Familienmanagerin – ein vielseitiger Beruf

– Teil 1

Wie lautet die korrekte Bezeichnung einer Mutter, welche sich Vollzeit um die Kinder kümmert? Das althergebrachte «Hausfrau» beschreibt leider die mannigfaltigen Aufgaben einer Mutter zu wenig. Zudem kümmern sich auch Berufsleute zuhause um ihren Haushalt. Ist «Vollzeitmama» treffender? Was ist dann aber eine Mutter, welche auswärts arbeitet? Sie ist doch genauso vollzeitlich Mama. Vielleicht deckt die Bezeichnung «Familienmanagerin» beide Mütter-Modelle ab?

Einen Haushalt zu führen und sich um Kinder zu kümmern, fordert tatsächlich Managerqualitäten. Denn es muss organisiert, gecoacht, getröstet und aufs Familienbudget geschaut werden. Diese Aufgabenstellungen treffen auf alle Mütter zu, egal ob sie ausser Haus arbeiten oder nicht. Zwei Mütter erzählen von ihren verschiedenen Modellen. In diesem 1. Teil ist es eine Mutter, welche sich Vollzeit um Haushalt und Kinder kümmert.

Monica Stäheli, verheiratet, Mutter von 4 Kindern

Ihr Tag beginnt sehr früh, nämlich bereits um ca. 5:30 Uhr. Er ist ausgefüllt mit Betreuungsaufgaben rund um die 4 Kinder und Hausarbeiten. Dazu kommen zwei ehrenamtliche Engagements in der Kirche «Christlicher Treffpunkt» und in Leben von Flüchtlingen, welche in ihrem Umfeld leben. Ihre Motivation zu diesen unbezahlten Tätigkeiten, findet sie in der Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen. In Kanada hat sie Pflegefachfrau gelernt. Unregelmässige Arbeitszeiten im Pflegeberuf und die Betreuung ihres ersten Nachwuchses unter einen Hut zu bringen, wurden zunehmend zur Belastung. Vollzeit zuhause sein zu dürfen, brachte viel Entlastung, Freude und Gelassenheit in den neuen Alltag als junge Familie. Monica Stäheli verrät, dass sie gerne eines Tages wieder in den Pflegeberuf einsteigen möchte. Allerdings müsste ihr zukünftiger Arbeitsplatz für sie zeitlich genug Raum lassen, so dass sie ihre Ehe, das Familienleben, Engagements im «Christlichen Treffpunkt» und auch ihre Freundschaften pflegen könnte. Auf die Frage, wie Menschen auf ihr «Vollzeitmuttersein» reagieren würden, antwortet sie: «Grundsätzlich positiv. Manchmal werde ich aber schon gefragt, ob ich nichts arbeite.»

Wenig Anerkennung in der Gesellschaft

Eine Frau, welche ihren geliebten Beruf zugunsten der Familie aufgab, verzichtet auf sehr viel: auf einen Lohn, auf Karrierechancen und gesellschaftliche Anerkennung. «Was sind Sie beruflich?» Eine Frau, welche auf diese Frage mit «Hausfrau» oder «Familienmanagerin» antwortet, erntet heutzutage oft ein müdes Lächeln und das Interesse an ihrer Person sinkt. Dabei erwerben solche Frauen sehr viel Sozialkompetenz und lernen, Flexibilität in ihrer Organisation an den Tag zu legen. Sie haben deshalb Wertschätzung verdient.

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Teil 2

Sich «Hausfrau» zu nennen, ist bei heutigen Frauen unpopulär. Der Bezeichnung haftet etwas Altmodisches an. Sie erinnert an die die drei K: Kinder, Küche, Kirche, welche ab 1960 zu einer Redewendung im deutschen Sprachraum wurde.  Mütter sollten sich um die Kindererziehung, die Hausarbeit und die Vermittlung und Einhaltung von Prinzipien, wie sie die Kirche lehrte, kümmern.

