Urchig, hiäsig und eifäch scheen

Urchig und schön sind unsere hiesigen Traditionen. (Urchig meint urtümlich.)

Heute besuchten wir den Dorfmarkt in Emmetten und erlebten ein paar Sentä Veh (Vieh-Senten = Viehzüge). Die Kühe, welche den Sommer hindurch auf den Alpen weiden durften, ziehen jetzt nach und nach talwärts. Sie werden von den Älplern schön geschmückt.

Wir verbanden den Besuch des Dorfmarkts mit einer Wanderung bis nach Hause. Die leichte Wanderung dauerte etwa 2 Stunden. Immer wieder begeisterte die Aussicht zum Vierwaldstättersee und Beckenried hinunter oder nach Emmetten zurück. Leider führt der Wanderweg über grosse Strecken über Asphaltstrassen. Retour ist dieselbe Wanderzeit angegeben, was wir fast nicht glauben können, ist doch Emmetten höher gelegen als Beckenried, das direkt am See liegt.

Zuhause, vom Balkon aus, sehen wir die gesamte Strecke unserer Wanderung. Von ganz links (Emmetten), nach rechts und hinunter…. 😉 Wie liebe ich es, hier wohnen zu dürfen.

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Wir haben es getan: Wanderung zum Point of return: Isenthal – Vorder Bärchi retour

Minouch findet, er begleite uns auf unsere heutige Wanderung. 41335402_10212756425166751_3911146212153098240_o

Wir nehmen uns vor, von Isenthal aus zu unserem gestrigen Punkt „of return“ zu wandern, denn es nimmt uns wunder, wie weit es gestern noch bis zur Postautohaltestelle Isenthal gegangen wäre und wir wollen einfach mal die ganze Wegstrecke bewandern.

Ab Isenthal gibt es jede Menge Themenwanderwege: Den Urner-Mundart-Weg, Bärenweg, Sagen- und Skulpturenweg und den Erlebnisweg „Urchigs Handwärch“. Einen Posten des letzteren Weges suchen wir in Isenthal auf: „Mit Läder schaffä“. Toll, dass man hier ein Lederportemonnaie selber herstellen könnte und dass hier alte Gerätschaften unbewacht ausgestellt werden können, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand sie stehlen würde.

Die Aussicht auf dem wiederum sehr malerischen, alten Weg ist fantastisch und wir geniessen die Wanderung. Denn heute müssen wir nicht zu einer gewissen Zeit eine Ortschaft erreicht haben, um ein Postauto oder Schiff zu erreichen.

Ist Minouch tatsächlich mitgekommen? 😉

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Natürlich nicht. Man beachte, dass unser Minouch einen buschigen Schwanz hat. 😉 Aber diese Katze ist genauso verschmust und begleitet uns ein paar Minuten, bevor sie umkehrt.

Die Aussicht beim Picknickplatz (mit Grillstelle) Vorder Bärchi ist prächtig.

Und hier ist er – der Punkt, an dem wir gestern umgekehrt und wieder nach Bauen zurückwanderten, weil wir befürchteten, das Postauto in Isenthal nicht zu erwischen und damit die letzte Schiff-Verbindung nach Beckenried zu verpassen.

Zurück in Isenthal kommen wir über den Daumen gerechnet zum Schluss:

wir hätten gestern das Postauto entweder knapp erwischt oder knapp verpasst. 😉 Unsere Wanderstrecke Bauen – Isenthal betrug zusammengerechnet 2 Stunden 5 Minuten. Von unserem Punkt „of return“ aus, hätten wir gestern 50 Minuten bis zum Postauto gehabt, aber wir hätten dies in 45 Minuten schaffen müssen…. In Bauen gab der Wegweiser ja die Zeit 2 Std. 35 Min. für diese Strecke an. Ihr erinnert euch? Hier:

