Lilu bezaubert in der Leuchtenstadt Luzern – noch bis am 20.1.19

Das erste Mal in seiner Geschichte lädt die Leuchtenstadt Luzern zu einem Lichtfestival, kurz Lilu genannt, ein. Und was wir erlebten, bezauberte, faszinierte uns und entlockte hie und da ein Lächeln, bis hin zum herzhaften Lacher.

Der Torbogen am Bahnhof begrüsst alle Besucher des Lilus und bietet dort handliche Infobroschüren an. Dieselben Infos kann man online herunterladen.

Wir empfehlen vor allem diese für uns persönlichesn Highlights: Nummer 2 (Routenbeschrieb mit Nummern im erwähnten Büchlein oder pdf) neben der Jesuitenkirche. Dort kann sich jeder aufs Regierungsgebäude in 4-fach Spiegelung projizieren lassen kann. Der Wunsch, einmal „gross heraus zu kommen“, kann sich also für einmal kurz erfüllen. 😀 Dann Nummer 10. Manche mögen dies vom Technorama her kennen: mit seinen farbigen Schatten auf der Wand der Peterskapelle spielen (auf dem Kapellplatz). Genial, vor allem auch für Kinder ist Nummer 17. Eine Schneekugel steht vor dem Musikpavillon am See und jeder der sie schüttelt, verwandelt die Projektion am Musikpavillon, der selber wie eine grosse Schneekugel aussieht. Im Gletschergarten bietet das Café Sowieso Glühwein, alkoholfreien Apfelpunch und Kuchen an.
Der Rundgang ist kostenlos (auch der Zutritt zu den Gletschermühlen im Gletschergarten). Wir empfehlen aber auch die 30-minütige Lichtshow Genesis in der Hofkirche zu besuchen. Sie kostet Fr. 10.– für Erwachsene. Kinder 6.–. Und falls ihr den Zeitungs-Abo-Pass habt, auch 6.–. Wir hätten ihn gehabt, aber er lag im Auto. 😬 Die Lichtshow zeigt die Schöpfungsgeschichte. Tickets kann man dort kaufen oder im Vorverkauf in der Tourist Information im Bahnhof Luzern (Gleis 3) von 08:30 – 21:30 Uhr und 18:00 – 21:30 Uhr oder telefonisch unter +41 41 227 17 17 von 08:30 – 17:00 Uhr erhältlich. Ich empfehle sie telefonisch vor zu reservieren, denn die Vorführungen sind immer sehr gut besucht. Sie finden diese Woche ausser am Dienstag jeden Abend zu mehreren Zeiten statt.

P.S. Dieser Blogbeitrag wurde nicht gesponsert, sondern entsprang frei aufgrund der persönlichen Begeisterung. 😉

Impressionen:

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Winterwunderland Wirzweli

Das Wirzweli ist hie und da eines unserer Ausflugsziele in Nidwalden. Heute genossen wir einen Spaziergang mit den Schneeschuhen auf der Gummenalp und das Hinunterschlitteln bis Wirzweli. Die Schneeschuhe und Skistöcke konnten wir nach dem Schneeschuh-Spaziergang per Bahn runter transportieren lassen. Die Schlittelpiste ist an zwei, drei Stellen etwas steil, aber weil schön Schnee liegt, problemlos auch mit Kindern befahrbar, denn man kann gut bremsen. Es gibt einige Strecken, welche man zu Fuss begehen muss – vielleicht gut zu wissen, wenn man sich mit Kindern auf die Strecke begibt. Die Landschaft ist abwechslungsreich – man passiert ein paar idyllische Ställe.

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Die Stimmung war mystisch-abwechslungsreich. Hüllte uns der Nebel in einem Moment ein, befanden wir uns in der nächsten Sekunde im schönsten Sonnenschein bei herrlichster Aussicht.

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Das Wirzweli ist vom Bahnhof Dallenwil (auf der Zentralbahnstrecke Richtung Engelberg) mit einem Gratis-Shuttlebus zur Doppel-Gondelbahn gut erreichbar. An der Bergstation gibt es die Möglichkeit zu einer Gratis-Pferdekutschenfahrt zum einen Skilift, der noch in Betrieb ist. Ein anderer wurde leider eingestellt. Nicht nur für Schlittler, auch für Tourenfahrer empfiehlt sich die Fahrt mit der Gummenalpbahn und die Abfahrt zum Wirzweli zurück. Die Kutsche bringt auch diese Tourenskifahrer zur Gummenalptalstation. Wo gibt es denn sowas sonst – eine Gratis-Kutschenfahrt?