Frauen wollen heute Anerkennung im Beruf und finanzielle Unabhängigkeit erleben. Sie haben studiert oder einen interessanten Beruf erlernt und möchten diesen nur kurzfristig aufgeben, wenn sie Mütter werden. Der Trend zeigt, dass sich die meisten Frauen nach einer Geburt, maximal ein Jahr lang eine berufliche Auszeit nehmen. In vielen Familien ist ein zweites Einkommen zwingend nötig und wer länger als drei Jahre weg vom Beruf ist, hat Mühe, den Anschluss wieder zu finden. Im Beruf erfolgreich zu sein und gleichzeitig zu schauen, dass es der ganzen Familie gut geht, ist eine grosse Herausforderung. Klar sind hier auch die Männer gefordert, Unterstützung zu leisten. Doch traurige Realität ist, dass Männer oft immer noch die besser Verdienenden sind und eine Familie es sich eher leisten kann, auf das Einkommen der Frau, als das des Mannes zu verzichten.

Individuelle Lösungen

Ob und wie schnell eine Mutter nach einer Geburt wieder ins Berufsleben einsteigen soll, muss jede Familie für sich bestimmen. Wir haben in einem 1. Teil eine Frau porträtiert, welche sich entschieden hat, voll zuhause für ihre Kinder und für Freunde da zu sein. Dafür hat sie auch Zeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im heutigen Teil kommt eine berufstätige Mutter zu Wort.

Franziska Preisig, verheiratet, Mutter von 6 Kindern

Die gelernte Reisefachfrau ist seit 21 Jahren Geschäftsführerin von Preisig-Reisen und sagt, sie arbeite zwischen 60 – 150% (sehr viel im Homeoffice). Die Mutter von 6 Kindern meint: «Ich hätte wahrscheinlich nicht so viele Kinder, wenn ich Vollzeitmutter wäre. Die Arbeit ist mein Ausgleich.» Die Kinderbetreuung regelten sie anfänglich, indem ihr Mann Teilzeit arbeitete. Später hatten sie entweder eine Tagesmutter oder ein Au-Pair Mädchen und nun kann ihre pensionierte Mutter Unterstützung in der Kinderbetreuung leisten. Weil das Reisebüro ihr gehört, war es ihr möglich, hie und da ein Kind an den Arbeitsplatz mit zu nehmen. Und sie war stets in der privilegierten Lage, selber das Arbeitspensum zu bestimmen. Heute beschäftigt sie 3 Angestellte und kann zur Not auch mal fehlen. Sie ist überzeugt davon, dass ihre Kinder durch ihre Arbeitstätigkeit im Reisebüro sehr selbständig wurden. Über all die Jahre beschäftigte sie selber Mütter und gab ihnen die Möglichkeit, mit wenig Prozentanteilen zu arbeiten. Sie ergänzt: «Wir sind ein sehr flexibles, gutes Team und wenn jemand mit der Familie ein Problem hat, springen wir füreinander ein.»

Anerkennung und Respekt haben alle Mütter verdient

Egal, ob eine Mutter voll zuhause bei den Kindern oder ergänzend auswärts tätig ist: Mutter zu sein gehört auch im 21. Jahrhundert noch zu den herausforderndsten Lebensaufgaben. Deshalb haben es alle Mütter verdient, am Muttertag geehrt zu werden.

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Diese zwei Teile zum Thema Familienmanagerin, erschienen am 3. und 11. Mai 18 im Nidwaldner Blitz.

 

 

 

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«Summ, summ, summ, Bienchen summ’ herum»

Das Kinderlied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, ist bereits 183 Jahre alt. Der Text beschreibt, wie das fleissige Bienchen Honig sammelt, damit die Menschen ihn für die Produktion von «Pfeffernüss’ und Honigkuchen» verwenden können. Wir verdanken den Bienen aber weit mehr.

Ineke Wyrsch, eine Buochser Hobby-Imkerin nimmt uns mit in die komplexe Welt der Bienen und gibt uns einen Einblick in das vielfältige, wertvolle Imkerhandwerk.