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2.5 Stunden sind zuviel. 2 Stunden für diese Strecke reichen und wir wandern nicht überaus zackigen Schrittes. Der Grund, weshalb wir es gestern nicht oder nur knapp geschafft hätten, war, dass wir diesen unnötige „Rundschlaufe“ liefen, aufgrund der mangelhaften Ausschilderung und weil wir unterwegs eine Zvieripause einlegten. Unsere gestrige Entscheidung, denselben Weg nach Bauen zurück zu wandern und dort aufs Schiff zu gehen, erwies sich als richtig. Wir hätten bestimmt rennen müssen und ich weiss nicht, ob das über Stock und Stein ein gutes Ende genommen hätte. Wie vernünftig man doch im Alter wird. 😛

Gestern und heute zusammen, haben wir die Strecke Bauen – Isenthal doppelt erwandert. So wie uns der weise Pächter der Ermitage Beckenried sagte: „Man kennt einen Weg erst richtig, wenn man ihn auf beide Seiten gesehen und erlebt hat.“ Ob man ihn ab Bauen oder Isenthal wandert: empfehlenswert ist er auf jeden Fall!

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Von der Weisheit, umzukehren. (Wanderung ab Bauen)

Wir wohnen so wunderschön, das denke ich täglich. Und was für ein Glück es ist, dass wir innert paar Minuten von zuhause aus an der Schiffstation Beckenried sind. Andere Menschen reisen von weither an, um die malerische Vierwaldstättersee-Region zu geniessen.

Der heutige Plan lautet: Schifffahrt Beckenried – Bauen, Wanderung Bauen – Isenthal (Weg der Schweiz) und mit Postauto und Schiff wieder nach Hause.

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Sich die Landschaft auf dem Schiff sachte vorbeiziehen zu lassen, ist immer wieder sehr entspannend. Wir steigen in Beckenried auf das Dampfschiff Stadt Luzern. Dieses wird übrigens Ende Jahr bis im Jahr 2021 total revidiert.

In Brunnen steigen wir um – auf das kleine Schiff Mythen.

In Bauen um 14 Uhr den Wanderweg entdeckt, erschrecken wir: die Wanderstrecke ist mit 1 Stunde länger ausgeschrieben, als wir gerechnet haben. Also rund 2.5 Stunden Wanderzeit. In umgekehrter Richtung sind 1.5 Stunden angegeben. Wir rechneten mit ca. 1 Stunde und 45 Minuten Wanderzeit. So können wir unseren Plan nicht einhalten, das Postauto um 16 Uhr in Isenthal rechtzeitig zu erwischen, um es auf die letzte Schiffsverbindung nach Beckenried zurück zu schaffen.

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Also: Planänderung. Wir wandern eine Stunde hin – und eine Stunde auf demselben Weg wieder zurück. Sind wir kurz vor Vorder Bärchi? Wir haben de facto keine Ahnung, bis wie weit es wir in dieser Stunde geschafft haben. Schade, gibt es unterwegs keinen Wanderweg mit Zeitangabe. Denn so fehlt uns eine Einschätzung, ob wir es nicht doch bis Isenthal aufs Postauto hätten schaffen können. Aber der Weg ist abwechslungsreich und interessant. Es ist ein uralter Handelsweg. Linkerhand liegt uns stets der See zu Füssen. Oft bin ich, welche nicht ganz schwindelfrei bin froh, um die guten Absicherungen und die Breite des Weges. Er wird, wie es scheint, gut in Ordnung gehalten.

In dieser Stunde eingeschlossen ist eine unnötige „Rundschlaufe“. Nach dieser Brücke führt der Weg rechts hoch. Nach kurzer Zeit zweigt ein Weg nach links ab, den wir verpassen. Wir wandern weiter bergwärts.

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Bis wir auf einem Baum auf der linken Seite eine Wanderwegmarkierung sehen. Also zweigen wir dort ab und wundern uns zwar schon, denn der Weg führt wieder in Richtung Bauen. Kann ja sein, dachten wir, dass er eine Schlaufe macht – bis wir wieder auf dem Weg standen, auf dem wir bereits hoch wanderten. Hättet ihrs gewusst? Links oder rechts? Wir entscheiden uns für rechts und das ist falsch.