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Ich war einmal mehr total begeistert. Von der Innovation dieses Unternehmens, dem faszinierenden Wetter, den tollen Schneeverhältnissen und der prächtigen Aussicht.

P.S. Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. 😉

Liebe auf den ersten Blick – Lissabon

„Danke für die schönen Bilder – aber es sind einfach zuviel davon“, erhielt ich mehr als einmal als Rückmeldung auf alle meine Facebook-, Twitter-, Instagram– und Whatsapp-Posts über Lissabon. Durchaus bewusst, dass es zuviel des Guten sei, konnte ich doch nicht anders, als meine Begeisterung über diese Stadt zu teilen. Ich erhoffte mir dabei, dass geteilte Freude doppelte sei und an dieser Stelle sei einmal erwähnt, dass es kein „Muss“ gibt, keinen Befehl meinerseits, von mir Veröffentlichtes zwingend beachten zu müssen.

Lissabon – das war wirklich Liebe auf den ersten Blick.

Wir besuchten diese vielseitige Stadt zwischen dem 26. bis 30 Dezember 18, nachdem unsere mittlere Tochter uns früher mal vorschwärmte, wiesehr uns die verwinkelten Gassen, die Häuser, die Trams und überhaupt alles bestimmt ebenfalls gefallen würde.

Wir logierten im Casa Amora und können es rundum wärmstens empfehlen. An dieser Stelle sei gesagt, dass dieser Beitrag hier von keiner Seite gesponsert wird. 😉

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Wir kauften für einen Tag die Lissabon Card. Damit konnten wir den öffentlichen Verkehr gratis benutzen und die Museen Praca das Amoreiras, Mosteiro dos Jeronimos, Torre de Belém, Padrao dos Descobirmentos und das Lisboa Story Centre gratis oder mit Reduktion besuchen.

Meine Bewertungen der besuchten Orte habe ich sowohl auf GoogleMaps, wie auf Tripadvisor gestellt.  Bildschirmfoto 2019-01-07 um 14.41.15.png

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Ich teile nicht alle Beiträge hier – folgt mir doch auf Tripadvisor oder sucht meine Beiträge auf Google. 😉

An einem Tag haben wir ein Mietauto gebucht und damit Sintra und auch den westlichsten Punkt des europäischen Festlands besucht. Bildschirmfoto 2019-01-07 um 14.59.00.png

Palácio Nacional da Pena:

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Die Lissabonner haben wir als sehr freundliche, hilfsbereite Menschen kennen gelernt, genau wie die Pariser. 😉 Leider hatte es in der Zeit zwischen Weihnachten/Neujahr sehr viele Touristen. Die Portugiesen hatten wohl auch Ferien und standen ohne Murren stundenlang an. Wir mieden solche Warteschlangen und sahen auch ohne, dass wir zum Beispiel das Schloss Sao Jorge besucht hatten, genügend Wunderhübsches.

Lissabon präsentierte sich uns in einem farbenprächtigen Bild (viele legal gesprayte Streetartbilder faszinierten uns)

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Bild von meinem Instagram-Account

und ich liebte die vielen Kacheln an den Häusern (Fliesen).

 

Die Stadt war weihnachtlich, fantasievoll beleuchtet. Teilweise kitschig, aber gleichzeitig märchenhaft.

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Verwinkelte Gassen, aber auch grosse Plätze und breite Promenier-Avenues, ähnlich der Pariser Champs-Elysées, prägen das Stadtbild. Die Lissabonner hielten sich auch an diesen kalten Wintertagen gern im Freien auf. Strassenkünstler belebten die breiten Strassen und Plätze, mehr sogar noch als wir es in Paris erlebten.