Fleissig wie die Bienen: die Imker

Der Begriff «Imker» ist eine Zusammensetzung aus dem niederdeutschen «Imme» für Biene und dem mittelniederdeutschen «Kar» für «Korb, Gefäss». Der Imker sorgt mittels Kasten und Zubehören für die Vermehrung von Honigbienen. Im Gegenzug kann er Honig und andere Bienenprodukte ernten. Es gibt keine Vorschrift, dass ein Imker eine spezielle Ausbildung absolvieren muss. Aber die meisten Neu-Imker absolvieren einen Grundkurs. Ineke Wyrsch hat einen Kurs über zwei Jahre besucht. Wer mag, kann sich in 3 Jahren zum Imker mit Eidgenössischem Fachausweis weiterbilden.

Ein Imker ist praktisch das ganze Jahr hindurch mit seinen Bienen beschäftigt: Ende Februar bis anfangs März erfolgt die 1. Kontrolle der Bienenvölker. Wie ist der Zustand der Fluglöcher? Sind die Bienen vital? Den männlichen Bienen, Drohnen genannt, muss ein Rahmen gegeben werden, damit sie sich vermehren können. Denn anders als die Weibchen, überwintern die Drohnen nicht. Ab ungefähr Mitte April hängt der Imker sogenannte Honigräume in die Bienenkästen. Dort hinein können die Bienen den gesammelten Honig deponieren. In den Monaten April/Mai schwärmen die Bienen gern aus. Dieser Schwarmtrieb, dient den Bienen zur Bildung einer neuen Kolonie. Der Imker ist herausgefordert, einen solchen Schwarm einzufangen. Ende Juni, bei schlechtem Wetter Ende Juli, kann Honig geerntet werden. Nach der Ernte, füttert der Imker seine Bienen mit Zucker, um sie gut auf den Winter vorzubereiten und behandelt sie gegen Krankheiten. Ab dem November ziehen sich die Bienen in die Wintertraube (Winterkugel) zurück. Sie sitzen um die Königin und geben ihr warm. «Während die fleissigen Bienchen ruhen, geht für uns die Arbeit auch im Winter weiter», meint Ineke Wyrsch. «Ich nutze die Wintermonate, um Gerätschaften zu reinigen und reparieren, schmelze Waben ein und lasse damit neue Mittelwände giessen. Zudem vermarkte ich Honig und befreie Fluglöcher von Eis und toten Bienen.»

Unterschied Bienen und Wespen

Bienen und Wespen sehen für den Laien ähnlich aus. Wespen sammeln keinen Honig. Sie ernähren sich im Gegensatz zu den Bienen nicht von Blumenzucker, sondern von Eiweiss und Fleisch. Sie sind keine Blüten-Bestäuber und überwintern nicht. Ameisen und Bienen sind die einzigen Insekten, welche als Volk überwintern. Stiche hingegen, schmerzen sowohl von Wespen wie Bienen. Zur Linderung legt man entweder eine halbierte Zwiebel auf die schmerzende Stelle, streut Backpulver darauf oder verwendet eine Fenistil-Salbe. Bienen sterben, anders als Wespen, nach einem Stich bei einem Menschen. «Weil der Bienen-Stachel in der menschlichen Haut noch weiter Gift absondert, sollte er sofort entfernt werden», rät Ineke Wyrsch.

Bienensterben

Im Jahr 2012 erregte der Dokumentarfilm «More than Honey» des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof Aufsehen. Er hatte das weltweite Bienensterben von Kalifornien bis China zum Thema und zeigte auf, dass ohne Bestäubung durch die Bienen mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht befruchtet würden. In Europa fand der Rückgang der Bienenvölker bis 1990 langsam und ab dann deutlich steiler statt. 1970 wurden in der Statistik europaweit 21 Millionen Honigbienenvölker ausgewiesen. Im Jahr 2007 waren es noch 15.5 Millionen. Ineke Wyrsch sieht ein Grund im Einsatz von Pestiziden. Sie sagt: «Die Schweiz hat zwar auch Verbote für Insektizide, aber weniger restriktive als diejenigen der EU Länder. Der Mais-Samen zum Beispiel, wird in der Schweiz gebeizt. Der morgendliche Tau, von dem die Bienen saugen, ist nicht frei von diesem Gift. Eine Auswirkung davon ist, dass die Bienen den Heimweg nicht mehr finden.» Elektrosmog und eine mangelnde Pflanzenvielfalt in unseren Gärten und Parks, sind weitere mögliche Gründe für den Rückgang der Bienen. Gegen die Varroa Milbe, welche für ungefähr 5 verschiedene Bienen-Krankheiten verantwortlich ist, gibt es Massnahmen, welche zur Dämmung eingesetzt werden können. «Ich bin froh um meine Mitgliedschaft beim Imkerverein, gerade für solche Anliegen», meint Ineke Wyrsch. Die Mitglieder profitieren vom Erfahrungsaustausch mit anderen Imkern, erhalten Hilfsmaterial und dürfen über das Veterinäramt Medikamente für ihre Bienen beziehen.