Hier fehlt ganz eindeutig eine Wegmarkierung. Also, wenn ihr an diese Stelle kommt: nach links abzweigen!

Retour fahren wir mit dem Dampfschiff Gallia – ohne Umsteigen bis Beckenried.

Morgen wollen wir per Auto nach Isenthal fahren und zum Vorder Bärchi wandern. Vielleicht sehen wir, ob wir heute kurz vor dem Aussichtspunkt waren oder nicht.

Wir wandern halt nicht gern denselben Weg hin- und retour. Obwohl: auf dem Schiff  kurz vor Beckenried, treffen wir den Pächter der Ermitage Beckenried und er gibt uns zu bedenken: „Man hat eine Strecke erst gesehen, wenn man sie einmal in der einen und dann in der anderen Richtung erlebt hat.“ Und ja: schön war es „einewäg“ (so oder so), wie ihr mir bestimmt zustimmen werdet. 

 

Das Dach fällt mir auf den Kopf…

…hörte ich früher oft von jungen Müttern sagen. Mir ging es nicht so, als unsere drei Kinder jeweils klein waren. Ich fühlte mich weder zeitlich noch nervlich in der Lage, mich nach einem Job ausserhalb des Hauses umzusehen. Je älter und selbstständiger sie wurden, umso grösser wurde meine freie Zeit und ich begann, mich nach einer Teilzeitstelle umzusehen. Es muss in den Genen liegen: wie meine Grossmutter wurde ich eine Lebenskünstlerin darin, mit kleinen Jobs unser Familienbudget auszubessern und gleichzeitig meine Begabungen einzusetzen.

So war ich in meinem Leben bisher Hundesitterin, Testkundin für diverse Betriebe, Hausabwartin, Klassenassistenz und ja – auch ganz „normale“ kaufmännische Angestellte.

Ich hätte liebend gern Kindergärtnerin gelernt, aber das ergab sich aus diversen Gründen nicht. Dafür lebte ich den Traum aus, indem ich 25 Jahre lang Kindergottesdienste leitete und in dieser Funktion sogar Teamleiterin der diversen Gruppen war. Bis heute bin ich als Mitarbeiterin für Kindergottesdienste tätig.

Ein weiterer Traum war, Autorin zu werden. Mittlerweile erschienen meine Kurzgeschichten in mehreren Zeitschriften, Anthologien und in einem Informationsmagazin. Bei letzterem bin ich freie journalistische Mitarbeiterin. Über vielfältige Themen zu recherchieren und Artikel zu verfassen, ist die Erfüllung meines Lebenstraums. Auch PR Artikel gehören dazu. Ich werde weiterhin gern für diesen Verlag tätig sein. Aber es wurde mir angekündigt, dass sie bis im Winter keine Aufträge für mich haben und die redaktionellen Beiträge im nächsten Jahr etwa 20 Prozent weniger betragen werden. Aktuell fällt mir die Decke auf den Kopf, denn die Haushaltführung erfüllt mich nicht und wir sind dringend auf das Geld angewiesen, das mir meine Schreibarbeit bisher erbrachte.

Ich suche nicht ein neues Hobby und keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern einen Teilzeitjob (höchstens 40%) in kaufmännischer Richtung. Es muss keine anspruchsvolle Arbeit sein. Am liebsten in der Region Nidwalden/Luzern. Für eure Mithilfe, indem ihr diesen Beitrag teilt und Tipps bin ich sehr dankbar. 

Lebenslauf2018.rae

Mein Profil auf Jobs.ch

Mein Bewerbungsdossier

Der Mensch hat zwei Ohren, aber nur einen Mund

Twitter, Facebook – auch Instagram – jeder erzählt von sich selber. Eine Flut an Selbsterzählungen, Selbstdarstellungen. Wer hört zu? Reicht es, schnell ein Like, Herz oder Smiley zu setzen? Zeigt dies wirkliches Interesse am Leben unserer Mitmenschen?