Ein paar Tipps zum Schluss, falls ihr Lissabon ebenfalls zur Winterszeit besucht:

  • Kleidet euch in Lagen. Wenn die Sonne scheint und es windstill ist, kann man sich gut nur im Pullover in einem Strassencafé aufhalten. Es kann aber auch empfindlich kalt werden und da waren wir sogar froh um zwei Jacken, welche wir übereinander anziehen können, Mützen und Handschuhe. Warme Schuhe, mit denen man längere Strecken bequem gehen kann, sind empfehlenswert.
  • Jeder Lissabon-Besucher will natürlich im historischen Tram 28 mit fahren. Bei uns waren die Wartelinien tagsüber zu lang. Nach dem Eindunkeln waren wir an der Starthaltestelle die Einzigen, welche einstiegen und erst nach und nach füllte sich das Tram. Wir benutzten es an dem Tag, als wir die Lissabon Card hatten. Dies führt mich zum nächsten Tipp:
  • Kauft euch für einen Tag die Lissabon Card und plant den Besuch der Museen und auch des historischen Aufzugs auf diesen Tag. Jeden Tag ist es nicht nötig, sie zu haben. Wir benutzten sie an unserem ersten Lissabontag. Am zweiten fuhren wir per Mietauto nach Sintra und am dritten und vierten Tag erkundigten wir die Stadt zu Fuss und lösten Einzeltickets für die Metro.

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P.S. Zur Vorbereitung auf unsere Lissabon-Reise, während und nach unserer Reise las ich das Buch „Die Jesuitin von Lissabon“. Ein spannender, historischer Roman, der rund um die Zeit des grossen Erdbebens von 1755 spielt.

 

 

 

„In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ (Hermann Hesse) Aepplis 2018/2019

Das Gedicht von Hermann Hesse beschreibt das Leben als ein Prozess. Lebensstufen oder Lebensräume folgen einander. Für mich sind Jahre jeweils solche Räume und Abschnitte. Ich blicke zurück auf den durchschrittenen Raum, das Erlebte darin und gehe mutig vorwärts.

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Träume leben -jetzt

Wenn uns die Krankheit Andys im Jahr 2017 etwas gelernt hat, dann dieses: die gemeinsame Zeit zu geniessen und Träume nicht auf später zu verschieben. Andy hat ein rückfall-freies Jahr 2018 hinter sich. Mögen weitere 4 Jahre folgen – dann gilt er offiziell als geheilt von der CLL.

Wir reisen beide sehr gerne und wollen nicht Reiseträume auf die Zeit unserer Pensionierung verschieben. Denn wer weiss, was dann ist…

Im Jahr 2018 waren wir zweimal in Österreich. Einmal genossen wir Ski- und Snowboardferien, zusammen mit Tobias und im Herbst haben Andy und ich seit Jahren wieder mal zu zweit Ferien verbracht. Freiburg i. Breisgau, Hamburg, Norwegen mit dem Nordkap, Kiel, Dresden, Paris und Lissabon, wecken in uns wunderschöne Erinnerungen. Manchmal waren wir mit Tobias zusammen unterwegs und hie und da als Paar, das sich auch nach 31 Jahren Ehe noch von Herzen tief liebt.

Kinder werden flügge

Die älteste Tochter unterrichtet mit sehr viel Freude Unterstufenkinder und wird 2019 heiraten. Darauf freuen wir uns alle unbeschreiblich fest.

Die mittlere Tochter studiert Ergotherapie in Winterthur. Weil sie im Sommer die Badeaufsicht im Strandbad Ennetbürgen/Buochs macht und im Winter als Ski- und Snowboardlehrerin auf unserem Hausberg, der Klewenalp tätig ist, wohnt sie an den Wochenenden bei uns. Im 2018 begab sie sich alleine auf Pilgerreise von Porto nach San Compostela. (Jakobsweg)

Sohnemann ist nebst der Lehre als Elektroinstallateur erfolgreich mit der Aeppli Production. In Cambridge absolvierte er ein Kurz- Englischstudium. Das erste Mal, dass er ohne uns Eltern im Ausland war.