Vielfältige Bienen-Produkte

Der Honig ist wohl das bekannteste Produkt, das wir von den Bienen geniessen dürfen. Er wird gewonnen, indem der Imker dem Bienenstock die «verdeckelten» Honigwaben entnimmt und sie in eine Zentrifuge legt. Diese schleudert den Honig aus den Waben. Honig ist ein Rohprodukt und sollte Kindern unter einem Jahr nicht abgegeben werden. Mit Inhaltsstoffen wie Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen und antibakteriellen Stoffen, ist er ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. Für 1 kg Honig sind rund 100’000 Bienen-Ausflüge auf 150 Millionen Blüten notwendig! Doch Honig ist längst nicht das einzig Wertvolle, das uns die Bienen schenken. Bienenwachs wird zu Kerzen verarbeitet und duftet fein. Sogar Kosmetika enthält teilweise Bienenwachs. Wer Pollen einnimmt, stärkt sein Immunsystem. Sie sollen auch gegen Heuschnupfen helfen. Gelée royale ist ein Futtersaft, mit dem Königinnen gefüttert werden. Ihm wird nachgesagt, dass seine Einnahme beim Menschen verjüngend wirke. Propolis ist ein Bienen-Kittharz. Bienen mumifizieren damit unter anderem ihre Feinde. Dem Menschen dient es zur Wundheilung. Vor einer Selbstmedikation wird hingegen gewarnt, denn es kann zu einer allergischen Reaktion führen. Sogar das Gift der Bienen wird bei Menschen heilungsfördernd eingesetzt. Es wird bei entzündlichen Gelenkerkrankungen verwendet.

Tragen wir Sorge zur Natur

80 Prozent unserer Blütenpflanzen werden von Honigbienen bestäubt. Ohne die Bienen gibt’s keine Früchte und auch weniger Gemüse. Eine Wildblumenwiese, einheimische Sträucher und das Vermeiden des Einsatzes von Insektiziden, hilft den fleissigen Bienenvölkern, ihrer Arbeit gesund nach zu kommen.

Regula Aeppli-Fankhauser


Der Beitrag erschien in der Nidwaldner Blitz Ausgabe vom 2. Mai 2018

Bienenzüchterverein Nidwalden:

www.bienen-nw.ch/

Portal der Imkerei Schweiz:

www.bienen.ch

 

 

Die grosse Gefahr der kleinen Zecken

Hunde- oder Katzenbisse können Infektionen verursachen. Weitaus schlimmere Folgen verursacht aber der „Biss“ (eigentlich Stich) eines unscheinbaren Tieres: der Zecke. Zweimal wurde Maria Stern von einer infizierten Zecke gestochen. Die Folgen sind fatal.

Folgen von Zeckenstichen: Lyme-Borreliose und FSME

Bloss so klein wie ein Stecknadelkopf und doch kann eine Zecke enormes Leid verursachen. Wird ein Mensch von einer infizierten Zecke (im Volksmund „Holzbock“) gestochen, drohen zweierlei Krankheiten. Von der sogenannten Lyme-Borreliose sind in der Schweiz jedes Jahr ungefähr 3000 bis 5000 Menschen neu betroffen, Tendenz steigend. Es gab laut Auskunft von Dr. med. Norbert Satz, Spezialist für Zeckenerkrankungen, schon Jahre mit bis zu 10’000 Neuerkrankungen. 60 bis fast 300 Menschen erleiden jährlich durch Zecken eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), das ist eine Hirnhautentzündung. Diese Zahl variiert laut Dr. Satz witterungsbedingt. Im Gegensatz zu einem Mückenstich, spürt man den Zeckeneinstich nicht. Die Zecke saugt das Menschenblut vor allem an versteckten Orten, wie in den Kniekehlen, in der Schamgegend, im Bauchnabel, in den Achselhöhlen, an den Schultern, am Nacken oder hinter den Ohren. 80% der Stiche werden nicht erkannt.