Die Menschen meinten tatsächlich, es helfe uns in der Zeit, als mein Mann Chemo hatte, wenn sie uns von ihren Erfahrungen mit dem Krebs erzählen würden. Wahrscheinlich wollten sie Verständnis signalisieren. Ich hätte in dem Moment hingegen einfach nur zwei Ohren und ein hörendes Herz gebraucht. Und jemand der fragt: was brauchst DU?

Aber ich bin ja keinen Deut besser: da erzählt jemand von seinen USA Ferien und was tue ich? Zeige ihm meinen Blog von unseren USA Erlebnissen, statt ihm den Raum zu lassen, selber zu erzählen. Und jemand schreibt auf WordPress, sie suche einen Job. Was setze ich als Kommentar drunter? Ich suche auch einen Job….

Wie wäre es, wenn wir uns allesamt mehr Mühe geben würden, einander wirklich zuzuhören? Nicht zu unterbrechen. Zu verstehen suchen. Und nicht während des Hörens bereits eine Antwort zu formulieren. Und wenn das Gegenüber fertig ist mit dem, was er  anvertraut hat, zu versuchen, nicht umgehend von der eigenen Erfahrung zu erzählen, sondern nach zu fragen, mit ihm an seiner Geschichte, seinen Fragen und Sorgen dran zu bleiben und sich selber für einmal hinten an zu stellen.

Inspiriert hat mich gestern eine passende Predigt und ein Zitat von Dale Carnegie: „Wenn Sie wollen, dass Ihnen die Menschen aus dem Wege gehen, hinter Ihrem Rücken über Sie lachen oder Sie gar verachten, dann kann ich Ihnen folgenden Rat geben:

  • Hören Sie nie jemandem längere Zeit zu.

  • Sprechen Sie unablässig von sich selber.

  • Wenn Ihnen etwas in den Sinn kommt, während der andere noch spricht, dann warten Sie nicht, bis er ausgeredet hat: fallen Sie ihm ins Wort und unterbrechen Sie ihn mitten im Satz.“

Ich stelle mir die Welt und unser Zusammenleben friedlicher vor, wenn wir uns alle Mühe geben würden, schneller mit dem Zuhören und langsamer mit dem Reden zu werden. Ich will es versuchen und trainieren. Und du?

S’Fankhuser Berti us Subige

Ich war heute auf Besuch bei meiner Mutter und sie hat mir einmal mehr von meiner Grossmutter erzählt und wie das vor 70 Jahren in dem Elternhaus meines Vaters, in dem meine Mutter wohnt, zu und her gegangen sei. Deshalb habe ich heute ein paar Erlebnisse im Blog aktualisiert.

Gmerkigs

Verdingkind

Wie oft hat mir meine Grossmutter, als ich ein Kind war, von ihrer Zeit als Verdingkind erzählt. Weil ihre Mutter am „Kindbettfieber“ starb, wurden alle vier Kinder weg gegeben. Meine Grossmutter verbrachte ihre Kindheit und Jugendzeit beim Bauern Künsch in Graswil. Sie klagte mir oft, dass ihre Füsse derart deformiert seien, weil sie erst an der Konfirmation ihre ersten Lederschuhe erhielt, deren Anschaffungskosten sie notabene abarbeiten musste. Diese Schuhe waren notabene beide genau gleich. Es gab also keinen linken oder rechten Schuh. Ihre Füsse waren sich an Schuhe aber eh nicht gewöhnt, denn im Frühling, Sommer und Herbst lief sie barfuss, im Winter taten es „Holzböden“, auch Zoggeli genannt, welche an besonders kalten Tagen mit Heu zur Isolation ausgestopft wurden. Sie konnte ihre Konfirmation, das erste Fest, das zu ihren Ehren gefeiert wurde, nicht geniessen vor lauter Blasen an den Füssen. Die „gute Stube“ durfte sie nie betreten, selbst…

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Kindererziehung im Wandel der Zeit

Kindererziehung im Wandel der Zeit – Teil 1

Gehorsam und Pflichterfüllung gegenüber Erwachsenen und Disziplin – dies waren drei typische „Tugenden“, welche Kindern über Jahrzehnte eingetrichtert und nicht selten eingeprügelt wurden. In der Schule und im Elternhaus war es für ein Kind tabu, zu widersprechen.