Mütter

Wenn Kinder klein sind, sorgen sich die Mütter (und Väter) um sie. Werden die Eltern betagt, kehrt sich der Spiess um. Unsere beiden Väter sind leider gestorben. Andys Mutter hat Demenz im Anfangsstadium und zügelte im 2018 ins Altersheim Ennetbürgen. Meine Mutter hat sich von einem Schlaganfall, den sie im April 18 erlitt, mittlerweile fast vollständig erholt und wohnt wieder alleine zuhause. Doch auch für sie ist ein möglicher Wechsel in eine Alterswohnung immer wieder im Gespräch.

2019 – neuer „Raum“

Den ersten Wochen eines neuen Jahres wohnt für mich ein Zauber inne. Wie unbeschriebene, weisse Notizblätter liegen die Tage vor uns und wir dürfen sie füllen. Nebst der Hochzeit unserer ältesten Tochter, steht noch nichts „fest“. Doch wir planen bereits unsere diesjährigen Ferien. 😉 So schön, wenn man das Leben und Beziehungen geniessen kann, gesund ist und die Finanzen auch Reisen ermöglichen. Ich erlebe als Freelancerin immer wieder, wie Gott versorgt und Aufträge schenkt. Ja Gott – ich möchte ihn last, but not least erwähnen. Er ist es, an dessen Hand wir durch die Räume und Zeiten unseres Lebens schreiten dürfen. Ohne Ihn ist alles nichts. Er gibt uns Halt, Zuversicht und Sinn. In diesem Sinn: es guets Neus – von Aepplis

Die verzweifelte Suche des kleinen Hirtenjungen Matteo

Wie lange sitzt er nun schon vor diesem Jesuskind? Die Heiligen drei Könige in ihren prachtvollen Kleidern, gratulieren Maria und Josef zur Geburt ihres Sohnes. Ein paar Schafe blöken hinter einem Holzverschlag.

«Matteo», haben seine Eltern vor ein paar Wochen gesagt, «dein Vater wurde angefragt, ob er Josef spielen möchte bei der lebendigen Krippe am Stanser Weihnachtsmarkt. Du und Mami dürfen beide Hirten sein. Was meinst du dazu?» Natürlich war er hellbegeistert. Das würde toll werden, wenn er so nah bei den Tieren sein könnte und seine Gspänli neidisch auf ihn sein würden.

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Aber jetzt ist die anfängliche Begeisterung verflogen, er friert ein bisschen, trotz des Feuers, um das er mit ein paar anderen Darstellern hockt. Es ist ihm langweilig und Ihm fehlen seine Spielsachen.

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Wo ist die Krippe? Wo ist Ben? Wo sind Matteos Eltern?

«Matteo, willst du mitkommen, dem Drehorgelmann zuzuhören?», stupst ihn Ben, ein etwas älterer Junge, der ebenfalls als Hirte verkleidet ist, fragend an. Matteo zögert und schaut zu seinen Eltern. Doch beide sind in Plaudereien vertieft. «Komm schon», drängt Ben und wendet sich schon langsam ab. Naja – seine Eltern würden es gar nicht bemerken, wenn er nur kurz nicht da wäre. Matteo verlässt mit Ben zusammen die Krippenszene. Sie folgen den Klängen der Drehorgel, bleiben unterwegs aber bei einem Eisklotz stehen, der sich unter den geschickten Künstlerhänden zu einer Figur entwickelt. «Was meinst du Ben, was gibt das, wenn es fertig ist?», fragt Matteo. Er schaut sich nach seinem Hirtenkollegen um, aber der ist verschwunden. «Ben! Ben! Wo bist du?» Und nun beginnt Matteo eine wilde Sucherei. Er bahnt sich einen Weg zwischen den vielen Menschenbeinen hindurch, denn er ist noch so klein, dass er nicht viel mehr, als die Beine der Marktbesucher zu sehen bekommt. Ben ist wie vom Erdboden verschluckt. Also beschliesst Matteo, alleine zur Krippenszene zurück zu kehren. Nur – wo ist die? Was anfänglich wie ein lustiges Fangspiel war, entwickelt sich zu einem tiefen Kummer. Matteo wird immer verzweifelter. Wo sind seine Eltern? Zu allem Elend schleicht die Kälte immer mehr in seine Glieder und er schlottert richtiggehend. Matteo sucht Wärme im Raclette-Zelt. Er hockt sich auf den Boden in einer Ecke, zieht seine Beine an und umfasst sie mit beiden Händen.