Maria Stern – von Lyme-Borreliose betroffen

Rasende Bauch- und Gliederschmerzen, Lähmungen, Muskelzuckungen, dauerhaft entzündete Schleimhäute, eine überempfindliche Haut, Übelkeit, Herzrhythmus-Störungen – der Leidenskatalog, den Maria Stern seit dem ersten Zeckenstich im Jahre 1987 erlitt, ist gross. Leider erwischte es sie trotz allen Vorsichtsmassnahmen ein zweites Mal im Sommer 2003. Sie erzählt: „Ich habe fast 50 Ärzte aufgesucht, keiner konnte mir wirklich helfen. Die Symptome waren stark, aber unklar.“ Erst als sie zu einem Spezialisten für Zeckenkrankheiten überwiesen wurde, erhielt sie die Diagnose „Lyme-Borreliose“. Es folgten Antibiotika-Kuren, ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik und es war gar nötig, eine Schmerzpumpe zu implantieren. Sie ist bis heute auf ein grosses Pensum an Schmerzmitteln angewiesen, um vor allem die Nervenschmerzen in den Beinen und Füssen ertragen zu können. Trotz dieser Qualen engagiert sie sich beim Telefondienst der Selbsthilfe Schweiz für Zeckenbetroffene im Kanton Aargau. Sie sagt: „Der Austausch mit anderen Betroffenen hat mir und meinem Mann selbst viel an Wissen und Verständnis gebracht.“ Weitere Unterstützung erlebt sie durch ihre Kinder, Freunde und der kirchlichen Gemeinde. Kraft und Halt geben ihr der Glaube an Gott. Bei einer Begegnung mit ihr, staunt man über ihr sonniges, empathisches, lebensbejahendes Wesen.

Prävention

Gegen die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) ist eine Impfung möglich. Gegen Borreliose ist derzeit kein Impfstoff auf dem Markt. Es bleibt nur, sich im Wald, Wiesen, Parks und im Garten zu schützen. Geschlossene Kleidung, die Socken über die Hosen gestülpt und festes Schuhwerk, beugen einem Zeckenstich vor. Ein Zeckenschutzmittel gibt für beschränkte Zeit einen weiteren Schutz. Seien Sie vorsichtig beim Liegen auf dem Boden im Freien, streifen Sie möglichst nicht Sträuchern entlang und meiden Sie hohes Gras. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich duschen, die Haut gut abreiben und den Körper systematisch nach Zecken absuchen. Entfernen Sie eine Zecke mit einer Pinzette hautnah, durch einen geraden Zug und achten Sie sich auf mögliche Krankheitssymptome in den folgenden Wochen.

Herzlichen Dank an Dr. med. Norbert Satz für die telefonische Fachauskunft und Maria Stern für ihren persönlichen Einblick in ihr Leben als Betroffene.

Regula Aeppli-Fankhauser


Dieser Artikel erschien am 29. März 2018 im Nidwaldner Blitz


P.S. Jemand schrieb mir über Twitter: „Eine Info noch: im Gegensatz zu Menschen kann man Hunde gegen Borreliose impfen. Warum das so ist, weiß ich aber auch nicht.“

 

Non arrivederci Italia – auf Nimmerwiedersehen Italien

Ein Jahr ist es her und ich bin immer noch traurig über das Familientreffen auf das wir uns freuten und dadurch vermasselt wurde. Mein Mann – mitten in der Chemo, hätte eine Auszeit verdient gehabt, doch es wurde ein Stress wie noch nie erlebt in unserem Leben.
Mittlerweile ist meine Bewertung des MO.OM Hotels vor Milano (meiden!!!) immerhin meine hilfreichste.

Gmerkigs

Es sollten gemütliche Ostertage werden in Olgiate Olona, Italien für uns als fünfköpfige Familie plus dem Freund der mittleren Tochter. Es wurde ein Alptraum, der uns 6 zum Schluss kommen liess: nie mehr Italien!