„Tatzen-Geben“ (mit dem Lineal auf die Finger schlagen) war als Bestrafung ungehorsamer Kinder legitim. Mit Lederriemen, Teppichklopfern, dünnen Rohrstecken wurden kindliche Gesässe traktiert, um sie fühlen zu lassen, dass die Erwachsenen sagen, wie sie sich zu verhalten haben. Ohrfeigen, „Kopfnüsse“, das Ziehen an den Haaren oder Ohren und das Knien-Lassen des Kindes auf einem spitzen, dreikantigen Holzscheit, waren ebenfalls beliebte Disziplinarmassnahmen. Pfarrer, Lehrer und Eltern beriefen sich nicht selten auf den Bibelvers von Sprüche 13,24: »Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.« Dabei waren sich die Erziehungsberechtigten nicht bewusst, dass das hebräische Wort „Rod“ für Rute auch mit „Korrektur“ übersetzt werden kann. Nach heutigen Bibelauslegern legitimiert dieser Vers nicht das Schlagen von Kindern, sondern es geht um das Erziehen im Allgemeinen. Einem Kind soll nach biblischem Erziehungsverständnis nicht alles erlaubt werden, sondern es soll Grenzen spüren, ähnlich wie sie der Autofahrer in Form von Leitplanken auf Autobahnen erlebt.

Körperstrafen im Strafrecht

Die Generationen bis 1960 kannten einzig den strengen Erziehungsstil der vorangegangenen Jahrzehnte. Gehorchen, ohne kindliche Wünsche zu äussern, das war das Übliche, was für ein Kind galt. Erst ab den 1960er Jahren setzte eine Trendwende in der Gesellschaft ein. Seither gilt es als barbarisches Relikt früherer Zeiten, Kinder körperlich zu bestrafen. Allerdings sind bis heute in den meisten Ländern der Welt Ohrfeigen oder Schläge auf den Allerwertesten als Erziehungsmittel legal, solange sie „massvoll“ und „angemessen“ sind. Anders als in der Schweiz, sind in Deutschland, Schweden, Island, Finnland, Dänemark, Norwegen, Italien, Österreich, Zypern, Kroatien, Neuseeland, Costa Rica, Venezuela und Italien die gesetzlichen Regelungen strikt und verbieten körperliche Züchtigungen. Das schweizerische Strafgesetzbuch sagt, Körperstrafen seien gesetzlich erlaubt“ im Sinne von Artikel 14, „solange sie als Befugnis der elterlichen Sorge gelten“. Einzig wiederholte körperliche Bestrafungen, die „das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass“ überschreiten, werden als Tätlichkeit von Amtes wegen verfolgt.

Autoritärer und antiautoritärer Erziehungsstil

Als die Gesellschaft sich von der autoritären, politischen Führung, zur Demokratie bewegte, wurden Zweifel an strengen Erziehungsmethoden laut. Die sogenannte 68er Bewegung setzte einen Gegentrend: die antiautoritäre Erziehung. Sie proklamierten, dass jede Erziehung Gewalt sei. Dem Kind sollte ein eigener Freiraum zugestanden werden und sie sollten zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen, ohne ihnen Grenzen zu setzen.

Fortsetzung im Teil 2

War es früher klar, dass es Aufgabe der Erziehungsberechtigten war, Kinder zu disziplinieren, so ist es heute komplizierter, einen eigenen Weg zu finden, Kinder zu angenehmen Zeitgenossen heran zu ziehen. Viele Eltern sind mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Mit dieser Problematik wird sich die Fortsetzung des Themas in einem 2. Teil beschäftigen.

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