Wo ist die Krippe? – Wo ist das neugeborene Baby?

Auf einmal befindet er sich nicht mehr im Zelt, sondern auf einem weiten Feld zusammen mit ein paar Hirten. «Wir laufen dem Stern nach und suchen den neugeborenen König. Den Retter.», erklärt ihm einer der Burschen. «Du bist auch ein Hirte und gehörst zu uns. Komm mit.» Da Matteo nicht alleine zurückbleiben will und ja ebenfalls auf der Suche nach der Krippe ist, folgt er ihnen zögernd. Tatsächlich bleibt der Stern über einem alten Stall stehen. Die Hirtengruppe tritt ein. Wohlige Wärme empfängt sie. Und da liegt das Baby in einer Futterkrippe und Maria und Josef strahlen die Besucher an.

Wo ist Matteo? – Das Christkind hat ihn gefunden.

«Bub, was haben wir dich gesucht!» weckt ihn die Stimme seiner Mutter. Denn Matteo ist im Raclette-Zelt eingeschlafen. «Du warst spurlos verschwunden. Ben und ich haben dich überall gesucht.» Matteo murmelt noch etwas schlaftrunken: «Ich ging mit anderen Hirten dem Weihnachtsstern nach. Meine Rolle ist ganz wichtig. Ich habe das Christkindli gefunden.» – «Es hat dich gefunden und gerettet, denn ich habe dafür gebetet», antwortet seine Mutter.

Regula Aeppli-Fankhauser

Die Geschichte erschien am 20. Dezember im Nidwaldner Blitz

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Die Geburtstagsparty

Wusste selber gar nicht mehr, dass ich diese Geschichte geschrieben hatte vor einem Jahr. 😀 Sie ist eindrücklich – jetzt erinnere ich mich. haha

Gmerkigs

Wie freute er sich auf seine Geburtstagsparty! Freunde würden da sein und er sehnte sich danach, mit ihnen bei einem feinen Essen zu plaudern. Wie schön sie den Weg zum gemieteten Festsaal beleuchtet hatten. Es wurde ihm ganz warm ums Herz, als er diesen funkelnden Sternen und Lichterketten folgte. Extra seinetwegen aufgehängt – wie lieb. Kerzen in Laternen schmückten den Eingang und seine Geburtstagsgäste begrüssten ihn herzlich. Lachend führten sie ihn an die festlich geschmückte Tafel.

Es wurde auf das „Geburtstagskind“ angestossen. „Am Tag deiner Geburt war es recht kalt“, meinte jemand. „Oh ja“, bestätigte ein anderer Gast und fügte hinzu: „Eine Schande war das. Du hättest einen angenehmeren Geburtsort als jenen verdient, an dem du das Licht der Welt erblicktest. Du – in deiner Stellung.“ – „Wenigstens bekam deine Mutter im Wochenbett schon bald angemessen hohen Besuch. Was ich hörte, brachten sie ein paar wertvolle Geschenke“, war es einer…

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„Los, we s trichled…“ – Der Brauch des Trichelns in Beckenried, Nidwalden

Walter Käslin (+1998) Beckenrieder Mundartdichter beschrieb den archaischen Brauch folgendermassen: «Los, we s trichled uf de Gasse: wumm und wumm und wumm und wumm! Näi, das isch de nid zum Gschpasse, der liäb Samiglais gaad um….»

Heute hegen die Kinder vermutlich keine Angst mehr vor dem Samichlaus, aber das «Wumm und Wumm» der Trichler ist immer noch ein eindrückliches, Gänsehaut erzeugendes Erlebnis.