„Warum um Himmels willen, verreist ihr über die Ostertage in den Süden?“ fragten uns Verwandte und Bekannte. Von wegen Stau und so. Es war der Wunsch meines Mannes, den Comersee zu erleben. Er suchte ein auf booking.com gut bewertetes Hotel geographisch in der Mitte zwischen Como und Mailand gelegen aus.

Um den Osterstau in den Süden zu umfahren, starteten wir am Karfreitag früh mit zwei Autos um 5.30 Uhr. Vor Erstfeld verliessen wir die Autobahn und genossen unsere Pässefahrt über den Oberalp und Lukmanier. Die ersten Sonnenstrahlen auf den Bergen, die Natur – alles war traumhaft. Nur mein Mann neben mir musste sich noch von der letzten Chemoeinheit erholen. Es war ihm etwas übel – aber nicht…

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Frühlingshaft warme Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli, 24. März 18

Die milden Frühlingstemperaturen verbinden wir am Samstag, 24. März 18 mit einer Schneeschuhwanderung auf dem Wirzweli (oberhalb von Dallenwil, Nidwalden).

Der Aufstieg in Richtung Wirzwelihorn (1’471 Meter über Meer) ab der Bergstation Wirzweli ist zwar schweisstreibend, lohnt sich aber.

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Denn die Aussicht auf die Zentralschweizeralpen und runter auf Wirzweli, Wiesenberg, Dallenwil, Ennetbürgen, Buochs und ins Engelbergertal, ist wunderschön.

 

Was sind das für Tierspuren? Der Osterhase?

DSC_0009_2.jpgDer Blick durch die „gespaltene Fluh“ ist genauso originell, wie ein paar Strassenbeschilderungen und der immer noch tief verschneite Robidogbehälter:

 

Nachdem wir den höchsten Punkt, die Gummenalp (1’579 Meter über Meer) erreicht haben, gehts noch fast ebenaus zur kleinen 6-Personen-Luftseilbahn.

 

Leider haben alle Beizen auf unserer Tour geschlossen, denn es ist im Grunde genommen Saisonende. Wir vernehmen, dass die Wirte des Gasthaus Gummenalp auf den Malediven in den Ferien weilen. Es sei ihnen gegönnt. Mittels Gegensprechanlage rufen wir Bähnliführer herbei, der im benachbarten Haus wohnt und fahren mit der Bahn runter zum Eggwald. Wir wählen den kurzen Eulenpfad, um nach ca. 2.5 Stunden unseren Ausgangspunkt, die Bergstation der Wirzwelibahn zu erreichen.

 

Der Trail „Panoramawelt“, den wir wählten, ist zu jeder Jahreszeit eine schöne, 3 Kilometer lange Wanderroute.

Im Sommer ist der Spielplatz mit der Rodelbahn und der neu errichtete Themenwanderweg für Familien sowieso ein lohnendes Ausflugsziel.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsert, ich bekam keine Werbegelder.

Winterliches Freiburg im Breisgau (D), 17. – 19. März 2018

Auf meinen 54. Geburi im Okt. 17 schenkte mir mein Mann Andy einen Wellnessgutschein und den lösten wir vergangenes Wochenende ein. Weil Nidwalden am 19. 3. mit dem Seppitag einen arbeitsfreien Montag hatte, wurde es ein verlängertes Wochenende.
Nach erstaunlich kurzem 2-stündigen Anfahrtsweg, erreichten wir bereits unser Ziel, Freiburg im Breisgau. Wir waren schon öfters hier, aber immer nur als kurze Zwischenhalt-Stopps auf der Durchreise. Dieses Mal wollten wir die Stadt ausführlicher erkundigen.
Meine Bewertung zum Friedrich Boutique-Apartment-Hotel, in dem wir logierten:
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Pilgrim5
Beckenried, Schweiz

