unsere CH-ID’s vorwiesen, reagierten die Uniformierten auf einmal ganz zerknirscht, wie wenn sie ihre Brüskheit bereuen würden… 😉

Der Weg bis zu unserem ersten Campingort Funtana zog sich in die Länge, obwohl wir die Strecke wie geplant in ca. 5.5 Std. schafften. Wir fuhren halt nie mehr als 80 Std./Kilometern mit unserem Wohnwagenanhänger und teilweise gab es keine Autobahn.

Der Campingplatz Puntica war so ruhig gelegen, wie es mir mein Mann im Vorfeld versprochen hatte. Denn ich mag keine laute Barmusik bis morgens um drei Uhr und habe es einfach gern, wenn die Nachtruhe eingehalten wird. Habe in dieser Hinsicht viele negative Erfahrungen gemacht, aber Gott-sei-Dank nicht, während unserer Kroatienferien. Wir hatten Glück und konnten unseren Wohnwagen in zweiter Reihe vom Meer entfernt aufstellen.

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Auf diesem, wie auf jedem Campingplatz halfen uns Menschen mit einem Kabel und Adapter aus, damit wir überhaupt Strom hatten. Unser Wohnwagenanhängervermieter hat nämlich behauptet, solche Kabel würden in jedem Camping zur Verfügung gestellt werden! Damit hat er uns ein rechtes „Ei“ gelegt, aber Gott hat vorgesorgt und uns bei allen unseren Übernachtungsstationen, ausser beim Autoparking Brescia an Menschen herangeführt, welche ein zweites Kabel bei sich hatten. Das ist ja wirklich eine Seltenheit!

Wir logierten in Funtana, Camping Puntica eine Woche lang (Sonntag, 6. Juli bis Sonntag, 13. Juli) Poreč, liegt etwa 20 Autominuten von Funtana entfernt und ist eine wunderschöne, malerische Stadt.

Was uns bei diesem und auch beim anderen Campingplatz etwas mulmig und seltsam vorkam war, dass wir unsere Identitätskarten an der Réception abgeben mussten! Und dies ohne Quittung. Sie hätten also behaupten können, dass sie uns diese retourniert hätten – und wir wären machtlos gewesen, das Gegenteil zu beweisen!

Einmal unternahmen wir eine Schiffstour in den Limskikanal und besichtigten die hübschen Dörfer Vrsar und Rovinj.

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Der absolute Höhepunkt war, dass Tobias und ich völlig überraschend einen Delfin erblickten! Ein anderes Mal besichtigten wir Pula per Kickboards, was wir gerne als sehr guten Tipp weitergeben, denn die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten ist weitläufig. 😉

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Damit der Junior auch mal auf seine Rechnung kam und nicht bloss immer mit uns alte Städte besichtigen „musste“ (er tat es zwar nicht ungern), taten wir ihm den Gefallen und besuchten mal den Acquapark Istralandia. Etwa eine Stunde vor Torschluss zog eine dunkle Wolkendecke auf, es wurde leider kühl. Aber bis dahin genossen wir unsere Zeit. Es hatte dank des unsicheren Wetters auch überhaupt nicht zuviele Besucher im Park.

Das Wetter in dieser ersten Woche war etwas wechselhaft. Wir konnten zwar jeden Tag schwimmen im Meer und bis auf eine Ausnahme immer draussen essen, aber teilweise entluden sich ganz heftige Gewitter über uns. Ich habe Gummistiefel eingepackt und meine Männer haben mich zuhause ausgelacht. Aber das Auslachen verging ihnen, als sie durch Pfützen zum WC springen mussten, währenddem ich ganz gemütlich in meinen hübschen Stiefelchen rüberplatschen konnte…. 😉

Die sanitären Anlagen wurden häufig geputzt. Ich habe sie bloss etwa um Mitternacht rum hie und da etwas schmutzig erlebt, aber noch jedesmal eine saubere Toilette gefunden. Das Männerabteil war neuer renoviert, als bei den Frauen, was mir etwas ungewöhnlich erschien, legen doch Frauen mehr Wert auf hübsche Kacheln etc. Oder ist das bloss ein Klischee? Nun – ich fand es hingegen ganz interessant, die Schwalben in ihren Nestern über meinem bevorzugten Lavabo zu beobachten und jeden Abend sass derselbe Vogel über meiner ebenfalls bevorzugten Toilette auf dem Stängeli gerade oberhalb von mir. Aber er hat nie auf mich geschissen, dass muss ich ihm hoch anrechnen. 😉

Am Sonntag, 13. Juli fuhren wir etwa drei Autostunden (immer mit dem Wohnwagenanhänger gerechnet) über Rijeka weiter zu unserem nächsten Campingziel, nämlich Selce. Dort hatten wir wiederum Glück mit dem Stellplatz, denn auch hier waren wir nahe an den sanitären Anlagen und in Meernähe mit schönstem Ausblick.