Ein festverankerter Brauch mit wechselhafter Geschichte

Lärmfeste haben ihren Ursprung bei den Germanen. Sie versuchten, mit Lärm und Licht Dämonen zu vertreiben. Heute pflegt man diese althergebrachten Traditionen wohl mehr, um mit Ritualen ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu zelebrieren. Der Samichlais-Iizug stammt aus dem 16. Jahrhundert. Seit 83 Jahren ist der Turnverein Beckenried für die Organisation verantwortlich. Das Dorf wuchs kontinuierlich und der Brauch musste sich dauernd anpassen. Doch vieles hielt allen Veränderungen stand. Einerseits sind dies Trichler, welche teils seit 60 Jahren treu dabei sind. Andererseits bestehen dieselben Hauptelemente seit Jahrzehnten. Nebst den Trichlern sind das: der Samichlais mit den Schmutzlis, Hornbläser (seit 1978), Iffelen (Laternen in Bischofmützenformen), Geisslechlepfer und Fackelträger. Eine Trichel ist eine Kuhglocke. Diese wird im Takt hin- und hergeschwenkt. Wenn man heutzutage den unendlich langen Zug der rund 500, in weissen Burdihemden eingekleideten Trichler bestaunt, ist es fast nicht auszudenken, dass es anfangs der 1960-er Jahre einen Teilnehmer-Einbruch gab. Es waren nur noch etwa 12 Trichler dabei. Doch nachdem diese auf Werbetour im ganzen Kanton gingen und man Tricheln und Burdisäcke ausleihen konnte, begann ein regelrechtes Trichlefieber um sich zu greifen. 1964 waren es bereits 80 Männer, welche dem Samichlais-Brauchtum zu neuem Schwung verhalfen.

Besonderheiten des Beckenrieder-Trichelns

In Siebnerreihen schreiten die Männer durchs Dorf, von Fackelträgern begleitet. Auch manch ein Heimweh-Beckenrieder reiht sich gern ein, aber die Aufstellung ist hierarchisch. In der ersten Reihe der Trichlerschar dürfen der amtierende Beggo-Zunftmeister und die neu gewählten Älplerhauptleute tricheln, nebst denjenigen Männern, welche seit Jahrzehnten dem Brauch treu geblieben sind. Wenn der lange Marsch auf dem Dorfplatz ankommt, formiert sich ein Kreis um den Samichlais. Nach einigen Minuten des Umkreisens, folgt der Höhepunkt, das Uistrichle. Dies meint, dass der vorher gleichmässige Trichlertakt in ein wildes Schellen mündet.

Diese 10 Fotos habe ich von Kobi Christen erhalten. Die anderen Fotos stammen von mir.

Für Nachwuchs ist gesorgt

Ähnlich wie beim Schellen-Ursli, der Kindergeschichte aus dem Bündnerland, suchen sich die Beckenrieder-Kinder eine möglichst grosse Trichle. Am Mittwoch vor dem Samichlais-Iizug, haben sie ihren grossen Tag: das Buebä-Trichlä. Auch wenn der Anlass von früher her so genannt wird, dürfen Mädchen ebenfalls mit machen. In Zweierreihen, nach der Grösse der Trichle eingeordnet, ziehen sie quartiersweise trichelnd durch die Strassen. Der Buebä- Samichlais geht von Haus zu Haus und sammelt Geld, das am Schluss nach Trichlergrösse verteilt wird.

Gerade jetzt, währenddem ich an diesem Blog schreibe, ziehen die Schulkinder trichelnd vor unserer Wohnung vorbei. Von soeben:

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Mir fiel grad auf, dass die Kinder bequemere Traggurte für die Trichle haben, als noch vor Jahren. Wahrscheinlich werden die Eltern innovativer, um ihren Kindern das stundenlange Tragen der schweren Kuhglocken zu erleichtern. 😉 Ein Bild, als Tobias noch mittrichelte (im Bild ganz links).

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Einen Wunsch haben die grösseren Kinder, welche den Anlass ohne erwachsene Hilfe organisieren: bitte liebe Eltern, lasst eure Kinder alleine mitmachen und begleitet sie nicht. Und eine weitere Bitte an alle Besucher des Samichlais-Iizugs: bitte fotografiert ohne Blitz.


Diesen Samstag, 2. Dezember ist es wieder so weit: der Samichlaus-Markt und Samichlaus-Einzug mit rund 500 Trichlern wird bestimmt wieder ein beeindruckender, stimmungsvoller Auftakt in die Advents- und Weihnachtszeit sein. Um 16 Uhr werden wir zudem das Konzert von Joy of Life in der katholischen Kirche Beckenried geniessen.


Dieser Beitrag wird in leicht abgeänderter Form im Nidwaldner Blitz erscheinen, den alle Nidwaldner morgen im Briefkasten vorfinden werden.

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