🙂 Die Lage der Appartements ist super, denn innert weniger Minuten erreicht man die tolle Altstadt. Trotz der zentralen Lage, ist es relativ ruhig. Man hört zwar den Verkehr immer noch ein bisschen, aber nicht wirklich störend.
Zur Begrüssung gabs eine kleine Flasche Wein, Wasser und auch Kaffeetabs und Abwaschmaschinentabs standen kostenlos bereit. Wir schätzten dies sehr. 
Die Betten waren bequem, die Einrichtung modern und mit hübschen Fotos versehen.
Frühstück war nicht inbegriffen im Preis. Aber im selben Haus, verbunden durch einen direkten Zugang innerhalb des Hauses, befindet sich eine Bäckerei. Das Preis-Leistungsverhältnis des Frühstückangebotes dort ist toll. Man könnte das Frühstück sogar ins Appartement liefern lassen. 

WhatsApp Image 2018-03-18 at 13.38.52Trotz all dem, was ich unter dem 😦 schreibe, empfehlen wir diesen Aufenthaltsort gerne weiter. Ich empfehle für ältere Personen oder Gehbehinderte, zu bitten, dass sie ein Bett bekommen, das einen beidseitigen Zugang zur Liegefläche hat. Ich selber musste über die Bettseite meines Mannes krabbeln, was für mich kein Problem darstellte. Ich fragte mich nur, ob das für alle Menschen so problemlos machbar ist. Ein anderer Nachteil besteht aber dadurch, dass das Bett direkt am Fenster ist: das Licht lässt sich nur auf der anderen Seite bedienen.
Warum heisst dies eigentlich Apart-Hotel? Nicht dass mich das stören würde – aber es hat mit Hotel nichts zu tun. Es sind einfach Ferienwohnungen. Es gibt eine Art Réception, also ein kleiner Tisch mit Hocker, die zeitweise besetzt ist und wenn nicht, könnte man telefonische Auskunft verlangen. (Wir hatten kein Ausland-Abo gekauft für unsere Handys.) Zuhause fühlte sich die Tochter etwas gestresst, weil noch vor 20 Uhr dreimal auf die Festnetznummer zuhause angerufen wurde. Die Frage war lediglich, ob wir wohl das Appartment-Hotel finden würden. Also – wir hätten uns schon gemeldet, wenn wir es nicht gefunden hätten. Wir hatten ja bis 21 Uhr Zeit zum Einchecken und waren kurz nach 20 Uhr bereits dort. Wir vermuteten, dass die Mitarbeiterin einfach einmal Feierabend machen wollte. 
😦 :
Der Druck in der Dusche war nicht ziemlich gross.
Die Bett- und Frottéewäsche ist bereits etwas ausgebleicht.
Ein zweiter bequemer Fernsehsessel wäre nett gewesen. Wir waren ja zu Zweit in der Wohnung, aber nur ein Sessel, nebst den Stühlen war vorhanden.
Schade, dass es vor dem Haus nicht ein paar reservierte Parkplätze für die Gäste hat. Wir hatten beide Male Glück, einen der letzten Aussen-Parkplätze in der Nähe des Hauses zu erwischen. Klar gibt es noch eine Tiefgarage in der Nähe – was allerdings dann nicht so günstig zu haben ist.


Freiburg i.B. bietet eine wunderschöne Altstadt, viele preiswerte und aussergewöhnliche Restaurants und ein breites kulturelles Angebot. So waren wir einmal marokkanisch , bzw. ägyptisch essen und haben an einer Stadtführung mitgemacht. Trotz der Kälte haben wir den zweistündigen Rundgang sehr genossen.

Die Bächle ziehen sich 15.5 km durch die Stadt und haben diese vor manch grossem Brand bewahrt.

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Die Konviktstrasse wäre wahrscheinlich im Sommer mit dem Flieder, den wir auf Fotos sahen, noch malerischer. Aber wir waren auch vom winterlichen Look begeistert.

Was mich verwirrt hat, waren das gleichzeitige Kreuz und Hahn auf dem Münster. Mir wurde gelehrt, dass auf dem Dach einer katholischen Kirche ein Kreuz und auf demjenigen einer reformierten Kirche, ein Hahn wäre. Ich wurde eines besseren belehrt. In Süddeutschland gilt diese Regel, welche in der Schweiz üblich ist, nicht. Das Münster ist selbstverständlich katholisch, obwohl sich auf dem Dach beide Symbole befinden.