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Auch dieser Campingplatz war ruhig und gepflegt. Hier liess ich einmal meine Sonicare Philips Zahnbürste liegen – aber eine aufmerksame Reinigungsfachfrau hat sie für mich auf die Seite gelegt und sich umegamässig gefreut, als ich ihr dafür Guetzli und ein paar Euro gab.

Wie bereits beim ersten Campingplatz, so fanden wir auch hier ein Restaurant, auf dem wir via Grossleindwand die Fussball-WM mitverfolgen konnten. Der Jubel der Deutschen rund um uns herum war überwältigend. 😉

Von diesem Campingplatz aus waren es zwei Autostunden bis zum Nationalpark der Plitwitzer Seen, Schauplatz der Karl May Verfilmungen. 😉 Hier wurden wir auf unserer Wanderung trotz guter Ausrüstung total verregnet. Doch nachdem wir wir zurückkehrten zum Auto, hellte das Wetter auf und wir wagten einen erneuten Versuch, dieses Mal statt in Wanderschuhen mit Badeschlappen an den Füssen und in Badehosen. Mein Mann hat mir seine freundlicherweise zur Verfügung gestellt, währenddem er in nassen Hosen weiterlief. Es wäre schade gewesen, wenn wir durchnässt, wie wir waren, sofort heimgefahren wären, denn dieses Naturspektakel zu bewandern lohnt sich auf jeden Fall. Wir hatten das Glück, dass mit uns zusammen nicht viele Touristen unterwegs waren – eben auch wieder aufgrund der unsicheren Wetterlage…

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Einen Ausflug wert war auch der Besuch der Nachbarinsel Krk.

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Bereits am Donnerstag, 17. Juli, begaben wir uns so langsam in Richtung nach Hause. Dies über Slovenien, wo wir die weltbekannten Höhlen Postojna Jama besichtigen. Wir haben in unseren Leben schon viele Tropfsteinhöhlen besichtigt, aber diese Grösse überwältigte uns! Zuerst fährt man mit einem Zug 10 Minuten lang in die Höhle hinein und dann erwandert man sie in einer einstündigen Führung.

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Den Übernachtungsplatz in Oesterreich (ab Kroatien, Selce ca. 6 Std. Autofahrt mit Wohnwagenanhänger) hatten wir als Einziges nicht vorreserviert, fanden aber mit Durchfragen problemlos den schönen Campingplatz in Radstadt Forellenhof. Radstadt beherbergt eine faszinierend schöne Altstadt.

Am nächsten Tag (Freitag, 18. Juli) fuhren wir wiederum etwa 5.5 bis 6 Std. lang bis zum nächsten Übernachtungsort am Bodenseee. Wir hätten sowohl nach Oesterreich wie die zweite Strecke in die Schweiz weniger lang gehabt, wenn wir nicht dauernd in Staus oder stockenden Kolonnenverkehr geraten wären. Dies war auf der Hinfahrt ein Fremdwort für uns… Alles in allem war für mich die Strecke Beckenried-Kroatien doch etwas eine zu lange Autostrecke. Vor allem mit dem Wohnwagen, welcher uns eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern auferlegte. Wir erlebten zwar wunderschöne Ferien, aber eine so weite Strecke möchte ich in Zukunft nicht mehr mit dem Auto zurücklegen.

Wir fuhren über München zum Campingplatz der Mansers auf dem Bauernhof in der Nähe von Arbon/CH, welcher uns von einem Twitterfreund empfohlen worden ist. Ein sehr guter Tipp! Danke, Giunando auch hier an dieser Stelle nochmals. 😉

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Am Abend trafen wir einen Facebookfreund, namens Joe Stalder, welcher uns eine Privatführung im Planetarium und der Sternwarte Kreuzlingen zukommen liess. Es war so schön, ihn mal persönlich zu treffen und der Einblick in die faszinierende Himmelswelt war sehr interessant.

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Am Samstsg, 19. Juli gaben wir den gemieteten Wohnwagenanhänger in Rothenturm zurück. Das gesamte Inventar luden wir in den PW um und wie wir es bereits im Vorfeld ahnten, fanden Tobias und ich keinen Platz mehr im Auto. 😉 Deswegen fuhr Andy alleine mit dem Auto heimwärts und Tobias und ich kehrten per Bus via Schwyz, Gersau und Dampfschiff (!) heim nach Beckenried.

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Was für eine wunderschöne Art, heimzukommen! Zuhause erwartete uns Minouch, während dem die eine Tochter an der Arbeit war und die andere „ausgeflogen“. 😉

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Hier gratis das Album dazu herunterladen (nur bis 23. August):

http://order.ifolor.ch/entry/epub/download/1/1213100/de/MmZ1WlNyQXlWOWo5bzFiMjFvb2tRWThodEFYTGlPZzNiWWNzQjZBR0tUQlhvRDhkdlU2dFhGTHdPZWRXVklBUVU4SnZVUy9sMkNpRmVkbm1JQlpuQUdUblQ5M0c4VWc4SlpnQWRhbFBLanhhUzgxd3ozVkZXZnBDbXNINlpReUs=/4?&WT.mc_id=ch_de_crm_epub_reorder