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Links und rechts auf den Münsterportalen sind die früheren Mass-Einheiten für alle damaligen Marktbesucher gut sicht- und überprüfbar eingemeisselt. Links unten sieht man ein Brot und später bekam man für dieselbe Geldmenge ein viel kleineres – rechts davon sichtbar.

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Beeindruckt hat mich nebst dem Krokodil 😀 ………

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…. die auffällig grosse Anzahl Studierenden. Man könne in Freiburg i.B. jede mögliche Studienrichtung studieren, erklärte mir unsere Stadtrundgang-Führerin. Ich sehe zwar grad, dass unsere Tochter ihr Ergotherapie-Studium dort nicht absolvieren könnte.

Wir nahmen einen Augenschein über die rauchenden Köpfe in der Uni-Bibliothek, welche mir von der Architektur vor allem in der Aussenansicht imponierte.

Zu unserem Freiburg im Breisgau-Aufenthalt gehörte auch das Wellnessen im Keidel Bad. Grundsätzlich gefiel es uns gut in diesem grossen Thermalbad – nur hatte es ein bisschen zuviel Besucher. Gegen Abend wurde es dann ruhiger. Die Badezeit ist nicht beschränkt, was einerseits angenehm ist, andererseits gäbe es einen grösseren Wechsel bei einer beschränkten Aufenthaltsdauer.

Auf der Heimfahrt legten wir einen Einkaufs-Stopp in Lörrach ein. Gerne würde ich Freiburg im Breisgau mal im Sommer erleben, wenn die Studenten sich vermehrt draussen aufhalten. Unsere Stadt-Führerin hat erzählt, auf dem Platz der Toleranz würden sich im Sommer hunderte junge Leute auf dem Boden friedlich unterhalten, musizieren, etwas trinken. Es sei eine super Atmosphäre, wären da nicht die dauernden Lärmklagen der Anwohner. Eine Leuchtsäule sollte die Feiernden zur Ruhe mahnen, wenn die Dezibel zu hoch würden. Bisher wirkt sie eher kontraproduktiv. Doch ich hoffe, dass die Anwohner sich tolerant zeigen und auch wir mal diese Stimmung erleben dürften. 😉

 

P.S. Kein gesponserter Beitrag, keine bezahlte Werbung. 😉

YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken

„Tun was er sagt…. das bedeutet für mich in diesem neuen Jahr unter anderem, dass ich mir konkrete Gebetszeiten einrichten möchte. Ich hatte den Eindruck von einer bestimmten Uhrzeit. Diese Zeit mit Gott, welche ich mir vorgenommen habe, im 2018 fest einzurichten, werde ich von meinen Facebook- und Twitter-Aktivitätszeiten wegstreichen. Denn an einem Abend hörten wir von Pete Greig (Leiter und Gründer von einer Gebetsbewegung, welche 24 Std. und 7 Tage die Woche beten), dass wir alles wegräumen sollen, was uns abhalten und ablenken will vom Wunsch, Zeit mit Gott zu verbringen. Mir war klar, dass die Zeiten, welche ich mit Social Media verbringe, zu viel Platz in meinem Leben einnehmen. Ich sage nicht, dass ich kein Facebook, Twitter, Instagram mehr nutzen möchte – aber nicht mehr zwei oder mehr Stunden am Tag, sondern die Hälfte davon. Es ist nicht so, dass Gott uns zwingt, etwas weg zu geben oder los zu lassen. Sondern er fragt uns, ob wir bereit sind, ihm etwas zurück zu geben, was uns nicht gut tut, damit er uns mit etwas beschenken könnte, was tausendmal wertvoller ist. Ich bete im Grunde genommen überhaupt nicht gerne. Aber ich sah während dieser Explo-Zeit ein, dass Gebet der Schlüssel zur Kommunikation mit Gott ist. Und Kommunikation gehört nun mal zu einer freundschaftlichen Beziehung. Also möchte ich dieses „Land“ ganz neu entdecken für mich.“ Continue reading „YouVersion und Bible Art Journaling – trendige Möglichkeiten, die Bibel zu entdecken“